Gustav Schwab Die schönsten Sagen des klassischen Altertums. Mit einem Vorwort von Harald Parigger

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Inhaltsangabe zu „Die schönsten Sagen des klassischen Altertums. Mit einem Vorwort von Harald Parigger“ von Gustav Schwab

Die tragische Liebesgeschichte von Orpheus und Eurydike. Prometheus, der den Menschen das Feuer bringt und so den Zorn der Götter auf sich zieht. Die heldenhaften Abenteuer des Herakles – bis heute sorgen die Sagen der Antike für atemberaubende Spannung. In der klassischen Nacherzählung von Gustav Schwab: Ein wahrer Lesegenuss nicht nur für kleine Leser.

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  • «Weißt du auch,» entgegnete der Geist, «daß man mich hier nicht ungestraft ruft?»

    Sagen vom Rübezahl
    Kopf-Kino

    Kopf-Kino

    22. July 2015 um 18:03

    Auf den oft besungenen Sudeten haust in friedlicher Eintracht der berufene Berggeist, Rübezahl genannt, der das Riesengebirge berühmt gemacht hat. Dieser Fürst der Gnomen besitzt zwar auf der Oberfläche der Erde nur ein kleines Gebiet, von wenigen Meilen im Umfang, mit einer Kette von Bergen umschlossen. Aber unter der urbaren Erdrinde hebt seine Alleinherrschaft an und erstreckt sich auf achthundertsechzig Meilen in die Tiefe, bis zum Mittelpunkt der Erde. Wer kennt ihn nicht, den hünenhaften Bergherrn, den Fürst der Gnome, die Sagengestalt, den Beherrscher des Wetters, der im Riesengebirge, wo eisiger Schnee die Gipfel ummantelt, über sein Reich herrscht? Rübezahl wird er spöttisch von den Menschen genannt und erscheint ihnen in unzähligen Gestalten – mal als Edelmann, kopfloser Kutscher oder Schabernacker, um entweder fürchterliche Rache zu nehmen oder denjenigen zu helfen, die sein Herz rühren. Wie Rübezahl beispielsweise zu seinem Namen kam, den er selbst nicht leiden kann, und weshalb man jene Bezeichnung lieber nicht allzu laut und keck aussprechen sollte, sind nur wenige Geheimnisse, die diese Sammlung preisgeben. Dieser erste Versuch, das Studium der Menschenkunde zu treiben, konnte ihn unmöglich zur Menschenliebe erwärmen; er kehrte mit Verdruß auf seine Felsenzinne zurück, überschaute von da die lachenden Gefilde und wunderte sich, daß die Mutter Natur ihre Spenden an solche Brut verlieh. Als Knirps lauschte ich mit einem Gemisch aus Faszination und Gänsehaut den sowohl unheimlichen als auch lustigen Legenden, die sich seit Jahrhunderten um Rübezahl rankten. Damals verstärkte das charakteristische Knistern und Knacken der Schallplatte jenen Effekt gewiss. Da mein Großvater aus Schlesien stammte, verschlang ich, sobald ich des Lesens mächtig gewesen, ebenfalls die schriftliche Version. Dank dem Weimarer Gelehrten Johann Karl August Musäus, der den variationsreichen Stoff im 18. Jahrhundert in seiner Sammlung bearbeitete und aufnahm, können wir einer der bedeutsamsten volksmythologischen Figur der deutschen Märchen zwischen Druckerschwärze und Phantasie begegnen. Oft hielt eine unsichtbare Kraft einen ledigen Wagen, daß sechs rasche Pferde ihn nicht fortzuziehen vermochten, und ließ der Fuhrmann merken, daß er eine Neckerei von Rübezahl wähnte, oder brach er in Unwillen gegen den Berggeist aus, so hatte er ein Hornissenheer, das die Pferde wild machte, einen Steinhagel oder eine reichhaltige Tracht Prügel von unsichtbarer Hand zu erwarten. Die Legenden sind - da volkstümlich und alt – in der ursprüngliche Sprache der damaligen Zeit verfasst und demnach altertümlich, aber dennoch verständlich. Da die Formulierungen manchmal langatmig und für unsere Zeit fremdartig erscheinen, würde ich 'Rübezahl' eher für Grundschüler oder interessierten Vorschulkindern empfehlen. Ich selbst hatte damals mit manchen Wörtern meine Schwierigkeiten, der Kontext jedoch ließ mich problemlos in die alte Zeit der Mythen und Legenden abtauchen. Bei ängstlichen Kindern sollte man die Rübezahl-Geschichten mit Vorsicht genießen, da ihnen der Stoff eventuell zu gruselig erscheinen könnte. Meiner Meinung nach ist diese Sammlung jedoch nicht nur für Kinderohren bestimmt! Jedem, der sich für Legenden, Sagen, Märchen, Mythen und Sprachkunst begeistern kann, möchte ich Musäus' spannende Sammlung ans Herz legen. Dank den kurzen, aber informativen und schön geschriebenen Kapiteln steht der Hör- und Leselust nichts im Wege. Musäus' Sprache ist ein Gedicht! Heute, mit erwachsenen Augen, erfreue ich mich umso mehr daran. Gut, ich sehe natürlich ein, dass man diese Art der Kunstschrift mögen muss, um sich daran erfreuen zu können. Gelungen finde ich ebenfalls das Hörbuch aus dem Hause 'aragon', das Christian Rode, der Sprecher des Sherlock Holmes in der gleichnamigen Hörspielreihe der Verlagsgruppe Hermann / maritim-produktionen <3, mit markanter und stimmungsvoller Stimme vorträgt. So leicht war's, Rübezahls Freundschaft zu verscherzen; doch eben so leicht war's auch, sie zu gewinnen. Zusätzlich möchte ich die Gelegenheit nutzen, um auf eine der schönsten Sagensammlung aus der Feder Schwabs hinweisen.

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  • Die wahren Helden der Literatur ;-)

    Die schönsten Sagen des klassischen Altertums. Mit einem Vorwort von Harald Parigger
    his_and_her_books

    his_and_her_books

    05. July 2015 um 07:59

    Inhalt: Der Titel ist Programm. Von den alten griechischen Sagen über Prometheus, Dädalus und Perseus bis zur Argonautensage mit all ihren Helden wie Herakles, Ödipus, Theseus und Troja. All diese Abenteuer mit teils göttlichen Eingriffen sind in diesem einen Buch zu finden. Meinung: Ich persönlich bin begeistert von den alten Göttersagen über Helden, deren Herausforderungen und die göttlichen Spielchen, die mit ihnen getrieben wurden. Daher konnte ich mir die Neuauflage von Gustav Schwabs „Die schönsten Sagen des klassischen Altertums“ nicht entgehen lassen. 640 Seiten voller (meist) bekannter Namen, ordentlich strukturiert, hießen mich willkommen. Die Einführung des Autors besteht aus einer kurzen Zusammenfassung der wichtigsten Gottheiten, die in diesen Sagen erwähnt werden – in ihrer griechischen und römischen Ausgabe. Während man sich durch die ganzen Heldensagen und Mythen liest, kann man sich oftmals mit der eingefügten Karte orientieren und sich so auch geografischen Überblick über die zahlreichen Heldenreisen verschaffen. Da die Masse an Namen (teils auch dieselben) nicht einfach zu merken ist, wurden den einzelnen Sagen vom Autor oft Zusammenfassungen über den aktuellen Charakter vorangestellt, wenn diese nicht in direktem Zusammenhang mit der vorhergehenden Sage stehen. So ist der Bezug zum großen Ganzen immer hergestellt und man kann nichts aus den Augen verlieren. Der Erzählstil des 150-Jahre-alten Werks wurde von Burkhard Heiland aufgefrischt und so entstanden flüssig zu lesende Geschichten, die tiefgründiges Wissen über die alten Gottheiten und Helden vermitteln.    Urteil: Wer neugierig ist, wo so manche Handlung von aktuellen (Jugend-)Büchern ihren Ursprung hat, oder schon immer mehr über die alten Götter erfahren wollte, sollte unbedingt zu diesem Buch greifen. Bei dem fantastischen Preis-/Leistungsverhältnis darf es auch gerne im Bücherregal stehen, damit man jederzeit nachschlagen kann. Verdiente 5 Bücher für diese gelungene Zusammenstellung der griechischen Sagen. ©hisandherbooks.de

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  • Frage zu "Die Märchen der Antike" von Erich Ackermann

    Die Märchen der Antike
    _Lotusblume_

    _Lotusblume_

    hi, also ich möchte unbedingt etwas griechisches oder römisches lesen, z.b. die märchen der antike. Ich hab jetzt dieses buch gefunden und möchte euch fragen, ab das buch gut ist. würdet ihr es mmir weiterempfehlen? und könntet ihr mir sonst noch i-welche bücher über das themaweiterempfehlen?

    • 5
  • Rezension zu "Die schönsten Sagen des klassischen Altertums" von Gustav Schwab

    Die schönsten Sagen des klassischen Altertums. Mit einem Vorwort von Harald Parigger
    Buecherkai

    Buecherkai

    06. February 2010 um 09:45

    An nassen, kalten, unwirtlichen Herbst- und Wintertagen gibt es doch vielleicht nichts Schöneres als jedenfalls in Gedanken in die Welt der griechischen Götter und Helden einzutauchen, ihre Abenteuer, Kämpfe, Siege und Niederlagen, Liebe und Verrat mitzuerleben. Seit 170 Jahren nimmt uns Gustav Schwab in seiner Nacherzählung der Sagen des klassischen Altertums mit auf die phantastische Reise zu Prometheus, Iason, Herakles, Oidipus, Odysseus und all den anderen Helden und Schurken. Mit der wunderschönen Ausgabe aus der Reclam Bibliothek macht jetzt die Reise nach Troia noch mehr Vergnügen.

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  • Rezension zu "Die schönsten Sagen des klassischen Altertums" von Gustav Schwab

    Die schönsten Sagen des klassischen Altertums. Mit einem Vorwort von Harald Parigger
    Atey

    Atey

    08. December 2008 um 21:39

    Eigentlich Pflichtlektüre. Ein Segen für die Allgemeinbildung.

  • Rezension zu "Die schönsten Sagen des klassischen Altertums" von Gustav Schwab

    Die schönsten Sagen des klassischen Altertums. Mit einem Vorwort von Harald Parigger
    hartel

    hartel

    07. December 2008 um 15:10

    muß jeder gelesen haben

  • Rezension zu "Die schönsten Sagen des klassischen Altertums" von Gustav Schwab

    Die schönsten Sagen des klassischen Altertums. Mit einem Vorwort von Harald Parigger
    HeikeG

    HeikeG

    18. April 2007 um 16:32

    "FastFood" der allerbesten Qualität Was hatte es mit Odysseus und seiner Irrfahrt auf sich? Wer war Ikaros? Was hat sich im Trojanischen Krieg abgespielt? Woher stammt der Ödipuskomplex? Woher haben die Sternbilder ihre Namen? Gustav Schwabs Sagensammlung enthält die Antworten auf all diese Fragen und zeigt: Die antike Sagenwelt steckt voller spannender Geschichten! Gustav Schwab hat aus verschiedenen Quellen alle wesentlichen Sagen des klassischen Altertums gesammelt und in eine sinnvolle Reihenfolge gebracht, einander zugeordnet, wo es sein musste, kräftig bearbeitet und sprachlich angepasst. Das Buch besteht aus drei Teilen: Der erste Teil enthält alle wichtigen Sagen aus der Frühzeit des Griechentums, einigermaßen chronologisch geordnet, darunter auch die Sagen um Herakles, Ödipus, Ikarus, Prometheus oder die Argonautensage. Der zweite Teil: Illias und Odyssee. Die "Illias" von Homer beschreibt den langen Krieg der Griechen gegen das kleinasiatische Troja, die "Odyssee" die lange Heimkehr des griechischen Helden Odysseus nach Hause und was er dort vorfindet. Gustav Schwab gelingt es, diese beiden großen Episodenromane wunderbar zusammenzuhalten und uns etwas von ihrer Einzigartigkeit zu vermitteln. Dritter Teil: Aeneis. Der römische Dichter Vergil verfasste einige hundert Jahre nach Homer eine sehr gelungene Fortsetzung der "Illias", die damit beginnt, wie Aeneas, seinen greisen Vater Anchises auf dem Rücken tragend, aus dem brennenden Troja flieht, fremden Ländern und Welten entgegen, dorthin, einer Prophezeiung seiner verschwundenen Frau nach, wo der Tiber fließt. Nach einem Umweg über Charthago, wo er die schöne Königin Dido in den Selbstmord treibt und über den Trick mit der Kuhhaut schon sehr früh legale Besitzansprüche der Römer auf Nordafrika anmeldet, gelangt er schließlich an die Mündung des Tiber, wo er den König Latinus trifft und in dessen Volk einheiratet. Auch wenn Vergils großes Epos nicht die Wucht seiner beiden Vorgänger erreicht, bleibt es doch sehr lesenswert und schließt die Welt der antiken Sagen würdig ab. Dieses Buch erweckt die alten Texte wieder zu neuem Leben - und gibt so einen umfassenden Einblick in die Welt der klassischen Antike.

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