Héctor Abad

 3.8 Sterne bei 6 Bewertungen
Autor von La Oculta, La Oculta und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Héctor Abad

La Oculta

La Oculta

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Erschienen am 10.04.2018
La Oculta

La Oculta

 (2)
Erschienen am 08.03.2016
Das Gedicht in der Jackentasche

Das Gedicht in der Jackentasche

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Erschienen am 28.02.2011
Kulinarisches Traktat für traurige Frauen

Kulinarisches Traktat für traurige Frauen

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Erschienen am 28.08.2001
Brief an einen Schatten

Brief an einen Schatten

 (0)
Erschienen am 10.03.2009

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Rezension zu "La Oculta" von Héctor Abad

Kolumbiens Geschichte in Form einer großen Familien Saga
PagesofPaddyvor 4 Monaten

Für mich war der größte Anreiz dieses Buch zu lesen der Handlungsort. Eine Finca in Kolumbien. Ein Land das ich zwar von der Landkarte und ein bisschen aus Dokus kenne aber aus dem ich noch nichts gelesen habe. Ich hatte dabei ehrlich gesagt gar nicht so sehr an ein „großes“ Buch gedacht. Wenn man dann aber erst mal anfängt zu lesen merkt man doch recht bald, dass das was da alles so erzählt wird deutlich mehr ist als nur eine kleine Geschichte. Das ist „La Oculta“ nämlich wirklich nicht. Es ist eher eine große, sehr große Geschichte über eine Familie. Eine klassische Familiensaga. Nicht ausufernd aber trotzdem in seiner ganzen Art und Weise einfach groß. Erzählt wird die Geschichte aus drei Perspektiven. Jede dieser Perspektiven (es handelt sich um drei (erwachsenen) Kinder Pilar, Antonio und Eva) handelt von einer anderen Geschichte und zusammen ergeben sie eben jenes große Bild was man von Kolumbien bekommt. Das fand ich auch so gut an dem Roman. Man hat das Gefühl man kriegt viele Informationen über das Land und dessen Geschichte (natürlich anhand der Geschichte der Familie). Das alles ist für mich so interessant gewesen das ich wirklich viel Spaß beim lesen hatte. Abad schreibt wirklich sehr gut. Unaufgeregt aber sehr klar und präzise. Man ist immer voll im Bild und auch wenn auf einigen Seiten mal nicht so viel passiert wird es nie langweilig. Das liegt auch an den unterschiedlichen Figuren. Persönlich fand ich Evas Geschichte am interessantesten, da spannendsten. Ohne viel zu spoilern, geht es um Narcos und Erpressung. Es ist unwahrscheinlich aufregend so viele Themen abzulesen. Sei es Guerilla, Paramilitärs, die Gewalt die dort herrscht oder sonstiges. Diese Finca im Urwald ist Schauplatz von viel Freude und noch mehr Leid und die Geschichten die darum erzählt werden sind wirklich toll und intensiv. Und trotzdem verständlich. Man kann das Buch wirklich gut lesen. Ich kann euch nur empfehlen diesem Buch mal eine Chance zu geben. Es ist sicherlich inhaltlich keine triviale Schonkost aber wenn man Anspruch und Qualität mag dann gebt diesem Buch eine Chance. Es lohnt sich.

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Rezension zu "Das Gedicht in der Jackentasche" von Héctor Abad

Rezension zu "Das Gedicht in der Jackentasche" von Héctor Abad
WinfriedStanzickvor 7 Jahren

Hector Abad, der 1958 in Medellin in Kolumbien geborene Schriftsteller und Journalist hat schon in dem 2009 erschienenen Buch „Brief an einen Schatten“, vom Verleger Heinrich von Berenberg mit einer sehr informativen Einleitung zur politischen Situation in Kolumbien versehen, die Geschichte seines Vaters Hector Abad erzählt. Er war einer der fähigsten Ärzte Lateinamerikas, der an der Universität von Medellin seinen Studenten etwas beizubringen versuchte von den sozialen Ursachen von Krankheiten und Epidemien und in seinen auch international beachteten Schriften erste Grundlagen legte für das, was man später als Sozialmedizin und Prävention bezeichnete.

Früh geriet Hector Abad deshalb in das Visier der konservativen Kreise in Politik und Kirche in Kolumbien. Dieser, besonders gegen Ende seines Lebens wirklich lebensbedrohenden Gefahr, konnte er sich dann und wann entziehen, indem er einen Auftrag der Vereinten Nationen im Ausland oder eine Gastprofessur einer amerikanischen Universität annahm. Doch er kehrte immer wieder zurück und setzte seine wissenschaftliche und politische Arbeit fort. Doch 1987, er wollte einen Freund besuchen, wurde er, in einen Hinterhalt gelockt, erschossen. Der damalige Bischof von Medellin, Lopez Trujillo verbat dem Gemeindepfarrer, die Totenmesse zu halten. Es verbiete sich, für jemanden eine religiöse Zeremonie abzuhalten, der sich öffentlich zum Heiden und Kommunisten erklärt habe."

Das neue Buch beginnt praktisch mit dieser Szene, als er am 27. August 1987 seinen Vater erschossen auf der Straße in Medellin liegen sieht. In der Tasche des Toten findet er ein Gedicht, dass sein Vater offenbar kurz zuvor noch abgeschrieben hatte. Das Gedicht trägt die Unterschrift J.L.B. . Der Sohn ist davon überzeugt, dass es sich um ein Gedicht von Jorge Luis Borges handelt. Viele Menschen behaupten das Gegenteil und Hector Abad begibt sich auf eine lange Reise, um die Echtheit des Gedichtes zu beweisen. Eine poetische Reise durch die Seele Lateinamerikas, in der die Gedichte ( es kommen noch fünf weitere hinzu) immer mehr ihren Echtheitsstatus beweisen und in diesem Buch zum ersten Mal auf Deutsch veröffentlicht werden.

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