H. Sebastian Krutzenbichler Übertragungsliebe

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Inhaltsangabe zu „Übertragungsliebe“ von H. Sebastian Krutzenbichler

»Das mit achtungsvoller Eindringlichkeit und permanentem Schmunzeln zwischen den Zeilen geschriebene Buch müßte Mut machen, endlich über das ›Begehren des Analytikers‹ und seine erotische Gegenübertragung zu sprechen. Die Vertiefung des Themas käme allen therapeutischen Schulen zugute.« Dr. Tilmann Moser, »Psychologie Heute«, Juni 1992 Dieses Buch beschreibt die Geschichte der Liebe, wie sie sich nur im Rahmen dessen entwickeln kann, was wir als Psychoanalyse bezeichnen – Sigmund Freud hat ihr den Namen »Übertragungsliebe« gegeben. Das Schicksal der Übertragungsliebe ist zugleich eine Geschichte der Psychoanalyse; denn erst Verwirrung stiftende Liebe hat die Psychoanalyse generiert, sie immer wieder erschüttert und treibt sie voran. Also legen die beiden Autoren die Psychoanalyse selbst auf die Couch, um zu hören, was sie dem Leser zur Übertragungsliebe von ihrer Entdeckung bis zum gegenwärtigen Diskussionsstand zu sagen hat. Sie fragen, wohin sich eine Psychoanalyse bewegt, die der Liebe, diesem (un-)erwünschten Gast im Zimmer des Analytikers, keinen Platz mehr einräumt oder eine Verflüchtigung des Sexuellen betreibt, beschäftigen sich mit dem seelischen Zustand des Analytikers während seiner Arbeit, stoßen dabei auf die dunklen Probleme der erotischen Quelle, sehen sich mit einem schafsgesichtigen Blechaffen konfrontiert, der die Liebe um einen Leichnam kreisen lässt und sie als »erotic horror« desavouiert, und plädieren dagegen »in dubio pro libido«.

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  • Rezension zu "Übertragungsliebe: Psychoanalytische Erkundungen zu einem brisanten Phänomen" von H. Sebastian Krutzenbichler

    Übertragungsliebe

    WinfriedStanzick

    03. April 2012 um 13:57

    Schon 1991 in dem kleinen Kore-Verlag unter dem Titel „Muss denn Liebe Sünde sein?“ hatte das vorliegende Buch der beiden Psychoanalytiker Sebastian Krutzenbichler und Hans Essers insbesondere unter ihren Kollegen und Kolleginnen großen Eindruck gemacht und wurde sehr positiv angenommen. In einer Rezension in „Psychologie Heute“ schrieb der Analytiker Tilmann Moser: "Das mit achtungsvoller Eindringlichkeit und permanentem Schmunzeln zwischen den Zeilen geschriebene Buch müsste Mut machen, endlich über das ‚Begehren des Analytikers’ und seine erotische Gegenübertragung zu sprechen. Die Vertiefung des Themas käme allen therapeutischen Schulen zugute." Der Psychosozial Verlag betreute dann eine zweite Auflage 2002 und eine dritte 2006 und veröffentlicht nun unter dem Titel „Übertragungsliebe“ eine in vielen Fällen überarbeitete und durch etliche neue Aufsätze ergänzte Neuausgabe. Menschen und Therapeuten aus den unterschiedlichsten therapeutischen Schulen können aus diesem Buch für ihre Arbeit unendlich viel Anregungen bekommen, denn das Phänomen der zuerst von Sigmund Freud beschriebenen Übertragungsliebe zwischen Patientin und Therapeut und der später weiter untersuchten Gegenübertragungsliebe, die der Therapeut für seine Klientin empfindet, taucht früher oder später in jeder Form der Therapie auf. Nicht in jedem einzelnen Fall, aber jeder Therapeut wird dieser Form der Liebe früher oder später begegnen. Angstfrei und kompetent damit umgehen zu lernen, dazu verhilft ihm dieses Buch auf jeden Fall.

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