Héctor Abad Das Gedicht in der Jackentasche

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Inhaltsangabe zu „Das Gedicht in der Jackentasche“ von Héctor Abad

Als sein Vater am 27. August 1987 auf der Straße in Medellin lag, ermordet von vorbeirasenden Paramilitärs, fand Héctor Abad in der Jacke des Toten ein Gedicht, das dieser offenbar kurz vorher abgeschrieben hatte - Unterschrift J.L.B. Überzeugt, es handele sich um ein Gedicht von Jorge Luis Borges, und genötigt von einem Chor von Menschen, die das Gegenteil behaupteten, machte sich der Sohn auf die Suche nach der Wahrheit hinter diesem Fundstück. Dass daraus eine Reise um die halbe Welt wurde, die sein eigenes mehrjähriges Exil in Turin mit einschloss, konnte er nicht ahnen. Das Gedicht ist von Borges, klarer Fall, zumindest für den Autor. Der Leser dieser wunderbaren poetischen Reise durch die Geographie der lateinamerikansichen Seele könnte aber zu ganz anderen Schlüssen kommen.

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  • Rezension zu "Das Gedicht in der Jackentasche" von Héctor Abad

    Das Gedicht in der Jackentasche
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    20. June 2011 um 17:11

    Hector Abad, der 1958 in Medellin in Kolumbien geborene Schriftsteller und Journalist hat schon in dem 2009 erschienenen Buch „Brief an einen Schatten“, vom Verleger Heinrich von Berenberg mit einer sehr informativen Einleitung zur politischen Situation in Kolumbien versehen, die Geschichte seines Vaters Hector Abad erzählt. Er war einer der fähigsten Ärzte Lateinamerikas, der an der Universität von Medellin seinen Studenten etwas beizubringen versuchte von den sozialen Ursachen von Krankheiten und Epidemien und in seinen auch international beachteten Schriften erste Grundlagen legte für das, was man später als Sozialmedizin und Prävention bezeichnete. Früh geriet Hector Abad deshalb in das Visier der konservativen Kreise in Politik und Kirche in Kolumbien. Dieser, besonders gegen Ende seines Lebens wirklich lebensbedrohenden Gefahr, konnte er sich dann und wann entziehen, indem er einen Auftrag der Vereinten Nationen im Ausland oder eine Gastprofessur einer amerikanischen Universität annahm. Doch er kehrte immer wieder zurück und setzte seine wissenschaftliche und politische Arbeit fort. Doch 1987, er wollte einen Freund besuchen, wurde er, in einen Hinterhalt gelockt, erschossen. Der damalige Bischof von Medellin, Lopez Trujillo verbat dem Gemeindepfarrer, die Totenmesse zu halten. Es verbiete sich, für jemanden eine religiöse Zeremonie abzuhalten, der sich öffentlich zum Heiden und Kommunisten erklärt habe." Das neue Buch beginnt praktisch mit dieser Szene, als er am 27. August 1987 seinen Vater erschossen auf der Straße in Medellin liegen sieht. In der Tasche des Toten findet er ein Gedicht, dass sein Vater offenbar kurz zuvor noch abgeschrieben hatte. Das Gedicht trägt die Unterschrift J.L.B. . Der Sohn ist davon überzeugt, dass es sich um ein Gedicht von Jorge Luis Borges handelt. Viele Menschen behaupten das Gegenteil und Hector Abad begibt sich auf eine lange Reise, um die Echtheit des Gedichtes zu beweisen. Eine poetische Reise durch die Seele Lateinamerikas, in der die Gedichte ( es kommen noch fünf weitere hinzu) immer mehr ihren Echtheitsstatus beweisen und in diesem Buch zum ersten Mal auf Deutsch veröffentlicht werden.

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