Guy Delisle Geisel

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Inhaltsangabe zu „Geisel“ von Guy Delisle

1997 wird Christophe André, Mitarbeiter der hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen, im Nordkaukasus von tschetschenischen Separatisten entführt. Guy Delisle hat Christophe André einige jahre später getroffen und die Geschichte seiner Geiselhaft aufgezeichnet: 111 Tage Warten, ohne jedes Wissen um das, was draußen passiert, ob man ihn für tot hält oder um seine Rettung bemüht ist.

Guy Delisle, Autor so erfolgreicher Reportagecomics wie "Aufzeichnugen aus Jerusalem", "Aufzeichnugen aus Birma" und "Pjöngjang" ist neben Joe Sacco zweifellos der bekannteste Comicdokumentarist. Zum ersten Mal nimmt er sich hier einer fremden Geschichte an und setzt sie sensibel und erschütternd zugleich um.

Ein ganz wunderbares Beispiel dafür, dass eine Graphic Novel ebenso emotional Geschichtenerzählen kann wie ein Roman

— Marina_Nordbreze

Erlebnisbericht mal anders dargestellt

— Peridot98

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  • 111 Tage

    Geisel

    MilaW

    27. December 2017 um 20:33

    Inhalt:Christophe André arbeitet 1997 bei Ärzte ohne Grenzen in Inguschetien. Gleich an seinem dritten Tag wird er nachts überfallen und nach Tschetschenien entführt. Ohne die geringste Ahnung wer seine Entführer sind und was sie wollen, muss Christophe an eine Heizung gekettet ausharren. Er hofft auf eine schnelle Befreiung, doch aus Tagen werden Wochen und Monate. Nur in seinen Gedanken kann er der Situation entkommen.Meine Meinung:Bisher schrieb und zeichnete Delisle hauptsächlich seine eigenen Erfahrungen auf, jetzt wagt er sich an die Geschichte eines andren, die jedoch auch auf den Erzählungen des realen Christophe beruhen. Und dies gelingt ihm hervorragend. Zunächst war ich skeptisch, ob eine Geschichte über einen Mann, der Monate in Gefangenschaft verbringt, spannend und unterhaltsam sein kann und ob man eine solche Thematik überhaupt in Comicform umsetzen kann.  Delisle kann es! Naturgemäß sind die Zeichnungen sehr gleichförmig und blau-grau-schwarz gehalten. Man muss sich durch über 400 Seiten blättern, jeder einzelne Tag wird zeichnerisch festgehalten, so wird das Verrinnen der Zeit tatsächlich gut erfahrbar. Obwohl so gut wie nicht passiert und die Tageshöhepunkte daraus bestehen einen Fleck auf dem Boden zu finden, unverhofft ein Omlett zu bekommen oder in Gedanken große Schlachten der Weltgeschichte durchzugehen, war ich absolut gefesselt. Delisle macht die quälende Gefangenschaft mit ihrer Unsicherheit und Ausweglosigkeit erfahrbar. Die Hauptperson ist sehr rational und nicht wehleidig, auch ein wenig Humor blitzt ab und an auf. Auch das Ende fand ich sehr schön. Trotz der eigentlich sehr ernsten Thematik beendet man die Lektüre optimistisch gestimmt. Und auf jeden Fall habe ich riesigen Respekt vor Christophe, der eine so schlimme Situation überstanden hat ohne dabei zu verbittern. 

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  • Erlebnisbericht mal anders dargestellt

    Geisel

    Peridot98

    23. March 2017 um 13:16

    Ein Comic? Nicht ganz mit wirklich dickem Umfang von über 400 Seiten. Ungewöhlich vor allem, da es sich um ein Tatsachenbericht handelt, also alles andere als ein Stoff, der sich für ein Comic eignet. Es wird die wahre Geschichte von Christophe André erzählt, der 1997 von tschetschenischen Seperatisten entführt und 111 Tage als Geisel festgehaltenen wurde.In relativ schlicht gehaltenen Bildern, im Comic-Stil dargestellt, werden die Erlebnisse von Christophe André während seiner Geiselhaft verbildlicht. Mit wenig Text wird hier gearbeitet, aber die Kraft der Bilder reicht vollkommen aus, um die Verzweiflung, die Einsamkeit, die Langeweile und auch die Wut, die André ständig begleitet haben, zu spüren. Trotz der Tristess kommt es aber auch manchmal zu Szenen, die ein Schmunzeln verursachen. Ganz nach dem Motto, man kann selbst der schlimmsten Situation etwas Humovolles abgewinnen.Die Bilder selbst sind in tristem Grau/Blau-Tönen gehalten und untermalen die ganze Geschichte trefflich. Obgleich André beinahe täglich das gleiche erlebt und je nach Aufenthaltsort er Tag und Nacht entweder an einen Heizkörper, an einem Bettgestell, an einem Ring im Boden angekettet, oder auch mal für zwei Wochen in einem Wandschrank eingesperrt ist, spielt sich in seinen Gedanken Kopfkino ab und stellt den Leser an seine Seite. Immer wieder keimt in ihm der Gedanke an eine Flucht auf. Aber soll er fliehen? Wann ist die beste Gelegenheit dazu? Wie soll er das anstellen? Wie seine Bewacher überwältigen? Dann kommt die Ernücherung und Verzweiflung, ob er es jemals schafft, ob er jemals befreit wird, im Welchsel abgelöst von der Hoffnung, dass man nach ihm sucht und er schon bald wieder frei sein wird.Die Erlebnisse, bzw. der Ungewissheit während Andrés Geiselhaft wurde durch Guy Delisle sehr gut bebildert und obwohl man denken könnte, es passiert ja doch täglich das gleiche, wird es nicht langweilig in diesem - ich nenne es jetzt mal - Comic-Buch. Trotz der über 400 Seiten ist man natürlich schnell  durch. Ich brauchte gerademal 2,5 Stunden dafür, was der Bebilderung zu verdanken ist. Dabei war nicht eine Seite langweilig und wie schon geschrieben, war auch mal ein Schmunzeln angesagt.Wirklich eine sehr gelungene Mischung aus Tatsachenbericht und Comic. Absolute Lese- und Anseh-Empfehlung! Einfach mal etwas anderes!

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