H.S. Palladino

 3,3 Sterne bei 19 Bewertungen

Lebenslauf

Hilde Palladino ist eine norwegische Autorin, die sich nicht im stillen Kämmerchen einschließt, um zu schreiben. Sie reist seit 20 Jahren und liebt es, nur wenige Dinge zu besitzen. Am wohlsten fühlt sie sich über und unter Wasser in Indonesien, und auch in ihrer Heimat Norwegen.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von H.S. Palladino

Cover des Buches Die den Schnee fürchten (ISBN: 9783734112713)

Die den Schnee fürchten

(14)
Erschienen am 13.12.2023
Cover des Buches Wer die Schuld trägt (ISBN: 9783734112720)

Wer die Schuld trägt

(5)
Erschienen am 19.03.2025

Neue Rezensionen zu H.S. Palladino

Cover des Buches Wer die Schuld trägt (ISBN: 9783734112720)
ViktoriaScarletts avatar

Rezension zu "Wer die Schuld trägt" von H.S. Palladino

ViktoriaScarlett
Eine Steigerung gegenüber Band 1

Der zweite Band war besser als der Erste, es gab mehr Spannung, doch auch ein paar langatmige Szenen. Erfahre unten im Text, wie mir das Buch gefallen hat.

Meine Meinung zum Cover:
Auf dem Cover ist ein Handlungsort der Geschichte zu sehen, der von großer Bedeutung ist. Mir gefällt das Bild, weil es sehr stimmig ist. Die düstere Atmosphäre passt zur finsteren Stimmung, die über dem See schwebt. Die Gesamtgestaltung ist damit gut gelungen. 

Meine Meinung zum Inhalt:
Der Einstieg in die Geschichte kam überraschenderweise aus einer ganz anderen Sicht, als ich erwartet hatte. Wie schon beim ersten Band ist der Schreibstil der Autorin auch hier sehr bildhaft und ausführlich. Ich kam recht schnell in die Geschichte hinein und vertiefte mich in die Handlung.

Nachdem mir der erste Band nicht so gut gefallen hat, wollte ich der Reihe mit dem Zweiten nochmal eine Chance geben. Er ist auf jeden Fall besser als der Erste. Die Geschehnisse waren fokussierter und nicht mehr so wirr und auf Björk fixiert. Parallel zu Björks Handlungsstrang gab es einen von Jenny aus dem Jahr 2006. Die Geschehnisse mit ihr hatten mit einen achtzehn Jahre alten ungelösten Fall zu tun, wobei die Ausmaße heftiger waren als erwartet. Wie genau das Ganze zusammenhing, kann ich aus Spoilergründen nicht näher ausführen. Durch ihre Sicht war ich den Ermittlungen von Björk und Absalon Lund ein großes Stück voraus.

Daraus resultierte auch, dass ich mir nach circa einem Drittel des Buches sicher war den Täter gefunden zu haben. Im Laufe der Handlung verstärkte sich die Überzeugung immer mehr, bis sie schließlich durch das Finale bestätigte wurde. Björk ermittelte ziemlich lange nahezu alleine. Sie lieferte Ergebnisse und dennoch wurde sie nicht wieder in das Ermittlungsteam aufgenommen. Stattdessen erpresste ihr angeblicher Freund und Wegbegleiter Abs sie quasi, dass sie eine Information besorgen sollte, damit sie wieder aufgenommen wird, obwohl es gegen ihre Verschwiegenheitsklausel verstieß. Je weiter die Handlung voranschritt, umso weniger konnte ich Absalon, genannt Abs, leiden. 

Zum Glück gab es in dem Band weniger langatmige Szenen, obwohl sie noch vorhanden waren. Manche kleineren Szenen hätte man getrotzt streichen können und es hätte nichts Wichtiges gefehlt. Ich fand es ungut, dass Björk ihre Ermittlungen scheinbar wichtiger waren als ihre Tochter. Sie hatte eine Besessenheit entwickelt, durch die sie absolut fixiert war. Einerseits half es die Mordserie zu klären, anderseits litt ihr Privatleben massiv darunter. Ich konnte ihre Ex-Freund verstehen, fand sein Verhalten jedoch übertrieben und etwas „Ping Pong“-haft. 

Die Geschehnisse waren nicht gerade übermäßig spannend, aber auch nicht langweilig. Manchmal fehlte mir die Motivation weiterzulesen, weil die Handlung mehr dahin plätscherte als mit Spannung gespickt war. Dann gab es wiederum einige Szenen, die ich gut fand. Vor allem wenn Björk richtig kombinierte und AHA-Momente hatte, wurde es spannend. 

Die letzten 85 Seiten las ich in einem Rutsch, weil sie recht flüssig waren und es keine unnötigen Ausschweifungen gab. Das Finale wurde gut eingeleitet, obwohl es vorhersehbar war. Ich fand es aufregend, nur endete es zu abrupt. Immerhin wurde die Wahrheit aufgedeckt und damit die ganze Tragweite der Taten. Es wurden die wichtigen roten Fäden schlüssig aufgelöst. Wobei eine Szene vermuten lässt, dass dies nicht der letzte Band der Reihe sein wird. 

Mein Fazit:
Der zweite Band der Reihe um Björk war wesentlich besser als der Erste. Es gab mehr Spannung, die zwar nicht abhob, doch immer wieder zu spüren war. Dennoch musste ich einige langatmige Szenen überstehen, die ich als unnötig empfand. Richtig gut war der zweite Handlungsstrang um Jenny, durch den ich mehr Informationen hatte als Björk und Abs. Erstere ermittelte beinahe alleine, weil ihr Abs nicht wirklich helfen konnte und auch nicht wollte. Sie lieferte gute Ergebnisse, wobei ihr Privatleben massiv darunter litt. Ich selbst hatte bereits nach circa einem Drittel des Buches herausgefunden, wer der Täter war. Nur die Zusammenhänge fehlten mir. Somit waren die Geschehnisse mit einer großen Vorhersehbarkeit verwoben. Immerhin war das Ende ganz gut, obwohl mir das Finale zu abrupt war. Die meisten roten Fäden wurden aufgelöst.

Ich vergebe 4 von 5 möglichen Sternen!

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!

Cover des Buches Die den Schnee fürchten (ISBN: 9783734112713)
-Anett-s avatar

Rezension zu "Die den Schnee fürchten" von H.S. Palladino

-Anett-
Schnee. Schuld. Albträume.

Seit Bjørk Isdahl nach einem Fehlurteil ihre Karriere als Profilerin verloren hat, arbeitet sie als Wut-Coach und Drogenberaterin. Doch sie wird immer wieder von schrecklichen Albträumen heimgesucht: Sie liegt angekettet im Schnee und kann sich nicht befreien. Schon der Einstieg in die Geschichte sorgt für eine düstere Atmosphäre und erzeugt eine leichte Gänsehaut.

Eines Nachts meldet sich die drogenabhängige Azora bei ihr – eine junge Frau, die Bjørk aus ihrer Zeit in einer Entzugsklinik kennt. Zunächst will Bjørk keinen Kontakt, doch als Azora sagt: „Ich weiß, wieso du Albträume hast.“, ist Bjørk schockiert. Sie macht sich mitten in der Nacht auf den Weg, um Azora zu treffen – doch vor ihren Augen stürzt sich diese vom Dach eines Hauses in den Tod.

War es Selbstmord, ein Unfall oder Mord?
Bjørk kann nicht loslassen und beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln. Dabei gerät sie immer tiefer in das Drogenmilieu, trifft auf Männer mit Aggressionsproblemen – und wird schließlich selbst zur Verdächtigen.

Die Handlung wirft immer wieder Fragen auf: Warum handelt Bjørk so, wie sie handelt? Warum sucht sie keine Hilfe, obwohl sie Angst um ihr Leben hat? Und erlebt sie die Ereignisse tatsächlich so – oder trügt sie ihr eigenes Trauma?
Diese psychologische Ungewissheit ist einerseits faszinierend, andererseits führt sie dazu, dass die Spannung zwischendurch etwas abflacht.

Fazit:
„Die den Schnee fürchten“ ist kein klassischer Thriller, sondern eher ein Krimi mit psychologischer Tiefe. Der Anfang ist äußerst spannend und atmosphärisch dicht, im Mittelteil verliert sich die Handlung jedoch zeitweise in psychologischen Beschreibungen. Die Wendungen sind gelungen, und am Ende werden alle offenen Fragen schlüssig beantwortet. Insgesamt ein guter, stellenweise etwas langatmiger, aber lesenswerter Thriller mit ungewöhnlicher Hauptfigur.

Cover des Buches Die den Schnee fürchten (ISBN: 9783734112713)
ViktoriaScarletts avatar

Rezension zu "Die den Schnee fürchten" von H.S. Palladino

ViktoriaScarlett
Entsprach nicht meinen Erwartungen

Die Geschichte zog sich mit der Zeit immer mehr in die Länge und wurde langatmig, dennoch gab es auch ein bisschen positives. Mehr teile ich dir spoilerfrei im Text mit.

Meine Meinung zum Cover:
Auf dem Cover ist eine Schneelandschaft mit ein paar Büschen und ein wenig Gras zu sehen, die in einer einsamen Gegend zu liegen scheint. Im unteren Bereich ist ein in den Schnee getrampelter Weg mit einer Blutlache zu erkennen. In der Ferne geht eine Person den Weg hinunter, wer sie ist, weiß man nicht. Die weinrote Titelschrift sticht am meisten hervor. Das Cover vermittelt einen ruhigen Eindruck, obwohl das was dahintersteckt es definitiv nicht ist. Da es im Prinzip ein Motiv aus der Geschichte ist, finde ich es passend.

Meine Meinung zum Inhalt:
Ich wollte das Buch lesen, weil mich der Klappentext neugierig gemacht hatte, denn das Setting versprach eine spannende Geschichte. Der Schreibstil der Autorin H.S. Palladino ist sehr umfangreich und bildhaft. Sie beschreibt Gedankengänge ausführlich, wodurch man sich gut in die Protagonistin Bjørk Isdahl einfühlen kann. 

Die Geschehnisse werden aus der Sicht von Bjørk Isdahl erzählt. Die Profilerin ist im Grunde nur noch ein psychisches Wrack. Ein Großteil der Handlung beschäftigt sich mit ihrem Zustand, ihrer Angst und ihren Zusammenbrüchen. Sie lügt sich selbst und anderen einiges vor. Ich verstand nicht, warum sie alles, was sie herausfand nicht an die Polizei weitergab. Die erste Hälfte des Buches war durch ihr Verhalten und die Tatsache, dass es sich ständig um ihre Verfassung drehte enorm anstrengend zu lesen. So manche Szenen zogen sich in die Länge, weil sich manche Sachen wiederholten. Ihre privaten Ermittlungen zum Todesfall von Azora traten immer wieder in den Hintergrund.

Erst als ein großes Geheimnis durch einen Brief aufgelöst wurde, kam ich besser mit ihr klar. Mit der Zeit merkt man, dass Bjørk um einiges tiefer in die Ereignisse involviert ist, als sie oder die meisten Beteiligten ahnten. Immerhin fand ich die Handlung nun etwas spannender und war sogar neugierig, was sie herausfinden würde. Jetzt endlich wollte ich erfahren, was es mit ihren Albträumen auf sich hatte und was das alles mit ihren Eltern und Azora zu tun hat. Im letzten Drittel gelang es mir sogar bei einigen wenigen Szenen mit zu fiebern. 

Dann kam der finale Showdown in Bezug auf Azora. Die Wendung und das Motiv hatte ich so nicht erwartet, wobei die Person bereits auf meiner Verdächtigenliste war. Dennoch konnte ich die Beweggründe nur halb verstehen und fand sie nicht ganz logisch. Wenigstens gelang es Bjørk danach noch zwei große und wichtige Geheimnisse aufzuklären. Hierbei war ich tatsächlich positiv überrascht, weil ich nicht damit gerechnet hatte. Somit konnte das Ende noch einiges retten und war ein solider Abschluss. Was mich allerdings störte waren die vielen losen Fäden, welche die Autorin bis zuletzt nicht zusammengeführt hatte oder die verloren gingen. 

Mein Fazit:
Die Geschichte dieses Buches entsprach nicht meinen Erwartungen. Die erste Hälfte des Buches zog sich massiv in die Länge und war durch Bjørks Verhalten ziemlich anstrengend. Ihre Heimlichtuerei allen gegenüber machte es nicht besser. Erst in der zweiten Hälfte begann mir die Geschichte zu gefallen, es kam Spannung auf, unerwartete Wendungen trafen ein. Das Ende kam mir in Teilen etwas unlogisch vor, zudem wurden zu viele rote Fäden nicht aufgelöst. Dennoch gab es ein Abschluss mit wichtigen Offenbarungen für Bjørk. Für mich ist das Buch ein Krimi, kein Thriller.  

Ich vergebe 3 von 5 möglichen Sternen!

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!

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