Gunter Hofmann Helmut Schmidt

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Inhaltsangabe zu „Helmut Schmidt“ von Gunter Hofmann

<p>Helmut Schmidt war nicht nur ein deutscher Bundeskanzler - er war eine nationale Institution und mit Abstand der beliebteste Deutsche. Wer war dieser Mann? Was zeichnete ihn als Politiker und als Mensch aus? Wofür stand er? Gunter Hofmann beschreibt die Stationen eines Lebens, das außergewöhnlich war und doch von Erfahrungen und Idealen bestimmt wurde, die Millionen von Deutschen teilten. Seine ausgewogene und kenntnisreiche Biographie bringt uns ganz nahe an Helmut Schmidt heran. Ein eindrucksvolles Portrait eines großen Deutschen und zugleich ein glänzend geschriebenes Stück Zeitgeschichte.<br /> Helmut Schmidts Leben war geprägt von den Erfahrungen des Weltkriegs und der NS-Herrschaft. Sie bildeten den Hintergrund seines lebenslangen Engagements für eine Bundesrepublik, in der Demokratie und soziale Gerechtigkeit oberste Maßstäbe waren.<br /> Vom jungen Senator in Hamburg, der durch sein tatkräftiges Krisenmanagement während der Flutkatastrophe auf sich aufmerksam macht, führte Schmidts politischer Werdegang über Ämter als Fraktionsvorsitzender und Minister in verschiedenen Ressorts schließlich bis ins Kanzleramt, wo er acht Jahre lang der „leitende Angestellte“ der Bundesrepublik Deutschland war. Nach seinem Sturz gelingt ihm erneut eine eindrucksvolle Karriere, diesmal als Herausgeber der "ZEIT", als Bestsellerautor und als öffentliche Instanz, die von allen Deutschen respektiert wird. Eindringlich schildert Gunter Hofmann, der Schmidts Wirken jahrzehntelang als Journalist begleitet hat, die Lebensgeschichte dieses Mannes, sein Handeln und seine Persönlichkeit, seine Beziehungen zu Weggefährten und Widersachern, seine Ehe mit Loki Schmidt.</p>

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  • Ungewollt?) Zur rechten Zeit

    Helmut Schmidt
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    08. December 2015 um 11:28

    Ungewollt?) Zur rechten Zeit Fast zeitgleich fällt es zusammen, das Erscheinen dieser Biographie und der Tod des ehemaligen Kanzlers und „Lieblingspolitikers der Deutschen“, Helmut Schmidt. Der ehemalige Chef-Korrespondent der Zeit, Günter Hoffmann, setzt sich in dieser Biographie dabei die Aufgabe, genau jene „Lücke“ beschreibend, analysierend und erläuternd anzugehen, die Helmut Schmidt selbst konsequent in seinen Veröffentlichungen zumindest offen gelassen hat. „Seine Politik wollte er weder ableiten aus seinem eigenen Leben, noch wollte er sich einbetten in einen systematischen historischen Rückblick auf die Bundesrepublik und ihre Rolle in Europa und der Welt.“ Einer, für den „Blicke nach innen“, „politische Selbstbespiegelungen“ immer „suspekt gewesen seien“. Hier nun die prägenden Erlebnisse und Linien des Lebens nachzuzeichnen, sich die Erfahrungen Schmidts als Soldat, der erst späterhin in jener Jugendzeit in dann aber stark kritischer Reflexion zum dritten Reich sich positionierte, dabei nicht die rege politische „Entwicklungsphase“ Schmidts zu vergessen, die auch in der Distanz und Nähe zu anderen Personen sich entfaltet hat (Strauß, Brandt, Karl Schiller, Erler, Kennedy), und die einen weiteren Strang zu seinen Wurzeln hinzufügten, all dies nimmt Günter Hoffmann auf. Und zwar dergestalt, dass sich, wie könnte es anders sein, Schmidts Person und wichtige Ereignisse dieser aktiven Lebenszeit miteinander verweben und verbinden. Schon vor seiner Zeit als Kanzler sind es ja Wendepunkte auch in der Politik (kalter Krieg, Naturkatastrophen, Kennedy, die Politik der Annäherung und versuchter Entspannung an DDR und Sowjetunion durch Willy Brandt, Aufrüstung und Nachrüstung) die den Zeitgenossen noch gut in Erinnerung stehen, mit denen sich Schmidts Name und Handeln verbindet. Eine im Großen und Ganzen damit sehr „öffentliche Biographie“, die eher das politische und öffentliche Leben Schmidts nachzeichnet (bis hin ausführlicher zu seiner „kommentierenden“ Funktion nach dem Ausscheiden aus dem Amt) und weniger Wert auf den „Privatmann“ Schmidt legen. So wirkt es hier und da doch ein wenig künstlich, wenn Hoffmann politische Linien Schmidts in Verbindung mit persönlichen Prägungen oder Erlebnissen zu bringen versucht, gerade weil nicht breit und ausführlich über diese private Seite Material vorgelegt wird. Dennoch ist es ein erkennbarer und teils auch gelingender Versuch, das „Gesamtpaket Schmidt“ dem Leser vor Augen zu führen und auch, ein wenig zumindest, hinter das eigene Image des Staatsmannes zu schauen. Der sich selbst immer als nüchtern, sachlich, ausschließlich pragmatisch dargestellt hat und so verstanden werden wollte, aber durchaus erkennbar hier und da Entscheidungen und Linien auch aufgrund persönlicher Gefühle vollzogen hat. Sei es den Verzicht auf die Parteiführung in den Jahren der Kanzlerschaft (aus Respekt vor, vielleicht aber auch aus Sehnsucht nach Nähe zu Willy Brandt), wie auch herzlich gehegte Feindschaften nicht ohne Einfluss blieben. Teils assoziativ, nicht immer chronologisch (auch wenn die Grundlinie der Biographie sich chronologisch ausrichtet), ein wenig hier und da den roten Faden kurz verlierend, bietet Hoffmann dennoch im Gesamten souverän einen breiten Einblick in das (weitgehend öffentliche und politische) Leben Helmut Schmidts und bietet, für den Leser nachvollziehbar, Anhaltspunkte für Schmidts Grundüberzeugungen und manche konkrete Entscheidung aus der persönlichen Entwicklung des ehemaligen Bundeskanzlers her. Am Ende aber bleibt auch für diese Biographie bestehen: „Keine der zahlreichen Biographien, die bereits über ihn zu Papier gebracht wurden, erfasst ihn ganz“. 

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