Wohin der Stier Europa trug. Kretas Geheimnis und das Erwachen des Abendlandes

von H.G. Wunderlich 
5,0 Sterne bei1 Bewertungen
Wohin der Stier Europa trug. Kretas Geheimnis und das Erwachen des Abendlandes
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Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783498072698
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:351 Seiten
Verlag:Rowohlt

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    BTOYAs avatar
    BTOYAvor 9 Jahren
    Rezension zu "Wohin der Stier Europa trug. Kretas Geheimnis und das Erwachen des Abendlandes" von H.G. Wunderlich

    Die packende Neudeutung des europäischen Mythos.

    In Knossos entdeckte Sir Arthur Evans Anfang des 20. Jahrhunderts die Überreste einer ehemals glanzvollen Epoche. Weitläufige Baukomplexe kündeten von der Pracht der untergegangenen minoischen Kultur am Beginn der Geschichte Europas. Siebzig Jahre später jedoch meldete der Geologe Hans Georg Wunderlich begründete Zweifel an dieser Deutung an, denn bei genauer Betrachtung der archäologischen Zeugnisse zeigten sich zahlreiche Widersprüche. Seine packende und streitbare Analyse gibt bis heute zu denken.

    Zum Autor:
    Hans Georg Wunderlich (* 19. Januar 1928 in Stuttgart; † 28. Mai 1974 in Stuttgart) war ein deutscher Geologe.

    Wunderlich studierte in Bonn und Göttingen Geologie; 1963 wurde er Professor in Göttingen, 1970 Ordinarius für Geologie und Paläontologie in Stuttgart. Er war ab 1969 Hauptkoordinator für das Schwerpunktprogramm Geodynamik des mediterranen Raums der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

    Bei seinen geologischen Studien auf Kreta wurde er auf den Palast von Knossos aufmerksam. Er widersprach der etablierten These von Sir Arthur Evans, wonach die Minoische Kultur äußerst friedfertig und zivilisiert gewesen sei, und wies stattdessen auf Indizien auf einen ausgeprägten Totenkult hin, ähnlich dem der gleichzeitigen ägyptischen Kultur des Alten Reichs.

    In dem Band "Wohin der Stier Europa trug" (1972) analysiert er die kretominoischen Ausgrabungen aus der Perspektive der Geologie und stellte etliche Widersprüche in Evans Theorien fest; beispielsweise seien die als Badewannen bezeichneten Vorrichtungen für das Baden gänzlich ungeeignet, da ihre Ummantelung aus einem wasserlöslichen Material bestehe und auch kein Abfluss vorgesehen sei. Die Lichtschächte hält er für Belüftungschächte, die nicht der Beleuchtung, sondern der Ventilation dienten.

    Auch sei es unwahrscheinlich, dass die ausnahmslos auf Anhöhen gelegenen „Paläste“ und „Villen“ dauerhaft bewohnt waren, da dort keine Wasserversorgung sichergestellt sei; die gefundenen Brunnen hält er für nicht tief genug und interpretierte sie daher als Zisternen. Wunderlich geht daher davon aus, dass die Bevölkerung in den Ebenen lebte und die so genannten Villen und Paläste tatsächlich Totentempel waren.

    Wunderlichs Kritik rief einen langwährenden wissenschaftlichen Streit um die kretominoischen Funde hervor, gilt heute aber als Außenseitermeinung und wird für weitgehend widerlegt gehalten. (Wikipedia)

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