Gustav Meyrink Der Engel vom westlichen Fenster

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Inhaltsangabe zu „Der Engel vom westlichen Fenster“ von Gustav Meyrink

Der Engel vom westlichen Fenster\" ist das letzte von Gustav Meyrinks schriftstellerischem Werk. Dieser Roman ist unglaublich hinreißend. Das Lesen hinterlässt endlos vielschichtige Erlebnisse und je öfter man dieses Werk liest um so öfter wandelt und entwickelt sich auch wie durch Zauberhand das Bemerken von immer neuen Facetten und Stimmungen. Eine mitreißende Geschichte von elektrisierender Magie.§Gustav Meyrink schreibt hier einen tiefsinnigen gefühlvollen Roman, die Metaphysik ergründend und nach dem Sinn des Lebens und des Liebens trachtend. Die Dimensionen des Daseins verschwimmen, Zeit und Raum ergeben sich der Relativität§§Gustav Meyrink wandte sich dem Okkulten und dem \"Jenseits der Norm\" zu und gilt als Klassiker der phantastischen Literatur. In sein Werk gingen mystische, kabbalistische und indische Geisteselemente ein. Er selbst konvertierte 1927 zum Mahajana-Buddhismus. (Quelle:'Flexibler Einband/18.06.2014')

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  • Rezension zu "Der Engel vom westlichen Fenster" von Gustav Meyrink

    Der Engel vom westlichen Fenster

    Sonoris

    06. March 2010 um 10:58

    Gustav Meyrink, einer der großen Schriftsteller phantastischer und okkulter Romane des 20. Jahrhunderts, wurde und wird fast durchweg von Literaturkritikern und vom gemeinen Publikum ignoriert. Aber gerade dieser Umstand sollte den geneigten Leser phantastischer aber auch ganz allgemein anspruchsvoller Literatur aufhorchen lassen und sich vielleicht dadurch aufgefordert fühlen, einen Blick zu riskieren. Mit Romanen wie „Der Golem“ und das „Das grüne Gesicht“ hat sich Gustav Meyrink allemal einen Namen - wenn vielleicht hauptsächlich auch nur in der Esoterik-Szene neben Maria Szepes, mit ihrem bekannten Werk „Der rote Löwe“ - machen können. Zugegeben, das vorliegende Werk „Der Engel vom westlichen Fenster“ ist keine einfache Lektüre: Zum einen setzt dieser Roman esoterisches Wissen voraus, zum anderen weist er keinen einfachen Sprachstil auf. Davon abgesehen, dass ich inhaltlich bei weitem nicht alles verstanden habe, wie ich dies gern gewollt hätte, musste ich schon rein sprachlich manche Sätze, gar ganze Textpassagen mehrmals lesen, um sie begreifen zu können. Davon abgesehen bin ich fasziniert von seiner sprachlich-stilistischen Brillanz, wie schon Marianne Wünsch im Nachwort dies äußerte. In sehr schön formulierten Sätzen vermochte er Humor und Kritik zu verpacken. So kritisiert er beispielsweise das Bürgertum folgendermaßen: „ …des namenlosen, gewissenlosen, verantwortungslosen Pöbels, der seine stumpfsinnigen Tage mit der Befriedigung qualmiger Triebe ausfüllt und zufrieden ist, wenn Wanst und Geilheit satt sind.“ In „Der Engel vom westlichen Fenster“ geht es vornehmlich um John Dee, einen der größten Gelehrten des 16. Jhd. und engsten Berater Königin Elisabeths von England. Er war Mathematiker, Astronom und Mystiker, der der Alchimie kundig war und sich nicht nur mit dem Herstellen von Gold aus Blei zufrieden gab, sondern sich der Kunst hingab, die den Menschen selbst verwandeln sollte, in ein „Wesen, das das Bewusstsein seiner Selbst nimmermehr verliert“ (Gustav Meyrink). So war diese Figur für G. Meyrink von besonderer Bedeutung, die ihm einen hervorragenden thematischen Hintergrund für seinen Roman lieferte. Auch wenn dieser Roman zu großen Teilen im 16. Jhd. spielt, ist dies kein historischer Roman im herkömmlichen Sinne. Denn es gibt einen Erzähler, der zur Zeit Meyrinks lebte (mit autobiografischem Anteil) und durch ein Tulakästchen, auf seinen Vorfahr John Dee aufmerksam gemacht wird. Den Inhalt der Schriftstücke gibt der Ich-Erzähler zusammen mit seinen Erfahrungen in Verbindung mit dieser Person schriftlich wieder, woraus dann das vorliegende Werk entstanden ist. Gustav Meyrink hat dieses Werk selbst als Doppel-Roman bezeichnet. Ich habe „Der Engel vom westlichen Fenster“ schon in meiner Jugend gelesen und war sehr davon angetan. Ebenso war ich auch nach dem zweiten Mal lesen wieder sehr fasziniert, wobei ich dieses Mal den Roman mit anderen Augen gelesen habe. Der Zauber, den ich beim ersten Mal lesen gespürt hatte, ist weitestgehend verschwunden, aber da dieser Roman derart komplex ist und spirituelles Wissen aufweist, welches ich bislang noch nicht zu erfassen in der Lage bin – wenn je überhaupt -, stellte dieser für mich, immer noch einen großen Reiz dar – auch ihn vielleicht wiederholt zu lesen. Trotz der Notwendigkeit des okkulten oder spirituellen Grundwissens – damit die Aussage des Romans in seiner Breite verstanden werden kann - ist „Der Engel vom westlichen Fenster“ als Einstiegsroman in diese Thematik sehr zu empfehlen. Denn davon abgesehen, dass dieser Umstand eine besondere Stimmung des Geheimnisvollen entstehen lassen kann, bietet dieses letzte Werk von Gustav Meyrink spannende und anspruchsvolle Unterhaltung.

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  • Rezension zu "Der Engel vom westlichen Fenster" von Gustav Meyrink

    Der Engel vom westlichen Fenster

    Nabil

    30. April 2007 um 20:04

    Wohl das zweitbeste von Meyrink. Sehr interessant die historische Figur des Mystikers John Dee (16. Jahrhundert). Ich werde mich noch über ihn informieren.

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