Hagen Schaub Mumienstadt Wien

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Inhaltsangabe zu „Mumienstadt Wien“ von Hagen Schaub

Wachsleichen, mumifizierte Köpfe, Finger oder Hände, konservierte Körperteile – vielfach ist uns heute kaum mehr bewusst, welch wichtiges gesellschaftliches Phänomen Mumien einst waren. Unverweste menschliche Körper dienten in wichtigen Lebensbereichen bestimmten Zwecken und waren somit Teil der Lebenswelt unserer Vorfahren. Mit Beginn der Neuzeit setzte in Wien so etwas wie das „goldene Zeitalter“ der Mumien ein, in Religion und Bestattungsbrauchtum und schließlich in der sich entwickelnden modernen Medizin kam ihnen wachsende Bedeutung zu. Robert Bouchal und Hagen Schaub dokumentieren die erstaunliche Vielfalt der in Wien erhaltenen mumifizierten Körper, die von den ägyptischen Mumien im Kunsthistorischen Museum bis zu Leichnamen aus der Blütezeit der Balsamierungskunst, dem späten 19. und beginnenden 20. Jahrhundert, reichen. Erstmals werden alle Aspekte der Wiener Mumienkultur in sorgfältiger Zusammenschau präsentiert, eindrucksvolle Fotos führen in die faszinierende Welt der unverwesten Leichname.

Ästhetisch und anschaulich, mit notwendigem kritischen Abstand - für Interessierte sehr informativ!

— Karin_Kehrer
Karin_Kehrer

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    Mumienstadt Wien
    Karin_Kehrer

    Karin_Kehrer

    30. March 2017 um 18:55

    Unverweste Leichname, konservierte Körper oder Teile davon wirken oft auf den ersten Blick als gruselige Zeugnisse einer längst vergangenen Zeit.Sie geben aber auch Einblicke in Kult und Brauchtum, in das Denken und den Glauben alter Gesellschaften. Robert Bouchal ist als Autor und Fotograf tätig, widmet sich besonders dem Thema Höhlenforschung. Hagen Schaub beschäftigt sich u.a. mit Vampirglauben, Hexen und Mumien. Die beiden Autoren haben schon einige gemeinsame Publikationen verfasst.Die vorliegende behandelt den Schwerpunkt Mumien und Leichenkonservierung in Wien und reicht zeitmäßig von der Aufklärung über die Renaissance bis in das 19. und 20. Jahrhundert.Dabei werden sachlich und trotzdem spannend die verschiedenen Zugänge zu diesem doch recht speziellen Thema abgehandelt, z.B. wird immer wieder in Frage gestellt, inwieweit die Zurschaustellung von Mumien wissenschaftlichen oder doch eher sensationslüsternen Motiven dient.Die Geschichte der Mumifizierung in Europa wird ebenfalls erläutert. Im Gegensatz zu der ägyptischen Kultur, in der die Erhaltung des toten Körpers Meisterschaft erreicht hat, war dies in Europa nie der Fall. Die meisten Mumien verdanken ihre Erhaltung wohl eher den zufälligen klimatechnischen Bedingungen.Ein weiteres Kapitel ist den medizinischen Präparaten gewidmet, ebenso dem Thema Mumien als Medizin.Auf jeden Fall ein interessanter Streifzug durch die Geschichte der Leichenkonservierung, versehen mit zahlreichen, durchaus ästhetischen Abbildungen, die natürlich sicher nicht jedermanns Sache sind. Ergänzt wird das Buch durch eine Liste mit Hinweisen zu Besichtigungen, Quellenangaben und eine kurze Vita der Autoren. 

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