Hülya Özkan

 3.1 Sterne bei 34 Bewertungen
Autorin von „Güle güle Süperland!“, Mord am Bosporus und weiteren Büchern.
Hülya Özkan

Lebenslauf von Hülya Özkan

Hülya Özkan wurde 1956 in der Türkei geboren. Mit sieben Jahren kam sie mit ihrer Familie nach Deutschland und blieb dort, während ihre Eltern später wieder zurückkehrten. Sie studierte an der LMU in München Politikwissenschaft und Journalistik und arbeitete dann für den WDR. Später wurde sie Redakteurin beim ZDF für das Landesstudio Hessen. Sie blieb beim ZDF für mehrere Jahre und moderierte das Auslandsjournal und heute in Europa. Nebenbei schrieb sie ihre ersten Kriminalromane, die auch für die ADR verfilmt wurden. Özkan lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in Mainz und Istanbul.

Alle Bücher von Hülya Özkan

„Güle güle Süperland!“

„Güle güle Süperland!“

 (24)
Erschienen am 02.05.2011
Mord am Bosporus

Mord am Bosporus

 (5)
Erschienen am 06.03.2006
Istanbul sehen und sterben

Istanbul sehen und sterben

 (3)
Erschienen am 05.03.2007
In Erdogans Visier

In Erdogans Visier

 (2)
Erschienen am 03.07.2017
In deiner Hand

In deiner Hand

 (0)
Erschienen am 03.03.2008

Neue Rezensionen zu Hülya Özkan

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VeraHoehnes avatar

Rezension zu "„Güle güle Süperland!“" von Hülya Özkan

Erwartungen leider nicht erfüllt
VeraHoehnevor 5 Jahren

Autorin:
Hülya Özkan wurde 1956 in der Türkei geboren und kam als Kind mit ihrer Familie, nachdem ihre Mutter bereits zuvor alleine als Fabrikarbeiterin in Deutschland tätig war, nach Deutschland. Sie studierte später in München Politikwissenschaften und Journalistik und arbeitete zunächst für den Westdeutschen Rundfunk bevor ihr beruflicher Weg sie dann zum ZDF nach Mainz führte. Von 2001 bis 2012 moderierte sie das ZDF-Magazin “heute – in Europa”. Neben ihrer journalistischen Tätigkeit, publizierte sie als Autorin einige Bücher. Die von ihr erschienen Krimis wurden für die ARD unter der Reihe “Mordkommission Istanbul” mit Erol Sander in der Hauptrolle des Kommissar Özakin verfilmt. Sie ist verheiratet mit dem ZDF-Intendanten Thomas Bellut und hat zwei Kinder.

Handlung:
Hülya Özkan begibt sich – ohne Mann und Kinder – auf eine Reise in die Türkei auf die Suche nach ihren türkischen Wurzeln und eine Reise zu ihrer schrecklich netten türkischen Großfamilie, die sie lange nicht gesehen hat. Gleichzeitig stellt sie einen Rückblick über ihr bisheriges Leben als Türkin in Deutschland an.

Fazit:
Da ich sehr gerne Bücher lese, die – auch auf lustige Weise – die Unterschiede zwischen den Kulturen dokumentieren, sollte auch dieses Buch in meiner Sammlung nicht fehlen.
Bücher von in Deutschland lebenden Personen mit journalistischem Background, die über die skurrilen Eigenheiten ihrer türkischen Familienmitglieder berichten, gibt es inzwischen sehr viele und es waren einige Bücher dabei, bei deren Lektüre ich wirklich immer wieder herzlich lachen musste (z. B.: Asli Sevindim: “Candlelight Döner”, Dilek Güngör: “Unter uns : Meine türkische Familie und ich” und “Ganz schön deutsch: Meine türkische Familie und ich”, Iris Alanyali: “Die blaue Reise”, Lale Akgün: “Tante Semra im Leberkäseland”). Mit dieser Erwartung habe ich auch dieses Buch gelesen und bin leider ein wenig enttäuscht worden.
Das Buch ist zwar sehr informativ und mit viel Familienliebe und journalistischem Können zusammengestellt, jedoch ist hierbei leider der Humor eindeutig zu kurz gekommen. Es ist eher eine sachliche biographische Beschreibung unter Einbeziehung der weitläufigeren Verwandtschaft. Der Funke wollte beim Lesen irgendwie leider nicht so ganz überspringen und mir hat der Unterhaltungswert bei der Lektüre doch ziemlich gefehlt. Man kann dieses Buch einfach mal zwischendurch lesen, aber irgendwie befindet sich unter geschilderten Geschichten nichts, was irgendwie in Erinnerung bleibt, wie es für mich bei den anderen Bücher mit gleicher Thematik der Fall war.
Hier gibt es von mir 3 von 5 möglichen Punkten.

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Daphne1962s avatar

Rezension zu "„Güle güle Süperland!“" von Hülya Özkan

Rezension zu "„Güle güle Süperland!“" von Hülya Özkan
Daphne1962vor 7 Jahren

Güle güle sagt derjenige, der zu Hause bleibt. Das nicht alles Süperland in Deutschland ist, weiß Hülya Özkan auch bald, nachdem ihre Eltern mit den Kindern die Familie in der Osttürkei verließen und in den 70er Jahren auswanderten. Sie haben alles erdenklich Neue ausprobiert und die Angebote, die sich ihnen boten angenommen. Die Integration war gut gelaufen. Ihre Eltern leben allerdings inzwischen wieder in der Türkei, wenn auch in getrennten Städten. Hülya selbst ist mit einem deutschen Mann verheiratet und hat Kinder.

Hülya Özkan beschreibt in ihrem Buch die Mentalität der Türken, wie sie für viele hier in Deutschland fremd sind. Da auch ich bestens integriert bin in die türkische Mentalität und selbst dort als Deutsche das Glück habe, Einblicke in die Familien und auch Behörden zu bekommen, kann ich nur sagen, es ist wirklich so. Manches verursacht natürlich erst mal Kopfschütteln, aber im Nachhinein muss man dann auch wieder schmunzeln. Es kommt mir selbst auch sehr bekannt vor. Dass sie durch das Pendeln zwischen der Türkei und Deutschland auch in einer Weise etwas zerrissen ist, kann man gut nachvollziehen. Wenn man beide Leben kennt, fängt man auch an zu vergleichen oder bestimmt Dinge, die gut funktionieren zu vermissen.

Da die Strompreise in der Türkei nicht so hoch sind, wie wir das kennen, kann auch der Fernseher den ganzen Tag laufen. Nirgends werden im TV so viele Tränen vergossen, wie dort. Eine Serie reiht sich an die andere. Geht man in eine Behörde oder Bank wird man oft eisig empfangen. Aber wie Hülya bemerkt, wenn ein Beamter eine Gemeinsamkeit entdeckt (gleicher Geburtsort oder Verwandter in der gleichen Stadt z.B.) ist auch schon das erste Eis gebrochen. Gastfreundschaft wird dort großgeschrieben, wenn sich Besuch ankündigt, dann kommen alle vorbei den Gast gebührend in Empfang zu nehmen. Allerdings erwarten sie auch, dass man einen Gegenbesuch abstattet. Da muss man viel Feingefühl entwickeln, wenn man das alles zeitlich in der begrenzten Zeit nicht schafft. Dass man mit der direkten Art auch umzugehen weiß, bedarf einiger Erfahrungen. Wenn die Schwägerin zu einem sagt, Du hast aber wohl auch ein wenig zugenommen, muss man das nicht gleich als Beleidigung auffassen. Sie sind halt ehrlich.

Hülya Özkan hat das alles sehr gut in einzelne Geschichten verpackt. Keine davon war irgendwie langweilig oder übertrieben dargestellt. Man darf hier keine übertrieben witzigen Geschichten erwarten, sondern einige Schmunzler sind schon dabei. Mir hat das Buch sehr gefallen, zumal ich merke in vieler HInsicht bin ich auch ihrer Meinung.

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rumble-bees avatar

Rezension zu "„Güle güle Süperland!“" von Hülya Özkan

Rezension zu "„Güle güle Süperland!“" von Hülya Özkan
rumble-beevor 7 Jahren

Das Buch hat sich seine schlechte Bewertung selber zuzuschreiben. Denn ich empfinde es schlicht als Mogelpackung. Gleich zweimal wird in Cover und Klappentext geschummelt. Erstens: es wird behauptet, in dem Buch gehe es um eine Reise in die Türkei, und die Beobachtungen, die die Autorin dabei macht. Zweitens: durch die völlig überdrehte Illustration erwartet der Leser eine humoristisch-augenzwinkernde Darstellung. Doch beides stimmt für mich nicht.

"Eine Reise zu meiner schrecklich netten türkischen Familie": das tut ja schon fast weh, so deutlich wird hier auf ein Erfolgsrezept angespielt, das mit Jan Weiler und "seiner" italienischen Familie begann. Man hat wohl gehofft, auf ein bewährtes Konzept aufspringen zu können. Doch: höchstens in einem Drittel des Buches geht es um die Reise der Autorin in die Türkei. Die komplette erste Hälfte des Buches verbringt sie damit, die Geschichte ihrer eigenen Familie in Deutschland zu schildern, welche durch den dickköpfigen Auswanderungswillen ihrer Mutter entstand. Danach beginnt zwar tatsächlich die Reise in die alte Heimat, doch wird sie immer wieder unterbrochen durch Rückblenden, durch Erlebnisse, die sie mit dieser oder jener Person in der Vergangenheit hatte. Das stört erstens den Lesefluss, und überdeckt vielleicht auch die Tatsache, dass sie über ihre Reise nicht eben viel zu erzählen hat.

Zweitens muss ich ehrlich sagen, dass dieser geradezu zwanghafte Versuch, das Buch auf "lustig" zu trimmen, gründlich in die Hose gegangen ist. Das Cover ist einfach nur albern, und passt auch nicht zu den geschilderten Personen. Sicher beschreibt sie Episoden, über die sie, die schon so lange in Deutschland lebt, nur den Kopf schütteln kann. Aber "lustig" ist davon eigentlich fast nichts. Alle Menschen, denen ich hier begegne, sind innerhalb ihres eigenen Kontextes ganz normale Leute mit ihren verstehbaren Sorgen und Nöten. Eine Tante, die gerne kocht, eine andere, die sich der Religion stark zugewandt hat, ein unverheirateter Cousin, eine alleinerziehende Cousine, ein langsam alt werdender Vater. Wenn überhaupt so etwas wie Komik hier aufkommt, dann kann man es höchstens als deutsche Überheblichkeit werten. (Besonders ihre abwertende Haltung gegenüber der Religion habe ich der Autorin übel genommen! Das gehört sich einfach nicht. Es ist eine Sache, wenn man sagt, dass man selber nicht so viel damit anfangen kann. Aber sich über religiöse Gebräuche lustig zu machen, ist für mich ein Unding sondergleichen.)

Die zwei Sterne, die ich dennoch verleihe, möchte ich fast ausschließlich auf die erste Hälfte des Buches bezogen wissen. Denn der Bericht, wie ihre Familie überhaupt nach Deutschland kam, war teils richtiggehend spannend. Nur der Mutter und ihren ehrgeizigen Ambitionen war es zu verdanken, dass die Familie nach Deutschland kam - der Vater gab dafür sogar seinen Posten als Schulrektor auf! Die Mutter muss eine beeeindruckende Persönlichkeit sein. Auch hat mir in diesem Abschnitt gefallen, wie fein die Autorin die damaligen Deutschen, die Nachbarn und Kollegen, beobachtet und porträtiert hat. Das grenzte schon an Sozial-Satire! Allerdings fiel mir schon hier auf, dass die Autorin nur ungern und ganz am Rande über sich selber sprach.

Als dann die Beschreibung der eigentlichen Reise begann, habe ich mich größtenteils einfach nur gelangweilt. Warum muss ich wissen, welche Geschenke die Verwandtschaft erwartet, was man frühstückt oder zu Abend isst, welche Sendungen man im Fernsehen anschaut, und welche Odysse die Cousine Meral bei einem türkischen Amt durchlaufen muss, um Waisenrente zu bekommen?? (Das war für mich der ödeste Abschnitt im ganzen Buch.) Über SICH und ihre Gedanken berichtet die Autorin nur sehr, sehr am Rande. Dass sie dann am Ende des Buches behauptet, sie habe "viel gelernt" und über sich nachgedacht, grenzt für mich an Frechheit. Denn leider hat sie davon wenig beschrieben.

Nun - ich gebe zu, dass Leser, für die ein leicht zu lesendes Buch automatisch ein gutes ist, an diesem Werk eventuell ihre Freude haben werden. Ich aber fühlte mich ein wenig verschaukelt, und werde das Buch sicher nicht weiter empfehlen. Dafür hat es einfach zu wenig von dem gehalten, was es versprach.

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Hülya Özkan wurde am 01. Januar 1956 in Türkei geboren.

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