H. P. Lovecraft

 4,3 Sterne bei 1.384 Bewertungen
Autor von Berge des Wahnsinns, Schatten über Innsmouth und weiteren Büchern.
Autorenbild von H. P. Lovecraft (©Gemeinfrei)

Lebenslauf von H. P. Lovecraft

Howard Phillips Lovecraft wurde am 20. August 1890 in Providence, Rhode Island geboren. Sein Vater Winfield Scott Lovecraft, ein Handelsreisender und seine Mutter Sarah Susan Phillips Lovecraft waren beide schon über 30, als sie ihren einzigen Sohn bekamen. Als Howard drei Jahre alt war, erlitt sein Vater einen angeblichen Nervenzusammenbruch und wurde ins Butler Hospital in Providence eingeliefert, wo er fünf Jahre später starb. Daraufhin übernahmen seine Mutter, sein Großvater und zwei seiner Tanten die Erziehung. Schon früh zeigte er Talent; so lernte er schon früh Gedichte auswendig und schrieb mit 6 (!) Jahren schon eigene Gedichte. Sein Großvater unterstützte ihn, indem er ihm Klassiker wie Odyssee oder Ilias zu lesen gab. Durch seinen Großvater kam er auch mit dem Mystischen und Okkulten in Berührung, da er ihm oft erfundene Horrorgeschichten erzählte. Allerdings war Lovecraft nicht in allen Bereichen seines Lebens so erfolgreich: Durch körperliche als auch psychische Leiden konnte er nicht regelmäßig den Unterricht besuchen. Außerdem wurde er mit neun Jahren von der Schule aufgrund aggressivem und undiszipliniertem Verhalten verwiesen. Zu dieser Zeit fing er an, sich für die Geschichte Neu-Englands als auch Chemie und Astronomie zu interessieren. Kurz darauf veröffentlichte er bereits mehrere Artikel in The Scientific Gazette. Als er dreizehn war, wurde er in die Hope Street High School aufgenommen. 1904 starb sein Großvater und die Familie verarmte. Sie mussten ihr Haus aufgeben und in ein kleineres Haus ziehen. Lovecraft litt so sehr unter den Veränderungen, dass er sogar darüber nachdachte, sich umzubringen! Vier Jahre darauf erlitt Lovecraft selbst einen Nervenzusammenbruch und konnte so nie einen Abschluss erwerben. Er war lange Zeit sehr beschämt darüber, weil ihm so auch der Zugang zur Brown University verwehrt blieb. Später wurde Howard Mitglied bei einer Vereinigung amerikanischer Autoren (UAPA); er fing an einige Werke zu schreiben, darunter The Tomb und Dagon. 1919 wurde dann seine Mutter ins Butler Hospital eingewiesen, ebenfalls aufgrund psychischer Leiden. Sie starb zwei Jahre danach. Kurz darauf lernte er die jüdische Ukrainerin Sonia Greene kennen, heiratete sie und zog mit ihr nach New York City. Allerdings wehrte das Glück nicht lange. Sonia verlor ihre Arbeit und litt unter einer schlechten Gesundheit, da Lovecraft nicht beide von seinem kleinen Einkommen ernähren konnte, zog Sonia nach Cleveland um dort zu arbeiten. Dann einigten sie sich auch auf eine Scheidung, die allerdings nie vollzogen wurde. Danach zog Lovecraft zurück nach Providence. Hier schrieb er seine meisten Werke, darunter der Fall Charles Dexter Ward und Berge des Wahnsinns. Da er sich zu schade war Arbeiten unter seinem Niveau anzunehmen, verarmte er immer mehr. 1936 wurde dann Darmkrebs beim ihm diagnostiziert. Bis zu seinem Tod ein Jahr später litt er ständig unter Schmerzen und Unterernährung.

Neue Bücher

Cover des Buches Cthulhu’s Ruf (ISBN: 9783944342207)

Cthulhu’s Ruf

 (5)
Erscheint am 15.12.2021 als Taschenbuch bei JMB Verlag.
Cover des Buches H.P. Lovecraft: Gesammelte Werke (ISBN: 9783868204889)

H.P. Lovecraft: Gesammelte Werke

 (3)
Neu erschienen am 01.10.2021 als Hardcover bei Nikol.
Cover des Buches H. P. Lovecraft. Das Werk II (ISBN: 9783596700462)

H. P. Lovecraft. Das Werk II

Neu erschienen am 29.09.2021 als Hardcover bei FISCHER Tor.
Cover des Buches Gruselkabinett - Folge 174 (ISBN: 9783785783849)

Gruselkabinett - Folge 174

Neu erschienen am 29.10.2021 als Hörbuch bei Lübbe Audio.

Alle Bücher von H. P. Lovecraft

Cover des Buches Berge des Wahnsinns (ISBN: 9783865524225)

Berge des Wahnsinns

 (118)
Erschienen am 23.10.2015
Cover des Buches Schatten über Innsmouth (ISBN: 9783518382837)

Schatten über Innsmouth

 (68)
Erschienen am 29.07.1990
Cover des Buches Cthulhu. Geistergeschichten (ISBN: B0000BSF6Q)

Cthulhu. Geistergeschichten

 (60)
Erschienen am 01.01.1968
Cover des Buches Der Fall Charles Dexter Ward (ISBN: 9783944720593)

Der Fall Charles Dexter Ward

 (61)
Erschienen am 31.03.2016
Cover des Buches Das Ding auf der Schwelle (ISBN: 9783518368572)

Das Ding auf der Schwelle

 (54)
Erschienen am 01.11.1976
Cover des Buches Stadt ohne Namen (ISBN: 9783518392560)

Stadt ohne Namen

 (46)
Erschienen am 29.09.1997
Cover des Buches Chronik des Cthulhu-Mythos II (ISBN: 9783865521453)

Chronik des Cthulhu-Mythos II

 (66)
Erschienen am 01.12.2011

Neue Rezensionen zu H. P. Lovecraft

Cover des Buches Jäger der Finsternis (ISBN: 9783785732960)Sarah31s avatar

Rezension zu "Jäger der Finsternis" von H. P. Lovecraft

Super Hörbuch
Sarah31vor 2 Monaten

Howard Phillips Lovecraft war ein Sonderling und lebte ganz in der Welt seiner Bücher. Er war aber auch ein Legendenschöpfer und Visionär. Seine Träume, Ängste und Fantasien brachte er in Form alptraumhafter Erzählungen zu Papier. In dieser Geschichtensammlung hören Sie sechs großartige Geschichten vom Altmeister des Horrors in neuester Übersetzung:

Die besten Alpträume vom Schöpfer des Cthulhu-Mythos!

  • Die Musik des Erich Zann
  • In der Gruft
  • Das Bild im Haus
  • Der Tempel
  • Jäger der Finsternis
  • Träume im Hexenhaus

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Cover des Buches Herbert West Wiedererwecker (ISBN: 9783104907314)Perses avatar

Rezension zu "Herbert West Wiedererwecker" von H. P. Lovecraft

Erzählung aus dem 20. Jahrhundert!
Persevor 3 Monaten

H. P. Lovecraft ist einer der bedeutendsten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts und prägte sich mit seinem unverwechselbaren Stil in die Köpfe der Menschheit ein. Es wundert mich überhaupt nicht, dass Stephen King zu den Lesern und Verehrern seiner Werke gehört! 

Großes Lob an den Fischer Verlag, dass sie die Erzählungen einzeln anbieten! Für Einsteiger übersichtlicher als Sammelwerke. 

Wenn man ein bisschen über die Wiederholungen in der Erzählung hinwegsehen kann, ist es eine tolle Geschichte. Klare Leseempfehlung für Fans von Stephen King, seinen Kurzgeschichtensammlungen und Novellen. 

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Cover des Buches Der Mythos des Cthulhu (ISBN: 9783865528551)Soerens avatar

Rezension zu "Der Mythos des Cthulhu" von Robert E. Howard

Wenig Grusel, dafür viele altertümliche Kriegergeschichten
Soerenvor 3 Monaten

Schon lange hatte ich vor, etwas vom Pulp-Autor Robert E. Howard zu lesen. Jenem Autor, der "Conan, der Barbar" und "Kull, der Eroberer" erfunden hat und sich selbst im Alter von 30 Jahren das Leben genommen hat. Im Festa Verlag ist von ihm ein gut 500 Seiten starker Schmöker mit zahlreichen Kurzgeschichten und einer Novelle erschienen. Der Buchtitel "Der Mythos des Cthulhu" ist da leider etwas irreführend, denn mit Lovecrafts Cthulhu-Mythos hat der Sammelband nur sehr wenig zu tun. Es gibt zwar ein paar Gruselgeschichten, die denen von Howards Vorbild ähneln (aber nicht mal ansatzweise dessen unheimliche Klasse erreichen) und die eine oder andere geheimnisvolle Schrift (wie von Juntz‘ „Unaussprechliche Kulte“) wird erwähnt, meistens geht es jedoch um Abenteuer irgendwelcher altertümlicher Krieger. Zweimal passiert es sogar, dass ein Person in der Gegenwart bewusstlos wird und sich dann in seinem Traum als Krieger durch die Frühgeschichte kämpft (einmal davon sogar als Conan). Etliche Geschichten sind recht klischeebeladen, was um 1930 herum, als sie erschienen sind, aber vermutlich noch nicht der Fall war. In der Novelle hat ein Bösewicht einen Drogensüchtigen allein dadurch im Griff, dass er ihm ein vermeintliches Heilmittel gegen Haschisch verabreicht und ihn damit von sich abhängig macht. Ebenfalls etwas gewöhnungsbedürftig ist das oftmals ziemlich abrupte Ende der Geschichten. Das hätte man meist auf bessere Art lösen können.
So oder so gibt der Band zwar einen interessanten Überblick über Robert E. Howards Schaffen, hat mir aber gleichzeitig klargemacht, dass die Storys dieses Autors nicht ganz nach meinem Geschmack sind. Hätte ich gewusst, dass so viele Krieger-Geschichten enthalten sind, hätte ich mir das Buch vermutlich gar nicht erst zugelegt. Am interessantesten fand ich wohl das kleine Essay über Howard und Lovecraft am Ende.

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H. P. Lovecraft wurde am 20. August 1890 in Providence, Rhode Island (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

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