H. G. Wells The Invisible Man

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Inhaltsangabe zu „The Invisible Man“ von H. G. Wells

With his face swaddled in bandages, his eyes hidden behind dark glasses and his hands covered even indoors, Griffin - the new guest at The Coach and Horses - is at first assumed to be a shy accident-victim. But the true reason for his disguise is far more chilling: he has developed a process that has made him invisible, and is locked in a struggle to discover the antidote. Forced from the village, and driven to murder, he seeks the aid of an old friend, Kemp. The horror of his fate has affected his mind, however - and when Kemp refuse to help, he resolves to wreak his revenge. (Quelle:'E-Buch Text/29.11.2007')
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  • Wäre es eigentlich so toll, unsichtbar zu sein?

    The Invisible Man

    Wolf_Thorberg

    15. April 2015 um 07:42

    Meine Bewertung zerfällt hier in zwei Teile: In die Grundidee, die Darstellung der Vor- und Nachteile der Unsichtbarkeit und die damit zusammenhängenden moralischen Fragen und in die erzählerische Umsetzung. Für Erstere gebe ich fünf Sterne, für Letztere höchstens drei. Nach der Anfang der Geschichte recht spannend und geheimnisvoll ist, ein völlig vermummter Unbekannter taucht in einem Pub im ländlichen England auf und lässt sich weder beim Essen noch bei einer sonstigen verräterischen menschlichen Verrichtung beobachten, gerät die Geschichte bald in ein läppisches und uninteressantes Fahrwasser. Denn natürlich weiß der Leser schon, dass es um einen Unsichtbaren geht - anders als die Dorfbewohner, die dies erst über gefühlte tausend Seiten quälend langsam begreifen. Auch erzählerisch vermochte mich die Geschichte bis etwa zur  Mitte nicht zu überzeugen. Wells wählt eine auktoriale Perspektive, beobachtet das Geschehen im Dorf quasi von oben und schaltet zwischen den Figuren hin und her, ohne dass man sonderliches Interesse für sie entwickelte oder Mitleid dafür, dass sie wie Tölpel von dem schurkischen Unsichtbaren wieder eins übergebraten bekommen. Störend ist auch der Dialekt, den Wells die Dorfbewohner reden lässt und der das Lesen ziemlich erschwert. Besser wird es erst, als Griffin, der Unsichtbare und ein abgebrochener Physikstudent, seinen ehemaligen Bekannten aufsucht. Hier erfährt man endlich, wie Griffin überhaupt das Geheimnis der Unsichtbarkeit entdeckt hat und welche Erfahrungen er damit gemacht hat. Um es kurz zu machen: Keine sonderlich guten. Was ein Traum von Allmacht bedeuten sollte, wird für Griffin ziemlich rasch zum Alptraum, zu einer Behinderung, wie der stetes detailgenaue Wells dem Leser aufzeigt. Es geht damit los, dass Griffin ja nur nackt unsichtbar ist, trägt er Kleider, sind die es nicht,  wie er bald bemerkt, als er im tiefsten Winter aus seiner Wohnung flüchtet. Griffin wird im Laufe seiner Karriere als Unsichtbarer zum Mörder, etwas, das Wells ihm schon in den ruchlosen, egoistischen Charakter eingeprägt hat. Und glücklich wird er schon gar nicht, sondern zum Gehetzten und Getriebenen, der nur noch um sein Überleben kämpft. Platon wollte die Frage, ob sich Menschen auch aus freien Stücken moralisch verhalten würden, anhand der Sage vom Ring des Gyges illustrieren, einem Ring, der den Besitzer unsichtbar macht und damit - so meinte Platon - vor jeglicher Strafverfolgung schützt. Es ist Wells Verdienst, Platon ironisch widerlegt zu haben, denn die vermeintliche Allmacht ist, denkt man sie praktisch in allen Details durch, eher ein Fluch - und Griffin sucht folglich auch in bester Zauberlehrlingstradition nach einem Mittel auf Wunsch auch wieder sichtbar zu werden. Am Ende macht die halbe Welt Jagd auf ihn und die Geschichte wird sogar zu einem echten Thriller. Meine Empfehlung daher: Zu Beginn großzügig überblättern.

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  • 3,5 Sterne

    The Invisible Man

    Fornika

    02. February 2015 um 12:56

    29. Februar, Iping: Ein seltsamer Fremder mietet sich in der kleinen Pension von Mrs. Hall ein. Doch irgendetwas an ihm ist den Einwohnern nicht geheuer. Zum einen versteckt er sich immer hinter Hut und Mantel, zum anderen ist er auch nicht wirklich gesprächig und sehr abweisend. Die chemischen Apparaturen, die er in seinem Zimmer hortet tun ihr Übriges: das Dörfchen wird misstrauisch. Zu Recht.  Ich fand die Geschichte ganz nett zu lesen, auch wenn sie heutzutage natürlich nicht mehr so aufsehenerregend ist wie zu ihrer Entstehungszeit. Wells hat sich eine interessante Erklärung zurechtgelegt wie der Unsichtbare unsichtbar wurde. Auch erzählt er sehr anschaulich welche Probleme den Unsichtbaren erwarten, aber auch welche Versuchungen. Einzig seine Entwicklung gegen Ende fand ich nicht nachvollziehbar. Auch die Reaktionen der Bevölkerung sind sehr realistisch dargestellt, zunächst der Unglauben, dann das Entsetzen. Alles in allem ein interessanter Klassiker, sehr bildhaft geschrieben, der zum Nachdenken anregt: was ist möglich, wenn man unsichtbar ist?

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