H. G. Wells Der Krieg der Welten

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Inhaltsangabe zu „Der Krieg der Welten“ von H. G. Wells

Neu übersetzt und kommentiert von Lutz-W. WolffSeit Jahrhunderten blicken die Menschen sehnsüchtig zu den Sternen – ohne zu ahnen, dass auch sie beobachtet werden. Die Marsianer, eine hochintelligente Spezies, haben ihre Rohstoffreserven aufgebraucht und sind auf der Suche nach neuen Lebensräumen. Ihrer Invasion kann das irdische Militär nichts entgegensetzen. Bis ihm ungeahnte Verbündete zu Hilfe kommen.

Ein spannender SF-Klassiker, der nichts für schwache Nerven ist. Das überraschende Ende macht das Buch perfekt!

— Buchgespenst

Ein "moderner" Klassiker

— Yolande

Klassiker mit damals neuartigen Ideen und zeitlosen Überlegungen - "Was wäre wenn...?"

— vanessabln

Überraschen spannend und kurzweilig und gar nicht so klassisch! Nicht nur für SF Fans!

— miro76

Ein spannender SF-Klassiker nicht für Fans des Genre. Spannend und informativ mit den Infos zum Autor im Anhang

— Buchraettin

Die erste Hälfte sehr schleppend, dann aber sehr spannende Beschreibung wie sich Menschen in Extremsituationen verhalten

— Nooki

Die erste Hälfte lief ziemlich langsam an, aber ab der zweiten Hälfte nahm das Buch fahrt auf!

— Catniss

Schon aus nostalgischen Grünen super und 5 Sterne ;)

— ritzelmeierbabette

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  • Was wäre wenn Aliens die Welt überfallen ...

    Der Krieg der Welten

    Orisha

    23. July 2017 um 13:47

    Die Vorstellung fremde Welten würden die Erde überfallen, ist ein gängiges Thema in der Buch- und Filmwelt. Beinahe jeder Superheldenepos spielt mit diesem Gedanken. Doch 1898 sah das noch ganz anders aus. Die Welt wird von der Wissenschaft mehr und mehr bestimmt. Man bereist fremde Länder, beginnt die unbekannten Gegenden mehr und mehr zu erkunden, was sich vor allem in zahlreichen Reiseberichten widerspiegelt. Doch Außerirdische spielen noch keine wirkliche Rolle. Wells "Krieg der Welten", eben 1898 veröffentlicht, widmet sich literarisch diesem Thema. Der Plot ist simple:Ein unbekanntes Ding fällt aus dem Himmel. Neugierig beginnt man sich selbigen zu nähern und stellt bald fest, dass sich Lebewesen in den Kapseln befinden, die sich alles andere als freundlich gebärden. Ein Krieg beginnt, der ungleicher nicht sein könnte. Mit neuester Technologie und viel Verstärkung beginnen die Marsmänner gegen London vorzurücken und vernichten dabei alles, was ihnen in den Weg kommt...Wells Buch ist wissenschaftlich nüchtern und stellt einen Bericht eines Überlebenden dar. Klar und ohne Schnörkel berichtet das Buch von den Ereignissen. Und immer wieder ließ es mich an die großen Reiseberichte der Humboldts, Darwins dieser Welt denken, die ganz ähnlich nüchtern von ihren Abenteuern und Entdeckungen in fremden Weltgegenden berichteten. Dass Wells von selbigen beeinflusst worden ist, steht für mich außer Frage. Spannend verbindet er dieses Reisebuchgenre mit durchaus - wenn auch simplen - philosophischen Fragen, die sich dem Sinn der Lebens zuwenden. Und gleichzeitig stellt Wells die Übermacht der Menschen bzw. einer Gruppe von Lebewesen, welche sich über eine andere erhebt, in Frage und fordert selbiges auch von seinen Lesern.Fazit: Ein spannender Klassiker, der sieht man ihn in seinem Entstehungszusammenhang, noch viel mehr ist, als ein "bloßes" Buch über Außerirdische, die die Erde überfallen. Lesenswert.

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  • Invasion vom Mars

    Der Krieg der Welten

    Buchgespenst

    06. July 2017 um 15:09

    Alles beginnt mit einem grünen Kometen, der auf die Erde herniederfällt. Was als aufsehenerregendes doch harmloses Ereignis beginnt, als nette Abwechslung und neues Thema für die gepflegte Abendunterhaltung der gehobenen Londoner Klasse, entpuppt sich als grausame Invasion Außerirdischer: die Marsianer auf der Suche nach einem neuen Planeten, da ihr eigener untergeht und die Menschheit hat ihnen nichts entgegenzusetzen! H.G. Wells‘ berühmter Science Fiction-Klassiker ist heute noch genauso fesselnd und authentisch wie vor über hundert Jahren. Jede Zeile sprüht vor Kraft und Vorausdenken. Er schönt nichts, misst der Menschheit keine größere Bedeutung zu und verzichtet sogar darauf den Marsianern ein persönliches Gesicht zu geben. Gerade das macht die Geschichte so glaubwürdig und erschütternd. Szenen voller Grausamkeit und Verzweiflung, doch hält die Zähigkeit des Menschen, der ganze Realismus, den Leser in Atem. Der ausführliche Kommentarteil der neuen dtv-Ausgabe (2017) erschließt dem Leser noch eine weitere Dimension. Ein fesselnder SF-Roman, der auch heute noch lesenswert ist. Gesellschaftskritik, die bis heute gilt verwoben mit spannender SF und einem originellen Ende.

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  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017

    Warum Lesen glücklich macht

    GrOtEsQuE

    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Ich möchte mich 2017 mehr dem SUB-Abbau widmen, daher habe ich mir überlegt eine Challenge zu erstellen. Die Regeln möchte ich so einfach wie möglich halten - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden Bücher, gibt es jeweils einen Extrapunkt. Das Monatsmotto werde ich immer Ende des Vormonats im entsprechenden Unterthema bekannt geben. Den Extrapunkt kann man mehrmals im Monat sammeln, wenn man genügend passende Bücher für das Motto hat.Jeder der mitmachen möchte, postet bitte im Unterthema Sammelbeiträge seinen Sammelbeitrag. Ich werde dann jeden Monat hier im Startbeitrag die Punkte aktualisieren. Bei den einzelnen Sammelbeiträgen ist mir eigentlich nur wichtig, dass in der ersten Zeile die Gesamtpunktzahl steht, ansonsten kann jeder seinen Beitrag so gestalten wie er möchte - entweder nur die Punkte aufschreiben oder auch das gelesene Buch benennen.Man kann jederzeit noch einsteigen - einfach einen Sammelbeitrag posten und los gehts!!! Rezensionen sind keine Pflicht. Es gelten alle Bücher, die in 2017 beendet werden, man kann also ruhig auch die in 2016 angefangen erst in 2017 beenden. Die Punkteverteilung sieht wie folgt aus: Für jedes gelesene Buch gibt es einen Punkt. Für jedes gelesene Buch, was vor 2017 auf dem SUB gelandet ist, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 400 Seiten hat, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 600 Seiten hat, gibt es zwei Extrapunkte. Für jedes gelesene Buch, was zum Monatsmotto passt, gibt es einen Extrapunkt. Für Comics und Mangas werden nur die Hälfte der Punkte vergeben. Hörbucher zählen auch. Bei den Extrapunkten für die Seiten einfach an dem "echten" Buch orientieren. Wenn es sich um die gekürzte Fassung des Hörbuchs handelt, dann ein dreiviertel der Seiten. (Also mal angenommen das Buch hat 400 Seiten und du hast die gekürzte Fassung des Hörbuchs, zählt es nur für 300 Seiten, also kein Extrapunkt.) Bereits früher gelesene Bücher zählen auch, aber hier gibt es den vor-2017-auf-dem-SUB-gelandet-Punkt nicht, da die Bücher ja nicht mehr zum SUB gehören. Im besten Fall kann man also 5 Punkte pro Buch erhalten. Wer noch Fragen hat, kann sie im Unterthema für Fragen stellen. Nun hoffe ich auf eine rege Teilnahme und wünsch uns schon mal viel Spaß :-) Teilnehmer --- Gesamtpunktzahl --- zuletzt aktualisiert 24.09.2017: _Jassi                                           ---  77 Punkte AmberStClair                             ---   69 Punkte (Gesamtpunkte angeben) Arachn0phobiA                         ---   239 Punkte Astell                                           ---    9 Punkte BeeLu                                         ---   92 Punkte Bellis-Perennis                          ---  646 Punkte Beust                                          ---   302 Punkte Bibliomania                               ---   201 Punkte Buecherkaetzchen                   ---   48 Punkte Buchgespenst                         ---  397,5 Punkte ChattysBuecherblog                --- 253 Punkte Buchperlenblog (CherryGraphics)  ---   130,5 Punkte Code-between-lines                ---  136 Punkte eilatan123                                 ---   53 Punkte Eldfaxi                                       ---   52 Punkte Farbwirbel                                ---   46 Punkte fasersprosse                            ---    35 PunkteFrau-Aragorn                           ---   168 Punkte Frenx51                                     ---  82 Punkte glanzente                                  ---   82 Punkte GrOtEsQuE                               ---   78 Punkte hannelore259                          ---   78 Punkte hannipalanni                           ---   157 Punkte Hortensia13                             ---   130 Punkte Igelchen                                    ---   25 Punkte Igelmanu66                              ---  178 Punkte janaka                                       ---   118 Punkte Janina84                                   ---    95 Punkte jasaju2012                               ---   20 Punkte jenvo82                                    ---   122 Punkte kalestra                                    ---   33 Punkte katha_strophe                        ---   53 Punkte Kattii                                         ---   78 Punkte Katykate                                  ---   110 Punkte Kerdie                                      ---   239 Punkte Kleine1984                              ---   142 Punkte Kuhni77                                   ---   114 Punkte KymLuca                                  ---   103 Punkte LadyMoonlight2012               ---   29 Punkte LadySamira090162                ---   259 Punkte Larii_Mausi                              ---    63 PunkteLeif_Inselmann                       ---   40,5 Punkteleseratte89                               ---   50 Punkte Leseratz_8                                ---   18 Punktelisam                                          ---   226 Punkte louella2209                            ---   69 Punkte lyydja                                       ---   92 Punkte mareike91                              ---    47 Punkte MissSnorkfraeulein                  ---  44 Punkte MissSternchen                          ---  55 Punkte mistellor                                   ---   181 Punkte Mone97                                    ---   55 Punktenaevia                                        ---   17 Punktenatti_Lesemaus                        ---  131 Punkte Nelebooks                               ---  235 Punkte niknak                                       ----  285 Punkte nordfrau                                   ---   97 Punkte PMelittaM                                 ---   213 Punkte PollyMaundrell                         ---   34 Punkte Pucki60                                        --- 37 Punkte QueenSize                                 ---   115 Punkte readergirl                                   ---    5 Punkte Readrat                                      ---   67 Punkte SaintGermain                            ---   139 Punkte samea                                           --- 65 PunkteSandkuchen                              ---   205 Punkteschadow_dragon81                  ---   92 Punkte Schmiesen                                  ---   178 Punkte Schokoloko29                            ---   35 Punkte Somaya                                     ---   279 Punkte SomeBody                                ---   178,5 Punkte Sommerleser                           ---   198 Punkte StefanieFreigericht                  ---   213,5 Punkte tlow                                            ---   149 Punkte Veritas666                                 ---   117 Punkteverruecktnachbuechern         ---   61 Punktevielleser18                                 ---   131 Punkte Vucha                                         ---   151 Punkte Wermoeve                                 ---   17 Punkte widder1987                               ---   69 Punkte Wolly                                          ---   179 Punkte Yolande                                       --   171 Punkte

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  • LovelyBooks Romane-Challenge 2017: Die Challenge mit Niveau

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    LovelyBooks lädt im neuen Jahr wieder zu spannenden Challenges ein.Und auf euch warten tolle Gewinne.Die anspruchsvolle Gegenwartsliteratur ist 2017 wieder dabei!Liest du gerne Bücher mit Niveau?Dann ist diese Challenge genau das Richtige für dich.15 anspruchsvolle Romane möchten wir vom 01.01.2017 bis 31.12.2017 lesen.Es gelten Bücher - Gegenwartsliteratur -, die in diesem Zeitraum erscheinen (Ersterscheinungen) und an diesem Beitrag angehängt sind.Auch Neuauflagen – 2017 erschienen - von Klassikern.Die Regeln: Melde dich mit einem kurzen Beitrag hier im Thread an. Einstig ist jederzeit möglich. Und du kannst dich jederzeit wieder abmelden. Du verpflichtest dich zu nichts. Schreibe bitte zu jedem Buch, das du für die Challenge gelesen hast, eine Rezension bei LovelyBooks, und verlinke diese in einem einzigen Beitrag in diesem Thread. Dieser Beitrag, wird von mir unter dem entsprechenden User-Namen in der Teilnehmerliste verlinkt. Das wird dein Sammelbeitrag für deine Rezensionen sein. Es gelten nur Bücher, die an diesem Beitrag angehängt sind! Bitte beachten: Die Liste der Bücher erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Nimmst du die Herausforderung an? Unter allen Teilnehmern, die es schaffen, 15 Romane mit Niveau bis zum 31.12.2017 zu lesen und zu rezensieren, wird ein tolles Buchpaket verlost.Natürlich mit den passenden Büchern zum Thema. Ich freue mich auf viele Anmeldungen! Teilnehmer: AgnesM aljufa Ancareenanneschuessler anushka Arietta ArizonaAspasia ban-aislingeachbanditsandra Barbara62 blaues-herzblatt BookfantasyXY bookgirl Buchina Buchraettinc_awards_ya_sin CaroasCaro_LesemausCornelia_Ruoff Corsicana Curin cyrana czytelniczka73 dia78 DieBerta Dionemma_vandertheque erinrosewell Federfee Flocke86 Fornika Frau_J_von_T Gela_HK Ginevra Gruenentegst Gwendolina hannelore259 imitas Insider2199 Isaopera jenvo82 JoBerlin kalestraKatharina99 katrin297Katze21 krimielse lesebiene27 leselea LibriHolly maria1 Maritzel marpije Mercado Miamou Mira20 miro76  miss_mesmerized moni_lovesMotte_muqqel Nane_M naninka Nilonce-upon-a-time parden Petris Pocci Sandra_Halbesar89 schokoloko29 serendipity3012 SikalSimi159 sofie solveig SorR StefanieFreigericht Sumsi1990 suppenfee Susibelle TanyBee Tinchen07 TochterAliceulrikerabe vielleser18 Weltensucher Xirxe xlxn Yolande

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    • 1785
  • Auch für "Nicht-Sci-Fi-Fans" geeignet

    Der Krieg der Welten

    Yolande

    17. June 2017 um 17:14

    Herbert George Wells (meist abgekürzt H.G. Wells) wurde am 21. September 1866 in Bromley in der Nähe von London geboren. Er war ein englischer Schriftsteller und Pionier der Science-Fiction-Literatur. Wells ist in Deutschland vor allem für seine Science-Fiction-Bücher bekannt, hat aber auch zahlreiche realistische Romane verfasst, die im englischen Sprachraum nach wie vor populär sind. H.G.Wells starb am 13. August 1946 in London.(Quelle: Wikipedia)Der Krieg der Welten (engl. Originaltitel: The War of the Worlds) ist eines der bekanntesten und bedeutendsten Werke von H.G. Wells. Das Buch wurde 1898 veröffentlicht, es folgten mehrere Auflagen. Die deutsche Übersetzung von Gottlieb August Crüwell erschien 1901.Berühmt wurde "Der Krieg der Welten" als Hörspiel im Jahr 1938 am Vorabend von Halloween, als einige Zuhörer dachten, die erzählte Geschichte sei eine wahre Reportage und daraufhin eine Massenpanik in Teilen der Staaten New York und New Jersey ausbrach. In der Geschichte greifen Marsianer in dreibeinigen Kampfmaschinen das Vereinigte Königreich an, um von hier aus die rohstoff- und wasserreiche Erde zu erobern. Das irdische Militär ist den außerirdischen Invasoren hoffnungslos unterlegen und muss bei der Zerstörung der Städte zusehen. Erst die Bakterien der Erde können die Marsianer durch deren nicht angepasstes Immunsystem besiegen."Der Krieg der Welten" war als Satire auf die Kolonialpolitik des Empires angelegt und vertauschte hierzu die Rollen von Eroberern und Opfern zu Ungunsten der Briten. Ein zusätzlich böser Seitenhieb war die Tatsache, dass die primitivsten damals bekannten Lebensformen das britische Weltreich retteten.(Quelle: Wikipedia)Ich habe das Buch in der sehr guten Neuübersetzung von Lutz-W. Wolff gelesen und war positiv überrascht, dass ein Roman, der vor über 100 Jahren veröffentlicht wurde, in seiner Erzählweise so modern sein kann. Die Geschichte ist wie ein Bericht abgefasst, in dem der Erzähler die Geschehnisse aus seiner Sicht schildert. Diese Perspektive wechselt nur kurz zum Ende des ersten Teils. Dort werden die Erlebnisse des Bruders des Erzählers geschildert. Immer wieder vergleicht der Erzähler, der übrigens niemals namentlich erwähnt wird, den Angriff der Marsianer mit der Überheblichkeit der Menschheit gegenüber vermeintlich minderwertigen Lebewesen wie Eingeborene, Tiere usw.Mir hat das Buch gut gefallen, wenn es auch mitunter ermüdend war, dass der Erzähler wirklich jede kleinste Ortschaft, die er bei seiner Flucht durchquerte, mit seinem Namen bezeichnete. Ohne Ortskenntnisse war das eigentlich überflüssig. Hier wäre eine Karte vielleicht hilfreich gewesen.Ansonsten ist das Buch nach meiner Sicht ein wirklich "moderner" Klassiker der sich sehr gut lesen lässt und auch für "Nicht-Science-Fiction-Fans" höchst unterhaltsam ist.

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  • Zeitloser Klassiker um den plötzlichen Besuch vom Mars

    Der Krieg der Welten

    vanessabln

    15. June 2017 um 14:33

    "Der Krieg der Welten" ist wohl vielen ein Begriff - das Original von 1898 zu lesen ist daher aufschlussreich. H.G. Wells schildert darin, wie plötzlich ein seltsames Objekt in einer Grube landet, in dem sich Wesen vom Mars befinden. Die englische Bevölkerung nimmt das Ereignis neugierig, aber auch gelassen auf. Schließlich weiß sie (noch) nicht, was ihr blüht, und auch die Nachrichten verbreiten sich noch nicht so schnell wie heute. Der (manchmal leider) etwas nüchterne Erzähler berichtet von seinen bereits zurückliegenden Erlebnissen (und den seines Bruders), denn er hat die Marsianer als einer der ersten gesichtet und später noch einiges mit ihnen erlebt. Denn deren Mission stellt sich als keineswegs friedlich heraus.Der Roman kam mir ausgereifter vor als die zuvor erschienene "Zeitreise" von Wells und ausführlicher, obwohl auch hier noch einige Fragen bestehen bleiben. Interessant ist das Buch vor allem als frühe Idee des Lebens auf einem anderen Planeten, wie diese Wesen aussehen und was sie (mit welchen fortschrittlichen Gerätschaften) vorhaben könnten. Es ist kein Spannungsroman (vor allem verglichen mit heutigen Büchern), obwohl es spannende und sogar schockierende Stellen gibt. Interessant ist immer wieder, wie die Menschen auf die Ereignisse reagieren, wobei der Erzähler eher zu den Vorbildlichen gehört. Durchhänger ergeben sich vor allem aus den vielen Ortserwähnungen. Insgesamt stimmt das Buch nachdenklich, zumal Wells wieder gesellschafts- bzw. menschenkritische Töne hören bzw. lesen lässt. Hier geht es u. a. auch um Vergleiche, wen oder was der Mensch ganz selbstverständlich unterjocht. Interessant sind auch die Schilderungen einer Massenpanik, die Reaktion eines Pfarrers auf die Invasion sowie (weitere) Beispiele für kopfloses bzw. vernünftiges Handeln in der Not. Somit ist "Der Krieg der Welten" einfach zeitlos und es fällt einem überhaupt nicht auf, wie viel Zeit seit seiner Entstehung vergangen ist - wenn nicht gerade Pferdekutschen erwähnt werden. Die nachdenkliche Frage "Was wäre wenn?" setzt sich beim Lesen im Kopf fest, so dass der Roman noch nachwirkt.Die Neuübersetzung von Lutz-W. Wolff lässt sich gut lesen und auch mit den Anmerkungen und Nachwort im Taschenbuch von dtv war ich sehr zufrieden.

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  • Invasion vom Mars

    Der Krieg der Welten

    miro76

    09. June 2017 um 22:10

    1898 hat H. G. Wells sich vorgestellt, dass feindlich gesinnte Außerirdische die Erde überrennen. Die Menschen waren damals noch in Pferdekutschen und auf Fahrrädern unterwegs. Ihr Militär und ihre Waffen konnten der technologischen Überlegenheit nichts entgegensetzen.Der Umgang der Menschen mit der Landung vom Mars ist interessant dargestellt. Anfangs kommen alle und bestaunen neugierig die gelandete Kapsel. Dann wird sie ignoriert, weil sich erst mal nichts tut. Als dann klar wird, dass uns die Marsianer nicht freundlich gesinnt sind, passiert auch noch nicht viel. Die Menschen verlassen sich auf das Militär und leben ihren Alltag weiter. Erst als das Militär kläglich scheitert, kommt es zur Massenpanik. Jeder ist sich selbst der nächste und menschliche Werte sind plötzlich nicht mehr so wichtig. Es ist vorstellbar, dass so etwas heute ganz ähnlich ablaufen würde. Die Menschen lassen sich nicht so leicht aus ihrer Routine bringen. Erst wenn es nicht mehr anders geht, wird gehandelt und dann wird Nächstenliebe zu einem Fremdwort. Der Erzähler, ein philosophischer Journalist, ist ein beherzter junger Mann. Seine Flucht vor den Marsianern zeichnet sich durch überlegtes Handeln und Mut aus. Seine Neugierde lässt ihn einiges erfahren über diese so andersartigen Ankömmlinge und er schildert uns seine Erlebnisse fast emotionslos in einem berichtenden Stil. Ich empfand das als sehr angenehm zu lesen.Ich war generell überrascht, wie spannend und leicht zu lesen dieser Klassiker ist. Das mag allerdings auch an der Neuübersetzung von Lutz W. Wolf liegen, die dieses Jahr aufgelegt wurde. Ich fand das Buch sehr anregend. Vor allem die Gedanken, die sich der junge Mann über die Menschheit und ihrem Rang als Herren der Schöpfung macht sind absolut zeitlos. Der kritische Blick auf die Religion war auch interessant und findet sich an mehreren Stellen im Buch. Überrascht und begeistert hat mich auch die Vorstellkraft des Autors. Zu einer Zeit, wo der technischer Fortschritt noch in den Kinderschuhen steckte, hat sich Wells Maschinen und Waffen ausgedacht, die auch für unser heutiges Empfinden als spannende Fiktion funktionieren. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich empfehlen es allen, die sich auf Science-Fiction einlassen können. Man muss kein SF Fan sein, um das Buch zu mögen, denn es bietet eine Menge interessanter Anschauungen und Gedankenanstösse. Das Buch ist spannend und kurzweilig und wirkt gar nicht so klassisch!

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  • Ein nüchternes Gedankenspiel um eine feindliche Invasion vom Mars

    Der Krieg der Welten

    Federfee

    07. June 2017 um 15:17

    Dass der Mensch mit seinem Lebensraum Erde nicht im Mittelpunkt des Universums steht, wissen wir, auch wenn wir uns dennoch meist so fühlen. Auf dieser Grundlage hat H.G. Wells schon 1898 – also zur Zeit, wo noch Pferdekutschen fuhren – ein Gedankenexperiment durchgespielt: Was wäre, wenn … wenn Lebewesen vom Mars tatsächlich auf der Erde landen würden. Wie sehen sie aus? Was haben sie vor? Könnten wir uns mit ihnen friedlich verständigen?Der Ich-Erzähler ist ein gebildeter, naturwissenschaftlich interessierter 'philosophischer Schriftsteller', der sehr genau beobachtet, wie sich die anfängliche Gleichgültigkeit der Menschen nach der Landung eines Raumschiffes vom Mars in Panik verwandelt, als erkennbar wird, dass die Marsianer in feindlicher Absicht gekommen sind und eine Spur der Zerstörung und Verwüstung auf ihrem Weg nach London hinter sich lassen. Das herbei gerufene Militär vermag nichts auszurichten.Als dann die große Flucht einsetzt, zeigt sich, wie schnell die menschliche Ordnung in die Brüche geht und in Panik und Eigensucht umschlägt. Jeder ist sich selbst auf der Flucht der nächste, Anarchie bricht aus. Wenn es ans 'Eingemachte' geht, um Essen und Wasser, brechen soziale Werte schnell weg und es gilt das nackte Überleben. Aber auch das wird seltsam distanziert und nüchtern erzählt."Der Körper des Gemeinwesens wurde ausgehöhlt, schmolz dahin und ergab sich einer raschen Verflüssigung." (dtv 133)Die Perspektive, die der Ich-Erzähler einnimmt, ist sehr distanziert, sehr nüchtern beobachtend und reflektiert, selbst bei den allergruseligsten Szenen. Er macht sich allerlei philosophische Gedanken über den Menschen und dessen eitle Überheblichkeit, sich für die Krone der Schöpfung zu halten."Ehe wir sie verurteilen, sollten wir uns daran erinnern, wie rücksichtslos unsere eigene Spezies nicht nur Tiere wie z.B. den Bison oder den Dodo, sondern auch unterlegene Teile der menschlichen Rasse ausgelöscht hat. Sind wir solche Apostel der Gnade, dass wir uns beschweren dürften, wenn die Marsbewohner im gleichen Geist gegen uns Krieg führen würden?" (dtv 16)Er beobachtet und beschreibt die Marsianer ganz genau, als 'ganz Gehirn, erhaben über Gefühle und Stimmungen, die von der Verdauung oder der Sexualität herrühren'. Was man im ersten Moment als positive Entwicklung betrachten könnte, scheint aber die Menschlichkeit zu minimieren oder ganz verschwinden zu lassen."Ohne den Körper wurde das Gehirn am Ende eine immer egoistischere Intelligenz ohne das emotionale Substrat eines menschlichen Wesens."Eine erschreckende Aussage, eine erschreckende Sicht auch in unsere Zukunft, Stichwort 'künstliche Intelligenz'.Wer hier ein spannendes Katastrophenszenario erwartet, hat das falsche Buch gewählt. Es ist eher so, dass der Autor gesellschaftskritische Gedanken oder eine Theorie einer Untergrundgesellschaft hineinpackt und über die schrecklichen Geschehnisse sehr unterkühlt und fragmentarisch berichtet. Für die damalige Zeit hat er aber eine erstaunliche Weitsicht und Einsicht und vieles davon ist noch heute gültig und des Nachdenkens wert.Falls jemand weder Buch noch eine der Verfilmungen kennt, will ich nicht verraten, wie/ob die Marsianer am Ende besiegt werden."Wir wissen jetzt, dass wir unseren Planeten nicht länger als umgrenzten und sicheren Lebensraum für den Menschen betrachten können." (dtv 257)

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  • Leserunde zu "Der Krieg der Welten" von H. G. Wells

    Der Krieg der Welten

    Apfelgruen

    Herzlich willkommen zur aktuellen Leserunde der Gruppe "Wir lesen Klassiker der Weltliteratur". Im Juni lesen wir zusammen "Der Krieg der Welten" von H.G. Wells.Über den Autor:H.G.Wells wurde 1866 in Bromley bei London geboren. Er studierte Naturwissenschaften und war Mitbegründer der Royal College of Science Association. Nach einer Lungenblutung, die ihn zu ausschließlich sitzender Tätigkeit zwang, widmete er sich vermehrt dem Schreiben – sowohl wissenschaftlicher wie fiktiver Werke. Wells war einer der ersten, der Phänomene wie Zeitreisen und die Invasion der Erde durch Wesen aus dem All in die Literatur einführte und so die Entwicklung der Science-fiction-Literatur entscheidend mitprägte. H.G.Wells starb 1946 in London.Die Leserunde beginnt am 1. Juni und wir freuen uns über jeden, der mit uns liest!

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    Kopf-Kino

    22. May 2017 um 17:01
    Federfee schreibt Ich lese mit, Ausgabe Neuübersetzung 2017 von Lutz-W. Wolff, dtv

    Diese Ausgabe kaufte ich mir heute ebenfalls. :)

  • Nicht mehr zeitgemäß

    Der Krieg der Welten

    mondy

    13. April 2017 um 08:09

    Aus dem Englischen von G.A. Crüwell und Claudia Schmölders (Ausgabe Diogenes)Meine MeinungLeider muss ich mich den eher enttäuschten Meinungen hier anschließen. Ich habe mich schon lange nicht mehr so gelangweilt, dabei hatte ich mich sehr auf das Lesen gefreut. Ich fand und finde es nach wie vor sehr interessant, dass das Buch schon Ende des 19. Jahrhunderts geschrieben wurde. Umso gespannter war ich auf die Beschreibung der Marsianer, welche mich auch durchaus überzeugte. Den Außerirdischen haftet nichts Menschliches an, ihre Werkzeuge und Maschinen sind sehr futuristisch und ihre vielfältigen Tötungsmechanismen erbarmungslos. Eigentlich eine gute Grundlage.Doch dann ergeht sich der Autor in ewig anmutenden Lagebeschreibungen. Welches Dorf wird wann von welcher Seite angegriffen und aus welcher Himmelsrichtung wird die Gegenoffensive gestartet? Wie heißt der Hügel, der am zweiten Tag erstürmt wird, wie sieht er aus, in welcher Lage befindet er sich und wie weit ist es von dort aus nach London? Welches Haus in welchem Dorf wird wie beschädigt? All das und noch viel mehr erfährt der Leser bis ins kleinste Detail beschrieben. Das mag für einen Kriegsbericht relevant sein und steigert sicherlich den Realismus innerhalb der Geschichte, für mich als Leser, der sich noch dazu in London und Umgebung nicht auskennt, war es nur eines: ermüdend! Hinzu kommt noch, dass der Erzähler, der sich mitten im Geschehen befand, über alles berichtet, als wäre er ein unbeteiligter Spaziergänger gewesen, der alles aus weiter Ferne beobachtet hat. Man muss dazu wissen, dass der Erzähler die Geschichte aufschreibt, nachdem alles vorbei ist und einige Zeit vergangen. Insofern kann ich die distanzierte Schreibweise nachvollziehen, allerdings konnte sie mich nicht packen. Ich möchte H.G. Wells sein Können nicht absprechen, zu seiner Zeit war dieses Buch sicher erstaunlich, futuristisch und sensationell neu. Für mich als Leserin im 21. Jahrhundert (die eigentlich ganz gerne Klassiker liest) war das Lesen einfach nur beschwerlich und unbefriedigend.

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  • Ein spannender SF-Klassiker nicht nur für Fans des Genre

    Der Krieg der Welten

    Buchraettin

    13. February 2017 um 09:05

    Ende des 19. Jahrhunderts in England beobachten Astronomen eine Art Explosion auf unserem Nachbarplaneten, dem Mars. Was zu dieser Zeit niemand wissen kann, nicht nur sie beobachten- es gibt Wesen, die auch die Erde genau im Blick haben und sie haben ein Ziel, das sie verfolgen. Ich fand den Stil sehr gut zu lesen, ich nenne es mal sehr modern. Ich kenne bisher keine frühere Übersetzung der Werke des Autors, so dass ich dahingehend keine Vergleiche ziehen kann zu dieser Neuübersetzung.  Die Geschichte an sich wird aus Sicht des Ich- Erzählers erzählt. Er tritt wie eine Art Augenzeuge auf, er berichtet über das was er sieht, miterlebt oder aus Zeitungen erfährt. Was denkt die restliche Welt über die Invasion- das bleibt hier vollkommen offen und der Fantasie des Lesers überlassen. Im Laufe der Geschichte erzählt er von seinem Bruder, der auf sich auf die Suche nach ihm und seiner Frau macht, aber auch hier berichtet der Erzähler aus der Ich- Perspektive, als ob der Bruder ihm die Geschehnisse erzählt hat, so kam es mir beim Lesen vor. Ich fand sehr spannend und fesselnd zu lesen. Die astromischen Details sind der damaligen Zeit angepasst und heutzutage wissen wir natürlich viel mehr über den Mars, aber dennoch hat es etwas, was mich als Leser wirklich gefangen nimmt. Es macht ja auch nachdenklich, denn muss ja niemand vom Mars kommen, wer weiß, wer uns, die Menschheit da draußen in dieses Weiten des Weltalls beobachtet? Am Ende der Geschichte findet der Leser noch einen Anhang. Es wird der Inhalt noch einmal ein wenig analysiert, über den Schauplatz gesprochen, an dem der Autor die Geschichte spielen lässt. Hieran anschließen sich Anmerkungen und Erklärungen zum Text. Mir persönlich hat die sich nun anschließende „Zeittafel“ gefallen. Es ist ein ausführlicher Text über das Leben von H. G. Wells mit seinen literarischen Werken und einer Art Lebenslauf.  Ein spannender SF-Klassiker nicht nur für Fans des Genre. Toll auch als Einstieg in die SF und einfach spannend zu lesen. Macht nachdenklich- was wäre, wenn da wirklich mal jemand zu Besuch kommt?

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  • Spannender Klassiker

    Der Krieg der Welten

    Nooki

    07. February 2017 um 13:20

    Das Buch " Krieg der Welten" von H.G. Wells hat zu Recht seinen Kultstatus. Vor über Hundert Jahren geschrieben ist es dennoch immer noch aktuell im Bezug auf die Reaktion der Menschen auf plötzlich auftretende Extremsituationen. Zuerst Neugier, dann Angriff und Panik. Aber auch die Gesellschaftskritik ist, leider, immer noch hoch aktuell. Jede größere Macht versucht die kleiner Macht zu unterdrücken, auszurotten, zu verdrängen. Aber irgendwann gerät auch die größte Macht ins stocken und zwar durch meist sehr kleine und zuvor nicht bedachte Dinge, wie zum Beispiel Krankheiten. Zunächst irritierend war für mich der Schreibstil als mehr oder weniger neutraler Bericht über die Vorkommnisse aus Sicht des Protagonisten. Dennoch werden die Ereignisse sehr genau beschrieben und erhalten dadurch eine große Authentizität. Auch die Emotionen und Erlebnisse sind nachvollziehbar und erlebbar.

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  • Schon aus nostalgischen Grünen super und 5 Sterne ;)

    Der Krieg der Welten

    ritzelmeierbabette

    22. November 2016 um 15:26

    Schon aus nostalgischen Grünen super und 5 Sterne ;)

  • Angriff der Marsmenschen - die Erde in Gefahr!

    Der Krieg der Welten

    Draco_Tenebris

    Eigentlich ist es ja nur ein Roman –ein Roman, welcher am 30. Oktober 1938 von Orson Welles zu einem Hörspiel umfunktioniert wurde und so echt wirkte, so dass Dutzende Menschen glaubten das tatsächlich Marsmenschen auf die Erde gekommen wären, um sie alle zu vernichten. Beim Lesen des Romans ist mir klar geworden, warum die Menschen im Jahre 1938 so reagiert hatten. Denn: die Vorstellung, dass eines Tages Marsianer die Erde überfallen würden um unseren Heimatplaneten für sich zu beanspruchen und die Menschheit zu vernichten, ist wirklich sehr, sehr beängstigend gewesen. Dennoch hatte diese Geschichte schon immer eine faszinierende Wirkung auf mich und da ich ohnehin ein großer Fan von Science-Fiction-Filmen und –Romanen bin, musste ich es einfach lesen. Zudem habe ich mich bereits mit H.G. Wells beschäftigt und muss sagen, dass auch der Autor mich fasziniert hat. Dieses Buch ist so gut geschrieben so dass man das Gefühl hat, mitten im Geschehen zu sein. Die Bilder von den flüchtenden Menschen, welche sich vor den sogenannten dreibeinigen Raumschiffen (im englischen „Tripods“ genannt), die von den Marsianern gesteuert werden und die sich mit diesem markanten, unheimlichen Ton ankündigen, hat man dabei immer im Kopf. Der gesamte Roman wird aus der Sicht einer männlichen Person erzählt, die sich von Beginn der Geschichte an durch seine Heimatstadt kämpft um vor den Marsianern flüchtet und möglicherweise zu überleben versucht. Natürlich bemerkt man nicht sofort das ganze Ausmaß an dem Horror, der erst später sichtlich wird, den die Marsianer anrichten – aber es wird im Laufe des Romans immer mehr und mehr und blutiger und schrecklicher. Trotzdem konnte ich einfach nicht aufhören zu lesen! Obwohl ich die Geschichte schon mehrfach in diversen Filmen und Dokus gehört hatte, hat sie mir dennoch Gänsehaut beschert. Man braucht ernsthaft starke Nerven, denn die Vorstellungskraft ist oft mächtiger, als man denkt. Und H.G. Wells hat es hier wirklich geschafft, mich zu begeistern, zu erschrecken und zu erschauern. Aber das hält mich nicht davon ab, mehr Bücher von ihm zu lesen – und mit dem Hörspiel dazu will ich mich auch noch auseinander setzen. Ich bin gespannt auf mehr Geschichten aus der faszinierenden Welt von H.G. Wells!

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    Arun

    07. March 2015 um 20:58
  • Ein Meilenstein der Science-Fiction

    Der Krieg der Welten

    Stefan83

    18. January 2013 um 15:10

    H. G. Wells im Jahre 1898 erschienener Roman „Krieg der Welten“ gilt nicht nur als Meilenstein der Science-Fiction-Literatur, sondern auch als erste konsequent ausgearbeitete Geschichte über eine Invasion extraterristrischer Wesen auf der Erde – ein Thema, welches bis heute in Buch wie Film unzählige Vertreter und Variationen gefunden hat und immer wieder zu neuen Spekulationen Anlass gibt. Inspiriert von den Karten des Astronomen Percival Lovell, griff Wells eine Urangst des Menschen auf, die vierzig Jahre später sogar zu einer Massenpanik an der amerikanischen Ostküste führen sollte, als die „American Broadcasting Corporation“ am Abend des 30. Oktobers 1938 eine Hörspielfassung des Regisseurs Orson Welles ausstrahlte. Nicht zuletzt aufgrund solcher Auswirkungen ist „Krieg der Welten“ eines der bekanntesten und bedeutendsten Werke des so vielseitigen Autors Wells. Die Handlung sei an dieser Stelle kurz angerissen: England, kurz vor der Jahrhundertwende. Astronomen und Hobby-Sterngucker beobachten seltsame Phänomene auf dem Mars. Weißglühendes Gas bricht in ungeheuren Mengen aus, schießt mit rasender Geschwindigkeit auf die Erde zu. Einige Zeit später schlägt schließlich ein metallener Zylinder auf der Gemeindewiese nahe dem Londoner Vorort Woking ein. Schaulustige versammeln sich um das seltsame Gefährt, in dessen Innerem rege Betriebsamkeit zu herrschen scheint. Als sich der Zylinder schließlich öffnet, entsteigen ihm seltsame Gestalten – Marsmenschen. Die trägen Wesen wirken ungefährlich, doch als sicheine Abordnung mit weißer Fahne nähert, werden diese mithilfe eines unbekannten Hitzestrahls binnen Sekunden vernichtet. Das Militär, welches kurz darauf eintrifft, um die Bedrohung auszuschalten, hat ebenfalls keinerlei Chance gegen die Waffen der Invasoren. Nachdem ein zweiter Zylinder eingeschlagen ist, beginnen die Marsianer mit ihrer Offensive. In riesigen dreibeinigen Maschinen marschieren sie unaufhaltsam gen London. Und plötzlich befindet sich das gesamte englische Empire in einem aussichtslosen Krieg, der die Menschen zu Verfolgten und Flüchtigen macht … Nimmt man Wells Klassiker heute zur Hand, fällt einem sogleich die Sprache auf, welche, im Gegensatz zu vielen seiner zeitgenössischen Kollegen, keinerlei Staub angesetzt hat und sich auch nicht in altertümlich wirkenden Formulierungen verliert. Das liegt in erster Linie am Erzählstil, der, einer Berichterstattung gleich, rückblickend von den Ereignissen des Krieges berichtet und der fiktiven Geschichte einen dokumentarischen, und damit glaubhaften Charakter verleiht. Trotz des wissenschaftliche Tons, den Wells mit Fakten und Theorien seiner Zeit äußerst autoritär untermauert, fühlt sich der Leser mittendrin im Geschehen, da uns der Autor stets Zugang zu den Empfindungen und Erfahrungen des Erzählers lässt. Und diese werden, besonders für damalige Verhältnisse, äußerst plastisch und vor allem drastisch, geschildert. Nach einem noch recht nachdenklichen und poetischen Beginn wird der Leser direkt in die Feuer eines gänzlich ungleichen Krieges geworfen. Von jetzt auf gleich ist der überlegene Mensch zur gejagten Beute geworden, wird die Idylle des ländlichen Englands zu einer verwüsteten Ebene und die Millionenstadt London zu einem brennenden Trümmerhafen. Neben seiner sprachlichen Brillanz künden diese Bilder auch von Wells' visionärem Geist, beschreibt er hier doch beinahe exakt die Verheerungen der beiden späteren, realen Weltkriege. Einfach, verständlich und doch prägnant und eindringlich, versteht es Wells mit dem richtigen Wort die richtige Stimmung zu erzeugen, die Handlung dem Leser zugänglich zu machen. Mit feiner Hand skizziert er die Reaktionen der Menschen auf die Invasion, deren starrköpfiger Hochmut bald egoistischer Panik weicht. So abstrakt das Szenario ist – Wells nutzt genau dieses für seine Gesellschaftskritik. Unbarmherzig stößt er die Menschheit, welche den Waffen der Marsmenschen nichts entgegenzusetzen hat und zu tausenden in Hitzestrahlen sowie tödlichen Gaswolken jämmerlich verreckt, vom Thron. Selbst der Stolz des Empire, die britische Flotte, versagt im Angesicht der Feinde. Ehemals prächtige Schlachtschiffe werden in der Verzweiflung sogar für Kamikaze-Angriffe verwendet. Der damals selbstverständlichen Vorstellung vom Menschen als Krone der Evolution wird durch Wells Geschichte gänzlich der Boden entzogen, (Achtung, Spoiler!) sind es am Ende doch ausgerechnet die kleinsten Lebewesen, die für den Fall der feindlichen Invasoren sorgen. „Krieg der Welten“, auf dem Höhepunkt des imperialistischen Zeitalters entstanden, zeigt, dass der überhebliche weiße Bürger des mächtigsten Reiches der Erde sich seiner Überlegenheit nicht zu sicher sein sollte – und nicht sicher sein kann. (Am Schluss wird gar eine mögliche Rückkehr der Marschmenschen in Aussicht gestellt: „Und wer kann wissen, ob die Vernichtung der Marsleute nicht nur einen kurzen Aufschub bedeutet? Vielleicht gehört ihnen und nicht uns die Zukunft.“) Der unbarmherzige Feldzug der Marsmenschen gegen die Menschen ist Wells' Art, seinen Landsleuten den Spiegel, und damit ihre Fehler, vors Gesicht zu halten. Er weist auf die Gefahren des falschen Stolzes hin und lässt uns schließlich auch den Umgang mit den vermeintlich Schwächeren überdenken. Eine zeitlose Botschaft, die diesem spannenden und oft auch sehr berührenden Buch, Nachhaltigkeit verleiht und es letztlich über viele andere Titel des Genres erhebt. Daher gilt für jeden, der sich ernsthaft mit der Science-Fiction-Literatur auseinandersetzen will: An „Krieg der Welten“ von H. G. Wells führt kein Weg vorbei. Auch mehr als ein Jahrhundert nach seiner Veröffentlichung hat dieses Werk nichts von seiner Faszination verloren.

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