Ha Jin Ein schlechter Scherz

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Inhaltsangabe zu „Ein schlechter Scherz“ von Ha Jin

Ha Jin, der "Meister der Miniatur" (amazon.com), erzählt in diesem Band von der Ironie der Tyrannei in all ihren Varianten und lässt den Leser mit seinen Figuren hautnah spüren, was der zunehmende Einfluss des Westens auf eine immer noch durch und durch kontrollierte Alltagswelt für bitter-ironische Konsequenzen beinhalten kann. Es sind die unfreiwillig komischen Missverständisse, die aus einem unterschiedlichen Gerechtigkeitssinn resultieren und bei denen einem das Lachen im Halse stecken bleibt, aus denen Ha Jin eine emotionale Nähe zu unserem westlichen Alltag evoziert, "die sowohl an Anton Tschechow als auch an den frühen Ernest Hemingway erinnern" (Commercial Appeal).

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  • Intelligente und humorvolle Sozialkritik eines sino-amerikanischen Autors

    Ein schlechter Scherz

    tuman7

    21. January 2014 um 03:21

    Insgesamt zwölf Erzählungen des in die USA emigrierten chinesischen Autors Ha Jin finden sich in diesem Band. Diese spielen zeitlich im Wesentlichen in den Jahren nach der Kulturrevolution bis etwa in die 1990er Jahre, setzen sich also mit dem modernen China auseinander, nicht mit den Schrecken des Maoismus. Thematisch können die meisten Erzählungen in den weiten Bereich der Kritik an den sozialen oder politischen Zuständen Chinas eingeordnet werden. Wichtig ist jedoch, daß der Autor nicht mit dem erhobenen Zeigefinger als "frisch erleuchteter Exilant" auf die "Zurückgebliebenen" zeigt, sondern mit scharfer Beobachtungsgabe und intelligentem Humor seine Geschichten entwickelt. Dargestellt werden so wichtige Probleme wie Justiz- und Polizeiwillkür, Vetternwirtschaft und Korruption sowie der Konflikt zwischen traditionellem Lebensstil und moderner Gesellschaft, die sich auf Dauer auch westlichen Einflüssen nicht entziehen kann. Dankenswerterweise erfolgt die Darstellung, wie bemerkt, ohne symbolisch gemeinte Schuldzuweisungen an die einzelnen Protagonisten. Zu keinem Zeitpunkt hat der Leser bei der Lektüre das Gefühl, in einem moralischen oder politischen Erziehungsseminar zu sitzen - ein Gefühl, das leider nur allzu oft aufkommt, wenn Autoren sich an "gesellschaftskritischen" Thematiken versuchen.  Für jeden, der an China und chinesischen Themen interessiert ist, kann ich das Buch uneingeschränkt empfehlen, da die hier versammelten Erzählungen nicht nur thematisch interessant, sondern durch ihren lebendigen Schreibstil und den die Texte durchziehenden - manchmal subtilen, manchmal offener zutage tretenden - Humor auch literarisch wertvoll sind.

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