Gunter Hofmann

 4.2 Sterne bei 6 Bewertungen
Autor von Willy Brandt und Helmut Schmidt, Helmut Schmidt und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Gunter Hofmann

Sortieren:
Buchformat:
Gunter HofmannWilly Brandt und Helmut Schmidt
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Willy Brandt und Helmut Schmidt
Willy Brandt und Helmut Schmidt
 (2)
Erschienen am 01.08.2015
Gunter HofmannPolen und Deutsche
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Polen und Deutsche
Polen und Deutsche
 (1)
Erschienen am 01.01.2011
Gunter HofmannRichard von Weizsäcker
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Richard von Weizsäcker
Richard von Weizsäcker
 (1)
Erschienen am 18.03.2010
Gunter HofmannHelmut Schmidt
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Helmut Schmidt
Helmut Schmidt
 (1)
Erschienen am 24.11.2015
Gunter HofmannFamilienbande
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Familienbande
Familienbande
 (1)
Erschienen am 26.08.2005
Gunter HofmannEin Leben für das andere Deutschland
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Ein Leben für das andere Deutschland
Ein Leben für das andere Deutschland
 (0)
Erschienen am 25.01.2019
Gunter HofmannSchuld & Sühne & Stolz & Vorurteil
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Schuld & Sühne & Stolz & Vorurteil
Schuld & Sühne & Stolz & Vorurteil
 (0)
Erschienen am 01.10.2008
Gunter HofmannHelmut Schmidt: Soldat, Kanzler, Ikone
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Helmut Schmidt: Soldat, Kanzler, Ikone
Helmut Schmidt: Soldat, Kanzler, Ikone
 (0)
Erschienen am 19.11.2015

Neue Rezensionen zu Gunter Hofmann

Neu
M

Rezension zu "Helmut Schmidt" von Gunter Hofmann

Ungewollt?) Zur rechten Zeit
michael_lehmann-papevor 3 Jahren

Ungewollt?) Zur rechten Zeit

Fast zeitgleich fällt es zusammen, das Erscheinen dieser Biographie und der Tod des ehemaligen Kanzlers und „Lieblingspolitikers der Deutschen“, Helmut Schmidt.

Der ehemalige Chef-Korrespondent der Zeit, Günter Hoffmann, setzt sich in dieser Biographie dabei die Aufgabe, genau jene „Lücke“ beschreibend, analysierend und erläuternd anzugehen, die Helmut Schmidt selbst konsequent in seinen Veröffentlichungen zumindest offen gelassen hat.

„Seine Politik wollte er weder ableiten aus seinem eigenen Leben, noch wollte er sich einbetten in einen systematischen historischen Rückblick auf die Bundesrepublik und ihre Rolle in Europa und der Welt.“

Einer, für den „Blicke nach innen“, „politische Selbstbespiegelungen“ immer „suspekt gewesen seien“.

Hier nun die prägenden Erlebnisse und Linien des Lebens nachzuzeichnen, sich die Erfahrungen Schmidts als Soldat, der erst späterhin in jener Jugendzeit in dann aber stark kritischer Reflexion zum dritten Reich sich positionierte, dabei nicht die rege politische „Entwicklungsphase“ Schmidts zu vergessen, die auch in der Distanz und Nähe zu anderen Personen sich entfaltet hat (Strauß, Brandt, Karl Schiller, Erler, Kennedy), und die einen weiteren Strang zu seinen Wurzeln hinzufügten, all dies nimmt Günter Hoffmann auf.

Und zwar dergestalt, dass sich, wie könnte es anders sein, Schmidts Person und wichtige Ereignisse dieser aktiven Lebenszeit miteinander verweben und verbinden. Schon vor seiner Zeit als Kanzler sind es ja Wendepunkte auch in der Politik (kalter Krieg, Naturkatastrophen, Kennedy, die Politik der Annäherung und versuchter Entspannung an DDR und Sowjetunion durch Willy Brandt, Aufrüstung und Nachrüstung) die den Zeitgenossen noch gut in Erinnerung stehen, mit denen sich Schmidts Name und Handeln verbindet.

Eine im Großen und Ganzen damit sehr „öffentliche Biographie“, die eher das politische und öffentliche Leben Schmidts nachzeichnet (bis hin ausführlicher zu seiner „kommentierenden“ Funktion nach dem Ausscheiden aus dem Amt) und weniger Wert auf den „Privatmann“ Schmidt legen.

So wirkt es hier und da doch ein wenig künstlich, wenn Hoffmann politische Linien Schmidts in Verbindung mit persönlichen Prägungen oder Erlebnissen zu bringen versucht, gerade weil nicht breit und ausführlich über diese private Seite Material vorgelegt wird.

Dennoch ist es ein erkennbarer und teils auch gelingender Versuch, das „Gesamtpaket Schmidt“ dem Leser vor Augen zu führen und auch, ein wenig zumindest, hinter das eigene Image des Staatsmannes zu schauen. Der sich selbst immer als nüchtern, sachlich, ausschließlich pragmatisch dargestellt hat und so verstanden werden wollte, aber durchaus erkennbar hier und da Entscheidungen und Linien auch aufgrund persönlicher Gefühle vollzogen hat. Sei es den Verzicht auf die Parteiführung in den Jahren der Kanzlerschaft (aus Respekt vor, vielleicht aber auch aus Sehnsucht nach Nähe zu Willy Brandt), wie auch herzlich gehegte Feindschaften nicht ohne Einfluss blieben.

Teils assoziativ, nicht immer chronologisch (auch wenn die Grundlinie der Biographie sich chronologisch ausrichtet), ein wenig hier und da den roten Faden kurz verlierend, bietet Hoffmann dennoch im Gesamten souverän einen breiten Einblick in das (weitgehend öffentliche und politische) Leben Helmut Schmidts und bietet, für den Leser nachvollziehbar, Anhaltspunkte für Schmidts Grundüberzeugungen und manche konkrete Entscheidung aus der persönlichen Entwicklung des ehemaligen Bundeskanzlers her.


Am Ende aber bleibt auch für diese Biographie bestehen: „Keine der zahlreichen Biographien, die bereits über ihn zu Papier gebracht wurden, erfasst ihn ganz“. 

Kommentieren0
4
Teilen
M

Rezension zu "Willy Brandt und Helmut Schmidt" von Gunter Hofmann

Rezension zu "Willy Brandt und Helmut Schmidt" von Gunter Hofmann
michael_lehmann-papevor 6 Jahren

Ein Verhältnis voller Reibungen, aber auch mit innerer Nähe

Ob es wirklich so ist, dass Helmut Schmidt über lange Strecken hinweg im Tiefsten doch nach der Anerkennung, der Nähe Willy Brandts suchte (er, der zu Beginn des gemeinsamen Weges ganz offensiv Brandt seine Freundschaft anbot (und hier ein wenig Enttäuschung schon dort erlebt hat)) und dieser auf seine ihm eigene Art doch immer ein Stück reserviert sich verhalten musste („„Freund“ nannte Willy Brandt nur die Weggefährten aus dem „anderen“ Leben (den Exiljahren)), das mag dahingestellt sein und bleiben.

Was aber den besonderen Zusammenhang, die starken Reibungen, das dennoch einen „Grundkonsens-Weg“ miteinander gehen der beiden große Sozialdemokraten der Bundesrepublik angeht, da bietet Gunter Hofmann in seiner ganz eigenen Betrachtung des Verhältnisses der beiden Kanzler ein hoch interessantes, politisch spannendes und menschlich in Teilen tief reichendes Portrait einer „schwierigen Freundschaft“.

Im Kanon der vielfachen biographischen Betrachtungen der beiden politischen Großgestalten, gelingt es dem Journalisten in bester Weise, zum einen die Charaktere der Persönlichkeiten je für sich zu portraitieren, zum anderen ihre individuelle politische Verwurzelung (und die daraus resultierende „Lebenshaltung“) nach zu zeichnen und, zu guter Letzt, das „trennend-verbindende“ beider präzise herauszustellen.

Der eine, Willy Brandt, aus seiner tiefen Prägung heraus der „liberale“, der, der „an den Zweifel glaubt“ und an die ständig notwendige Öffnung zu neuen Strömungen hin. Ein Bekenntnis zur „Ambivalenz“, gepaart mit einer spürbar und nicht einfach zu ertragenden depressiven Strömung, die Brandt immer wieder in Teilen als fast „entrückt“ wirken ließ.

Der andere, Helmut Schmidt, durchaus auch ein Skeptiker der „einen Wahrheit“ und der „reinen Lehre“, der allerdings aus Staatsräson, aus seiner Person heraus ein öffentliches „Sowohl als auch“ als „Bankrotterklärung“ (des führenden Politikers) verstanden hätte.

So litt Schmidt an der, in seinen Augen, mangelnden Führungskraft, Führungswillen und zögerlichen Haltung Brandts, der „langen Leine“ und Brandt, der auch „Nestwärme“, eine „innere Heimat“ auch äußerer Akzeptanz sucht, litt demgegenüber an der scharfen Zunge Schmidts, der klaren auch Machtorientierung, die sich hier und da durchaus offensiv und öffentlich gegen Brandt richtet.
Ein Schmidt, der später tief verletzt war und erkennbar unter dem „Verrat“ Brandts litt, was das Ende seiner eigenen Kanzlerschaft und die Haltung zum NATO Doppelbeschluss anging.

Ein Verhältnis im Übrigen, welches ohne den „Dritten im Bunde“, Herbert Wehner, nicht denkbar ist. Gelungen bringt Hofmann auch Wehner mit in seine Betrachtungen ein, vermeidet aber klug eine Konzentration auf diesen. Nur in der Bedeutung für das Verhältnis Schmidt-Brandt und, darüber hinaus, in den Auswirkungen für die persönliche Entwicklung gerade Brandts durch Wehners „Demontierung“ („Der Herr badet gerne lau“) findet Wehner seinen gebührenden Platz im Buch.

Im Gesamten konstatiert Hofmann, wie wichtig es war, dass zwischen diesen beiden so anders gearteten Persönlichkeiten der politische Brückenschlag geglückt ist. Ansonsten wäre vieles fundamental Wichtige an Entwicklungen der jungen Republik gescheitert. Was Hofmann im Übrigen als hoch spannenden, politischen Prozess darzustellen versteht. B ei dem die persönliche Ebene nicht ausgespart war und bliebt, wie der interessante Einblick in den regen Briefwechsel beider im Buch intensiv vor Augen führt.

Aus einem Miteinander, Nebeneinander, Gegeneinander lässt sich so doch zeigen, das sich etwas „ungewöhnlich Komplementäres“ heraus kristallisierte, was durchaus politische Geschichte geschrieben hat. Nicht nur jeder für sich, sondern gerade auch im Licht des anderen. Mit einem versöhnlichen und befriedeten Ende.

Günter Hofmann dekliniert eine politische Zeitgeschichte durch, die er immer wieder auf sein Anliegen der Darstellung der Beziehung zwischen Schmidt und Brandt und deren beider persönlicher und politischer Entwicklung konzentriert zurückführt. Ein hoch politisches, durchaus den Personen gerecht werdendes und das komplementär - Verbindende herausarbeitende Buch, das einen wichtigen Beitrag zum Verständnis des Verhältnisses und zum Verständnis der damaligen politischen Zeit bietet.

Kommentieren0
11
Teilen
W

Rezension zu "Polen und Deutsche" von Gunter Hofmann

Rezension zu "Polen und Deutsche" von Gunter Hofmann
WinfriedStanzickvor 7 Jahren

Wie ist es eigentlich zu der europäischen Wende von 1989/90 gekommen? Diese Frage hat der seit Jahrzehnten im deutsch-polnischen Verhältnis engagierte Journalist Gunter Hofmann zwei Dutzend Zeitzeugen aus Polen und Deutschland gestellt.

Indem er die ausführlichen Gespräche mit ihnen dokumentiert, unternimmt Gunter Hofmann eine spannende Zeitreise, die sich liest wie ein persönliches Geschichtsbuch. Als wichtige Stationen auf dem Weg zur europäischen Revolution werden identifiziert: die Ostpolitik Willy Brandts, die 1969 begann, obwohl Helmut Schmidt in einem Gespräch dazu sagt: „Allein Gorbatschow löste die Implosion aus, unsere Politik hatte keinerlei Einfluss darauf“.

Natürlich waren die Ereignisse in Polen 1980, die Gewerkschaft Solidarnosc und der Runde Tisch eine wichtige Etappe auf dem Weg zu den Ereignissen 1989, die nicht nur Europa, sondern auch die Welt veränderten.

Das Buch ist ein historisches Lesebuch von hoher auch literarischer Qualität und zeigt einen der beten bundesdeutschen Journalisten der letzten Jahrzehnte bei einem seiner Herzensthemen.

Kommentieren0
11
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 17 Bibliotheken

auf 4 Wunschlisten

von 1 Lesern aktuell gelesen

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks