Gustave Flaubert Wörterbuch der Gemeinplätze

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Inhaltsangabe zu „Wörterbuch der Gemeinplätze“ von Gustave Flaubert

Illustr. v. Daumier, Honore. 183 S. (Quelle:'Sonstige Formate/01.11.1982')

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  • Rezension zu "Wörterbuch der Gemeinplätze" von Gustave Flaubert

    Wörterbuch der Gemeinplätze

    Sokrates

    15. February 2011 um 15:45

    Flaubert (1821 – 1880) hat hier ein Kuriosum geschaffen, dessen Sinn sich dem Leser nicht sogleich erschließt. Das „Wörterbuch der Gemeinplätze“ wird heute in der Stadtbibliothek von Rouen aufbewahrt, bestehend aus einer riesigen Sammlung verschiedenster Dokumente, Zettel, Fetzen, Zeitungsartikel und dergleichen. Abgeheftet in insgesamt acht Bänden, jeweils ca. 300 Seiten dick. Ziel dieser irren Wut des Sammelns war das Zusammenstellen eines Katalogs der „Blödheiten“, inspiriert durch Flauberts letztes Werk „Bouvard und Pecuchet“. Flauberts letzter Roman (siehe meine Rezensionen) konnte leider nicht vollendet werden, da Flaubert über der Vollendung verstarbt; das Ende des Buches kann man jedoch aus Manuskripten und Notizfragmenten erahnen. Das „Wörterbuch“ sollte nun einen Querschnitt all dessen darstellen, was an „Wahrheiten“ und Grotesken der damaligen Welt im Umlauf war; es sollte dasjenige Wissen und Halbwissen dokumentieren, was man in Salons und unter angeblich „gebildeten“ Menschen so alles vertrat. Vieles von dem, was bereits Flaubert als kuriose Unwahrheit enttarnte, die sich aber hartnäckig hielt wie ein Kaugummi an einer glatten Oberfläche, kann man heute in moderner Fassung und aktueller Prägung wiederfinden. Immer noch gibt es Halbwahrheiten, die trotz aller Ernsthaftigkeit weiterhin vertreten werden; scheinbar logische Schlussfolgerungen, die sich unnachgiebig aufrecht erhalten und das Wissen sowie die Intelligenz desjenigen, der sie vertritt, dokumentieren sollen. Bei genauerem Hinsehen erweisen sich indes all diese Halbwahrheiten als Blödsinn, als Nonsens, der eigentlich – wären seine Vertreter tatsächlich so intelligent wie sie zu behaupten versuchen – durchschaut werden müsste. Man kommt beim Lesen schon unter dem Buchstaben „A“ aus dem dauerhaften Schmunzeln nicht heraus. Und man erkennt sich oftmals wieder, dass man ebenso mit einem Bündel Halbwahrheiten hausieren geht, sie oftmals aus eigener Denkfaulheit nicht zu hinterfragen sucht. Herrlich zu Lesen, viel zum Schmunzeln. Sinnvoll wäre es allerdings, das „Wörterbuch“ zusammen mit „Bouvard und Pecuchet“ zu lesen, da sich in dieser Kombination die Intention Flauberts erst in seiner Gänze erfassen lässt.

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