Gustave Flaubert November

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Inhaltsangabe zu „November“ von Gustave Flaubert

»Welches intime Bündnis verband mich mit diesem unbekannten Wesen? Bis zu diesem Tage einer dem anderen fremd, hatte uns der Zufall vereint, nun lagen wir hier auf demselben Bett... wir würden uns verlassen und nicht mehr wiedersehen; die umherkreisenden und durch die Luft fliegenden Atome verweilen länger beieinander als auf Erden liebende Herzen…« – Um den unerreichbaren Traum der Liebe geht es in Flauberts früher Erzählung, die an Goethes ›Werther‹ erinnert und bereits vorausweist auf Flauberts großartige ›Éducation sentimentale‹. Mit dem Werkbeitrag aus Kindlers Literatur Lexikon. Mit Daten zu Leben und Werk, exklusiv verfasst von der Redaktion der Zeitschrift für Literatur TEXT + KRITIK.

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  • Rezension zu "November" von Gustave Flaubert

    November
    Thaila

    Thaila

    22. February 2011 um 13:29

    Auf den ersten Blick scheint in diesem "expressiv-romantischen" Frühwerk (soviel verspricht der Klappentext) von der späteren virtuosen künstlerischen Kontrolle Flauberts wenig zu erkennen. Ein junger Ich-Erzähler ist zwischen Liebessehnsucht und Weltverdruss hin und her gerissen. Er wälzt sich geradezu in Melancholie und gibt seinen Gefühlen in einer überbordenden, metaphernreiche Sprache Ausdruck. Es hat mich nicht gewundert im Nachwort zu lesen, dass Flaubert in jungen Jahren immens vom Werther beeinflusst wurde. Der Effekt ist gelegentlich komisch - ob freiwillig oder unfreiwillig konnte ich nicht so recht entscheiden. Auf der Suche nach erotischen Abenteuern trifft der Held auf die Prostituierte Marie, in der er eine Seelenverwandte zu finden vermeint, die er nach einer gemeinsamen Nacht jedoch nie wieder sieht. Auf den letzten Seiten wird die Erzählperspektive gebrochen. Ein Bekannter des Helden erzählt dessen Geschichte und rechnet mit seiner Gefühlsdusselei gnadenlos ab. Da zeigt sich schon der kühle Blick des späteren Flaubert, dem häufig die vorgeworfen wurde, er habe die Schärfe eines Seziermessers und würde gnadenlos all das offenbaren, was im menschlichen Leben kleinlich und mittelmäßig ist. Um Flaubert kennenzulernen würde ich doch eher eines seiner Meisterwerke wie "Madame Bovary" oder "Lehrjahre des Gefühls" empfehlen. Wer sich jedoch tiefer mit dem Werk Flauberts beschäftigen möchte, ist gut beraten dieses schmale Büchlein zu lesen um die Enstehung eines großen Schriftstllers mitzuerleben.

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