H. G. Wells

 4 Sterne bei 1.194 Bewertungen
Autor von Die Zeitmaschine, Krieg der Welten und weiteren Büchern.
Autorenbild von H. G. Wells (©Archiv Diogenes Verlag)

Lebenslauf von H. G. Wells

Herbert George Wells war das einzige Kind, des Eisenwarenhandlungsbesitzer und professionellen Criketspieler Joseph Neal und seiner Frau. Herberts Vater, der früher immer Bertie genannt wurde, hatte von seinem Vater die Leidenschaft zu Lesen. Als der Vater sich einen schweren Beinbruch zuzog, konnte ernicht mehr Cricket spielen, was der Familie große finanzielle Schwierigkeiten einbrachte. Seiner Mutter wurde daraufhin eine Stelle als Hauswirtschafterin in einem Herrenhaus angeboten. Immer wenn er sie besuchte durfte er die riesige Bibliotheken in dem Haus nutzen und machte viel Gebrauch von diesem Angebot. In dieser Zeit entwickelte er eine sehr tiefe Bindung zu seiner Mutter und übernahm viele ihrer Ansichten was die Religion und die Klassenunterschiede betraf. Wells Mutter war sehr religiös und wollte nicht dass sich ihr Sohn mit Mädchen der Unterklasse traf. Als sich die finanzielle Situation der Familie zuspitzte musste Herbert zunächst die Privatschule verlassen und anschließend sofort eine Lehre zu beginnen. Er machte eine Lehre als Tuchhändler, hielt jedoch nur wenige Monate aus, da ihm der Beruf nicht gefiel. Anschließend arbeitete einige Zeit als Hilfslehrer und als Apothekergehilfe und nahm andere Gelegenheitsarbeiten an. nach einiger Zeit versuchte er sich noch einmal als Tuchhändler konnte aber nach zwei Jahren, diesen Beruf nicht mehr ausüben. Als er 16 Jahre alt war, erhielt er eine Stelle als Hilfslehrer, anschließend ein Stipendium für die Normal School of Science. Dort studierte er Physik, Chemie, Geologie, Astronomie und Biologie. Bei prof. Huxley legte er seinen Glauben an die Religion ab, was man später auch sehr in seinen Büchern merkt. Er spielte Fußball während seines Studiums und verletzte sich schwer, was er noch jahrelang merkte. In dieser Krankenphase schrieb er sein erstes Buch "The Chronic Argonauts." Der Erfolg von diesem ermutigte ihn weiter als Schriftsteller tätig zu sein. Er wurde Mitglied des Lehrerkollegiums in Killburn. Wegen seinem hohen Aktivitäten in der Fabian Society verpasste er seine Abschlussprüfungen. Machte sie jedoch 1990 in London nach. Da er sich 1893 eine schwere Lungenentzündung zuzog konnte er anschließend nur noch sitzende Tätigkeiten ausüben was ihn veranlasste nur noch zu schrieben.Um die Jahrhundertwende ging es ihm besser, deswegen unternahm er viele Reisen, in Folkstone kaufte er sich ein Haus wo er die meisten seiner Werke schrieb. Der zweite Weltkrieg bestätigte ihn in seiner Annahme, dass die Menschen außer Kontrolle waren, vor allem die Atombombenabwürfe unterstützten seine Aussage. Am 13. August 1946 starb er an seiner chronischen Diabetes in London. Wells wurde verbrannt und seine Asche im Meer verstreut.

Neue Bücher

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Wenn der Schläfer erwacht

Neu erschienen am 20.07.2021 als Taschenbuch bei AtheneMedia.
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Eine Geschichte aus der Steinzeit

Neu erschienen am 01.07.2021 als Hardcover bei Edition Phantasia.
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Die Zeitmaschine

Erscheint am 26.08.2021 als Hörbuch bei BUCHFUNK Verlag.

Alle Bücher von H. G. Wells

Cover des Buches Die Zeitmaschine (ISBN: 9783730604755)

Die Zeitmaschine

 (377)
Erschienen am 07.02.2017
Cover des Buches Krieg der Welten (ISBN: 9783257609264)

Krieg der Welten

 (226)
Erschienen am 18.12.2018
Cover des Buches Die Insel des Dr. Moreau (ISBN: 9781543036985)

Die Insel des Dr. Moreau

 (89)
Erschienen am 10.02.2017
Cover des Buches Der Unsichtbare (ISBN: 9783423131759)

Der Unsichtbare

 (53)
Erschienen am 01.02.2004
Cover des Buches Krieg der Welten (ISBN: 9783945493861)

Krieg der Welten

 (39)
Erschienen am 07.10.2019
Cover des Buches Wenn der Schläfer erwacht (ISBN: 9783423131285)

Wenn der Schläfer erwacht

 (30)
Erschienen am 01.04.2003
Cover des Buches Menschen, Göttern gleich (ISBN: 9783423132428)

Menschen, Göttern gleich

 (20)
Erschienen am 01.09.2004
Cover des Buches H.G. Wells: Die Zeitmaschine (ISBN: 9783868203660)

H.G. Wells: Die Zeitmaschine

 (19)
Erschienen am 04.01.2017

Neue Rezensionen zu H. G. Wells

Cover des Buches H.G. Wells: Die Zeitmaschine (ISBN: 9783868203660)Linker_Mopss avatar

Rezension zu "H.G. Wells: Die Zeitmaschine" von H. G. Wells

Sprache war mir zu schwerfällig
Linker_Mopsvor 15 Tagen

Eigentlich mag ich Wells Romane, aber mit dem konnte ich mich nicht anfreunden. Schon der Anfang war mir zu mathematisch aufgebauscht. Als Nicht-Mathe-Nerd konnte ich dem nur schwer folgen und das machte das lesen mehr als mühselig. 

Der Plot selbst war dann nicht schlecht - Über- und Untermenschen sowie die überraschende Auflösung waren schon nicht schlecht. Aber auch hier war mir der Schreibstil zu schwerfällig.

Kommentare: 1
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Cover des Buches H.G. Wells: Krieg der Welten (ISBN: 9783868203653)NiWas avatar

Rezension zu "H.G. Wells: Krieg der Welten" von H. G. Wells

Düsterer Klassiker
NiWavor 4 Monaten

Am Mars werden die Rohstoffreserven knapp, daher greifen die Marsianer die Menschheit an. Der hochentwickelten Technik der Invasoren hat das Militär nichts entgegenzusetzen und ein gnadenloser Krieg um die Erde beginnt.

„Der Krieg der Welten“ ist ein Science-Fiction-Klassiker von H. G. Wells, der erstmals 1898 erschienen ist. Ich war schon lange Zeit auf dieses Buch neugierig, weil es für das Genre als prägende Grundlage gilt. 

Immerhin hat H. G. Wells den Spieß umgedreht. Er lebte in einer Zeit als sich die Menschheit an den Glauben an den Fortschritt klammert, bisher unvorstellbare technischen Höhenflüge erlebt und sich im Sinne Darwins als Krone der Schöpfung betrachtet.

Aber der Autor denkt einen Schritt weiter. Er fragt sich, was geschieht, wenn eine Spezies der Menschheit überlegen ist? Damit erfindet er sozusagen die Alien-Invasion, die uns seither in ihren gewaltigen Facetten in Buch, Film und Fernsehen laufend vor Augen gehalten wird.

Die Geschichte beginnt damit, dass merkwürdige Kapseln in Südengland landen und die Bevölkerung gleichermaßen fasziniert und erstaunt ist. Überheblicher Forscherdrang lässt die Gefahr vom ersten Moment an unterschätzen, bis die Welt in den Fängen der Marsianer ist.

Der Autor bedient sich zweier Menschen, die das Geschehen für den Leser dokumentieren. Es wirkt dadurch wie ein Zeitzeugenbericht auf mich. Anhand dieser Figuren erzählt er, was sich in London und im ländlichen Gefilde zuträgt, während er dem Leser ein kriegerisches Schreckensszenario vom Ende der Welt vor Augen führt.

Ich hatte mit einer viel verstaubteren Geschichte gerechnet und war erstaunt, wie modern das Geschehen und die Erzählung wirken. Zwar halten manche Erklärungen dem gegenwärtigen Wissen nicht stand, fügen sich dennoch exzellent in die Gesamthandlung ein. 

Außerdem ist es eine äußerst düstere und brutale Erzählung, die aktuelleren Versionen der Alien-Invasion um nichts nachsteht. Wells beschreibt die anfängliche Neugierde, geht darauf ein, wie überraschend die kriegerische Entwicklung des Erstkontakts aufgenommen wird, und setzt sich letztendlich mit der Flucht und dem Überlebenswillen von uns Menschen auseinander. 

Für die wissenschaftlichen und philosophischen Überlegungen hat er einen Gelehrten als Protagonist erwählt, der mit seinem akademischen Hintergrund die Situation analysiert. Trotzdem flieht er einem verschreckten Tier gleich vor den entsetzlichen Marsianern, weil diese deutlich überlegen sind:

„Es war niemals ein Krieg, genauso wenig, wie es einen Krieg zwischen Menschen und Ameisen gibt.“ (S. 236)

Damit zeigt Wells der menschlichen Spezies, dass Demut gegenüber der Natur trotz bemerkenswerter Errungenschaften des technischen Fortschritts durchaus angebracht ist. 

Mir hat es gut gefallen. Teilweise war ich schockiert, wie brutal manche Einzelheiten beschrieben sind, wie der Autor die Hoffnungslosigkeit, den Staub und die Trümmer zwischen den Seiten zum Leben erweckt. 

Letztendlich haben wir Menschen laut Wells für unseren Platz im Universum bezahlt, auch wenn die nächste Rate aktuell fällig ist: 

„Durch das Tribut einer Million Toter hat sich der Mensch sein Geburtsrecht auf der Erde erkauft und trotz aller Neuankömmlinge ist sie sein, und wäre es auch geblieben, wenn die Marsianer zehnmal so viel gewesen wären. Denn die Menschen leben weder, noch sterben sie vergeblich.“ (S. 262)

Wer sich gern mit Endzeitszenarien, Außerirdischen und dem Ende der Welt auseinandersetzt, wird in H. G. Wells’ „Krieg der Welten“ sicherlich eine beeindruckende Grundlage entdecken, die sich in unzähligen thematischen Folgewerken finden lässt. 

Kommentare: 12
24
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Cover des Buches Die Zeitmaschine (ISBN: 9783730604755)_traumweltenmalerei_s avatar

Rezension zu "Die Zeitmaschine" von H. G. Wells

Interessant, aber nicht überzeugend
_traumweltenmalerei_vor 5 Monaten

Leider muss ich sagen, dass es mir trotz der kurzen Länge nicht gefallen hat. Es war flüssig zu lesen und der Erzählstil war angenehm leicht, aber die Geschichte kam mir dennoch zu langatmig vor. Die einzelnen Aspekte und der Verlauf der Geschehnisse waren sehr interessant. Auch fand ich es interessant, dass der Protagonist zwar Schlussfolgerungen aus allem zog, der Leser aber im Endeffekt nicht wusste, ob diese schlussendlich auch der Tatsache entsprechen. Ich kann es nicht genau benennen, aber es war einfach nicht meins.
Obwohl mich das Buch an sich nicht überzeugen konnte, dient es aufgrund seiner Länge und dem leichten Still als guter Einsteiger in das Genre. 

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Gespräche aus der Community

Herzlich willkommen zu einer weiteren Leserunde der Gruppe "Wir lesen Klassiker der Weltliteratur".

Auf unserer literarischen Weltreise sind wir nun in England angekommen und lesen diesmal ein Werk von H.G. Wells: "Die Insel des Dr. Moreau".

Die Leserunde beginnt am 1.4. und wir freuen uns über jeden, der mit uns lesen möchte!
176 Beiträge
Herzlich willkommen zur aktuellen Leserunde der Gruppe "Wir lesen Klassiker der Weltliteratur".

Im Juni lesen wir zusammen "Der Krieg der Welten" von H.G. Wells.

Über den Autor:
H.G.Wells wurde 1866 in Bromley bei London geboren. Er studierte Naturwissenschaften und war Mitbegründer der Royal College of Science Association. Nach einer Lungenblutung, die ihn zu ausschließlich sitzender Tätigkeit zwang, widmete er sich vermehrt dem Schreiben – sowohl wissenschaftlicher wie fiktiver Werke. Wells war einer der ersten, der Phänomene wie Zeitreisen und die Invasion der Erde durch Wesen aus dem All in die Literatur einführte und so die Entwicklung der Science-fiction-Literatur entscheidend mitprägte. H.G.Wells starb 1946 in London.

Die Leserunde beginnt am 1. Juni und wir freuen uns über jeden, der mit uns liest!
254 Beiträge
Orishas avatar
Letzter Beitrag von  Orishavor 4 Jahren
Liebe Leserinnen und Leser, 
es ist soweit! Der ABSOLUTE KLASSIKER der Scifi - das legendäre Buch KRIEG DER WELTEN ist vor kurzem in unserem Verlag als Illustrierte Neuübersetzung erschienen. Nun  möchten wir euch gerne zu einer Leserunde dieses spannenden Klassikers aufrufen. Hierzu spendieren wir 10 Bücher! 


Darum geht es:... 
Als sich außerirdische Flugobjekte der Erde nähern, erfahren die Menschen, dass sie nicht allein im Universum sind. Die Fremden sind den Erdbewohnern technisch weit überlegen und machen schnell klar: sie kommen nicht in Frieden. Als die Invasion der Erde beginnt, entbrennt ein Krieg, bei dem nicht weniger auf dem Spiel steht, als das Überleben der gesamten Menschheit… 

Der Krieg der Welten (Original: The War of the Worlds) ist einer der bekanntesten Werke von H. G. Wells. Der erstmals 1898 erschienene Roman über die Invasion der Erde durch Außerirdische ist nach beinahe 120 Jahren immer noch von kultureller und literarischer Bedeutung und beeinflusste zahlreiche fiktionale Werke – angefangen bei Orson Welles‘ berühmtem Hörspiel von 1938 bis hin zu modernen Interpretationen wie Jeff Waynes The Musical Version of The War of the Worlds und Roland Emmerichs Independence Day.
...  
Wer an dieser Leserunde teilnehmen möchte braucht sich hier einfach nur zu bewerben.   Bitte gebt auch an, wo ihr eure Rezension (möglichst zeitnah!) veröffentlichen werdet (sehr freuen wir uns auch über Rezis auf eigenen Blogs und auf Amazon). Wir freuen uns schon auf euer Feedback. 

Und los gehts...  


Viele Grüße  
euer Mantikore-Verlag
151 BeiträgeVerlosung beendet

Zusätzliche Informationen

H. G. Wells wurde am 19. September 1866 in Bromley, Kent (Großbritannien) geboren.

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