Dieses Buch hat bei meiner Tochter und mir eingeschlagen wie ein Werwesen auf Koffein. Wir wollten nur „mal reinschauen“ – tja, und plötzlich saßen wir bis Mitternacht auf dem Sofa, voll im Lesefieber, Chips leer, Tee kalt, aber Herzklopfen! Embla, die Hauptfigur, ist so schön eigensinnig und herrlich normal-chaotisch, dass man sie einfach mögen muss. Meine Tochter meinte, sie ist wie sie – nur ohne nervigen Käfer. Ich fand eher, sie ist wie ich – nur mit mehr Magie.
Und apropos Magie: Diese Welt mit den Werwesen (ja, auch Käfer!) hat uns komplett erwischt. Total irre Idee, aber saugut durchdacht. Besonders klasse fanden wir die Mischung aus nordischer Wildnis, geheimnisvoller Schule und tierischer Action – das hat was von Hogwarts im Fjord-Style. Man hat ständig das Gefühl, gleich selbst eine Eule zu werden oder wenigstens eine meckernde Elster.
Die Story hält echt keine Pause ein, ständig passiert was, und wir haben bei jeder Wendung laut "WAAAS?!" gerufen – die Nachbarn denken jetzt vermutlich, wir haben einen Fantasy-Tick. Haben wir vielleicht auch. Jedenfalls wollten wir beide direkt Band zwei, drei, vier und am besten noch fünf. Und Embla? Die wächst einem ans Herz, weil sie eben nicht perfekt ist, aber genau das macht sie stark.
Kurzum: Wild, witzig, wunderbar geschrieben – und definitiv Papa-Tochter-approved!



