György Dalos

 3.5 Sterne bei 24 Bewertungen
Autor von Der letzte Zar, Der Gottsucher und weiteren Büchern.

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Der Gottsucher

Der Gottsucher

 (5)
Erschienen am 19.04.2001
Jugendstil

Jugendstil

 (3)
Erschienen am 01.08.2007
Der letzte Zar

Der letzte Zar

 (6)
Erschienen am 23.11.2017
Gorbatschow

Gorbatschow

 (3)
Erschienen am 09.02.2012
Die Beschneidung

Die Beschneidung

 (2)
Erschienen am 01.04.1990
Lebt wohl, Genossen!

Lebt wohl, Genossen!

 (2)
Erschienen am 19.09.2011
Geschichte der Russlanddeutschen

Geschichte der Russlanddeutschen

 (1)
Erschienen am 22.10.2015
1956

1956

 (1)
Erschienen am 22.08.2006

Neue Rezensionen zu György Dalos

Neu
D

Rezension zu "Der letzte Zar" von György Dalos

Keine Leseempfehlung!
Dawinvor einem Jahr

Dieses Buch bekam ich als Rezensionsexemplar geschenkt, ansonsten hätte ich bereits nach den ersten Seiten wieder abgebrochen.

 

Die Geschichte der Romanows gilt durchaus als interessanter Abschnitt der Geschichte Russlands und somit auch das Ende dieser Dynastie. Bereits auf den ersten Seiten musste ich hier schwerwiegende historische Fehler feststellen und so zieht sich das durch das Buch. Im weiteren Verlauf werden Namen verwechselt, Bilder falsch beschriftet – von einem Sachbuch, noch dazu von einem renommierten Verlag wie C.H. Beck hätte ich mir wahrlich anderes erwartet.

 

Dass der Autor an der Zarenfamilie kein gutes Haar lässt, Alix und Nikolaus (ebenso wie in weiterer Folge die Geschichte rund um Rasputin) richtiggehend verreißt, hat mein Lesevergnügen zur Gänze getrübt. Ich finde es durchaus wichtig, dass ein Autor kritisch hinterfragt und darf auch mal seine Interpretationen einfließen lassen. In diesem Fall werden die handelnden Personen oberflächlich, distanziert und als eiskalt dargestellt, in anderer Literatur findet man hier differenziertere Charakterzüge. Nikolaus war kein Herrscher – ja, das ist korrekt. Er kann aber nicht allein als Sündenbock für gesellschaftliche Veränderungen, politische Entwicklungen und soziale Missstände verantwortlich gemacht werden. Das ist mir zu einfach.

 

Ich kann hier nur einen Stern vergeben, was ich wirklich bedaure.

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sabatayn76s avatar

Rezension zu "Der letzte Zar" von György Dalos

Eher blutleeres und langatmiges Buch
sabatayn76vor einem Jahr

Obwohl die Rezensionen zu diesem Titel bisher eher negativ ausgefallen sind, habe ich mich auf das Buch gefreut, denn ich kenne aus meiner Schulzeit in der DDR nur die typische Anti-Zaren- und Pro-Bolschewiki-Propaganda. Aus inhaltlicher Sicht kann ich das Buch somit kaum kritisieren, denn im Gegensatz zu anderen Rezensenten habe ich mich noch nicht umfassend mit dem Thema befasst und kann so keine Fehler im Text detektieren.

Was ich aber sagen kann, ist, dass mir die Lektüre überhaupt keinen Spaß gemacht hat. Ich lese gerne und oft Sachbücher, aber ‚Der letzte Zar‘ ist meiner Meinung nach so langatmig geschrieben, dass ich mich durch die gerade einmal 200 Seiten regelrecht quälen musste. Ich fand die Beschreibungen im Buch einerseits sonderbar blutleer, andererseits viel zu detailliert, wenn es um unnötige Informationen geht, z.B. welche Speisen wo aufgetragen wurden oder wie viele Wachleute wann eingesetzt waren. Normalerweise führen solche Details dazu, dass man sich die beschriebenen Situationen besser vorstellen kann und dass Schilderungen lebendiger wirken, aber hier fand ich es eher zerfahren, zumal an anderer Stelle mit Details gespart wurde, die wichtiger und spannender gewesen wären.

Vermisst habe ich zudem eine übersichtliche Auflistung der Ereignisse, z.B. in einer knappen Chronik, die es dem Leser einfacher macht, sich in der Biografie des Zaren und den geschichtlichen Ereignissen besser zurecht zu finden.

Am Ende bleibt bei mir zudem noch eine Unsicherheit, ob das Gelesene überhaupt korrekt ist, denn selbst Passagen, die ich interessant und gelungen fand, lassen mich zweifeln, ob die Ereignisse richtig wiedergegeben wurden, nachdem mehrere Rezensenten fehlerhafte Beschreibungen kritisierten.

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Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "Der letzte Zar" von György Dalos

Leider kein besonders gelungenes Buch
Bellis-Perennisvor einem Jahr

Der C. H. Beck-Verlag ist für seine sorgfältig recherchierten Sachbücher bekannt, die ich immer mit Genuss lese, enthalten sie doch eine Menge Wissenswertes.
Auch an diese Biografie des letzten Zaren bin ich mit gespannter Erwartung herangetreten. Leider bin ich diesmal enttäuscht worden.

Das Buch ist in elf Kapitel gegliedert, die jeweils eine signifikante Überschrift tragen, wenn man von Kap. 1 (= Einleitung) absieht. Hier hätte ich mir einen groben Überblick zur Dynastie erwartet.

Schon auf den ersten 20 Seiten musste ich feststellen, dass der Autor (oder die Übersetzerin) die Genealogie der Romanows nicht wirklich im Griff hat (S.19). So wird hier eine Abfolge von Herrschern angeführt, die so nicht stattgefunden hat.

„Nikolaj II. erklomm nun den Thron einer Dynastie, die im Zeitraum ihrer Herrschaft seit 1613 dem Russischen Reich die unterschiedlichsten Zaren beschert hatte: den westlich orientierten Reformer Peter I., die aufgeklärte, mit Voltaire korrespondierende Monarchin Katharina II., dann Alexander I., der Bezwinger Napoleons, der durch die Heilige Allianz die europäische Politik mitbestimmte. Schließlich folgten der Erzreaktionär Nikolaj I., sowie einige kurzlebige Übergangsherrscher, darunter Peter II., und Paul I., die von großfürstlichen Rivalen entmachtet bzw. ermordet wurden.“

In Wirklichkeit waren Peter II. und Paul I. Vorfahren von Nikolaus I. (Regierungszeit 1825-1855). Peter II, der Enkel von Peter I. und regierte von 1727-1730. Paul I. war der Sohn Katharinas II. (regierte von 1796-1801) – also keine direkte Nachfolge.

Eine Abbildung des Stammbaums, der im Buch fehlt, hätte hier Abhilfe schaffen können. 
Genauso hätte die peinliche Verwechslung auf Seite 114 von Olga (geb. 1895) und Tatjana (geb. 1897) durch einen Blick auf die Ahnentafel vermieden werden können.

Auffällig ist auch, dass öfters genaue Quellenangaben fehlen.

Irritiert haben mich einige Querverweise in die jüngere Geschichte. Z.B. das angebliche Verhalten von Präsident Putin als er vom Untergang der „Kursk“ gehört hat. Soweit bekannt, hat Putin sofort nach Bekanntwerden der Katastrophe seinen Urlaub unterbrochen und ist an den Unglücksort gereist.

Auch dieser Hinweis „Alix, Anja und Grigorij ähnelten den assoziierten Mitgliedern einer GmbH, ohne deren Tätigkeit formal bestimmen zu können.“ (S. 163.) lässt mich die Stirne runzeln. Was will uns der Autor damit sagen?
Mitglieder des Englischen Königshauses nennen ihre Familie manchmal „Firma Windsor“. Wenn hier der Autor einen Scherz machen wollte, so ist der gründlich danebengegangen. Einem Außenstehenden steht eine solche Bezeichnung meiner Ansicht nach nicht zu.

Die Rolle Rasputins innerhalb der Romanows bleibt zum Großteil vage. Allerdings werden die üblichen Spekulationen über seine Ausschweifungen gerne übernommen, dabei ist bekannt, dass sie Teil einer üblen Verleumdungskampagne waren, die von unterschiedlichen Ecken gesteuert wurden.

Das letzte Kapitel trägt, in Anspielung auf Bürger Capet (= Louis XVI.) den Titel „Die Tragödie des Bürgers Romanow“.

Als Ungar hat der Autor natürlich einige Ressentiments Russland (einst und jetzt) gegenüber. Trotzdem haben sich die Mitglieder der Zarenfamilie eine solche abfällige Berichterstattung nicht verdient.

Ich habe mir eine strukturierte Biografie erwartet, die nicht nur Nikolaus II. in den Mittelpunkt stellt, sondern auch das politische Umfeld genauer erläutert. Die Missstände im Land, die Armut der Bevölkerung, die Entwicklung der politischen Strömungen usw. usw. wird nicht thematisiert. Doch all das führt zum Untergang der Romanows und zu dem Umstand, dass Nikolaus II. der letzte Zar Russlands war.

Wer mehr über den letzten russischen Zaren und seiner Familie lesen möchte, muss andere Autoren bemühen.

Fazit:

Dieses Buch wird weder Nikolaus II. noch seiner Gemahlin Alix gerecht, daher nur zwei Punkte.

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