Gustave Flaubert November

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Inhaltsangabe zu „November“ von Gustave Flaubert

In diesem 1910 postum erschienenen Jugendroman Gustave Flauberts (1821-1880) erinnert sich der Ich-Erzähler nach einem langen Novemberspaziergang durch die Natur an die Zeit seiner Jugend, an die Enttäuschungen in seinem Leben, an die Desillusionierung seiner Ideale. Landschaft, Straßen, Interieurs und Menschen werden dabei zur Szenerie der Empfindungen.§In seinem einsam gewordenen Leben ist nur eines unverlierbar geblieben: die Poesie in der Beziehung zu dem Freudenmädchen Marie. Romantische Motive, eine beschwörende Rhetorik von großer Bildhaftigkeit und analytische Schärfe der Selbsterforschung geben dem Text ein unverwechselbares Gepräge. 'November' ist das schmerzhafte Bekenntnis eines Leidenden, eine anrührende Konfession, entstanden aus dem Ungenügen an der Welt.

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  • Rezension zu "November" von Gustave Flaubert

    November

    Sokrates

    07. September 2011 um 10:53

    Flauberts Frühwerk ist eine Hommage an die Jugend: Es ist die Zeit, in der man „(...) den unbestimmten Wunsch nach etwas Strahlendem, was (man) nicht in Worte fassen noch in Gedanken festhalten konnte, nach dem (man) aber ein unablässiges Sehnen empfand.“ (S. 8 der Goldmann-Ausgabe, 1973) Die Jugend, noch weitgehend frei von negativen Eindrücken, grundsätzlich optimistisch dem Leben entgegentretend; erst in der Rückschau, am Ende des Lebens sieht man, mit welchem Optimismus man damals die Welt betreten hat und was bzw. wie wenig nur sich hat hiervon realisieren lassen. November ist romantisch, ein wenig wie Rilkes Malte, aber bei weitem besser – angenehmer – zu lesen. Die Worte fließen, kommen ohne brachiale Sätze, ohne verschraubten Hintersinn. Ein bisschen erinnert mich der frühe Flaubert an Hermann Hesse, der mit ähnlich romantischen Worten die Welt und seine Empfindungen beschreibt. Zu lesen am Besten im Herbst, wenn man wie der Erzähler den Blättern beim Buntwerden zusieht und dabei über das Leben sinniert.

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  • Rezension zu "Romane und Erzählungen. 8 Bände" von Gustave Flaubert

    November

    Marco

    22. January 2008 um 23:24

    November ist eines von wenigen Büchern, die ich bereits dreimal gelesen habe. Beim ersten Mal als 16jähriger, hat es mich aufgewühlt und begeistert, obwohl mich vieles verwirrte und ich danach rang es zu verstehen. Nicht, dass ich heute sicher bin Flaubert vollends zu durchdringen, aber es lichtet sich die Verwirrung. Doch die Schrift wirkt nach und gerade mit Beginn des Herbstes überkam mich das Gefühl, es nochmals zu lesen. Flaubert selbst schreibt später: „Jenes Alter ist vorbei. Dies ist der Abschluß meiner Jugend gewesen, Was mir davon bleibt ist wenig, aber das hält sich gut“. November bleibt eine zeitlose Erzählung, die ähnlich wie Goethes Werther auch heute noch erstaunlich modern ist. Mitte des 19. Jahrhunderts war das Buch ein Skandal, anstößig, gotteslästerig, sittenwidrig. Dennoch ebnet die stürmische Geschichte Flaubert den Weg in den Literaturolymp. Ein junger Mann durchlebt die Gefühle seiner Jugend. Er schildert seine Erinnerungen und Erlebnisse und vor allem seine innere Welt, die sich bei ihm nach außen kehrt. November ist voller Bilder, bunt, lebendig oder düster, beängstigend. Es wird die Schönheit zelebriert und die morbide Finsternis beschworen. November kann einen nicht kalt lassen. Die Erzählung erotisiert, versinnlicht, sie begeistert und widert an. Schriftstellerisch ist das Frühwerk zumindest für alle Romantiker ein Hochgenuss. Ein Gefühlsmensch, der auch der melancholischen Stimmung des Herbstes etwas abgewinnen kann, wird November aufsaugen. Wer nur die nüchterne Lektüre mag und den Überschwang verachtet, der wird nur einen schweren Zugang zu Flaubert finden. Als Kostprobe eignet sich gleich der Beginn der Erzählung: „Ich liebe den Herbst; die Jahreszeit der Trauer stimmt gut zu Erinnerungen. Wenn die Bäume kahl sind, wenn am Himmel die tiefroten Farben des Sonnenuntergangs schwimmen und da vergilbte Gras übergolden, dann gewahrst du mit Entzücken, wie alles verlischt, was jüngst noch in dir brannte.“ Einige Seiten später dann als Kontrast: „Wenn man sich abends ergeht, den Duft des jüngst geschnitten Heues atmet, im Wald den Kuckuck rufen hört, zu funkelnden Sternen aufschaut, dann, ja dann ist das Herz reiner, tiefer durchflutet von Luft, Licht und Azur als der friedvolle Horizont, wo Himmel und Erde sich in stillem Kusse finden.“

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