H. G. Wells The War of the Worlds

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Inhaltsangabe zu „The War of the Worlds“ von H. G. Wells

Zum 100. Geburtstag von Orson Welles am 6. Mai 2015: Das amerikanische Kult-Hörspiel auf Cd und Vinyl 1938, ein Rundfunkabend. Orchestermusik. Dann: eine Explosion. Noch eine. Marsbewohner landen in New Jersey. Der aufgeregte Radioreporter berichtet von Aliens, von ihrem Angriff auf die Bevölkerung, von Giftgas und Lichtblitzen. Die Hörer erleben ein beklemmendes Szenario ... und werden von Panik gepackt, weil viele die Invasion für eine wahre Nachricht halten. Der legendäre Regisseur, Schauspieler und Autor Orson Welles inszeniert im Alter von 23 Jahren den Science-Fiction-Roman von H. G. Wells für das amerikanische Radio. Das bringt nicht nur ihm selbst schlagartig landesweite Berühmtheit ein, sondern macht auch das Hörspiel "The War of the Worlds" zu einem Meilenstein der Medienkunst. (1 CD, Laufzeit: 58 min) (Quelle:'Audio CD/13.10.2014')

Die Grenzen zwischen Fiktion und Wirklichkeit verschwimmen hier grandios...

— LitteraeArtesque

Ein Medienereignis der besonderen Art - hier im Originalton. Toll, dass das noch so gut erhalten ist!

— parden

Zu Recht ein Klassiker

— Aglaya

H. G. Wells bestes Werk

— Wolf_Thorberg

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    The War of the Worlds

    parden

    SPIEL MIT DER WIRKLICHKEIT... 1938, ein Rundfunkabend. Orchestermusik. Dann: eine Explosion. Noch eine. Marsbewohner landen in New Jersey. Der aufgeregte Radioreporter berichtet von Aliens, von ihrem Angriff auf die Bevölkerung, von Giftgas und Lichtblitzen. Die Hörer erleben ein beklemmendes Szenario. Und werden von Panik gepackt, weil viele die Invasion für eine wahre Nachricht halten... Der legendäre Regisseur, Schauspieler und Autor Orson Welles inszeniert im Alter von 23 Jahren den Science-Fiction-Roman von H. G. Wells für das amerikanische Radio. Das bringt nicht nur ihm selbst schlagartig landesweite Berühmtheit ein, sondern macht auch das Hörspiel "The War of the Worlds" zu einem Meilenstein der Medienkunst. Zum 100. Geburtstag von Orson Welles am 6. Mai 2015 veröffentlichte der Hörverlag dieses amerikanische Kult-Hörspiel auf Cd. Ich habe mich sehr gefreut, dieses Hörspiel endlich einmal im Originalton hören zu können, denn darüber gelesen oder in einer TV-Dokumentation gesehen hatte ich schon einiges. Doch obwohl es sich hier um nur 58 Minuten Hörzeit handelt, hatte ich rasch das Gefühl, mich vollkommen übernommen zu haben mit meinem Ansinnen, der Geschichte in der Originalfassung zu folgen. Ich bilde mir ein, nicht schlecht Englisch zu können, aber ich habe fremdsprachlichen Texten immer schon besser durch Lesen als durch Hören folgen können. Und hier handelt es sich tatsächlich um die Aufnahme von 1938. Das bedeutet - neben dem amerikanischen Englisch von oft aufgeregt und daher schnell sprechenden Leuten - ein erhebliches Hintergrundrauschen, was das Verfolgen des Textes noch zusätzlich erschwerte. Nachdem ich auch nach dem zweiten Hördurchgang noch nicht wirklich alle Details nachvollziehen konnte, beschloss ich, hier einen Umweg zu gehen. Wie schön, dass es heutzutage die Mögichkeit gibt, über Internet und beispielsweise Youtube rasch an aussagekräftige Zusatzinformationen zu gelangen. Dort findet sich z.B. eine alte Sendung des WDR (aus dem Jahr 1977), die hier reichlich Aufschluss gibt - es handelt sich um eine deutsche Bearbeitung des legendären Hörspiels, wobei das englische Originalhörspiel durch damals bekannte Radiojournalisten wie Dieter Thoma oder Lothar Dombrowski unterbrochen wurde. Als ich mir danach noch einmal das englische Original vornahm, verstand ich plötzlich viel mehr. Manchmal führt eben der Umweg zum Ziel, und ich wollte einfach nachvollziehen können, wie diese knapp einstündige Radiosendung im Jahr 1938 das auslöste, was dadurch schließlich geschah. Das Programm, dem am 30. Oktober 1938 etwa 32 Millionen Hörer in den USA lauschten (die Ära vor dem Fernsehzeitalter!), beginnt betont harmlos mit live eingespielter Tanzmusik, dem Wetterbericht sowie Meldungen über Vorgänge auf dem Mars und geht dann plötzlich über zu einer Direktreportage über die Landung aggressiver Marsbewohner in einem kleinen Ort in New Jersey. ...out of the shadow, like a great snake... Der Wechsel zwischen Liveschaltungen von verschiedenen Schauplätzen, abbrechenden Reportagen und Livemusik in vorgeblich unvorhergesehenen Pausen macht das ganze unglaublich authentisch - und es ist nachvollziehbar, dass viele Hörer nicht begriffen, dass es sich hierbei nicht um tatsächliche Meldungen handelte, sondern um ein fiktives Hörspiel. Die Grenzen zwischen Fiktion und Wirklichkeit verschwimmen hier grandios, und die Folge war eine Massenpanik. Selbst die Auflösung Orson Wells am Ende der Sendung verhinderte dies nicht mehr. That was no Marsian, that's Halloween... Wie z.B. diese Dokumentation hier zeigt, meldete der Sender in seinem Hörspiel von der panischen Flucht der Massen vor dem Feind, und gleichzeitig flohen real Millionen Rundfunkhörer und verließen die Städte, um den Marsbewohnern zu entkommen. Das Hörspiel wurde zum Medienereignis, und noch Tage später fand man verängstigte Menschen in Wäldern oder U-Bahn-Schächten, die sich vor den Aliens versteckten. Wie sich später herausstellte, glaubten viele Hörer, dass die Deutschen oder die Japaner Amerika angegriffen hätten, und dass Flugzeuge, die geschickt als Zeppeline getarnt waren, von der Armee nur irrtümlich für Marsflugkörper gehalten worden waren. Andere vermuteten, dass die Regierung sich einfach nicht traute bekannt zu geben, dass Krieg ausgebrochen sei und daher die Form des Hörspiels gewählt habe, um die Bevölkerung zu evakuieren. Radio Listeners in Panic, Taking War Drama as Fact... Diese und ähnliche Schlagzeilen konnte man in den folgenden Tagen in den Zeitungen lesen, und Orson Wells geriet wegen seiner Dramaturgie reichlich unter Beschuss. Doch erhielt diese Sendung nach und nach einen Kultstatus, denn nie zuvor gelang ein solches Spiel mit der Wirklichkeit, eine derartige Vermischung von Realität und Fiktion. Bis heute ist Grover's Mill (der angebliche Landeplatz der Marsbewohner) eine Touristenattraktion - der Fleck Erde, auf dem die Marsmenschen eben nicht gelandet waren! Und die Immobilienpreise dort sind seit dem (angeblichen) Vorfall immens gestiegen... Das Hören der Originalfassung sowie die Beschäftigung mit den Dokumentationen hierzu haben mir jedenfalls verdeutlicht, weshalb dieses Hörspiel derart legendär werden konnte. Ich habe mich sehr gefreut, hierzu die Möglichkeit erhalten zu haben! © Parden

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    • 14
  • Zu Recht ein Klassiker

    The War of the Worlds

    Aglaya

    Vom Hörspiel „War of The Worlds“, inszeniert von Orson Welles nach einem Buch von H.G. Wells, hat wohl jeder schon gehört. Bei seiner Erstausstrahlung am 30. Oktober 1938 versetzte es viele Menschen in Panik, da sie dachten, die Erde werde von Marsmenschen angegriffen. Wie stark das Hörspiel von der Buchvorlage abweicht, kann ich nicht beurteilen, da ich zu meiner Schande gestehen muss, dass ich das Buch nie gelesen habe (ich habe allerdings die Tom Cruise Verfilmung gesehen, was aber auch nicht wirklich für mein Kulturverständnis spricht…)   Die CD vom Hörverlag beinhaltet das Original-Hörspiel. Dies bedeutet vor allem zwei Dinge: erstens ist das Hörspiel auf Englisch und zweitens entspricht die Tonqualität dem, was man von den 30ern erwarten kann: verrauscht und unklar. Diese zwei Punkte machen das Hörerlebnis einerseits sehr authentisch, andererseits verlangen sie sehr gute Englischkenntnisse vom Hörer, da es wirklich (akustisch) schwer verständlich ist.   Das Hörspiel selbst ist wirklich sehr realistisch gestaltet. In Form von Radiomeldungen wechseln sich Interviews mit Wissenschaftlern ab mit Augenzeugenberichten, zwischendurch werden Unterbrüche eingestreut. Kein Wunder, dass bei der Erstausstrahlung Panik ausbrach, da viele Hörer das Hörspiel nicht als solches erkannten sondern von echten Nachrichtenmeldungen ausgingen. Ergänzt wird das Hörspiel auf der CD mit ein paar Einleitungsworten, die das Phänomen der Erstausstrahlung umschreiben.   Mein Fazit Das Hörspiel „War of The Worlds“ hat seinen festen Platz in der Geschichte der Radiohörspiele eingenommen und zählt zweifellos als Klassiker. Auch heute noch ist das Hörspiel durchaus hörenswert, auch wenn es nichts ist, dass ich mir im monatlichen Rhythmus anhören werde. Empfehlen kann ich es SciFi- oder radiokulturbegeisterten Hörern mit sehr guten Englischkenntnissen.

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    • 2
  • Der Klassiker des Science Fiction

    The War of the Worlds

    Wolf_Thorberg

    15. April 2015 um 06:54

    Ich entdecke gerade die Bücher H.G. Wells, die ich schon zu Jugendzeiten gelesen habe, neu. Der Krieg der Welten ist für mich das beste Werk , ein Buch, das man in jedem Fall gelesen haben sollte, auch wenn man den Film schon gesehen hat. Wo der Film nur mit Emotionen und wuchtigen Bildern arbeitet, führt Wells im Roman in den Dialogen auch die dahintersteckende Philosophie aus: Alles ist eine Frage der Perspektive und so wie wir Menschen Tiere als Nahrungsmittel oder als lästige Schädlinge gebrauchen und bekämpfen, so sehen uns die Marsmenschen. Aus ihrer Sicht sind wir Ameisen, aber, wie es wörtlich heißt, essbare Ameisen. Richten sie ihre Hitzestrahlen von den hochhaushohen Kampfmaschinen auf eine menschliche Siedlung, ist es für sie, wie wenn ein Mensch einen Ameisenhügel zertrampelt. Das ist stimmig und klug überlegt, ebenso wie Auflösung der Geschichte, der im Nachhinein fast zu erwartende Niedergang der Marsmenschen. Man muss bei all dem auch bedenken, dass Wells keinerlei Vorbilder hatte, er hat das Genre des Science Fiction buchstäblich aus dem Nichts erschaffen. Stilistisch und erzählerisch macht es Wells dem Leser nicht immer leicht. Manchmal trägt ihn seine Liebe zum Detail davon und das beschriebene allgemein Menschliche lenkt ab und verzögert die eigentliche Handlung. Die Kunst des Querlesens und Überblättern sollten Leser in ihrem eigenen Interesse schon mitbringen. Auf der anderen Seite würzt er seine Prosa hier und mit einer Prise Humor und Ironie, in bester britischer Erzähltradition. Ich werde mich demnächst auf die Suche nach weniger bekannten Werken des äußerst produktiven Vielschreibers widmen.  Vielleicht findet sich noch die eine oder andere Perle ...

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