Die Zeitmaschine

von H. G. Wells 
4,2 Sterne bei337 Bewertungen
Die Zeitmaschine
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (269):
eulenauges avatar

Was eine GRANDIOSE Dystopie! sehr gesellschaftskritisch und beinahe so gut wie 1984. Beängstigend aktuell, obwohl es 1895 geschrieben wurde

Kritisch (6):
TraumTantes avatar

Guter Schreibstil, aber wirklich raushauen konnte er es nicht. Einfach zu langatmig. Keine Wörtliche Rede, nur aus der Erzählperspektive.

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Inhaltsangabe zu "Die Zeitmaschine"

Ungläubig staunen die Gäste des genialen Tüftlers über das, was er ihnen berichtet: Mit einer Zeitmaschine sei er achthunderttausend Jahre in die Zukunft gereist. Und dann erzählt er vom Leben zweier Gattungen dort, den kindlichen Eloi und den garstigen Morlocks, die unter der Erde hausen, unterdrückt vom Herrenvolk oben im Grünen. Oder ist es gar nicht so, sondern ganz anders? Fieberhaft lauscht der Besuch, während der Zeitreisende die ganze Wahrheit enthüllt. Mit H. G. Wells’ 'Zeitmaschine' reist der Leser in eine fantastische Utopie von der Zukunft der Menschheit.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783730604755
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:160 Seiten
Verlag:Anaconda Verlag
Erscheinungsdatum:31.01.2017
Das aktuelle Hörbuch ist am 15.03.2007 bei Patmos erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    la_vies avatar
    la_vievor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Spannende und kritikreiche Zukunftsvision.
    Die Zukunft der Menschheit

    Ein absoluter Klassiker, den wohl jeder mal gelesen haben sollte. H. G. Wells Zukunftsvision für die Menschheit.

    Der Zeitreisende zeigt seinem engsten Freundeskreis seine neueste Erfindung. Seine Zeitmaschine. Mit einem kleinen Modell führt er seinen Freunden vor, dass Zeitreisen prinzipiell möglich sind. Mit Hilfe eines großen Modells begibt er sich selbst auf eine Zeitreise weit in die Zukunft. Dort trifft er auf einen sanftmütigen Stamm von Menschen, die sich ausschließlich von Früchten ernähren und die in einer absolut friedlichen und harmonischen Gesellschaft leben. So scheint es zumindest auf den ersten Blick. Denn die etwas dümmlich wirkenden Menschen an der Oberfläche werden von einem Stamm von intelligenteren Menschen der Unterwelt gejagt wie Vieh.  Nachdem dem Zeitreisenden in der Zukunft die Zeitmaschine geklaut wird, verbringt er einige Tage mit den Menschen der Oberfläche und verliebt sich dabei sogar. Als die Menschen der Unterwelt ihm aber zu gefährlich werden, stiehlt er sich seine Zeitmschine zurück und fährt – anders als geplant – weiter in die Zukunft. Dort erlebt er nicht nur, dass die Menschheit irgendwann ihr Ende finden wird, sondern die komplette Erde, er sieht der Sonne beim Sterben zu und beobachtet die letzten hartnäckigen Lebensformen. Nach seiner Rückkehr nach Hause erzählt er seinen Freunden von seinen Erlebnissen und wappnet sich direkt im Anschluss für seine zweite Fahrt in die Zukunft, von der er nie wieder zurückkehrt.

    Im Großen und Ganzen hat mir die Geschichte durchaus gut gefallen. Was mich allerdings am Erzählstil stört, ist, dass H. G. Wells sein Pulver viel zu schnell verschießt. Einige Szenen hätte er viel mehr auskosten und ausschmücken können, allerdings legte er anscheinend Wert auf eine klare und schnörkelfreie Erzählweise, die fast schon mehr einem Bericht als einer Erzählung gleicht. Ansonsten fand ich seine Vision für die Zukunft der Menschheit und der Erde sehr spannend. Er spielt die Möglichkeit durch, dass es irgendwann einmal eine Menschheit geben kann, die ohne Kriege, Konflikte und Gewalt lebt, ohne Wettkampf und Eifersucht. Eine Gesellschaft, in der jeder gleich ist, wo sich sogar Geschlechter äußerlich evolutionär bedingt aneinander anpassen, weil die Unterschiede, die zu Zeiten der Urmenschen von großer Bedeutung waren, inzwischen überflüssig sind. Diese Gesellschaft leidet allerdings darunter, dass gerade Kriege, Konflikte und kulturelle Unterschiede das sind, was die menschliche Intelligenz fördern und fordern. Ohne Konflikte und ohne Probleme gibt es keine Notwendigkeit für Intelligenz mehr, denn das Leben ist so einfach, dass es keinen Anspruch mehr hat. Eine eindeutige Kritik an einer überidealisierten Gesellschaft. Im Vergleich dazu skizziert H. G. Wells eine Gesellschaftsform, die weiterhin um ihr Überleben kämpfen muss und sich durch Technik und Jagd einen notwendigen Rest an Intelligenz bewahrt, um über die dümmlichen, friedlichen Menschen triumphieren zu können. Zudem geht er auch darauf ein, was mit der Erde geschieht, wenn die ersten  Planeten in die Sonne stürzen und diese aber gleichzeitig über viele Milliarden Jahre ihr Leben aushaucht und die Erde zu einem unwirtlichen Ort wird. 

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    tigggers avatar
    tigggervor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Geschichte und Schreibstil sind toll! Auch für Leser, die sonst kein SciFi lesen.
    Eine tolle Geschichte!

    Eigentlich bin ich keine SciFi Leserin, aber der Schreibstil und die Geschichte dieses Buches haben mich überzeugt. Diese Geschichte hatte für mich viele Farben und das fand ich interessant. Es war mal etwas ganz anderes. Es ist schon länger her, dass ich es gelesen habe und noch immer kann ich mich daran entsinnen. Für mich war damals schon klar, dass ich irgendwann ein weiteres Buch vom Vater des SciFi lesen werde.

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    Insider2199s avatar
    Insider2199vor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Bei diesem Buch bin ich froh, den Film zuerst gesehen zu haben! (***)
    Bei diesem Buch bin ich froh, den Film zuerst gesehen zu haben!

    Bei diesem Buch bin ich froh, den Film zuerst gesehen zu haben!

    Der 1866 in London geborene Autor studierte Physik, Chemie, Geologie, Astronomie und Biologie bevor er zum Pionier der Science-Fiktion-Literatur wurde. Neben diesem Roman, der 1895 erschien und mehrmals verfilmt wurde (ich kenne allerdings nur die erste Version von 1960 mit Rod Taylor, die spätere Version von 2002 mit Guy Pearce und Jeremy Irons werde ich noch nachholen), ist „Der Krieg der Welten“ (1898) ebenfalls sehr bekannt.

    Inhalt (Klappentext): Wer hat nicht schon einmal davon geträumt, durch die Zeit zu reisen? Angekommen im Jahr 802701 entdeckt unser Held zwischen den Ruinen Londons die Eloi, eine paradiesische Gemeinschaft. Als er in die Gegenwart zurückkehren will, ist seine Zeitmaschine verschwunden. Und die Anzeichen häufen sich, dass die Eloi nicht die einzigen Bewohner dieser wundersamen Welt sind.

    Meine Meinung: Was soll ich sagen? Den Film von 1960 fand ich sehr gut und dachte mir, es sei sicher sehr unterhaltsam, nun auch das Buch nachzulesen. Bzw. zu hören, denn ich habe mich für das knapp 4-stündige Hörbuch entschieden. Leider fand ich Schreibstil und HB-Sprecher nur mäßig ansprechend. Ich weiß nicht, ob ich bis zum Schluss durchgehalten hätte, wäre mir der Film nicht bekannt gewesen, dessen Bilder ich beim Hören ständig vor Augen hatte. Wenn man allerdings bedenkt, dass das Buch vor über 100 Jahren geschrieben wurde, kann man es allerdings auch nicht schlechter als durchschnittlich bewerten.

    Fazit: Bei diesem Buch bin ich froh, den Film zuerst gesehen zu haben! Leider konnten mich Schreibstil und HB-Sprecher nicht dazu bewegen, mehr als 3 Sterne dafür zu geben. Dennoch ein Klassiker, an dem man nicht vorbei kommt.

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    BlueSunsets avatar
    BlueSunsetvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein Klaasiker der Sci-Fi, den man unbedingt grlesen haben sollte! Diese Ausgabe enthält zudem noch viele zusätzliche Informationen.
    Völlig berechtigt ein Klassiker der Science-Fiction

    Langsam, aber sicher versuche ich mich durch die Klassiker der Science Fiction zu lesen und da darf natürlich auch „Die Zeitmaschine“ nicht fehlen – das Buch, das Zeitreise-Geschichten geprägt hat.

    Die Geschichte hat direkt von Anfang an etwas sehr Packendes, da der Erzähler des Buches selbst nur dem Zeitreisendem bei seinem Bericht zuhört. So entsteht eine weitere Spannung, da man die Ungeduld und die Überraschung des Erzählers selbst ebenso wahrnimmt. Zu Beginn wird die Handlung und die Reise minutiös beschrieben und der Autor nimmt sich Zeit, alles detailliert zu beschreiben. Seine Zukunftsvision sind dabei nicht nur originell und abenteuerlich, sondern er hinterlegt die Gesellschaft der Eloi auch mit menschlichen Zügen und erklärt, was genau in den vielen, vielen Jahren passiert ist.

    Zum Ende hin nimmt die Geschichte immer mehr an Fahrt auf, wortwörtlich, und leider für mich ein wenig zu schnell. Es wirkt alles ein wenig fahrig, ein wenig zusammengeschustert, auch wenn Wells‘ Beschreibungen auch weiterhin spannend zu verfolgen sind. Das Ende kam mir zwar viel zu abrupt, doch es hat auch einen gewissen Charme.

    Extras
    Was mir außerordentlich gut gefallen hat, sind die vielen Extras, die im Anhang enthalten sind. Dort ist nicht nur ein biographischer Text von Wells selbst, in dem er über seinen Werdegang berichtet, sondern auch eine tabellarische Übersicht über seine wichtigsten Meilensteine. Außerdem ist auch eine Art Glossar vorhanden, welches bestimmte Wörter und geschichtliche Hintergründe seitenweise erklärt.

    FAZIT
    H.G. Wells bekannter Roman gehört meines Erachtens auf jeden Fall gerechtfertigt zu den Klassikern der Science Fiction und sollte auf jeden Fall gelesen werden. Trotz der Fahrigkeit am Ende, bietet das Buch Originalität, eine spannende Zeitreise und ist in vielerlei Hinsicht lesenswert.

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    czytelniczka73s avatar
    czytelniczka73vor einem Jahr
    Die Mutter aller Zeitreisen

    "Mit dieser Maschine werde ich die Zeit erforschen.Verstehen sie ?In meinem ganzen Leben habe ich noch nichts so ernst gemeint"


    Inhalt:

    " Wer hat nicht schon einmal davon geträumt, durch die Zeit zu reisen? Angekommen im Jahr 802701 entdeckt unser Held zwischen den Ruinen Londons die Eloi, eine paradiesische Gemeinschaft. Als er in die Gegenwart zurückkehren will, ist seine Zeitmaschine verschwunden. Und die Anzeichen häufen sich, dass die Eloi nicht die einzigen Bewohner dieser wundersamen Welt sind."


    Meinung:

    "Die Zeitmaschine" ist wieder mal so ein Buch,das man irgendwie kennt,auch wenn man es nicht gelesen hat.Vor Jahren hab ich sogar zufällig eine Verfilmung gesehen,die leider nicht besonders gut war,deswegen bin ich auch froh,endlich das Original zu kennen.Überraschenderweise ist das Buch ziemlich dünn,bei so bekanntem Werk hab ich doch was dickeres erwartet Ikeine Ahnung warum).Und auch die Geschichte selbst ist ziemlich einfach gestrickt-ein Wissenschaftler,fasziniert von der Idee,dass die Zeit eine vierte Demension ist,baut eine Maschine die ihm ermöglicht in der Zeit zu reisen.Seine erste Reise führt ihn in das Jahr 802701(!!!!!!) und als echter Wissenschaftler versucht er die fremde Art zu erforschen.Anfangs ist er total begeistert von dem was er vorfindet,aber bald muss er leider feststellen,dass auch die glänzende Zukunft ihre Schattenseiten hat...

    Die Neuübersetzung ,die ich gelesen habe,ist sehr flüssig und angenehm zu lesen,man kann der Geschichte sehr gut folgen.Dabei ist die Charme der alten Sprache nicht verloren gegangen,von ersten Satz an merkt man,dass das ein altes Buch ist(was ich natürlich sehr gut fand).Sehr bildhaft erzählt,mit vielen detalierten Beschreibungen und ausführlichen Erklärungen.Sehr interessant fand ich die Überlegungen,wie zu so eine Entwicklung der Menschheit kommen konnte,da versteckt sich zwischen den Zeilen eine kleine Gesellschaftskritik.Mir hat die Geschichte gut gefallen,allerdings fand ich sie nicht ganz ausgereift,da geht viel Potential verloren.Die Erklärung dafür gibt der Autor selbst( und ich finde es total gut,dass in dieser Ausgabe viele zusätzlichen Informationen gibt) Im Nachwort erklärt H.G.Wells,dass "Die Zeitmaschine" anfangs keine eigenständige Geschichte sein sollte,sondern ein Entwurf für einen längeren Roman (der leider nicht geschrieben wurde).Das erklärt so einiges...Aber die Grundidee ist natürlich genial und wenn man überdenkt,dass dieses Buch schon 1895 erschienen ist,kann man den Einfallsreichtum des Autors nur bewundern.Es ist einfach schön zu lesen,wie Sci-Fi ihre erste Schritte gemacht hat.

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    Gegen_den_Strom_lesens avatar
    Gegen_den_Strom_lesenvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Lesenswertes Erstlingswerk, in dem deutlich Kritik an den politischen und gesellschaftlichen Verhältnissen in GB des 19. Jh. geübt wird.
    Lesenswerter Klassiker - auch in der heutigen Zeit!

    Bereits 1895 erschien der Klassiker "Die Zeitmaschine". Es ist nicht nur der erste Roman Wells, sondern auch die erste literarische Beschreibung einer Zeitreise in die Zukunft überhaupt. Nun, ich bin überhaupt kein Science-Fiktion-Fan - dennoch fand ich "Die Zeitmaschine" großartig.

    Wells beschreibt eine zukünftige Welt, die zunächst als eine Art Dystopie erscheint. Der Erzähler und Protagonist, der während des ganzen Romans nur "der Zeitreisende" genannt wird, reist mit seiner selbstgebastelten Zeitmaschine in das Jahr 802.701. Sehr sachlich beschreibt Wells nun den Kontakt der Bevölkerung mit dem Zeitreisenden. Diese Sachlichkeit ist anfänglich sehr gewöhnungsbedürftig, ich konnte mich damit aber gut arrangieren. Ein großer Vorteil dieser Schlichtheit ist, dass der Inhalt auch im Jahr 2017 zeitlos bleibt. Wells verzichtet auf detaillierte Beschreibungen von möglichen technischen Geräten. So schafft er es die Glaubwürdigkeit des Romans auch über Jahrhunderte aufrecht zu erhalten. Wells kann sich durch das Weglassen der technischen Beschreibungen außerdem auf das wirklich Wesentliche konzentrieren: der gesellschaftliche Wandel und die Probleme die sich daraus ergeben.

    Doch zurück zu unserem Zeitreisenden. Der erkennt, dass die zukünftige Welt lediglich von zwei "Rassen" bevölkert wird. Den Eloi und den Mordocks. Die Eloi leben auf der Erdoberfläche und scheinen glückliche und zufriedene Wesen zu sein, denen es aber an Intellekt fehlt und sich nur noch primitiv verständigen können. Sie haben nur noch Angst vor der Dunkelheit, und sind sonst äußerst naiv. Der Zeitreisende erklärt sich den Rückgang des Intellekts durch das Fehlen von Sorgen und Ängsten - so bleibt die Kreativität auf der Strecke. Die kannibalischen Mordocks leben im Untergrund und kommen nur in der Dunkelheit an die Oberfläche. Der Zeitreisende erkennt nach und nach, dass Technik, Literatur und Kunst nahezu Ausgerottet wurden. Er erklärt sich diesen Wandel durch die immer größer werdenden Schere zwischen Arm und Reich. Hier wird der gesellschaftskritische Ton Wells besonders deutlich.

    Die Message und Mahnung Wells hat auch heute nicht an Aktualität verloren.


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    Ein LovelyBooks-Nutzervor einem Jahr
    Kurzmeinung: Wunderbarer Sci-Fi-Klassiker, der auch heute noch aktuell ist.
    "Die Zeitmaschine" von H. G. Wells


    Autor: H. G. Wells
    Titel: Die Zeitmaschine
    Gattung: Roman, Erzählung, Sci-Fi, Klassiker
    Erschienen: 1895
    Gelesene Ausgabe: dtv, 2017
    ISBN: 978-3-423-14546-6
    Gelesen auf: Deutsch (Englisch)
    Gelesen im: Februar 2017


    Zum Buch:
    Einer der absoluten Klassiker und Mitbegründer, des Science Fiction Genres ist der britische Autor und Soziologe Herbert George Wells. Eines seiner Schlüsselwerke ist der Roman "die Zeitmaschine". 1895 erscheint das Werk, nun 122 Jahre später, wurde es neu übersetzt von Lutz-W. Wolff.
    Wie der Titel bereits verrät, begibt sich ein unbenannter Wissenschaftler mit Hilfe einer Maschine, die durch die vierte Dimension reisen kann, auf eine Zeitreise, die ihn tief in die Zukunft verschlägt, in das Jahr 802 701. Er landet in einem imperiale, darwinistischer Bild, die geprägt ist von zwei Arten von Bewohnern, Weiterentwicklungen der menschlichen Rasse. Den Eloi, lustigen, kindlichen, sorgenfreien Wesen, die tanzend die Oberfläche bevölkern und nur eine unerklärliche Angst vor der Dunkelheit und der Unterwelt haben. Bald erfährt der Zeitreisende, dass diese Angst nicht unbegründet zu sein scheint, denn in der dunklen Unterwelt hausen die Morlocks, arbeitende, hässliche, affenartige Wesen, die in der Dunkelheit sich an die Oberfläche wagen. Erst scheint es so, als würden sich die Eloi die Morlocks als Arbeitssklaven halten, doch dann bemerkt der Zeitreise, dass immer mehr Elois verschwinden. 
    Ungewöhnlich ist, die spannende Erzählperspektive, durch die dem Leser immer ein Unsicherheitsfaktor bleibt, ob die Geschichte wirklich wahr ist. Ist der Zeitreisende ein Genie oder Träumer? Ist er wirklich in die Zukunft gereist oder nicht?
    In einer wunderbaren, kühlen und doch poetischen Sprache spinnt Wells nicht nur eine hervorragende Science-Fiktion-Geschichte, sondern auch eine brillante und klare Gesellschaftskritik in dem er die Trennung der Klassen oder auch den Klimawandel scharf kritisiert. 
    Für mich war Wells eine echte Entdeckung und ich bin mehr als gespannt, mehr von ihm zu lesen.


    Eine der Lieblingsstellen 
    Zitat: "Beim Anblick der Gelassenheit und Sicherheit, in der diese Menschen lebten, kam ich zu dem Schluss, dass diese starke Ähnlichkeit der Geschlechter wohl zur erwarten gewesen war; denn die Stärke des Mannes und die Weichheit der Frauen, die Institution der Familie und die Arbeitsteilung bei den Berufen sind letztendlich nur kriegerische Notwendigkeit in einem Zeitalter körperlicher Gewalt." (S.43)
     
    Stil und Sprache: Wunderschön, poetisch.
    Zitat: "Sind Sie sicher, dass wir uns im Raum frei bewegen können? Nach rechts und links können wir gehen, vorwärts und rückwärts genauso, und das haben die Menschen auch immer getan. Ich gebe zu, dass wir uns in zwei Dimensionen frei bewegen können. Aber wie sieht es mit aufwärts und abwärts aus? Da setzt die Schwerkraft uns Grenzen."  (S.11)


    Schlüssigkeit der Handlung: Nicht klar ob die Geschichte passiert ist oder nicht.


    Das hat mir gefallen:  Die Sprache.
    Das hat mir nicht gefallen:  Das offene Ende.


    In One Sentence: Wunderbarer Sci-Fi-Klassiker, der auch heute noch aktuell ist. 
    Sterne: 4

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    inloveofbooksvor einem Jahr
    Kurzmeinung: unvergleichlicher Zeitreise - Klassiker
    Zeitreise-Klassiker

    Mehrfach verfilmt, weißt das Original doch einige Unterschiede zu den späteren bewegten Bildergeschichten auf, die es lesenswert machen.

    Der gesellschaftskritische Roman, der die Klassentrennung im viktorianischen Zeitalter thematisiert, beschreibt die Erfindung der Zeitmaschine, die der Entwickler dazu benutzt, in die Zukunft zu reisen.

    Die bekannte Menschheit hat sich in dieser Zeit längst in zwei Volksgruppen aufgespalten: die firedlichen Eloi und die unterirdisch lebenden Morlocks, die erstere bei nächtlichen Angriffen gefangennehmen und verspeisen.

    Nachdem der Zeitreisende noch weiter in der Zukunft sieht, wie die Menschheit überhaupt nicht mehr existiert, kehrt er zurück. Mit eienr kamera ausgerüstet, bricht er ein zweites Mal auf, kommt aber nie wieder in seine eigene Zeit zurück.

    Fazit: Spannend und nachdenklich machendes Urgestein dystopischer Literatur.

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    inloveofbooksvor einem Jahr
    Kurzmeinung: unvergleichlicher Zeitreise - Klassiker
    Zeitreise-Klassiker

    Mehrfach verfilmt, weißt das Original doch einige Unterschiede zu den späteren bewegten Bildergeschichten auf, die es lesenswert machen.

    Der gesellschaftskritische Roman, der die Klassentrennung im viktorianischen Zeitalter thematisiert, beschreibt die Erfindung der Zeitmaschine, die der Entwickler dazu benutzt, in die Zukunft zu reisen.

    Die bekannte Menschheit hat sich in dieser Zeit längst in zwei Volksgruppen aufgespalten: die firedlichen Eloi und die unterirdisch lebenden Morlocks, die erstere bei nächtlichen Angriffen gefangennehmen und verspeisen.

    Nachdem der Zeitreisende noch weiter in der Zukunft sieht, wie die Menschheit überhaupt nicht mehr existiert, kehrt er zurück. Mit eienr kamera ausgerüstet, bricht er ein zweites Mal auf, kommt aber nie wieder in seine eigene Zeit zurück.

    Fazit: Spannend und nachdenklich machendes Urgestein dystopischer Literatur.

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    NiWas avatar
    NiWavor einem Jahr
    Kurzmeinung: Es ist ein Science-Fiction-Klassiker, den jeder Genrefreund unbedingt einmal lesen sollte.
    Science-Fiction-Klassiker für Genrefreunde

    Ende des 19. Jahrhunderts. Bei einer abendlichen Gesellschaft erzählt ein Erfinder, wie es ihm bei einer Zeitreise in die Zukunft ergangen ist und stößt damit auf Unglauben, weil es doch zu fantastisch klingt.
    „Die Zeitmaschine“ ist die Science-Fiction-Geschichte schlechthin. H.G. Wells lässt seinen Zeitreisenden aus erster Hand berichten, wie er in der Zukunft auf seltsam entwickelte Menschenrassen trifft, sich das Universum und die Welt verändern, und warum er meint, sich noch einmal in die gewisse Zukunft begeben zu müssen.

    H.G. Wells geht in seiner Geschichte auf die Möglichkeiten und den Erfindungsgeist der Menschheit ein und fragt, wie sich der beschleunigende Fortschritt auf zukünftige Gesellschaften auswirken wird.

    Die Erzählung an sich ist schaurig und mysteriös. Der Zeitreisende speist mit anderen angesehenen Herren zu Abend und erzählt, was sich auf seiner Reise durch die Zeit ereignet hat. Dabei berichtet er von den Elois und den Morlocks, die eigentlich gar keine Menschen mehr sind, wie er um sein Leben bangt, und welche Theorien er den künftigen Entwicklungen zugrunde legt.

    Man merkt, H.G. Wells geht es von mehreren Seiten an. Er lässt den Leser an einer abenteuerlichen Geschichte teilhaben, die manches Mal sogar Horror-Elemente aufblitzen lässt. Es stellt sich Gänsehaut auf, man spürt die Bedrängnis, in der sich der Zeitreisende befindet und hofft, dass er der schaurigen Situation noch entkommen kann. Dabei streut er furchterregende Vorstellungen ein, die selbst den Zeitreisenden aus den Schuhen heben.

    Gleichzeitig legt der Autor eine theoretische Betrachtung zugrunde, die den Zeitreisenden in die Zukunft begleitet. Er beschäftigt sich mit Theorien, welche die Zeit als 4. Dimension ansehen, die dem Menschen bisher nur verborgen ist, spekuliert, wie sich die Gesellschaft verändern wird und welche Zusammenhänge dahinter sind.

    Die Erzählweise hat viel von einem Abenteuerroman, der durch die Überlegungen des Zeitreisenden etliche wissenschaftliche Ansätze enthält, sich aber spannend und flüssig lesen lässt. Dabei ist das Weltbild der Entstehungszeit deutlich erkennbar, weil der Zeitreisende doch sehr in Klassen denkt.

    In dieser Ausgabe befinden sich im Anhang noch weitere Einblicke in H.G. Wells Welt, die teilweise interessant zu lesen, wenn auch für mich nicht unbedingt nötig sind.

    Meiner Meinung nach ist „Die Zeitmaschine“ ein Science-Fiction-Klassiker, den jeder Genrefreund unbedingt einmal lesen sollte, um gemeinsam mit dem Zeitreisenden der Zukunft und dem Ende der Welt gespannt entgegenzutreten. 

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