Gustave Le Bon Psychologie der Massen

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Inhaltsangabe zu „Psychologie der Massen“ von Gustave Le Bon

Das in alle Weltsprachen übersetzte Buch des französischen Arztes und Soziologen erschließt die Gesetzmäßigkeiten des Ablaufs von Massenbewegungen und die Möglichkeiten, darauf Einfluß zu nehmen.

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  • Rezension zu "Psychologie der Massen" von Gustave Le Bon

    Psychologie der Massen
    Sokrates

    Sokrates

    14. July 2011 um 20:13

    Gustave Le Bon (1841-1931) hat seine ‚Psychologie der Massen‘ 1895 geschrieben. Wieder ein Werk, dass eine unheilvolle Zukunft voraussieht (vgl. ‚Der Aufstand der Massen‘ von José Ortega y Gasset oder ‚Der Untergang des Abendlandes‘ von Oswald Spengler). Deutlich wird eine grundsätzliche persönliche Distanz zur Masse: der Masse werden zerstörerische Kräfte zugesprochen, aus ihr hervorgehende politische Kraft kann keine tatsächliche sein, traditionelle Herrscher verlieren ihre eigentliche Kraft und ihren gesellschaftlichen Einfluss. Interessant ist Le Bons Ansicht, wonach die Masse vom ‚Unbewussten‘ gesteuert und motiviert wird; der Einzelne verliert in der Masse eine Individualität, seine eigene Meinung, seine Kritikfähigkeit. Le Bon zeigt auch, wie politische Meinungen oder weltanschauliche Ideen in die Masse Eingang finden und scheinbar kritiklos sowie erfolgreich aufgenommen werden. Dies geschieht insbesondere durch Vorgänge wie Kollektivhalluzinationen, so Le Bon. Das Buch war ein ambivalentes Leseerlebnis: einerseits spricht Le Bon über gesellschaftliche Strukturen und Reaktionen, die in Menschengruppen bis heute vorzufinden sind; andererseits wird offenkundig, dass er mit den ‚modernen‘ Tendenzen seiner Zeit wenig anzufangen wusste, also vorwiegend vom Standpunkt eines konservativ-repressiven Beobachters und Kritikers seine Umwelt wahrnimmt und bewertet. Viele Entwicklungen, insbesondere solche der nationalsozialistischen Zeit, lassen sich schemenhaft am Horizont abzeichnen, wenn man über Massenhypnose und Gruppendynamik liest; gleichzeitig beunruhigt Le Bon, wenn er über ‚Rassen‘ und ‚Rassenmerkmale‘ schreibt und kulturell Einordnungen sowie Entwicklungslinien aufzeigen will. Hier nimmt er einiges Gedankengut der 30er Jahre vorweg. - Le Bon’s ‚Psychologie der Massen‘ ist ein ambivalentes Leseerlebnis: aus sozialpsychologischer Sicht eine interessante Idee, hinsichtlich mancher vertretener Ansichten bezüglich Rasse und Kritik an modernen, demokratischen Bestrebungen diskussionswürdig. Insgesamt jedoch lesens-wert.

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