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Mare_Verlag

vor 2 Jahren

Bewerbung/Ich möchte mitlesen

Liebe Lovelybooks-Freunde,

schon geht es weiter mit der nächsten Vorableserunde.
Am 11. August 2015 erscheint ein neuer Titel in unserer wunderbaren Klassiker-Reihe: Guy de Maupassants »Ein Leben«. Hier habt ihr die Möglichkeit, euch schon vor dem offiziellen Erscheinungstermin um eins von 15 exklusiven Vorableseexemplaren zu bewerben.

Zum Buch:
Ein feudales Landgut an der Küste der Normandie zu Beginn des 19. Jahrhunderts: Frisch aus der Klosterschule entlassen, kann die 17-jährige Jeanne es kaum erwarten, die romantische Liebe kennenzulernen, und ist entzückt, als der gut aussehende Julien de Lamare sie zur Frau erwählt. Doch schon die Hochzeitsnacht ist ein Schock für die zu Naivität und Unmündigkeit erzogene Jeanne. Während der Flitterwochen auf Korsika findet sie zwar allmählich mehr Gefallen an den ehelichen Pflichten, muss zugleich aber feststellen, dass sie einen unerträglichen Geizhals geheiratet hat. Dies sind indes nur die ersten in einer langen Reihe von Enttäuschungen . . .

»Da wurde ihr klar, dass sie nichts mehr zu tun hatte«, heißt es über Jeanne kurz nach ihrer Hochzeit. Mit solchen Schlüsselsätzen bringt Maupassant in seinem 1883 erschienenen Romandebüt die damalige eheliche Situation wohlhabender Frauen und die Nichtsnutzigkeit einer ganzen sozialen Klasse auf den Punkt. Die offene Darstellung weiblicher Psychologie und Sexualität mutet außergewöhnlich modern an und führte seinerzeit dazu, dass der Roman aus allen Bahnhofsbuchhandlungen verbannt wurde und sogar im Parlament Aufsehen erregte. Endlich nun wird den deutschen Lesern eines der großen literarischen Frauenschicksale des 19. Jahrhunderts in moderner Übersetzung zugänglich gemacht.

»Was uns Ein Leben in Hülle und Fülle bietet, ist das Leben selbst:
eine lebenspralle Handlungsführung, eine lebensnahe Charakterzeichnung, ein lebhaftes Gespür dafür, wie ungerecht das Leben sein kann – besonders für Frauen.« Julian Barnes 

Hier geht's zur Leseprobe.

Möchtet Ihr zu den 15 Vorablesern gehören?* Dann bewerbt Euch gleich und beantwortet uns dazu bis zum 27. Juli 2015 die folgende Frage: 
Guy de Maupassant erzählt in seinem Roman vom Leben einer jungen Frau zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Könnt Ihr Euch vorstellen damals gelebt zu haben? Was hättet Ihr an einem Leben vor 200 Jahren schön gefunden und was gar nicht?

Wir sind sehr gespannt auf Eure Antworten und freuen uns auf viele Bewerbungen!

Euer mareverlag 

* Bedingung ist wie immer, dass Ihr Euch zeitnah am Austausch in allen Leseabschnitten beteiligt und abschließend eine Rezension zum Buch schreibt.

Autor: Guy de Maupassant
Buch: Ein Leben

TochterAlice

vor 2 Jahren

Bewerbung/Ich möchte mitlesen

Ich würde zu gerne diesen Klassiker in der Leserunde zusammen erschließen und diskutieren!

Ich bin Historikerin und weiß daher, dass das Leben für die Frau vor zweihundert Jahren definitiv kein Zuckerschlecken war. War sie arm, musste sie sich abrackern, galt mit etwa 40 als alt bzw. steinalt und hat dann aufgrund der widrigen Umstände auch keine große Lebenserwartung mehr gehabt, aber hier geht es wohl um andere Frauen, um die etwas besser situierten - solche, wie Jeanne. Nein, auch sie beneide ich nicht, denn sie ging von einer Abhängigkeit - der des Elternhauses - in die nächste: in die des Ehelebens, des Ehejochs sozusagen. Denn das Sagen hatte der Mann, außer die Frau hatte einen unglaublich starken Charakter. Oder eben einen Mann/Bruder/Begleiter wie Guy de Maupassant, der sie wirklich sah, wirklich wahrnahm. Das rechne ich diesem Autor als unglaubliches Verdienst an: dass er zu einer Zeit, in der sie in der öffentlichen Wahrnehmung als Individuum weitgehend ein Nichts war, ihre Bedürfnisse, ihr Leben reflektierte!

Aber ich hätte nicht gerne als Frau in dieser zweifellos sehr interessanten Zeit gelebt, es war in vielem ein hartes Los, da zu viele Möglichkeiten verwehrt blieben.

Gwenliest

vor 2 Jahren

Bewerbung/Ich möchte mitlesen

oh ich bewerbe mich auch gerne! Das ist eine sehr gute Frage, ich würde gerne mal Mäuschen spielen wie es war zu der Zeit zu leben, aber komplett... ich glaube nicht. Technik und Rolle Mann/Frau wurde schon genannt, dem kann ich mich nur anschließen. Als 40jährige Singlefrau... ich glaube das wäre ziemlich schwierig...

Ansonsten muss ich sagen, ja ich würde gerne wissen bzw mal sehen wie es ist ohne den täglich stattfindenden Fortschritt und Wandel zu leben, aber das würde auch bedeuten auf medizinische Versorgung, Reisen, Nachrichten zu verzichten. gerade viel von der Welt zu erfahren, ja das ist auch nicht immer wie es wirklich ist und manchmal etwas zu schnell und zuviel was man hier erfährt aber ... Generell glaube ich mit dem Wissen und dem Komfort des Alltags in dem wir leben, würde ich mich schwer tun darauf zu verzichten.... angefangen von "Kleinigkeiten" wie dem Haushalt kochen, waschen, heizen.... hat alles aber auch eine Kehrseite... nicht ständig erreichbar sein zu müssen, hat glaube ich auch etwas entschleunigtes entspanntes... oder auch der Erfolgsdruck, Arbeit etc. ach ich könnte noch stundenlang... möchte euch aber auch nicht langweilen. :))

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TochterAlice

vor 2 Jahren

Rezension/Fazit

Hier nun auch meine Rezension - auch ich bin begeistert. Ganz, ganz herzlichen Dank an den mare-Verlag fürs Mitlesendürfen!

Der Link: http://www.lovelybooks.de/autor/Guy-de-Maupassant/Ein-Leben-144756260-w/rezension/1187482355/

Orisha

vor 2 Jahren

3. Leseabschnitt: S. 102 - S. 156
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Mare_Verlag schreibt:
"Da wurde ihr klar, dass sie nichts mehr zu tun hatte, nie mehr etwas zu tun haben würde." Mit diesem Satz fasst Guy de Maupassant sehr passend zusammen, was das Leben für viele adlige Frauen im 19. Jahrhundert bereithielt. Doch nicht nur diese Erkenntnis prägt die Zeit nach Jeannes und Juliens Rückkehr von der Hochzeitsreise: auch zeigt Julien langsam sein wahres Gesicht. Hat er Jeanne jemals geliebt? Warum hat er sie überhaupt geheiratet? Was haltet Ihr davon, wie Jeannes Familie und ihr Umfeld mit den "Problemen" in der noch jungen Ehe umgehen?

Ich denke, dass Julien vor allem eine gute Partie machen wollte. Das zeigt sich nicht nur in seinem Geiz, der Affäre und seinem kühlen Sein ggü Jeanne. Jeanne selbst scheint so gar nichts mit sich anfangen zu können. Dass die Affäre mehr oder minder vertuscht und toleriert werden würde, dachte ich mir. Allerdings war ich vom Baron positiv überrascht als er den Jungen, den Julien verprügeln will, schützt und Julien zurechtweist. Gewalt ist eben keine Lösung. Julien muss noch einiges lernen.

Orisha

vor 2 Jahren

4. Leseabschnitt: 157 - S. 207
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Die Fixierung auf das Kind hängt aus meiner Sicht vor allem mit der enttäuschten Liebe zusammen, von daher irgendwie auch verständlich. Letztlich hat sie auf ihrem Gut niemanden und die Eltern werden auch nicht für immer an ihrer Seite sein. Julien selbst verhält sich immer schändlicher, vor allem was die Sache mit Rosalie angeht. Aber er scheint ja eine neue Dame ins Visier genommen zu haben. Mal schauen ob sich auch etwas zwischen Jeanne und dem "Riesen" (wie ich ihn nenne) entwicktelt.

Orisha

vor 2 Jahren

5. Leseabschnitt: S. 208 - S. 238
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Nun überschlagen sich die Ereignisse: die Mutter ist tot, ein zweites Kind, ein neuer Pfarrer, eine neue Liebelei und ein Mord. Jeannes Wunsch nach einem zweiten Kind ist nach dem Tod der Mutter nachvollziehbar. Letztlich kompensiert sie ihren Mangel an Liebe und Geborgenheit über ihr Kind.

Der neue Pfarrer macht mit seinem Fanatismus die Dinge nicht unbedingt leichter und ist letztlich am Mord von Gilberte und Julien nicht unschuldig. Allerdings war ich doch über die heftige Reaktion des Comte erstaunt und habe diese Wendung nicht kommen sehen.

Orisha

vor 2 Jahren

6. Leseabschnitt: S. 239 - S.269
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Dass Paul sich so entwickeln würde, war fast zu erahnen. Arme Jeanne. Das ihr Vater da nicht etwas härter durchgegriffen hat, ist mir unverständlich. Und nun sind alle bankrott, der Vater und Tante Lisl tot. Das Rosalie zurückkehrt, hat mich überrascht, wundern tut es mich nicht. Letztlich sind beide Fraueb von Julien benutzt worden, jede auf eine andere Art. Ich finde den Gedanken sogar tröstlich, dass sich beide zusammentut. Vlt treten Sie Paul ja nun gemeinsam in den Allerwertesten

Orisha

vor 2 Jahren

7. Leseabschnitt: S. 270 - S. 315
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Nicht ganz das Ende was ich erwartet hatte, aber muss ja auch nicht immer so enden, wie man sich das vorstellt. Letztlich hat Jeanne in ihrer Enkelin, jenes verlorene Kind zurückerhalten, welches sie mit dem Tod Juliens verloren hatte. Und Paul, was soll man zu ihm noch sagen. Macht einen doch sprachlos, dass er so gar nicht dazu lernt. Rezension folgt.

Orisha

vor 2 Jahren

Rezension/Fazit

Lieber Mare-Verlag,

vielen Dank für dieses schöne Buch und das ich es lesen durfte. Entschuldigt meine Trödelei - ich bin auch nicht der schnellste Leser und für das Buch brauchte ich etwas Muße. Hier nun meine Rezension:

http://www.lovelybooks.de/autor/Guy-de-Maupassant/Ein-Leben-144756260-w/rezension/1190459833/

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