H. P. Karr Rattensommer

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Inhaltsangabe zu „Rattensommer“ von H. P. Karr

Gonzo, der Videogeier, ist ein Rattendiener. Denn für ein paar blaue Scheine filmt er fast alles. Und Gonzos Auftraggeber - ob Pornoproduzenten, militante Tierschützer oder Kölner Privatsender - zeigen im täglichen Überlebenskampf wirklich alles. Hochsommer in Essen, die Temperaturen liegen über 30 Grad, Urlaubs- und Saure-Gurken-Zeit. Gonschorek hält sich mit wenig lukrativen Gelegenheitsaufträgen über Wasser, als er in einer Bildagentur zufällig Fotos der letzten Mordopfer des „Ruhrkillers“ zu sehen bekommt, der seit einiger Zeit sein Unwesen im Revier treibt. Dieser »Ruhrkiller« mißhandelt und mißbraucht junge Frauen brutal, tötet und verstümmelt sie und wirft sie ins Wasser des Rhein-Herne-Kanals. Vier Opfer hat er bereits auf dem Gewissen, und die Essener Polizei hat eine Sonderkommission gebildet, die davon ausgeht, daß alle diese Frauen Opfer sogenannter Snuff-Pornos wurden. Gonzo, zeitweise auch Kameramann bei einem Produzenten von Billigpornos, wird aufmerksam, als er in dessen Studio ein offenbar verletztes Model entdeckt. Ausgerechnet dieses Model wird als weitere verstümmelte Leiche aus dem Kanal geborgen.

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    Rattensommer
    Arun

    Arun

    Rattensommer von Karr & Wehner Ein Kriminalroman aus dem Jahre 1997 mit Handlungsort Essen und ein wenig Ruhrgebiet. Auf knapp 230 Seiten hat hier das Autorenduo Hanns-Peter Karr und Walter Wehner ganz tief und mit vollen Händen in die Zutatenkiste gegriffen. Nenne mal einige Stichworte: Mordserie an Mädchen, Frauenhandel, Pornofilme bis hin zum Snuff-Movie, Gänsereiten, Tierversuche, Militante Tierschützer, Inkassounternehmen, Alt- und Neonazis, Korrupte Polizisten, Pathologie und vieles mehr. All dies sind Elemente die unserem seltsamen Helden dem Videojournalisten Gonzo Gonschorek bei seinem täglichen Broterwerb über den Weg laufen. Dabei gehen einige Szenen schon an die Grenze des guten Geschmacks, könnte aber auch als Satire gesehen oder gelesen werden. Wer sich daran nicht stört ist mit diesem flott zu lesenden Krimi gut bedient. Aufgelockert wird das Ganze durch die Nennung von passenden Songtiteln die in die Handlung irgendwie eingestreut werden, es gibt auch einen „Running-Gag“ (Schneekugel) der für meinen Begriff etwas überstrapaziert wurde. Leichte Unterhaltung die ich mit 3 Sternen bewerte, auf der 10er Skala hätte ich sieben Punkte vergeben.

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    • 9
  • Rezension zu "Rattensommer" von Hanns P. Karr

    Rattensommer
    RiaKlug

    RiaKlug

    13. January 2012 um 21:21

    Dieses Buch hat was von zwei Halbzeiten eines Sportwertkampf. Die erste Hälfte fand ich etwas zäh wegen der fehlenden Krimihandlung und dem unbändigen Drang der Autoren alle Vor- und Nebengeschichten der Hauptperson ins Leserinnenhirn zu stopfen. Dabei bemühen sie sich noch um eine locker-lässige, humorüberzogene Sprache. Das Bemühen arbeitet sich zunächst leider an fast jeder Zeile ab. Zur Mitte hin sind alle Infos verklappt und siehe da, die Krimistory schält sich heraus, das Bemühen endet und die Geschichte liest sich geschmeidig bis zum Ende. Es könnte immerhin auch sein, dass ich mich irgendwann an die Schreibe gewöhnte und als Bleichgesicht mit gespaltenem Bewusstsein las und spreche. Gonzo, der Prota, ein stets klammer und dreister Kameramann, wird schon juretzkahaft präsentiert, erreicht aber lange nicht Kryszinskiqualität. Für meinen Geschmack waren auch der Klischees ein paar zuviel. Ein paar davon: Gonzo, der einsame Wolf, trinkfest, sturmerprobt, pleite, dreist, geübt in lockeren Sprüchen - ein Abziehbild. Seine Praktikantin, die für ein Linsengericht bei ihm arbeitet und sogar die Finanzgeschäfte überwacht - wenig glaubwürdig. Der Bösewicht, der zum Ende Gonzo alles erzählt, aus reinem Mitteilungsdrang und obwohl er die Waffe in der Hand hält - eine recht plumpe Lösung. Der zwielichtige Schrotthändler und der dicke, hässliche Pornofilmproduzent sind auch mit von der Partie. Seine guten Seiten hat das auch: Es geht auch um SM-lastige Pornofilme, von denen sich Gonzo distanziert und dann macht er eine wilde, sexuelle Erfahrung eben genau mit dieser Zutat. Ein hübsch gesetzter Widerspruch. Außerdem liest es sich vor allem gegen Ende richtig gut und kommt ohne kommentierende Sprechworte aus. Das ist selten, aber um so lobenswerter.

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