Krieg der Welten

von H.G. Wells 
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Krieg der Welten
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Sehr gut, ich mag den Schreibstil.

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Neuübersetzung sehr eng am Originaltext

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Inhaltsangabe zu "Krieg der Welten"

Als sich außerirdische Flugobjekte der Erde nähern, erfahren die Menschen, dass sie nicht allein im Universum sind. Die Fremden sind den Erdbewohnern technisch weit überlegen und machen schnell klar: sie kommen nicht in Frieden. Als die Invasion der Erde beginnt, entbrennt ein Krieg, bei dem nicht weniger auf dem Spiel steht, als das Überleben der gesamten Menschheit…

Der Krieg der Welten (Original: The War of the Worlds) ist einer der bekanntesten Werke von H. G. Wells. Der erstmals 1898 erschienene Roman über die Invasion der Erde durch Außerirdische ist nach beinahe 120 Jahren immer noch von kultureller und literarischer Bedeutung und beeinflusste zahlreiche fiktionale Werke – angefangen bei Orson Welles‘ berühmtem Hörspiel von 1938 bis hin zu modernen Interpretationen wie Jeff Waynes The Musical Version of The War of the Worlds und Roland Emmerichs Independence Day.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783945493861
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:320 Seiten
Verlag:Mantikore-Verlag
Erscheinungsdatum:26.01.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    DianaEs avatar
    DianaEvor 5 Monaten
    H.G. Wells – Krieg der Welten

    H.G. Wells – Krieg der Welten


    Die Lebensbedingungen auf den Mars haben sich deutlich verschlechtert, sodass die Marsianer im blauen Planeten eine neue Chance sehen, um zu überleben.

    Doch auf der Erde sind die Menschen vom Auftauchen der Marsianer nicht gerade begeistert, denn eine friedliche Einigung ist nicht möglich. Die Marsianer töten die Menschen, die sich ihnen in den Weg stellen, brennen die Städte nieder und eine Katastrophe jagt die nächste, sodass sich eine Panik nicht vermeiden lässt.

    Mitten in diesem Chaos versucht die Hauptfigur einen Bericht für die Nachwelt zu hinterlassen.


    Zuersteinmal muss ich sagen, dass ich dieses Buch nur gelesen habe, um die Aufgabe für eine Lesechallenge zu bewältigen, da es überhaupt nicht mein bevorzugtes Genre ist. In einem Bücherschrank habe ich dann dieses Exemplar auf „gut Glück“ mitgenommen, in der Hoffnung, dass es mir gefallen könnte und dort werde ich es auch wieder “aussetzen”, damit der nächste diesen Klassiker lesen kann.


    Die Story liest sich wie ein Tatsachenbericht aus vergangenen Zeiten und ist dementsprechend etwas arg langatmig, ausschweifend und detailreich. Dennoch muss ich sagen: für eine Geschichte, die vor rund 100 Jahren geschrieben wurde, war sie trotzdem erstaunlich spannend und auch brutal und grausam, da der Autor kein Blatt vor den Mund nimmt.

    Leider habe ich vergessen, wenn der Name denn überhaupt genannt wurde, wie die männliche Hauptfigur heißt, der seine Erlebnisse mit der Invasion der Marsianer beschreibt.

    Er schildert seine Erlebnisse so glaubhaft, dass ich verstehen kann, wenn man den Medien glauben darf, dass die Menschen damals in Massen hier panisch aus den Städten geflüchtet sind, da sie der Geschichte einen enormen Wahrheitsgehalt zugeschrieben haben.

    Der Autor selbst schafft mit seiner Erzählung eine so düstere und beklemmende Atmosphäre, die voller Angst, Panik und brutaler Grausamkeit geprägt ist, das ich öfter das Buch zur Seite legen musste, um die Gänsehaut abzuschütteln.

    Wenn man zwischen den Zeilen liest, ist die Botschaft des Buches klar und auch auf die Gegenwart anzuwenden, was um so erschreckender ist, denn wer weiß schon, was die nächste Invasion bringt – und die muss ja nicht zwangsläufig vom Mars kommen.

    Die Mischung aus Science-Fiction und Horror ist hier gekonnt zusammengeführt, und ich kann verstehen, warum das Buch als Klassiker gelistet ist.

    Ich werde zwar weder ein Fan von Science-Fiction, noch von Horror werden, aber dieses Buch hat mir meine Challenge auf jeden Fall erleichtert, obwohl ich auf die ganz arg detailreichen Kapitel hätte gut verzichten können.


    Fazit: Ein Klassiker, den man gelesen haben sollte.

    Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 3,75 Sterne.

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    Wuerfelhelds avatar
    Wuerfelheldvor einem Jahr
    Neues Gewand

    Eines der beiden Werke, die H. G. Wells neben Jules Verne zu einem der Väter der Science Fiction gemacht haben, ist zweifellos „Krieg der Welten“. Hier greift der Autor ein später sehr beliebtes Genre-Thema auf, die Invasion der Erde durch Außerirdische, denen die Menschen heillos unterlegen scheinen. Der Mantikore Verlag legt den Klassiker in einer neu übersetzten und illustrierten Fassung auf, die Sammlerausgabe enthält auch noch sechs stylische Postkarten.

    KLAPPENTEXT
    Als sich außerirdische Flugobjekte der Erde nähern, erfahren die Menschen, dass sie nicht allein im Universum sind. Die Fremden sind den Erdbewohnern technisch weit überlegen und machen schnell klar: sie kommen nicht in Frieden. Als die Invasion der Erde beginnt, entbrennt ein Krieg, bei dem nicht weniger auf dem Spiel steht, als das Überleben der gesamten Menschheit…

    Der Krieg der Welten (Original: The War of the Worlds) ist einer der bekanntesten Werke von H. G. Wells. Der erstmals 1898 erschienene Roman über die Invasion der Erde durch Außerirdische ist nach beinahe 120 Jahren immer noch von kultureller und literarischer Bedeutung und beeinflusste zahlreiche fiktionale Werke – angefangen bei Orson Welles‘ berühmtem Hörspiel von 1938 bis hin zu modernen Interpretationen wie Jeff Waynes The Musical Version of The War of the Worlds und Roland Emmerichs Independence Day.

    INHALT
    Bisher war das Leben im ländlichen England sehr beschaulich. Die einfachen Menschen erledigen ihr Tagwerk und genießen die kleinen Freuden des Lebens, die etwas besser situierten und gebildeteren Herren und Damen haben auch Zeit, zu spekulieren, zumal die Wissenschaft immer wieder neue Überraschungen enthüllt und das Universum dadurch kleiner geworden ist. Deshalb gibt es für sie auch keinen Zweifel, dass es Leben auf dem Mars geben könnte.

    Wie recht sie damit haben, erfahren sie schon bald. Denn eine Sternschnuppe, die in der Gegend niedergeht, erweist sich alles alles andere als das.

    Schaulustige, die sich dem Krater näher, die der Meteorit geschlagen hat, staunen nicht schlecht über das, was sich dort regt – ein Wesen, wie sie es nie zuvor gesehen haben. Doch in Frieden kommen die Fremden nicht – ehe sich die Männer und Frauen verstehen stehen sie in Flammen und verlieren so ihr Leben.

    Von nun an geht es Schlag um Schlag. Die Außerirdischen schwärmen aus und verwüsten die Gegend, ersticken jeden Widerstand im Keim. Auch wenn der ein oder andere in den dreibeinigen Maschinen, mit denen sie sich über die Erde bewegen, besiegt werden kann, der Gegenschlag ist um so heftiger. Und die weitere Absichten liegen auf der Hand.

    MEINE MEINUNG
    „Krieg der Welten“ ist wohl das Werk von H. G. Wells, das den meisten Eindruck bei den Menschen der letzten hundert Jahre hinterlassen hat, nicht zuletzt durch das berühmt-berüchtigte Hörspiel von Orson Welles, dass geradezu die Massen vor Angst auf die Straßen getrieben hat. Keine andere Adaption erlangte wohl die Bedeutung, nicht einmal das Album von Jeff Wayne.

    Dabei greift der Autor ein damals recht beliebtes Thema der spät-viktorianischen Epoche auf, denn er steht in guter Tradition mit anderen Invasionsgeschichten, die eine Angst vor etwas schüren, was britische Truppen in der Zeit des Kolonialismus selbst ausgiebig betrieben. Das Vorwort von Joachim Körber weckt jedenfalls interessante Assoziationen, die nicht von der Hand zu weisen sind, und sich tatsächlich im Buch finden lassen.

    H. G. Wells führt nämlich vor Augen, dass es auch Gegner geben kann, die schier unbesiegbar sind, weil sie überlegene Technik ihr eigen nennen – aber letztendlich in ihrem Hochmut gar nicht mehr auf ihre Achillesferse achten und daran schließlich zugrunde gehen.

    Die Geschichte ist in der für das ausgehende 19. Jahrhundert üblichen Weise gehalten: eher sachlich und erklärend, mit vielen Beschreibungen, als emotional. Sie liest sich wie ein Tatsachenbericht und weniger wie eine Abenteuererzählung. Dementsprechend niedrig ist auch die Spannung, man nimmt die Gräueltaten der Marsianer zur Kenntnis, sie berühren einen aber nicht, obwohl Wells auch das ein oder andere Einzelschicksal einbindet.

    Die moderne Übersetzung schafft es allerdings, die Schilderungen sehr flüssig zu halten und so gut wie eben möglich an die Lesegewohnheiten unserer Zeit anzupassen, ohne jedoch den Tenor und Inhalt der Geschichte in irgend einer Form zu verändern.

    Aus diesem Grund sollte man sich auch immer vergegenwärtigen, dass das Buch bereits an die 120 Jahre alt ist und natürlich nicht mehr den Erwartungen entsprechen kann, die mögliche Neuinterpretationen in den Leser geweckt haben.

    Titelbild und Zeichnungen auch die Postkarten geben dem ganzen zusätzlich einen altertümlichen Flair, der die Erzählung gleich mit dem passenden Ambiente unterstützt.

    „Krieg der Welten“ ist nun einmal ein Klassiker, ein utopischer Roman, der den Zeitgeist der spätviktorianischen Epoche lebt und atmet, und an den man keine heutigen Maßstäbe was Spannung und Action betrifft, ansetzen kann. Als Blick auf die Anfänge der „Science Fiction“ das Buch jedoch mehr als einen Blick wert, macht es doch sehr deutlich, worauf es einem der Vater des Genres in erster Linie angekommen ist – mit Phantasie den Menschen seiner Zeit einen Spiegel vorzuhalten.

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    Zsadistas avatar
    Zsadistavor einem Jahr
    Rezension zu "Krieg der Welten"

    Wir schreiben das Jahr 1894. Seltsame Kapseln landen auf der Erde. Noch bevor die Menschen sich sicher darüber sind, was das sein soll, fängt die Vernichtung an. Wie alles vernichtende Götter fallen die Marsianer über die Menschen her.

    Der Krieg der Welten kann beginnen. Doch wer wird am Ende den Kampf gewinnen?

    „Krieg der Welten“ ist ein Science Fiction Roman aus der Feder des Autors H. G. Wells.

    Gleich zu Anfang ist zu bemerken, dass das Ur-Werk bereits 1898 entstanden ist. Wer das Buch liest, sollte sich dessen Alter bewusst sein. Natürlich hat der Roman nichts mit neuzeitlicher Science Fiction zu tun. Man merkt dem Werk schon sein Alter an.

    Auch darf man das Buch nicht mit den Filmen vergleichen. Wobei ich hierbei auch nur das ganz alte Werk „Kampf der Welten“ von 1953 und „Krieg der Welten“ von 2005 kenne. Weitere Filmteile habe ich mir erspart, da die meistens eh Schrott sind und nichts mehr mit dem eigentlichen Werk zu tun haben.

    Das Ur-Buch ist in dem Sinn schon nicht mit den Filmen zu vergleichen, weil es in einer komplett anderen Zeit spielt. Die Zeit ist noch vor dem ersten Weltkrieg und daher schon einmal nicht mit den Filmen identisch.

    Der Schreibstil ist natürlich gewöhnungsbedürftig. Es wird auch kaum gesprochen in der Story. Die Geschichte wird mehr erzählt an sich, als erzählt durch Sprechen. Es ist wirklich ein sehr ungewöhnliches Buch.

    Ich fand das Buch allerdings trotz allem sehr gelungen. Es lässt einem wirklich zum Nachdenken zurück. Die Marsianer vernichten uns ohne großes Nachdenken. So wie wir Menschen Insekten und andere Tiere in Massen vernichten, weil sie uns gerade ungelegen kommen. Das Buch ist zwar alt, aber könnte im Thema selbst nicht neuer sein. Und trotz dem wir das seit über 100 Jahren vorgehalten bekommen, haben wir Menschen nichts dazu gelernt.

    Erschreckend, aber wahr. Und gerade deswegen finde ich das Buch so gut und kann es nur weiter empfehlen.

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    Pingvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Der Sci-Fi-Klassiker in Neuübersetzung. Recht wörtlich übersetzt, was manchmal zum Verhängnis wurde. Ansonsten ansprechende Aufmachung.
    Meine Gedanken zu "Krieg der Welten" aus dem Mantikore-Verlag

    In meinem Lesemonat-Video spreche ich vor allem über die Ausgabe von "Krieg der Welten", die ich selbst gelesen habe. Hier kann man das bei Interesse anschauen: https://youtu.be/vFiIUMK1giQ?t=6s

    (Spoilerfrei, das Video auch)

    Ich bin froh, diesen Science-Fiction-Klassiker endlich gelesen zu haben. Gleichzeitig kann ich dieses Buch als Einstieg in die Klassiker und/oder in das Sci-Fi-Genre empfehlen. Die Thematik ist spannend, nicht zuletzt deswegen, weil die Handlung von diesem Buch immer wieder in anderen Werken aufgegriffen wird (beispielsweise Idependence Day (1996)) oder der Mars-Trend durch die neuesten Erforschungen des roten Planeten oder den Bestseller-Roman und die dazu gehörige Verfilmung "The Martian" (Andy Weir) neu entfacht ist.

    Ich wusste allerdings nicht, wie der Roman "Krieg der Welten" eigentlich ausgeht und wie der Roman aufgebaut ist. Die Geschichte wird einem etwa erzählt, als ob der Autor des Romanes ein Überlebender ist, der seine Erfahrungen überraschenderweise recht nüchtern und sachlich niederschreibt. Die Kapitel sind nicht allzu lang, die Sätze dafür schon. Da gibt es einige verschachtelte und mit Nebensätze bestückte Sätze, dennoch ließ sich das alles sehr gut lesen. Es gibt auch kaum technische Begriffe oder wissenschaftliche Erklärungen, wenn ihr wisst, was ein "Zylinder" ist, seid ihr good to go. :D


    Fazit:
    Empfehlenswerter Roman, dem man die Jahre auf dem Buckel anmerkt, die aber den Lesespaß keineswegs trüben. Auch gut geeignet für den Einstieg in die Klassiker oder das Science-Fiction-Genre, da die Thematik mit dem außerirdischen Angriff spannend ist und kaum technische Begriffe und Erklärungen vorkommen.

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    annlus avatar
    annluvor einem Jahr
    Kurzmeinung: ein Klassiker des Science Fiction - und wie Klassiker oft sind, war hier der Erzählstil nicht ganz einfach
    Die Marsianer greifen an!

    Niemals zuvor in der Geschichte des Krieges war Zerstörung so wahllos und umfassend gewesen. Und strahlend im Licht, das im Osten auftauchte, standen die Metallriesen um die Grube herum, während sich ihre Hauben drehten, als suchten sie die Öde ab, die sie geschaffen hatten.


    Die Marsianer greifen an! Nach der Landung mehrerer Raumkapseln müssen die Menschen bald erkennen, dass die Wesen vom Mars nicht in friedlicher Absicht kommen. Technisch weit überlegen, haben ihnen die Erdenbewohner wenig entgegenzusetzen. Bald schon steht das Überleben der Menschen auf dem Spiel.


    Die Geschichte spielt in den letzten Jahren des neunzehnten Jahrhunderts und wird von einem Mann erzählt, der ein wissenschaftliches Interesse am All hat. So bekommt er auch schon die ersten Anzeichen von Aktivitäten am Mars mit. Das erste Kapitel bereitet auf die Ankunft der Marsianer vor und bietet dabei manchmal trockene Fakten. Grundsätzlich entspricht der Erzählstil dem Geist seiner Entstehungszeit: Zwar werden immer wieder zukünftige Katastrophen angedeutet, die Ereignisse aber zeitlich genau, dabei etwas distanziert, oft auch mit Nebensächlichkeiten gespickt, erzählt. Der Erzähler will es sich nicht nehmen lassen, die Geschehnisse so genau wie möglich wiederzugeben und baut dabei auch immer wieder zusätzliche (wissenschaftliche) Erklärungen mit ein.

    Die eigentliche Ankunft der Aliens verlief dann eher unspektakulär, erst einmal wird ausführlich über die Neugier des Erzählers und die Reaktionen der Menschen um den Unglücksort herum geschrieben. Das hat zwar manchmal dazu geführt, dass mein Lesefluss stockte – andererseits fand ich die Unbekümmertheit, reine Neugierde aber auch die anscheinende Gleichgültigkeit der Menschen und immer wieder auch des Erzählers interessant. Dies war nicht der einzige Moment, bei dem sich der Autor kritisch über die Menschen äußert – immer wieder driftete er in Betrachtungen ab, die ich sehr gesellschaftskritisch fand.


    Die Tatsache, dass es sich hier um einen Klassiker handelt, der vielen weiteren Werken als Vorbild dient, führt mit sich, dass die Marsianer schon bekannt vorkommen. Die Metallriesen, die auf Stelzen dahin schreiten und dabei durch Hitzestrahlen töten, sind schon fast als Klischee in uns verankert. Auch die aus riesigen Köpfen und vielen Tentakeln bestehenden Aliens waren keine Überraschung.


    Bis zum Schluss ist es mir leider nicht ganz gelungen, in die Geschichte zu finden. Dazu war mir der Erzählstil dann doch zu trocken. Das Ende allerdings hat mit einer Lösung aufgewartet, die mir sehr gut gefallen hat und die mich mehr noch zum Nachdenken angeregt hat, als all die Anspielungen und Kritiken zuvor.


    An Bonusmaterial liegen dem Buch schön gestaltete Postkarten bei, die neben dem Cover weitere Varianten der Marsianer zeigen. Sie entsprechen dem Stil der Illustrationen im Buch, wenn diese auch in schwarz-weiß gehalten sind.


    Fazit: Mir geht es mit Klassikern oft so, dass ich sie insofern interessant finde, als das sie bahnbrechende Wege in ihrem Genre gehen und daraus viele neue Werke entstehen – leider sind sie oft auch in einem Erzählstil geschrieben, den ich nicht so flüssig lesen kann. Auch hier war das der Fall und für einige sehr gute Szenen musste ich mich durch viele trockene Seiten „arbeiten“. Nichtsdestotrotz hat das Werk den Status des Klassikers der Science Fiction nicht umsonst bekommen.

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    MamiAusLiebes avatar
    MamiAusLiebevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Dieses Buch sollte man gelesen haben!
    zu Recht ein Klassiker

    Worum es geht:
    Als sich außerirdische Flugobjekte der Erde nähern, erfahren die Menschen, dass sie nicht allein im Universum sind. Die Fremden sind den Erdbewohnern technisch weit überlegen und machen schnell klar: sie kommen nicht in Frieden. Als die Invasion der Erde beginnt, entbrennt ein Krieg, bei dem nicht weniger auf dem Spiel steht, als das Überleben der gesamten Menschheit… 


    Cover:
    Das Cover ist ein wahrer Blickfang. Ich habe das Buch häufiger in der Bahn gelesen und wurde mehrmals darauf angesprochen. Hier wurde also alles richtig gemacht.


    Meine Meinung:
    Vor dem Lesen war ich ganz gespannt. Krieg der Welten ist als Klassiker und eines DER Science-Fiction Bücher bekannt. Da war die Aufregung und Freude auf das Buch groß.
    Nun bin ich durch und gebe dem Erfolg recht. Es ist ein wahnsinnig gutes Buch. Ich dachte vorab, dass ich den Verlauf der Geschichte bereits kenne, da ich die Verfilmung aus dem Jahr 2005 gesehen habe. Aber weit gefehlt. Das Buch und der Film haben nicht viel gemeinsam. 
    In der geschriebenen Form sind die gewählten Wörter und ausdrucksstarken Beschreibungen einfach unglaublich gelungen und machen das Buch zu einem Lesegenuss.

    Warum dann nur 4 statt 5 Sterne? Tja so gelungen die Geschichte auch ist, die vielen Schreibfehler im Buch dämpfen den Spaß aber etwas. Zudem fand ich persönlich die Sätze zu lang. Hier wurde sehr viele Kommas genutzt und aus mehreren Sätzen wurde einer gemacht. Das muss man einfach mögen.

    Dennoch empfehle ich jedem dieses Buch einmal gelesen zu haben. Die Weitsicht und das Schreibtalent von H. G. Wells sind in der Tat bemerkenswert. Ich habe es absolut genossen.


    Bewertung:
    4 Sterne

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    federfantastikas avatar
    federfantastikavor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein Klassiker in moderner Aufmachung, der nach am Originalton ist.
    Der Krieg kommt vom Mars

    H. G. Wells - Der Krieg der Welten

    Ein Klassiker der Sci-Fi, ein wahres Meisterwerk. Spannend und kritisch zugleich.
    Die Sprache ist modernisiert und gleichzeitig für die Zeit authentisch gehalten.

    Die Charaktere
    Erzählt wird die Story aus der Perspektive eines Schriftstellers, der durch sein umfassendes Wissen als Beobachter sämtliche Facetten abdecken kann.

    Die Story
    Die Marsianer sind auf der Erde gelandet, doch sie sind alles andere als friedlich. Sie wollen die Welt für sich beanspruchen - und bringen Tod und Zerstörung über London.

    Mein Fazit
    Spannendes Buch. Wie damals üblich teils sehr ausschweifend, teils wissenschaftlich, teils auf die Gesellschaft und ihre Menschen eingehend. Ein sehr tolles Buch, was sich meiner Meinung nach super als Schullektüre eignen würde.
    Ein paar Fehler in der Übersetzung, bzw der Zeichensetzung und Rechtschreibung sind aufgefallen - die müssten bei einer Neuauflage einfach noch korrigiert werden, haben mich aber im Lesefluss nicht gestört.
    Empfehlen kann ich es jedem Sci-Fi-Fan, jedem interessierten Leser und vor allem auch der jüngeren Generation - denn an Spannung mangelt es diesem Werk wahrlich nicht!


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    K
    Katharina99vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Klassiker der Science-Fiction Literatur und zugleich ein spannender, sozialkritischer Roman.
    Klassiker der Science-Fiction Literatur und zugleich ein spannender, sozialkritischer Roman.

    Der Roman "Krieg der Welten" gehört neben den Werken von Jule Vernes zu den Klassikern der Science Fiction Literatur. Seit seinem Erscheinen 1898 inspirierte er zahlreiche Filme, Computerspiele, Sequels oder Hörspiele (darunter jenes von 1938, das in New York für Panik sorge, da zahlreiche HörerInnen es für eine authentische Reportage über die Landung Außerirdischer hielten).

    Die Handlung ist dabei rasch erzählt: Eine Vorhut von Marsianern landet auf der Erde. Hochintelligente Wesen, die sich in tödlichen Kampfmaschinen fortbewegen und sich anschicken, die rohstoffreiche Erde zu übernehmen. Aus der Sicht eines neugierigen Engländers wird der aussichtslose Kampf der Menschheit gegen die Invasoren geschildert, der - soviel sei verraten - ein sehr kreatives und überraschendes Ende nimmt. Die Handlung liest sich dabei nicht nur außerordentlich spannend, sie stellt zugleich eine Kritik am damaligen Kolonialismus dar und thematisiert auf erstaundlich aktuelle Weise den Umgang des Menschen mit der Natur.

    Der Schreibstil ist sehr ökonomisch gehalten: Auf gut 300 Seiten (also deutlich unter dem Durchschnitt moderner Fantasy-Literatur) wird quasi der gesamte Krieg um die Erde abgehandelt. Bisweilen merkte man, dass der Text über 100 Jahre alt ist, insgesamt hat mir der nüchterne Sprachstil aber sehr zugesagt. Die von anderen RezensentInnen geäußerte Kritik an der Übersetzung teile ich insofern nicht - ich kenne allerdings auch die beinahe zeitgleich beim Fischer-Verlag erschienen Übersetzung nicht.

    Die Aufmachung des Buches fand ich sehr gelungen. Es ist zwar "nur" ein Taschenbuch, enthält aber vereinzelte Illustrationen und Postkarten mit passenden Motiven.

    Wer sich auch nur im entferntesten für phantastische Literatur interessiert, sollte "Krieg der Welten" gelesen haben, da das Buch völllig zurecht zu den Klassikern der Literatur gehört. Die neue Ausgabe des Mantikore-Verlags bietet sich dafür gut an.

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    AK87s avatar
    AK87vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Neuübersetzung sehr eng am Originaltext
    Neuübersetzung sehr eng am Originaltext

    „Als sich außerirdische Flugobjekte der Erde nähern, erfahren die Menschen, dass sie nicht allein im Universum sind. Die Fremden sind den Erdbewohnern technisch weit überlegen und machen schnell klar: sie kommen nicht in Frieden. Als die Invasion der Erde beginnt, entbrennt ein Krieg, bei dem nicht weniger auf dem Spiel steht, als das Überleben der gesamten Menschheit…“

    Das Buch hat ein sehr interessantes Vorwort, dass die Literarische Stellung und Vorreiterrolle des Buches „Krieg der Welten“ von H.G. Wells eindrucksvoll hervorstellt.

    Es war der erste Roman Science-Fiction Roman überhaupt, geschrieben im Jahr1898. Er diente vielen weiteren Romanen als Vorlage und auch anderen Klassikern wie dem berühmten Hörspiel von Orson Wells 1938, dass eine Panik auslöste und Menschen dazu veranlasste fluchtartig die Städte zu verlassen. 

    Ich habe mich mit der Bewertung dieses Klassikers sehr schwer getan.

    Nach dem Vorwort war ich noch neugieriger auf diesen Klassiker, als ich vorher sowieso schon war.

    Nachdem ich die ersten Sätze gelesen hatte, musste ich leider feststellen, dass ich mich sehr schwer damit getan habe, in die Geschichte einzutauchen. Die Sätze sind extrem lang und verschachtelt. Die Wortwahl wechselt zwischen modernen und gängigen Wörtern und alten, heutige nicht mehr  gängigen Worten (bei einem Buch von 1898 nicht sehr verwunderlich).

    Trotzdem war ich der Meinung, dass ich mich nur an den unüblichen Satzbau und Schreibstil gewöhnen musste. Leider gelang mir dies nicht. Ich bin über einige offensichtliche Übersetzungsfehler gestolpert, die einfach keinen Sinn machten (z.B. Seite 79 “Ich gab dem Pferd einen Schmitz mit der Peitsche” ). Dadurch und durch die Länge der Sätze habe ich die Orientierung innerhalb der Geschichte verloren und auch den Spaß am lesen.  

    Nun blieb für mich die Frage offen, ob der Roman „Krieg der Welten“ an sich nichts für mich ist, oder ob die Neuübersetzung für mich nicht die richtige Version ist. Um dies beurteilen zu können habe ich mir in der Bücherei eine ältere Übersetzung ausgeliehen. Im Vergleich dieser beiden Übersetzungen sind mir doch einige Unterschiede aufgefallen. In der älteren Version sind die Sätze deutlich kürzer (zum Teil aus einem Satz der Neuübersetzung wurden 3 Sätze in der älteren Übersetzung), was mir persönlich das ganze leichter gemacht hat. Ich konnte der älteren Version besser folgen.

    Die Neugierde trieb mich zuletzt dazu, beide Versionen mit dem englischen Original zu vergleichen. Dabei fällt auf, dass die Neuübersetzung wörtlich genauer am Original ist (wobei einige Sätze komplett ausgelassen werden). Die ältere Version die mir vorliegt, ist freier übersetzt was sowohl die Satzlänge als auch den deutschen Satzbau betrifft. 

    Die Frage, die sich jeder selbst beantworten muss ist nun welche Version er bevorzugt.

    Die Neuübersetzung die näher am Original Text ist, oder eine ältere Version.

    Ich persönlich wähle die ältere Übersetzung, da diese für mich leichter verständlich ist.

     

    Die schönen Illustrationen aus der Neuübersetzung gehen mir damit leider verloren.

    Sie sind sehr passend, stilecht und schön als schwarz-weiß Skizzierung umgesetzt.

     

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    katze267s avatar
    katze267vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: sehr stilgerechte und geschmackvolle Neubearbeitung eines zu recht weltberühmten Klassikers der phantastischen Literatur
    Klassiker der phantastischen Literatur in gelungener Neubearbeitung

    Im Jahre 1894 landet ein unbekannter zylindrischer Körper auf der Erde, genauer in der Nähe eines kleinen englischen Dorfes nicht weit von London. Schnell wird klar, er ist außerirdischen Ursprungs,genauer gesagt kommt er vom Mars, von dort kommende Lichtblitze wurden mit dem Teleskop beobachtet.Bald öffnet sich der Zylinder und nach kurzer Zeit wird deutlich, die darin befindlichen Marsianer kommen nicht in friedlicher Absicht. Mit einem Hitzestrahl vernichten sie die umstehenden Beobachter und die unmittelbare Umgebung, doch das ist erst der Anfang.Weitere Zylinder landen und die Marsianer beginnen zielstrebig mit dem Bau wirkungsvoller Vernichtungsmaschinen. Die Gewehre, ja selbst die Kanonen der Menschen erweisen sich als wirkungslos, lediglich ein Glückstreffer gelingt. Als dann die Eroberer auch noch Giftgas einsetzen bricht Panik aus, die Bevölkerung flieht, London wird evakuiert. Gibt es wirklich keine Rettung?

    H.G. Wells schafft schon 1894 das Schreckensszenario einer außerirdischen Bedrohung, ja Vernichtung. Doch verurteilt er die Marsianer nicht in Bausch und Bogen. Er zieht Parallelen zu menschlichen Verhaltensweisen gegenüber Tieren, vergleicht die Zerstörung der Dörfer und Städte, die Tötung der Menschen mit der Zerstörung eines Ameisenstaates. Er wirft die Frage auf, ob die intellektuell hochentwickelten Marsianer die Menschen nicht als unterlegene Lebewesen, den Tieren vergleichbar, betrachten und entsprechend ähnliche Verhaltensmuster aufweisen.

    Dieser berühmte Klassiker des phantastischen Romans, der die Inspiration zu dem aufsehenerregenden Hörspiel von 1939 lieferte und mehrfach als Filmvorlage diente, hat auch heute nichts von seiner Faszination verloren.

    Die Neuauflage des Mantikore- Verlages besticht durch eine Neuübersetzung, die den Stil und die Sprache des 19. Jahrhunderts widerspiegelt, ohne verstaubt zu wirken. Die liebevollen Illustrationen verstärken das „Feeling“ des ausgehenden 19. Jahrhunderts, den Zeitgeist dieser Epoche noch..

    Bemerkenswert ist auch der Prolog, der einiges Hintergrundwissen über Jules Verne und H.G. Wels vermittelt und gewisse Aspekte des Romans stärker in den Blickpunkt des Lesers rückt.

    Eine rundum gelungene Neuauflage des bekannten Romans.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Mantikoreverlags avatar
    Liebe Leserinnen und Leser, 
    es ist soweit! Der ABSOLUTE KLASSIKER der Scifi - das legendäre Buch KRIEG DER WELTEN ist vor kurzem in unserem Verlag als Illustrierte Neuübersetzung erschienen. Nun  möchten wir euch gerne zu einer Leserunde dieses spannenden Klassikers aufrufen. Hierzu spendieren wir 10 Bücher! 


    Darum geht es:... 
    Als sich außerirdische Flugobjekte der Erde nähern, erfahren die Menschen, dass sie nicht allein im Universum sind. Die Fremden sind den Erdbewohnern technisch weit überlegen und machen schnell klar: sie kommen nicht in Frieden. Als die Invasion der Erde beginnt, entbrennt ein Krieg, bei dem nicht weniger auf dem Spiel steht, als das Überleben der gesamten Menschheit… 

    Der Krieg der Welten (Original: The War of the Worlds) ist einer der bekanntesten Werke von H. G. Wells. Der erstmals 1898 erschienene Roman über die Invasion der Erde durch Außerirdische ist nach beinahe 120 Jahren immer noch von kultureller und literarischer Bedeutung und beeinflusste zahlreiche fiktionale Werke – angefangen bei Orson Welles‘ berühmtem Hörspiel von 1938 bis hin zu modernen Interpretationen wie Jeff Waynes The Musical Version of The War of the Worlds und Roland Emmerichs Independence Day.
    ...  
    Wer an dieser Leserunde teilnehmen möchte braucht sich hier einfach nur zu bewerben.   Bitte gebt auch an, wo ihr eure Rezension (möglichst zeitnah!) veröffentlichen werdet (sehr freuen wir uns auch über Rezis auf eigenen Blogs und auf Amazon). Wir freuen uns schon auf euer Feedback. 

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    Viele Grüße  
    euer Mantikore-Verlag
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