Gustave Flaubert L'Education sentimentale

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Inhaltsangabe zu „L'Education sentimentale“ von Gustave Flaubert

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    L'Education sentimentale
    bebibel

    bebibel

    L’Éducation sentimentale, histoire d’un jeune homme von Gustave Flaubert wurde ins Deutsche mitunter als Die Schule der Empfindsamkeit, Die Erziehung des Herzens, Lehrjahre des Gefühls, etc. übersetzt. Es erschien erstmals 1869 im französischen Original und spielt in den 1840er bis 1860er Jahren. Es zeigt Impressionen aus der gehobeneren Pariser Gesellschaft und dreht sich hauptsächlich um die Liebe des Protagonisten Frédéric Moreau zu einer verheirateten Frau, Madame Marie Arnoux, die unerreichbar für ihn ist, woraufhin er aus Rache und Schmerz parallel Beziehungen unterschiedlichster Art zu drei weiteren völlig verschiedenen Frauen eingeht. All dieses Beziehungs- und Gefühlschaos prägt den Protagonisten, dessen Veränderung im Laufe des Romans meiner Meinung nach deutlich zu Tage tritt. Das Buch erzählt eine wunderbare Geschichte über Liebe, Freundschaft und Lebensträume; es zeigt die ungeraden Linien des Lebens und wie sehr diese von Emotionen geprägt werden. Leider ist es langatmig, oft passiert seitenweise gar nichts, dann, ganz unvermutet, kommt es wieder zu emotionalen Höhepunkten, in denen Frédéric – aus entweder grenzenloser Liebe oder abgrundtiefem Hass für Madame Arnoux – wichtige Entscheidungen trifft, die sein Leben und oft auch das anderer Figuren stark beeinflussen. Am Ende führen die Verwicklungen zur Geburt eines Kindes, einer Flucht, einem Todesfall und einer Hochzeit. Die „Story“ erinnert stark an Die Leiden des Jungen Werther, meiner Meinung ist sie hier jedoch spannender vermittelt. Insgesamt kann ich das Buch dem, der sich nicht von der Langatmigkeit abschrecken lässt, nur empfehlen. Franz Kafka, dessen Werk ich sehr schätze, bewunderte Gustave Flaubert und insbesondere die Éducation, die er ein Buch nannte, das ihm „durch viele Jahre nahegestanden ist, wie kaum zwei oder drei Menschen“ (Klappentext). Er dürfte in diesem Werk Flauberts wohl so einige Parallelen zu seinem eigenen Leben gefunden haben (insbesondere in den wiederholten Versuchen Frédérics, seine Geliebte möglichst nicht heiraten zu müssen). Zwar teile ich Kafkas Meinung oder Empfindung zum Buch nicht wirklich, finde es aber dennoch lesenswert und anregend! 

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