H. Rider Haggard King Solomon's Mines

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Inhaltsangabe zu „King Solomon's Mines“ von H. Rider Haggard

Three men trek to the remote African interior in search of a lost friend - and reach, at the end of a perilous journey, an unknown land cut off from the world, where terrible dangers threaten anyone who ventures near the spectacular diamond mines of King Solomon.
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  • Rezension zu "King Solomon's Mines (Penguin Classics)" von H. Rider Haggard

    King Solomon's Mines
    sabisteb

    sabisteb

    21. May 2012 um 13:43

    Der 55 jährige Großwildjäger Allain Quartermain lernt auf einer Schiffspassage nach Durban zwei Gentleman kennen: Captain John Good und Sir Henry Curtis. Sir Curtis beauftragt Quartermain ihm bei der Suche nach seinem seit zwei Jahren verschollenen Bruder behilflich zu sein. Nach einem Streit hatte dieser sich auf die Suche nach König Salomons Minen gemacht und war seitdem verschollen. Nach einigem Zögern willigt Allan ein. Eine Entscheidung, die sein Leben verändern wird, denn dieses Abenteuer ist das Anfang einer großen Männerfreundschaft. Quartermain der Abenteurer, wer kennt ihn nicht aus dem Fernsehen, vor allem durch die grottig schlechten Filme aus den 80er Jahren. Wer diese Filme kennt und liebt, wird von diesem Buch enttäuscht sein, denn es ist völlig anders, als man sich Quartermain heutzutage vorstellt. Die drei Männer, die hier auf Abenteuerreise gehen sind sehr unterschiedlich und alles andere als Helden. Quartermain hat seine beste Zeit hinter sich. Er ist alleinerziehender Vater, sein Sohn studiert in London Medizin und er sichert daher erst einmal seinen Jungen ab, bevor er dieses Abenteuer antritt, denn " I am a timid man, and dislike violence; moreover, I am almost sick of adventure. I regret to say that a detestable habit of thinking seems to be getting a hold of me." Captain John Good ist stark übergewichtig, ein Dandy, der sehr auf sein Äußeres achtet, ein komplettes Gebiss dritter Zähne hat (dabei ist er erst Mitte Dreißig) und immer seinen Monokel trägt. Sir Henry Curtis hingegen ist ein blonder Hühne, ein Bild von einem Mann. Quartermain, der dieses Buch verfasst, stellt zu Anfang gleich mal zwei Dinge klar: 1. In diesem Buch gibt es keine Frauen, ok, vielleicht doch, nämlich zwei, Foulata und Gagaoola. Die eine ist aber eine Schwarze und die andere zudem auch noch eine Greisin, eigentlich zählen sie damit nicht. 2. "books are easier to understand when they are written in plain language", um dann seitenweise in einen altertümlichen Shakespearean Schreibstil zu verfallen. Das Buch ist aus heutiger Sicht aus vielerlei Hinsicht kritisch zu betrachten. Hier ziehen drei Männer aus, schlachten nebenbei mal 9 Elefanten ab, um ihre Stoßzähne als Trophäen zu sichern und danach als weiße Herren mit einigen edlen Schwarzen als Diener durch das Land zu ziehen. Die Ureinwohner werden zwar als Menschen angesehen, fallen aber in die Kategorie edle Wilde ("knew what a wonderful instinct these wild-bred men possess"). Da mag es auch noch so sehr wahre Liebe sein und möglicherweise das Lebensglück eines Mannes zerstören, Quartermain ist der Meinung: "I consider her removal was a fortunate occurrence, since, otherwise, complications would have been sure to ensue. The poor creature was no ordinary native girl, but a person of great, I had almost said stately, beauty, and of considerable refinement of mind. But no amount of beauty or refinement could have made an entanglement between Good and herself a desirable occurrence; for, as she herself put it, "Can the sun mate with the darkness, or the white with the black?" " Das stößt heutzutage einfach nur übel auf. Auch wenn man dem Buch zugute legt, dass es damals eben so war, hat das Buch leider noch weitere Probleme. Zum einen ergeht sich der Autor gerne in Details der verwendeten Waffen, was einfach nur gähnend langweilig ist. Erschwerend kommen dann noch die vielen Schlachten und Schlachtenbeschreibungen in dieser Geschichte hinzu, wenn die edlen Wilden in den Krieg ziehen und sich mit Speeren in mutigen Kämpfen dahinschlachten. Fazit: Ja, Quartermain ist in gewisser Weise ein Prototyp des Indiana Jones. Ja teilweise ist diese Geschichte eine der ersten klassischen Schatzsuchergeschichten komplett mit geheimen Mechanismen, großen Schätzen, unterirdischen Fallen und Labyrinthen. Dazu kommen aber leider noch Kolonialismus und die heute eben etwas anders Sicht auf die Dinge. Das Buch ist ein interessantes Stück Geschichte, streckenweise tatsächlich unterhaltsam, streckenweise aber auch alles andere als unterhaltsam. Das Buch ist mittlerweile public domain und kann als ebook auf diversen gemeinnützigen Seiten kostenlos heruntergeladen werden.

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