Verschwunden

von Gustavo Germano 
5,0 Sterne bei1 Bewertungen
Verschwunden
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Inhaltsangabe zu "Verschwunden"

Mit Kunst dem Grauen begegnen. In Argentinien verschwinden zwischen 1976 und 1983 30.000 Menschen, gekidnappt, gefoltert, erschossen, betäubt und aus Flugzeugen ins Meer geworfen, verscharrt, verschwunden.§Argentinien 2010. Die Generation der Kinder sucht nach einem Weg, das Grauen ihrer Kindheit auszudrücken, und wandelt es in Kunst um. Gustavo Germano, geboren 1964, verlor seinen ältesten Bruder, er verschwand spurlos. Germanos Ausdruck ist die Fotografie, er sucht nach alten Bildern in Familienalben von Verschwundenen aus seiner Heimatregion Entre Ríos und stellt die Fotos nach - 30 Jahre später, die Verschwundenen fehlen.§Ausencias (Abwesenheiten) heißt das Fotoprojekt, das der Münchner Frühling Verlag im Herbst 2010 mit Prosa, Lyrik, journalistischen und dramatischen Texten argentinischer Autoren wie Juan Gelman, Jorge Luis Borges, Rodolfo Walsh, Mario Benedetti, Horacio Verbitsky und Lola Arias komponiert. Ein Buch über das Verschwinden und das Leben danach.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783940233431
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:127 Seiten
Verlag:Münchner Frühling
Erscheinungsdatum:17.08.2010

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 8 Jahren
    Rezension zu "Verschwunden" von Gustavo Germano

    Man hat in der Regel schonmal davon gehört, dass während der argentinischen Militärdiktatur in den 1970er und 80er Jahren Tausende von Menschen verschwunden sind. Man kennt vielleicht die Großmütter von der Plaza de Mayo, die Aufklärung über das Schicksal ihrer Kinder und Enkelkinder verlangen. Aber was bedeutet das eigentlich: Ein Mensch ist verschwunden?

    Der Fotograf Gustavo Germano hat selbst einen Bruder während dieser Zeit verloren. Er hat mit dieser Bildreihe einen Weg gefunden, den Verlust eines geliebten Menschen zu illustrieren, indem er alten Fotos von Verschwundenen jeweils ein aktuelles Bild gegenüberstellt. Alle Personen von früher sind dort wieder abgebildet, teils sogar am selben Ort wie damals – nur fehlt eben jemand, es bleibt eine Lücke. So ist von zwei Schwestern heute nur eine übrig geblieben. Die Freunde haben sich noch einmal so wie früher zusammengesetzt, dieses Mal allerdings sind zwei Plätze leer geblieben. Und wo sich vor Jahrzehnten ein junges Paar gesonnt hat, ist heute nur leerer Strand zu sehen.

    Letztlich ist es eine sehr einfache Methode, um zu zeigen: Hier fehlt jemand! Und wahrscheinlich sind diese Fotos auch deswegen so eindrucksvoll geworden.

    Einen angemessenen Rahmen geben Texte – Briefe, Gedichte, Interviews – sowie biografische Informationen zu den Verschwundenen.

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