Hülya Özkan „Güle güle Süperland!“

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Inhaltsangabe zu „„Güle güle Süperland!““ von Hülya Özkan

'Wir haben dir ein Opferlamm geschlachtet', verkündet Hülya Özkans Mutter gerne am Telefon. Auch sonst bleiben die kleinen Eigenheiten ihrer türkischen Familie kaum verborgen – etwa wenn Tante Handans Heiratsinstitut aktiv wird, sich der gut gemeinte Reiseproviant als gefüllte Eingeweide entpuppt oder der Kaffeesatz mal wieder Erstaunliches zu Tage fördert. Nun hat Hülya Özkan sich auf eine Reise zu ihren türkischen Wurzeln begeben. Humorvoll, warmherzig und mit einem feinen Blick für die kleinen Unterschiede erzählt sie, was sie dabei erlebt hat und wie ihr nach nächtelangen Verwandtenbesuchen klar wurde, dass ihre schrecklich nette türkische Familie vor allem eins ist: einfach süper!

Ein nettes Buch. Die Autorin ist mir sehr sympathisch! Sie schreibt auch Krimis, die sogar verfilmt worden sind.

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    „Güle güle Süperland!“

    VeraHoehne

    14. December 2013 um 18:59

    Autorin: Hülya Özkan wurde 1956 in der Türkei geboren und kam als Kind mit ihrer Familie, nachdem ihre Mutter bereits zuvor alleine als Fabrikarbeiterin in Deutschland tätig war, nach Deutschland. Sie studierte später in München Politikwissenschaften und Journalistik und arbeitete zunächst für den Westdeutschen Rundfunk bevor ihr beruflicher Weg sie dann zum ZDF nach Mainz führte. Von 2001 bis 2012 moderierte sie das ZDF-Magazin “heute – in Europa”. Neben ihrer journalistischen Tätigkeit, publizierte sie als Autorin einige Bücher. Die von ihr erschienen Krimis wurden für die ARD unter der Reihe “Mordkommission Istanbul” mit Erol Sander in der Hauptrolle des Kommissar Özakin verfilmt. Sie ist verheiratet mit dem ZDF-Intendanten Thomas Bellut und hat zwei Kinder. Handlung: Hülya Özkan begibt sich – ohne Mann und Kinder – auf eine Reise in die Türkei auf die Suche nach ihren türkischen Wurzeln und eine Reise zu ihrer schrecklich netten türkischen Großfamilie, die sie lange nicht gesehen hat. Gleichzeitig stellt sie einen Rückblick über ihr bisheriges Leben als Türkin in Deutschland an. Fazit: Da ich sehr gerne Bücher lese, die – auch auf lustige Weise – die Unterschiede zwischen den Kulturen dokumentieren, sollte auch dieses Buch in meiner Sammlung nicht fehlen. Bücher von in Deutschland lebenden Personen mit journalistischem Background, die über die skurrilen Eigenheiten ihrer türkischen Familienmitglieder berichten, gibt es inzwischen sehr viele und es waren einige Bücher dabei, bei deren Lektüre ich wirklich immer wieder herzlich lachen musste (z. B.: Asli Sevindim: “Candlelight Döner”, Dilek Güngör: “Unter uns : Meine türkische Familie und ich” und “Ganz schön deutsch: Meine türkische Familie und ich”, Iris Alanyali: “Die blaue Reise”, Lale Akgün: “Tante Semra im Leberkäseland”). Mit dieser Erwartung habe ich auch dieses Buch gelesen und bin leider ein wenig enttäuscht worden. Das Buch ist zwar sehr informativ und mit viel Familienliebe und journalistischem Können zusammengestellt, jedoch ist hierbei leider der Humor eindeutig zu kurz gekommen. Es ist eher eine sachliche biographische Beschreibung unter Einbeziehung der weitläufigeren Verwandtschaft. Der Funke wollte beim Lesen irgendwie leider nicht so ganz überspringen und mir hat der Unterhaltungswert bei der Lektüre doch ziemlich gefehlt. Man kann dieses Buch einfach mal zwischendurch lesen, aber irgendwie befindet sich unter geschilderten Geschichten nichts, was irgendwie in Erinnerung bleibt, wie es für mich bei den anderen Bücher mit gleicher Thematik der Fall war. Hier gibt es von mir 3 von 5 möglichen Punkten.

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  • Rezension zu "„Güle güle Süperland!“" von Hülya Özkan

    „Güle güle Süperland!“

    Daphne1962

    01. August 2011 um 17:26

    Güle güle sagt derjenige, der zu Hause bleibt. Das nicht alles Süperland in Deutschland ist, weiß Hülya Özkan auch bald, nachdem ihre Eltern mit den Kindern die Familie in der Osttürkei verließen und in den 70er Jahren auswanderten. Sie haben alles erdenklich Neue ausprobiert und die Angebote, die sich ihnen boten angenommen. Die Integration war gut gelaufen. Ihre Eltern leben allerdings inzwischen wieder in der Türkei, wenn auch in getrennten Städten. Hülya selbst ist mit einem deutschen Mann verheiratet und hat Kinder. Hülya Özkan beschreibt in ihrem Buch die Mentalität der Türken, wie sie für viele hier in Deutschland fremd sind. Da auch ich bestens integriert bin in die türkische Mentalität und selbst dort als Deutsche das Glück habe, Einblicke in die Familien und auch Behörden zu bekommen, kann ich nur sagen, es ist wirklich so. Manches verursacht natürlich erst mal Kopfschütteln, aber im Nachhinein muss man dann auch wieder schmunzeln. Es kommt mir selbst auch sehr bekannt vor. Dass sie durch das Pendeln zwischen der Türkei und Deutschland auch in einer Weise etwas zerrissen ist, kann man gut nachvollziehen. Wenn man beide Leben kennt, fängt man auch an zu vergleichen oder bestimmt Dinge, die gut funktionieren zu vermissen. Da die Strompreise in der Türkei nicht so hoch sind, wie wir das kennen, kann auch der Fernseher den ganzen Tag laufen. Nirgends werden im TV so viele Tränen vergossen, wie dort. Eine Serie reiht sich an die andere. Geht man in eine Behörde oder Bank wird man oft eisig empfangen. Aber wie Hülya bemerkt, wenn ein Beamter eine Gemeinsamkeit entdeckt (gleicher Geburtsort oder Verwandter in der gleichen Stadt z.B.) ist auch schon das erste Eis gebrochen. Gastfreundschaft wird dort großgeschrieben, wenn sich Besuch ankündigt, dann kommen alle vorbei den Gast gebührend in Empfang zu nehmen. Allerdings erwarten sie auch, dass man einen Gegenbesuch abstattet. Da muss man viel Feingefühl entwickeln, wenn man das alles zeitlich in der begrenzten Zeit nicht schafft. Dass man mit der direkten Art auch umzugehen weiß, bedarf einiger Erfahrungen. Wenn die Schwägerin zu einem sagt, Du hast aber wohl auch ein wenig zugenommen, muss man das nicht gleich als Beleidigung auffassen. Sie sind halt ehrlich. Hülya Özkan hat das alles sehr gut in einzelne Geschichten verpackt. Keine davon war irgendwie langweilig oder übertrieben dargestellt. Man darf hier keine übertrieben witzigen Geschichten erwarten, sondern einige Schmunzler sind schon dabei. Mir hat das Buch sehr gefallen, zumal ich merke in vieler HInsicht bin ich auch ihrer Meinung.

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  • Rezension zu "„Güle güle Süperland!“" von Hülya Özkan

    „Güle güle Süperland!“

    rumble-bee

    31. July 2011 um 12:17

    Das Buch hat sich seine schlechte Bewertung selber zuzuschreiben. Denn ich empfinde es schlicht als Mogelpackung. Gleich zweimal wird in Cover und Klappentext geschummelt. Erstens: es wird behauptet, in dem Buch gehe es um eine Reise in die Türkei, und die Beobachtungen, die die Autorin dabei macht. Zweitens: durch die völlig überdrehte Illustration erwartet der Leser eine humoristisch-augenzwinkernde Darstellung. Doch beides stimmt für mich nicht. "Eine Reise zu meiner schrecklich netten türkischen Familie": das tut ja schon fast weh, so deutlich wird hier auf ein Erfolgsrezept angespielt, das mit Jan Weiler und "seiner" italienischen Familie begann. Man hat wohl gehofft, auf ein bewährtes Konzept aufspringen zu können. Doch: höchstens in einem Drittel des Buches geht es um die Reise der Autorin in die Türkei. Die komplette erste Hälfte des Buches verbringt sie damit, die Geschichte ihrer eigenen Familie in Deutschland zu schildern, welche durch den dickköpfigen Auswanderungswillen ihrer Mutter entstand. Danach beginnt zwar tatsächlich die Reise in die alte Heimat, doch wird sie immer wieder unterbrochen durch Rückblenden, durch Erlebnisse, die sie mit dieser oder jener Person in der Vergangenheit hatte. Das stört erstens den Lesefluss, und überdeckt vielleicht auch die Tatsache, dass sie über ihre Reise nicht eben viel zu erzählen hat. Zweitens muss ich ehrlich sagen, dass dieser geradezu zwanghafte Versuch, das Buch auf "lustig" zu trimmen, gründlich in die Hose gegangen ist. Das Cover ist einfach nur albern, und passt auch nicht zu den geschilderten Personen. Sicher beschreibt sie Episoden, über die sie, die schon so lange in Deutschland lebt, nur den Kopf schütteln kann. Aber "lustig" ist davon eigentlich fast nichts. Alle Menschen, denen ich hier begegne, sind innerhalb ihres eigenen Kontextes ganz normale Leute mit ihren verstehbaren Sorgen und Nöten. Eine Tante, die gerne kocht, eine andere, die sich der Religion stark zugewandt hat, ein unverheirateter Cousin, eine alleinerziehende Cousine, ein langsam alt werdender Vater. Wenn überhaupt so etwas wie Komik hier aufkommt, dann kann man es höchstens als deutsche Überheblichkeit werten. (Besonders ihre abwertende Haltung gegenüber der Religion habe ich der Autorin übel genommen! Das gehört sich einfach nicht. Es ist eine Sache, wenn man sagt, dass man selber nicht so viel damit anfangen kann. Aber sich über religiöse Gebräuche lustig zu machen, ist für mich ein Unding sondergleichen.) Die zwei Sterne, die ich dennoch verleihe, möchte ich fast ausschließlich auf die erste Hälfte des Buches bezogen wissen. Denn der Bericht, wie ihre Familie überhaupt nach Deutschland kam, war teils richtiggehend spannend. Nur der Mutter und ihren ehrgeizigen Ambitionen war es zu verdanken, dass die Familie nach Deutschland kam - der Vater gab dafür sogar seinen Posten als Schulrektor auf! Die Mutter muss eine beeeindruckende Persönlichkeit sein. Auch hat mir in diesem Abschnitt gefallen, wie fein die Autorin die damaligen Deutschen, die Nachbarn und Kollegen, beobachtet und porträtiert hat. Das grenzte schon an Sozial-Satire! Allerdings fiel mir schon hier auf, dass die Autorin nur ungern und ganz am Rande über sich selber sprach. Als dann die Beschreibung der eigentlichen Reise begann, habe ich mich größtenteils einfach nur gelangweilt. Warum muss ich wissen, welche Geschenke die Verwandtschaft erwartet, was man frühstückt oder zu Abend isst, welche Sendungen man im Fernsehen anschaut, und welche Odysse die Cousine Meral bei einem türkischen Amt durchlaufen muss, um Waisenrente zu bekommen?? (Das war für mich der ödeste Abschnitt im ganzen Buch.) Über SICH und ihre Gedanken berichtet die Autorin nur sehr, sehr am Rande. Dass sie dann am Ende des Buches behauptet, sie habe "viel gelernt" und über sich nachgedacht, grenzt für mich an Frechheit. Denn leider hat sie davon wenig beschrieben. Nun - ich gebe zu, dass Leser, für die ein leicht zu lesendes Buch automatisch ein gutes ist, an diesem Werk eventuell ihre Freude haben werden. Ich aber fühlte mich ein wenig verschaukelt, und werde das Buch sicher nicht weiter empfehlen. Dafür hat es einfach zu wenig von dem gehalten, was es versprach.

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  • Rezension zu "„Güle güle Süperland!“" von Hülya Özkan

    „Güle güle Süperland!“

    Starbucks

    24. July 2011 um 14:27

    Hülya Özkan lebt in Deutschland und begibt sich in einen Selbstversuch, indem sie ihre eigene Familie in der Türkei besucht. Vieles ist ihr fremd, denn sie selbst lebt einen komplett westlichen Lebensstil. Entstanden ist mit 'Güle Güle Süperland' von Hülya Özkan ein witziger Reisebericht mit Dingen, die uns doch manchmal gar nicht wirklich so fern sind... Witzig ist da vor allem Hülyas Mutter, die lange in Deutschland gelebt hat und sich 'the best of both worlds' bewahrt hat. (wer schon im Ausland gelebt hat, weiß, dass man das so macht!). Ich kann das es so gut verstehen, dass die Lebensstile mischt und sich die 'guten' Sachen aus Deutschland mitgebracht hat. Es gibt viel Chaos, Bürokratie, Unzuverlässigkeiten, Skurriles, und man muss immer wieder lachen über die Reiseerlebnisse der Autorin. Alles in allem ist das Buch witzig, sympathisch, nett zu lesen, aber ohne wirklichen Tiefgang. Es ist als Sommerlektüre sehr zu empfehlen, und man erfährt auch viel über türkische Gepflogenheiten. Aber das Cover deutet ja auch schon an, dass man es eher hier mit Humor zu tun hat, und genau so muss man das Buch auch nehmen. Ich möchte 'Güle Güle Süperland' gern weiterempfehlen für alle, die auf einer amüsanten Reise etwas mehr über die türkische Lebensweise erfahren möchten.

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  • Rezension zu "„Güle güle Süperland!“" von Hülya Özkan

    „Güle güle Süperland!“

    martina400

    20. July 2011 um 21:53

    Hülya ist eine türkische Fernsehmoderatorin und lebt in Deutschland. Ihr Mann ist Deutscher und sie mittlerweile auch - mit türkischen Bräuchen hat sie wenig am Hut. Nun reist sie in die Türkei un ihre Familie zu besuchen und erlebt ein komplett anderes Leben. In der türkei läuft einfach alles anders. Zum Heiraten wird man vermittelt, Hotel Mama funktioniert bestens, man liest aus dem Kaffeesatz, bringt Opfergaben udn glaubt sonderbaren Riten. Ich freute mich total auf dieses Buch, da ich eine türkische Schülerin habe und schon einiges "sküriles" mit ihr erlebt habe. Leider wurde ich sehr enttäuscht. Das Buch ist ganz nett und natürlich gibt es einige sonderebare Situationen, die man in Europa nicht finden wird, aber leider fehlt an dieser Sache der ganze Witz. Anfangs war es noch ganz lustig, als Hülyas Mutter statt einer Wasserflsche Likör kaufte, weil sie ja kein Wort deutsch konnte und sich so ins Delirium trank. Aber daswar leider auch schon die einzige Szene, die einem zum Schmunzeln brachte. Die Türken leben anders, das ist klar. Sie haben andere Sitten und Bräuche, die uns völlig sinnlos erscheinen und das ist auch sicher interessant zu wissen. Jedoch hätte die Autorin alles mit ein wenig mehr Witz, Sarkasmus und Spaß beschreiben könnnen, den Situationen gäbe es ja genug!

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  • Rezension zu "„Güle güle Süperland!“" von Hülya Özkan

    „Güle güle Süperland!“

    Buchhomsa

    22. June 2011 um 15:48

    Die ZDF-Moderatorin Hülya Özkan beschreibt anlässlich einer Familienrundreise in die Türkei verschiedene türkische Lebensentwürfe: Die unverheiratete ältere Tante, die religiöse Tante, die mit einem säkularistisch eingestellten Militär verheiratet ist, ihr eigener Vater, der in einem zweiten Studium Medizin studierte, ihre Mutter, die mit viel Anstrengung vor vierzig Jahren eine Existenz in Deutschland aufgebaut hat. Özkan erzählt vor allem vom grußstädtischen Leben, rundet das Bild aber mit einem Besuch in der türkischen Provinz ab. Geschrieben ist das Buch in der eingängigen, einfachen Sprache einer Anmoderation (was ja eine Kunst sein kann). Die Geschichten sind nicht besonders originell, dafür so plakativ exemplarisch, dass sich der Eindruck aufdrängt, hier sei solange am Stoff gefeilt worden, bis sich fast die gesamte türkische Gesellschaft im familiären Mikokosmos abbilden ließ. Die vierteilige ZDF-Reisereportage dazu kann ich mir bereits bestens vorstellen. Bücher soll man ja nicht nach dem Äußeren beurteilen, zur Coverillustration und zum Waschzettel ist hier jedoch ein Wort nötig: Die albernen Karnevalsfratzen auf dem Cover führen genau so in die Irre, wie die Behauptung, hier habe man es mit einer "skürrilen" (Werbescherz) Familie zu tun. Die Familie ist nach europäischen Kategorien ziemlich durchschnittlich in ihren Macken und lassen wir die Dikussionen über türkische Nahrungsmittel weg, erkennen wir familiäre Archetypen, wie es sie vermutlich überall auf der Welt gibt. Die angeblich so seltsam "verquere Logik", die die Tanten an den Tag legen ist nicht türkisch, sondern auch Tante Ilse, Tante Hildegard und Oma Ortrud eigen. Und Opa Gustav unterscheidet sich so wenig von seinem türkischen Pendant wie es Cousin Kevin tut. Wenn dies die intentdierte Lehre aus dem Buch gewesen sein sollte, wäre es nett gewesen, der Knaur Verlag hätte das Buch nicht auf die Humorschiene gestemmt. Da gehört es echt nicht - auch weil Frau Özkan nicht im Ansatz "Skürriles" zu berichten hat.

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  • Rezension zu "„Güle güle Süperland!“" von Hülya Özkan

    „Güle güle Süperland!“

    Hannali

    11. May 2011 um 13:34

    Hülya Özkan, seit mehr als vierzig Jahren in Deutschland lebend und seit einundzwanzig Jahren mit einem Deutschen verheiratet, startet den Selbstversuch: eine Reise zu ihren türkischen Wurzeln. Dieses Mal will sie aber nicht nur ihre Mutter besuchen, die nach vielen arbeitsreichen Jahren Deutschland den Rücken kehrte und nun ihr Rentnerdasein in Istanbul genießt; vielmehr stehen Vater, Tanten, Onkel und Cousinen auf ihrer Liste. Skeptisch und doch voller Neugier sieht Hülya diesen Begegnungen entgegen. Skurile, witzig-chaotische, aber auch nachdenkliche Momente wird sie erleben. Dabei wird sie sich immer wieder der Frage stellen müssen, ob sie tatsächlich in den vergangenen Jahren so deutsch geworden ist, wie sie eigentlich vermutet hat. Oder ist sie im tiefsten Inneren doch noch mehr Türkin als sie meint? In kurzen, zumeist humorvollen Episoden erzählt, eignet sich dieses Buch als leichte Schmökerlektüre für sonnige Nachmittage auf der Terrasse oder auch für den Strandurlaub. Leider vergeht der Besuch bei der türkischen Verwandtschaft für den Leser im wahrsten Sinne wie im Fluge. Die sehr kurzen Kapitel umreißen nur Momentaufnahmen, auch wenn sie prägnant gezeichnet sind. So glaubt man sich zwar mitten im Augenblick, doch rasch naht die Verabschiedung. So wirkt vieles sehr ausschnitthaft. Ein witziges Kurzporträt, das 300 Seiten mehr verdient hätte, um die ganze Geschichte wirklich abzurunden und auszukosten.

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  • Rezension zu "„Güle güle Süperland!“" von Hülya Özkan

    „Güle güle Süperland!“

    Penelope1

    04. May 2011 um 19:09

    Die Moderatorin Hülya Özkan unternimmt eine Reise in ihre türkische Heimat und besucht ihre große und chaotische Verwandschaft. Doch was für die in Deutschland aufgewachsene Autorin oft chaotisch und wirr erscheint, ist für ihre türkischen Landsleute schlicht und ergreifend: "Alltag". Egal, ob unzuverlässige Handwerker, private Heiratsvermittlung, der allzeit bereite Doktor, oder die erstaunlich starre und gleichzeitig wechselhafte Bürokratie, die Deutschland in keinster Weise nachsteht - in diesem erfrischend heiteren und persönlichen "Reisebericht" begleitete ich Hülya Özkan auf ihren obligatorischen Teestunden, erlebte den Alltag einer "ganz normalen" und gerade deshalb so sympathischen, türkischen Familie, in der nicht immer alles nach Plan läuft. Die Reisende erzählt humorvoll, selbstironisch und mit einem Augenzwinkern von ihren oft skurrilen Erlebnissen mit ihrer Verwandtschaft, die man einfach gernhaben muss!

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  • Rezension zu "„Güle güle Süperland!“" von Hülya Özkan

    „Güle güle Süperland!“

    sabine_wolfertstetter

    02. May 2011 um 14:47

    Güle güle Süperland ist mehr als nur ein Amüsantes Buch. Zugegeben , am Anfang war ich schon etwas Skeptisch , denn ich hatte so meine Bedenken das dies ein Klischee Buch sein könnte. Aber nein... es ist einfach nur klasse. Ich sehe diese Familie regelrecht vor mir und hatte während des lesens einfach das Gefühl wie in einem Film dabei zu sein. Herrlich , amüsant , ironisch und wie ich denke , wie im realen Leben. Ich habe sehr viel Spass an diesem Buch gehabt

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  • Rezension zu "„Güle güle Süperland!“" von Hülya Özkan

    „Güle güle Süperland!“

    Bri

    01. May 2011 um 14:36

    Hülya Özkan, türkischstämmige Moderatorin der ZDF Sendung "heute in Europa", hat sich auf die Reise zu Ihrer Familie gemacht. Sie reist dieses Mal alleine in die Trükei, um ihre dort lebenden Verwandten nach langer Zeit zu besuchen. Für die Verwandtschaft ist sie eher die "Deutsche" - sie selbst empfindet das Springen zwischen den Kulturen als Bereicherung, fühlt sich in Deutschland zuhause, fühlt ihre türkischen Wurzeln aber ebenso. Özkan erzählt in Einschüben von ihren Eltern, wie es dazu kam, dass die Familie nach Deutschland kam und sie hier blieb. Mitte der sechziger Jahre suchten deutsche Firmen junge weibliche Arbeitskräfte - unter anderem in der Türkei. Hülyas Mutter entschließt sich, ehrgeizig wie sie ist, nach Deutschland zu gehen. Ihr Mann und die Kinder bleiben für ein Jahr lang alleine in der Türkei zurück. Was leider nicht klar herauskommt, ist die Tatsache, dass das keine aussergwöhnliche Famliengeschichte ist, sondern die Realtität vieler türkischer Familien zu dieser Zeit. Viele junge Mütter (oder auch Eltern) lassen ihre Kinder in der Obhut der Väter (oder Großeltern) zurück , um der Familie einen rascheren sozialen Aufstieg zu ermöglichen. Das beeinflußt die Entwicklung der verletztlichen Kinderseelen der zurückgebliebenen Kleinen stark. Dass dieser Punkt in Özkans Geschichte auf der persönlichen Ebene nicht herausgearbeitet wird, ist verständlich. Dass die Tatsache, dass das kein Einzelschicksal war / ist, aber so relativ unerwähnt bleibt, kostet einen Stern in der Bewertung. Nachdem die Mutter in die Türkei zurückgekehrt ist, beschließt sie, dass die ganze Familie nach Deutschland gehen wird. Für die damalige Generation der Frauen ein sehr emanzipiertes Vorgehen, auch in Deutschland. Der Verlag bezeichnet die Geschichte als "skürril" - was bei näherem HInsehen nur ein Rückbezug auf den Titel sein kann, dem Inhalt aber nicht entspricht. Schade, dass die Geschichte eher an der Oberfläche kratzt, als tiefere Einblicke zu gewähren. Auch hierfür gibt es einen weiteren Stern Abzug. Dennoch sei Hülya Özkans "Güle güle Süperland!" all jenen Lesern empfohlen, die sich auf leichte, eher unpolitische Weise dem Thema Türkei - Deutschland nähern wollen und dabei etwas über türkische Familien- und Landeseigenheiten erfahren möchten - die nebenbei gesagt, den deutschen Gepflogenheiten manchmal nicht allzu fern sind.

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