Die Geschichte setzt sich mit einer eigentlich interessanten Premise auseinander. Ein "Halbgott" schläft für 10.000 Jahre und erwacht zu seinem Reich in Trümmern, sein Volk Fanatiker und seine Ideale vergessen. Nun muss er sich mit einem zerfallenden Imperium auseinander setzen, seinen blind vor Glauben Anhängern und vor allem seiner Depression über all dies. Im Grunde enthält diese Geschichte eine spannende Thematik, wäre da nicht das Geschenkpapier drum herum.
Die meisten Warhammer 40k Bücher haben den Anstand, dass sie so geschrieben sind, dass auch ein Laie hinsichtlich dieser Lore mit dem Werk etwas anfangen kann. Doch dies ist hier weniger geglückt. Fast jedes Kapitel setzt sich mit Thematiken und Geschichte auseinander, bei der selbst eingesessene Fans nochmal zu Google greifen müssen, um den vollen Kontext zu verstehen. Dabei wird die Handlung auch stark von genau diesen Informationen getrieben, was sie verständlich im Kern macht, doch unverständlich, will man den vollen Kontext ergreifen.
Lichtblick des Werkes ist der Halbgott. Er hat Humor, Reiz und einen messerscharfen Verstand, die Unterhaltung von ihm mit seinen Untertanen brechen die Lore schweren Kapitel auf und können sogar erheitern. Gänzlich auffangen können sie diese Schwere jedoch nicht.
Wer einen sanften Einstieg in das Warhammer 40k Universum sucht, der sucht lieber weiter. Dieses Werk ist dafür weniger geeignet.
Wer bereits Fan ist und sich tierisch darüber aufgeregt hat, dass ich Robute Guilliman als Halbgott bezeichnet habe, der ist hier genau richtig. Hat das Buch aber wahrscheinlich schon gelesen.












