Hagen Ulrich Hochzeit der Vampire ...

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Inhaltsangabe zu „Hochzeit der Vampire ...“ von Hagen Ulrich

Single, schwul und Vampir. Als ob das nicht reichen würde. Ein furchtbares Unglück, bei dem ein Großteil des marokkanischen Buchari-Vampir-Clans ums Leben kommt, katapultiert den 22jährigen Oud-Musiker Elias in die Rolle des Erben der Familienstiftung, denn Lalla Sara, die 800 Jahre alte Vorsitzende der Stiftung, möchte sich eigentlich zur Ruhe setzen.Elias aber träumt von einem Leben als Musiker und Lalla Sara sieht, dass Elias in Depressionen versinkt und schickt ihn mit seiner Zwillingsschwester Mounia zum Studium nach Bonn. Dort begegnet Elias dem Studenten Jan Meyer-Frankenforst und es funkt kräftig zwischen den beiden. Aber ganz anders, als Elias sich das wünscht. Trotzdem lässt sich Elias nicht unterkriegen, obwohl er manchmal fast verzweifelt an dem blonden Idioten, wie seine Schwester Mounia den eitlen Kraftsportler und oberflächlichen Modefetischisten Jan abfällig nennt. Doch der hat ganz andere Ängste, die er hinter seinem arroganten Gehabe versteckt. Er befürchtet, mit Al-Quaida unter einem Dach zu leben und macht den Zwillingen das Leben zur Hölle.Als Jan merkt, dass Elias kein verkappter Attentäter ist, ist es fast zu spät. Jan hat mit dem ganzen romantischen Vampirquatsch wie er es nennt nichts am Hut und macht nach einem Kinobesuch eine dumme Bermerkung über Vampire. Ohne zu wissen, was Elias und seine Schwester sind, verletzt er den jungen Musiker damit und treibt ihn in die Fänge einer kriminellen Schlägertruppe in Bad Godesberg. Der alte Hausarzt der Familie Meyer-Frankenforst muss sein ganzes Können aufbieten, um den jungen Vampir zu retten, denn so hieb- und stichfest sind die Buchari-Vampire nun auch wieder nicht. Doch dieses Ereignis hat überraschende Folgen für die Beziehung der beiden jungen Männer.

Hat mir gut gefallen, mal nicht das übliche Fantasydrama um halberwachsene Teenies, die die Welt retten müssen.

— Shaloemchen

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  • Leserunde zu "Krieg der Vampire" von Ulrich Hagen

    Krieg der Vampire

    HUlrich

    Drei Nächte durchgearbeitet, rotgeränderte Augen, wenig Schlaf, empörte Katzen, die ihr Kuschelquantum nicht erfüllt bekamen - aber mein vierter Roman "Krieg der Vampire" ist fertig und auf dem Weg in die Druckerei.Ich lade ein zu einer Leserunde zum vierten (und keineswegs letzten) Band meiner Urban-Fantasy-Reihe um eine etwas schräge und queere WG in einer früheren Botschaft des Vatikans in Bonn.Was ist, wenn sich Magie wieder in den Alltag bewegt? Wenn ein Vampir eigentlich ziemlich harmoniesüchtig ist und um sich herum gern weitere Mitbewohner hat?Da zieht ein Junge ein, dessen Erbe viel mit Feuer zu tun hat. Ein junger Innenarchitekt fällt in seinen Phasen schon einmal über einen Autofahrer am Steuer her, denn ein Incubus lebt von sexueller Energie. Und in der Eifel wurde die Exkursion eines Biologiekurses in ein Wolfsansiedlungsprojekt zur unfreiwilligen Geburtsstunde eines Werwolfrudels.Wie gut, dass es mit der Gayoween-Party im Alten Wartesaal eine Halloween-Party gibt, auf der sich nicht nur verkleidete Menschen tummeln.Aber im Hintergrund treibt ein sächsischer CDU-Abgeordneter sein Unwesen. Der bigotte Plauener MdB Peter Harrach geht ahnungslos mit einem mörderischen Vampir eine geschäftliche Partnerschaft ein, denn beide eint die Ablehnung der aus ihrer Sicht aus der Art geschlagenen und kranken Nachkommen- bzw. Verwandtschaft.Und dann sind da noch alte Pergamente des k.u.k.-Zensors Kovacs, die dem Bonner Romanisten Jan Meyer-Frankenforst, einem gewandelten Vampir, in die Hände fallen.Ich stelle ebooks und Prints zur Verfügung.

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  • Liebe überwindet alle Hürden

    Hochzeit der Vampire ...

    LadySamira091062

    23. February 2015 um 22:29

     Clemens und  Monika  Meyer-Frankenforst nehmen ihre Nichte Nina und deren Bruder Jan bei sich auf .Die beiden haben bei einem Terroranschlag in Ägypten  ihre Eltern verloren.Für Jan ist seitdem jeder aus dem arabischen  Gebiet ein Terrorist. Er versuch t mit allen Mitteln die Studenten ,die  in der  Villa aufgenommen werden  zu vergraulen. So auch das g´Geschwisterpaar  Elias und Moinia  Al-Buchari .Die beiden  haben bei einem Flugzeugunglück fast  die gesamte  Großfamilie verloren .Die Al-Bucharis sind eine alteingesessene Familie unter der Leitung von  Matriarchin Lalla Sara,die beschlossen hat das  ihre   Enkel in Deutschland studieren sollen. Und so treffen  2 verschiedene Welten auf einander,die verschieden aber doch vieles gemeinsam haben. Jan macht es Elias  sehr schwer  ,doch der gibt nicht auf denn er hat sich in Jan verliebt und kämpft um die Liebe und Akzeptans des jungen Deutschen.Und  es ist ein  schwerer Kampf den Elias ist nicht nur Araber und schwul ,sondern auch noch ein Vampir.Und so sehr sich Jan auch   dagegen sträubt,seine Gefühle für Elias sind stärker als  alles andere . Hagen Ulrich gelingt es in seinem Buch  sehr gut die Gefühle zwischen zwei Männern darzustellen und das in der Kombination schwul und Vampir  ohne  irgendwelche Klischees zu  beanspruchen .Mit leisem Humor und einer Prise  Sozialkritik führt er uns durch die Geschhichte .

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  • "Hochzeit der Vampire", eine schöne Alternative zu Twilight und Co.

    Hochzeit der Vampire ...

    Caspian

    04. November 2013 um 01:41

    Jaja, eigentlich komm ich ziemlich spät mit diesem kleinen Beitrag, tatsächlich habe ich das Buch bereits vor Monaten gelesen und war schon zu diesem Zeitpunkt extrem begeistert. Wir fangen mal am Anfang an. Es gibt die Familie Meyer-Frankenforst dazu gehören Clemens und Monika ein älteres Paar sowie dessen Neffe Jan und die Nichte Nina. Die Kinder haben aufgrund eines Terroranschlages ihre Eltern verloren und wir schauen in eine Zeit rein, als Jan seine Mauer aus Vorurteilen und Fremdenhass nahezu perfektioniert hat. Gleichermaßen geht es um die Familie Al-Buchari. Die Familie Al-Buchari ist eine alteingesessene arabische Familie, die sich besonders durch ihre Stiftung dem Allgemeinwohl verpflichtet sieht, unter der Führung der Matriarchin Lalla Sara fördert die Stiftung junge Studenten, besondere Talente, Musiker, Künstler und dergleichen. Außerdem haben sie einen großen Familiensitz im Atlasgebirge, in dessen Umgebung sie Ordnung und Recht sorgen, aber auch für Güte und Wohlstand. Zu dieser außergewöhnlichen Familie gehört neben Lalla Sara auch noch Kerim und Ali, zwei Brüder, sowie Elias und Mounia, die jüngsten Zwillinge. Durch einen bedauerlichen Unfall verliert die Familie sehr viele Mitglieder. Ein amerikanischer Soldat schoss versehentlich, statt eines Flugzeuges voller Terroristen, eines der Familie Al-Buchari ab. Nun der Familie Beraubt, möchte Lalla Sara, das die jüngste Generation der Familie die Stiftungsarbeit übernimmt. Sie lässt Elias und Moinia trotzdem 10 Jahre, wo sie quasi machen können, was sie wollen und möchte, dass die beiden in ein anderes Land gehen, um dort zu studieren. Ausgerechnet Deutschland ist das Ziel, ganz genau genommen Bonn und noch genauer die Villa der Meyer-Frankenforsts. So viel zur Ausgangssituation. Aufgrund der Vorurteile die Jan hat, beginn besonders für Elias ein Spießrutenlauf. Er hat sich gleich nach der Ankunft in den durchtrainierten Blonden verliebt und versucht alles, um an ihn heran zu kommen. Nun, ich kann so viel verraten, die Story ist wirklich gelungen und sehr schön erzählt. Für viele Fans sind Vampire entweder blutrünstige Monster oder glitzernde Kuscheledwards, hier findet man eine andere, zivilisiertere Variante eines Vampirs. Mir persönlich hat das Buch sehr gut gefallen. Es kommt zwar aus der Reihe Gay Fantasie, aber irgendwie ist es nicht so sehr doll kitschig geschrieben wie sehr viele andere, vergleichbare Titel. Es beschreibt tatsächlich eher Alltagsgeschehen als romantischen Kitsch, zumindest wenn man den Titel bedenkt. Im Oktober 2013 kommt aufgrund der positiven Resonanz für Hagen Ulrichs Roman, ein 2. Teil raus. Er heißt Böses Blut der Vampire, Jan und Elias werden auch hier eine Rolle spielen, u.a. wird Jan unverhofft Vater von einer seiner früheren Eroberungen. Wie Elias das aufnimmt wird sehr spannend werden. Außerdem kommen wir nach den charmanten arabischen Vampiren nun in Kontakt mit den bekannterweise sehr unmenschlichen Vampiren aus der Region um Rumänien. Der entsprechende Volksglaube beruht hier auf zwei Sagen, die des Upir aus der Ukraine, die sich auf 1047 nach Christus datieren lässt, eine sehr unschöne Sage, wonach besonders Kinder und Frauen des Nachts gefährdet sind. Eine Sage mit der Großmütter ihre Enkel zu zügeln versuchen. Und die Sage des Strigoi, ein rumänischer und albanischer Volksglaube, in denen waren sie Vampire im eigentlichen Sinne, es waren verdammte Seelen, die nie in den Himmel fahren durften. Ich kann schlicht und ergreifend nichts negatives über das Buch sagen. Einige bewerten die Einleitung als nicht so gelungen und das erst in der zweiten Hälfte die Spannung kommt, aber das ist eigentlich Normal. Legen wir die Annahme zu Grunde der Autor hat einen Mehrteiler geplant ist es absolut normal das im ersten Teil mehr Platz auf die Einführung der einzelnen Charaktere verwendet wird. Die Charaktere sind gut aufgebaut, die Handlung sehr schön in Gang gebracht und ich empfehle jedem der gerne etwas Alltägliches mit einem Hauch Fantasy lesen möchte, dieses Buch zu nehmen und es nicht mehr aus der Hand zu legen - so ging es mir. Wer seine Neugier nicht zügeln kann, mag hier doch einfach mal schauen, Hagen Ulrich hat eine Leseprobe zum zweiten Teil online gestellt: http://hochzeit-der-vampire.com/fortsetzung-hochzeit-der-vampire/

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  • In der zweiten Hälfte spannend

    Hochzeit der Vampire ...

    Gospelsinger

    01. April 2013 um 18:24

    Jan und seine Schwester Nina leben seit dem Tod ihrer Eltern bei ihren Verwandten. Die Eltern sind bei einem Attentat islamistischer Extremisten in Ägypten ums Leben gekommen. Seitdem hat Jan viele Vorurteile gegenüber Moslems und allen, die arabisch aussehen. Die Verwandten beherbergen oft Studenten ihres arabischen Freundes Faris Lamine. Jan verhält sich kühl und distanziert den Studenten gegenüber. Die marokkanischen Studenten Elias und Mounia werden von ihrer Großmutter und Faris nach Deutschland geschickt. Zunächst verhält sich Jan auch ihnen gegenüber fies, aber nach einiger Zeit, stellt er fest, dass er starke Gefühle für Elias entwickelt hat. Aber Elias und Mounia umgibt ein dunkles Geheimnis – sie sind Vampire… Die weiblichen Charaktere mochte ich von Anfang an, weil sie so natürlich waren. Die männlichen Charaktere waren mir, mit Ausnahme von Jan, von Anfang an sympathisch. Aber später wurde auch Jan mir sympathisch. Die Geschichte begann mir ein wenig zu langsam, es dauerte eine Weile, bis es spannend wurde. Aber ab der Mitte des Buches hat es mir wirklich gut gefallen. (Gastrezension meiner Tochter)

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  • Rezension zu "Hochzeit der Vampire ..." von Hagen Ulrich

    Hochzeit der Vampire ...

    sternthaler75

    27. November 2012 um 09:44

    Jan und Nina, ein Geschwisterpaar aus Bonn, haben leider in ihrer Kindheit ihre Eltern bei einem terroristischen Flugzeugattentat verloren. Während Nina das Geschehene mittlerweile verarbeitet hat, sieht es mit Jan ganz anders aus. Häufig verschlossen und zurückgezogen, mit sich selbst nicht eins, lässt kaum jemanden an sich heran, selbst seine Freundinnen sind eher Eintagsfliegen. Sie leben bei ihren Verwandten Monika und Clemens, die sie nach dem Unglück adoptiert haben. In ihrer Villa gibt es die Möglichkeit, Studenten aufzunehmen, und als es eine Anfrage der Al-Buchari-Stiftung gibt, ist schnell klar, dass das nicht einfach wird. Die Studenten Elias und seine Zwillingsschwester Mounia sind aus Marokko, und Jan kann schon den Gedanken an die beiden kaum ertragen, denn alle Menschen aus diesem Land sind für ihn potenzielle Attentäter. Und so werden die beiden von Jan bei ihrer Ankunft und ihrem Aufenthalt anfangs ignoriert und beschimpft, dass es schon fast schmerzt. Besonders schmerzhaft ist es für Elias, denn er findet Jan überaus attraktiv und verliebt sich ihn trotz seiner massiven Ablehnung. Und dann gibt es da ja noch das Geheimnis der Al-Buchari-Familie: Sie sind Vampire, und bis auf Jan und seine Schwester wissen alle Bescheid. Meine Meinung Ich gestehe, nach den ersten 100 Seiten musste ich das Buch erstmal beiseite legen, es war mir einfach zu langatmig, ständig wurden Ereignisse und Gegebenheiten wiederholt, es ging nicht voran, zog sich entsetzlich in die Länge. Der etwas abgehackte Schreibstil des Autoren brachte das Ganze dann zum Erliegen. Aber ich habe nicht aufgegeben und das Buch nun letztendlich komplett gelesen. Und ich muss sagen, im Verlauf wurde es besser. Die Geschichte bekam Schwung, wurde sogar spannend und das Tempo wurde ebenfalls gesteigert. So konnte ich erleben, wie Jan und Elias sich mit der Zeit doch näher kamen, allerdings nicht ohne den einen oder anderen Stolperstein. Hagen Ulrich beschreibt vieles sehr detailliert, das ist zum einen natürlich sehr schön, so kann der Leser sich das Ganze gut vorstellen. Doch leider verliert er sich dabei häufig in Wiederholungen, die völlig unnötig sind. Auch wäre es mir lieber gewesen, wenn nicht ganz so viele Personen darin vorgekommen wären, es wurde zeitweise schon recht unübersichtlich und verwirrend. Und ich finde es auch nicht nötig, dass hier fast schon eine Art Pärchenvermittlung stattgefunden hat, das war mir echt zu viel. Die erotischen Szenen hielten sich in Grenzen, und ich fand es gut beschrieben, wie Jan und Elias sich langsam näher kamen, ohne sich gleich komplett die Klamotten vom Leib zu reißen. Womit ich nur sehr schlecht umgehen konnte, war die Tatsache, dass das Vampirdasein größtenteils förmlich einfach so hingenommen wurde, da hatte ich doch mit anderen Reaktionen gerechnet, allerdings bin ich eh nicht so die Vampirbuchleserin. Den Umgang damit fand ich teilweise recht amüsant, so mit Blutkonserven im Kühlschrank. Unterm Strich Die Geschichte ansich hat mir gefallen, von schwulen Vampiren hatte ich bis jetzt noch nicht gehört.

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  • Rezension zu "Hochzeit der Vampire ..." von Hagen Ulrich

    Hochzeit der Vampire ...

    Manja82

    14. November 2012 um 15:58

    Kurzbeschreibung: Single, schwul und Vampir. Als ob das nicht reichen würde. Ein furchtbares Unglück, bei dem ein Großteil des marokkanischen Buchari-Vampir-Clans ums Leben kommt, katapultiert den 22jährigen Oud-Musiker Elias in die Rolle des Erben der Familienstiftung, denn Lalla Sara, die 800 Jahre alte Vorsitzende der Stiftung, möchte sich eigentlich zur Ruhe setzen. Während seines Studiums in Bonn verliebt er sich nun auch noch in den blonden Sportler Jan, der nichts von dem blutdürstigen Verlangen seines Mitbewohners ahnt. Erst ein Überfall auf den Marokkaner bringt die beiden näher und die Vampirfamilie bekommt überraschend Zuwachs. Meine Meinung: Die Zwillinge Elias und Mounia Al-Buchari gehören zu einer nordafrikanischen Dynastie von Vampiren. Sie haben ihre Eltern bei einem Flugzeugabsturz verloren und werden seither von ihrer Großmutter umsorgt. Sie kümmert sich auch um die Stiftung aber diese Leitung sollen ihre Enkel einmal übernehmen. Elias und Mounia haben aber andere Pläne. Sie wollen in Deutschland studieren und dafür müssen noch ein paar Vorkehrungen getroffen werden, um das Geheimnis zu wahren. Wohnen sollen die Zwillinge bei Monika und Clemens Meyer-Frankenhorst. Das Ehepaar hat eine Villa in Bonn und nimmt dort des Öfteren Auslandsstudenten der Stiftung auf. Bei ihnen leben auch ihre Nichte Nina und ihr Neffe Jan. Die Geschwister haben ihre Eltern bei einem Bombenanschlag verloren. Aufgrund ähnlicher Schicksale hoffen Monika und Clemens, dass sich die Vampire schnell einleben können und sich vielleicht mit Jan und Nina anfreunden. Doch Jan begegnet Elias direkt mit Abneigung, hasst er doch seit dem Tod seiner Eltern alles Nordafrikanische. Sein Hass überdeckt auch seine aufkeimenden Gefühle für Elias. Kann Elias Jans Herz doch erobern? Und wie wird Jan reagieren, wenn er erfährt wer Elias und Mounia wirklich sind? „Hochzeit der Vampire“ ist der Debütroman des Autors Hagen Ulrich. Das Buch reiht sich in die Masse der Vampirromane ein aber die Idee hinter der Geschichte ist dennoch anders. Jan ist ein schwieriger Charakter. Er hat es mir nicht leicht gemacht mir eine Meinung über ihn zu machen. Einerseits ist er sehr verschlossen und voll von Vorurteilen, andererseits kann er sich für einige Sachen begeistern. Sein größtes Hobby sind die Bienen. Seine Schwester Nina ist das genaue Gegenteil. Sie ist lebensfroh und neckt ihren Bruder immer wieder mit einem frechen Spruch. Die Zwillinge Elias und Mounia sind rassig und schön. Sie sind Buchari-Vampire und leben sich in der Villa der Meyer-Frankenhorsts gut ein. Das Ehepaar Clemens und Monika ist liebenswert und zeigt viel Verständnis für die jungen Leute. Neben den genannten Charakteren gibt es noch weitere im Buch. Alle samt wurden sie von Hagen Ulrich gut gezeichnet und kommen glaubwürdig rüber. Zwischen Jan und Elias entwickelt sich eine Liebesgeschichte, die langsam und zart beginnt. Die erotischen Szenen werden sehr ästhetisch beschrieben. Der Schreibstil des Autors ist angenehm flüssig, offen und direkt. Er beschreibt vielen detailliert, man kann es sich gut vorstellen. Das Geschehen wird aus wechselnden Perspektiven erzählt. Die Handlung selber hat ein ziemliches Tempo drauf. Es passiert soviel, dass man manchmal Probleme mit dem Lesen hat. Allerdings verpasst man nichts Wichtiges. Das Ende ist abgeschlossen und stellt quasi nochmal einen Rückblick auf das Geschehen dar. Fazit: „Hochzeit der Vampire“ von Hagen Ulrich ist eine etwas andere Vampirgeschichte. Die Handlung ist interessant, es gibt Spannung und Dramatik. Es macht wirklich Spaß dem Roman zu lesen. Nicht nur für Fans des Genres geeignet.

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  • Rezension zu "Hochzeit der Vampire ..." von Hagen Ulrich

    Hochzeit der Vampire ...

    Shellan

    23. October 2012 um 20:05

    "Hochzeit der Vampire" ist Hagen Ulrichs Debütroman. Das Cover ist sehr extravagant. Zu sehen ist ein Mann der sich blutverschmierte Finger an die Lippen hält. Dann verschnörkelte Buchstaben(?) in lila und der Titel in weiß. Die Protagonisten in diesem Roman sind der deutsche Mensch Jan und der marokkanische Vampir Elias. Jan ist eher zurückhaltend und versucht all seine Gefühle zu verstecken. Seine Angst gegenüber Elias, beziehungsweise gegenüber den Leuten aus seinem Herkunftsland, versteckt er hinter einer kalten Maske aus Hass. Er öffnet sich keinem gegenüber und schweigt lieber über Gefühle anstatt sie zuzugeben. Seine "Burg" muss erst erobert werden bevor er sich selbst jemandem anvertraut. Er weiß noch nicht wirklich wie er mit seinen Gefühlen umgehen soll und fühlt sich verunsichert, was er natürlich verstecken will. Er ist ein Schönling der einen großen Wert auf sein Aussehen legt. Hat er sich aber erst einmal jemandem anvertraut, so erzählt er demjenigen alles und tut alles für ihn. Elias ist ein aufgeschlossener etwas zurückhaltender Junge. Er versucht alles um an Jan heran zu kommen, stößt aber meist nur auf Ablehnung und Kälte was ihn hart trifft. Er fühlt sich persönlich angegriffen und ist verletzt. Mit Worten kann man den Vampir hart verletzen und er zieht sich dann mehr oder weniger in sein Schneckenhaus zurück. Doch ist er einmal an sein Ziel gelangt und erfährt Zuneigung, so ist er ein sehr zärtlicher und liebender Mensch der sich dem Auserwählten gerne anvertraut. Die Nebencharaktere sind alle sehr verschieden und tragen unterschiedlich zur Story bei. Wir haben da zum einen die einfühlsamen Zieheltern von Jan und Nina, Clemens und Monika. Dann haben wir da Elias Schwester Mounia die gerne neckt, genau wie Jans Schwester Nina. Insgesamt greifen alle Nebencharaktere sehr gut ineinander und ergänzen sich. Jeder trägt einen Teil zur insgesamten Story bei. Leider gibt es in der Story zu viele Charaktere um jeden einzelnen zu charakterisieren und beschreiben. Hagen Ulrichs Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig. Er schreibt sehr offen und direkt. Gelegentliche Zeitsprünge irritieren den Leser. Gelegentlich wird aus den Charakteren plötzlich ein "es", was einen auch sehr irritieren kann. Leider konnten die Emotionen meist nicht so auf mich übergreifen und haben mich dementsprechend auch nicht so gefangen genommen. Wir haben verschiedene Erzählperspektiven die auch immer wieder wechseln. Die Story von "Hochzeit der Vampire" ist eine gute Überlegung. Sie versucht etwas Neues darzustellen, was auch teilweise gelingt. Allerdings findet man auch in dieser Story Altbekanntes aus anderen Vampirromanen. Für mich war es der erste "Gay Phantasy-"Roman und totales Neuland. Es ist sehr ungewohnt, wenn man so etwas eigentlich nicht liest (und das nicht nur bezogen auf Sex-Szenen). Zu Beginn der Story wird mir zu viel drum herum erzählt. Die ersten 150 Seiten ziehen sich hin und man erfährt zwar viele Details, für meinen Geschmack jedoch fast zu viele da man einen Teil davon nicht mehr wirklich für den Kontext braucht. Die Leute werden Seitenlang beschrieben und vorgestellt und man kaut sich durch die Kapitel und hofft das bald etwas Wichtiges und Spannendes geschieht. Ab der ungefähr 200 Seite wird es dann endlich spannend und die ganze Story erhält mehr Handlung und Aktion. Es wird spannender zu lesen und auch fesselnder. Man erfährt mehr über die Vampire und Konflikte bahnen sich an. Ich persönlich fand den Übergang von den zwei Streithähnen Jan und Elias zu den zwei Liebenden Jan und Elias zu abrupt und schnell. So schnell entsteht eine Beziehung in der man ein Bett teilt meiner Meinung nach, auch wenn man schon länger für einander Gefühle hegt, nach solch heftigen Streitereien nicht. Der Fortgang der Story basiert jedoch auf einander, was mir ganz gut gefallen hat. Man wusste was vorher passiert ist und konnte so das aktuell Geschehen gut nach vollziehen. Positiv finde ich auch die Tatsache das der Roman in Bonn und somit in Deutschland spielt, jedoch auch teilweise im Makheb. Die Idee, einen anderen Roman zu schreiben als zum Beispiel die Twilight-Saga finde ich an sich ganz gut, jedoch gibt es immer nur zwei Arten von Vampirromane. Entweder man geht nach den Klischees: Blutsaugend, wer gebissen wurde wird zum Vampir, verbrennen in der Sonne, etc. oder aber man wieder legt sie und zieht sie mehr oder weniger ins Lächerliche. Größere Unterscheidungen gibt es bei Vampirromanen leider meist nicht. "Och ich hatte da grad so eine Vision, Nina und ich würden euch vom Sport abholen. Gibt bestimmt nette Gesichter bei den anderen Jungs, wenn wir euch ausrufen lassen. Lumpi und Elias werden gebeten, sich am Empfang zu melden?" Zitat S. 261 Auch Witz kommt hier und da mal vor und gelegentlich musste ich an der ein oder anderen Stelle auch einmal schmunzeln. Am Ende wurde es mir dann doch zu viel. Zunächst gab es im Roman nach anfänglichen Schwierigkeiten nur die Beziehung zwischen Elias und Jan, dann kamen noch Kostja und Mounia hinzu. Und schließlich hatte der Autor so gut wie alle Jugendlichen des Romans an irgendeine Figur verkuppelt mit einer dazu passenden Story. Zu viel für mich, 2 Paare im Roman reichen vollkommen aus, nicht jeder muss ein Happy End haben. Schließlich spielen in erster Linie die Protagonisten die größte Rolle. Auch das vorletzte Kapitel würde ich persönlich größten Teils streichen. Es ist einfach zu viel aneinander gereiht. Eine Story folgt der Nächsten und das ganz zieht und zieht sich. Den Teil wo Dr. Klöber die Familie über die einzelnen Aussagen und Fragen der Politik aufklärt sind für den Leser eher uninteressant und können nicht so überzeugen, stattdessen quält man sich durch die Absätze und hinterfragt den Grund für diese. Das Ende hat mir wiederum sehr gut gefallen. Es war ein Rückblick auf das Geschehene und der Leser erfährt noch einmal wie es um jedes einzelne Familienmitglied steht. Kurz und knackig und in sich abgeschlossen. Fazit: Hagen Ulrich hatte einige gute Ideen, die er auch teilweise gut umgesetzt hat, bei den ein oder anderen Sachen hapert es leider noch an der Umsetzung. Ich persönlich finde, dass hier und dort noch das ein oder andere hätte besser gekürzt oder gar gestrichen werden können. Der Roman bräuchte noch etwas mehr Pepp und Spannung um den Leser wirklich an das Buch zu fesseln. Für einen Debütroman ist das schon alles nicht schlecht, aber hier und da passt mir das ganze leider nicht und konnte mich alles in allem nicht so überzeugen. 2,5 Sterne

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  • Rezension zu "Hochzeit der Vampire ..." von Hagen Ulrich

    Hochzeit der Vampire ...

    Carol-Grayson

    17. October 2012 um 22:56

    Endlich mal ein zeitgenössischer Vampirroman, der ohne Glitzern und Kitsch auskommt und trotzdem Romantik in sich birgt. Bodenständig und realistisch beschreibt der Autor Hagen Ulrich in seinem Debütroman die zarte Annäherung zwischen zwei Rassen, zwei Spezies und zwei Religionen - dem Deutschen Jan und Elias aus Marokko, der zudem noch einer uralten Vampirfamilie entstammt. Diese wird von einer altehrwürdigen Matricharin angeführt. Wohlgemerkt keine bösen Monster, sondern Vampire mit Tradion und Ehrenkodex! Die beiden jungen Männer teilen ein gemeinsames Schicksal, da sie beide ihre Eltern gewaltsam verloren. Jan durch ein islamistisches Attentat, Elias durch einen Flugzeugabsturz verursacht durch eine Drohne der US-Armee. Elias und seine Zwillingsschwester Mounia kommen nach Bonn, wo sie in der Villa eines pensionierten Lehrers und seiner Gattin herzlich aufgenommen werden. Jan und dessen Schwester leben unter dem gleichen Dach, was das Miteinander zunächst eher erschwert, denn Jans Vorurteile gegen arabisch wirkende Mitmenschen sind durch den Tod seiner Eltern geprägt worden. Mit der Zeit gelingt es Elias, Jan davon zu überzeugen, dass die wahren Monster ganz woanders zu finden sind und weiht seinen neuen Freund in die Geheimnisse seiner Spezies ein, z.B. dass diese sich nicht von menschlichem Blut nähren. Auch seine Schwester Mounia findet eine neue Liebe. Die Figuren sind durchweg glaubwürdig und detailliert beschrieben, der Stil liest sich angenehm und flüssig. Hinzu kommen je eine Prise Abenteuer, Erotik und Action, ein Hauch Fantasy, sowie detaillierte Recherchen in der arabischen Welt. Ab und zu ein kleines politisches Augenzwinkern zwischen den Zeilen ist nicht zu überlesen. Genau die richtige Mischung, um den Leser bis zum Ende zu fesseln! Es macht Spaß, dieses Buch zu lesen, denn es bewegt sich jenseits der üblichen Klischees! Vier von fünf Punkten.

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  • Rezension zu "Hochzeit der Vampire ..." von Hagen Ulrich

    Hochzeit der Vampire ...

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    15. October 2012 um 18:57

    Bevor ich etwas zum Buch sage, möchte ich noch etwas zu Hagen Ulrich sagen. Er ist ein sehr netter Kontakt. Wir haben so manche E-Mail geschrieben und ich habe mich immer wieder gefreut von ihm zu lesen. Das erste was ich am Buch ins Herz geschlossen habe, war die Location Bonn. Ich arbeite selbst in der Stadt und so manchen Schauplatz selbst zu entdecken war schon sehr lustig, da Herr Ulrich auch wirklich gut in Bonn auskennt und so die Standorte sehr gut beschreiben kann. Am Anfang fand ich den Prolog etwas komisch. Man wird ins kalte Wasser geschubst und ist sich noch gar nicht sicher was aus diesem Stück Geschichte sich entwickelt. Aber diese kleine Stück Geschichte ist wichtig. Daer normale Geschichtseinstieg ist interessant und nimmt einen schnell ein. An sich kommt dir die Geschichte wie ein großes Klischee vor, aber das ist nichts schlimmes, es macht eher den Charme der Geschichte aus. Sie ist sehr fesselnd und man liest die Lovestory und fragt sich kriegt der Junge noch den Jungen? Klischee ist nichts schlechtes, sondern macht einfach den Spaß an der Geschichte aus. Wobei es gibt auch Aspekte der Geschichte die gar nicht so klischeehaft sind. Elias ist ein Vampir, der keine Menschen tötet! Aber er hat kein Problem damit, er lebt halt von Blutkonserven und von Tieren. Das ist gut so, ich mag zwar auch die brutalen Mördervampire, aber so lange die “Vegetarierer”-Vampire nicht ständig rum weinen und darunter leiden das sie überhaupt Vampire sind. Es ist eine Entscheidung von Mensch oder von Tier zu leben und … bitte, liebe Vampire, darunter muss man doch nicht leiden. Vegetarier-Menschen fühlen sich sogar als etwas Besseres, warum also nicht ihr Tier-Vampire auch? Natürlich gibts einen Konflikt zwischen Mensch und Vampir, aber es fließt kein Blut und es ist nicht so ein dämliches Drama wie in manch anderem Vampirgeschichtchen. Es muss kurz besprochen werden wie ein unterschiedlicher Glaube, unterschiedliche Lebensweisen und so. Was auch manchmal etwas holperig ist, die Story ist etwas schnell erzählt. Man kann sich selten “ausruhen”. Wobei das irgendwie auch ein Kompliment an Hagen Ulrich ist. Er hat sehr viel Geschichte zu erzählen und natürlich hätte er es auch weiter ausschmücken können und 600 – 700 Seiten füllen können, statt nur 450, aber ich bin der Meinung er hatte seinen Grund das nicht zu tun. Nur stolpert man schnell von einem Ereignis ins andere, aber man verpasst nichts und geschichtlich vergeht eigentlich zwischen den Geschehnissen genug Zeit, so dass es nicht unlogisch wird. Mein letzter Punkt an dem ich herumkrittele ist auch etwas süffisant gemeint. Im Vergleich zu den homosexuellen Jungs, kommen wir heteros sehr prüde weg. Wir haben es auch faustdick hinter den Ohren! ;-) Fazit: Definitiv ein Geheimtipp für Genrefans! Hoffentlich wird diese Story nicht zu lange geheim bleiben. Nette Vampirstory, mit echt romantischen Szene und genug Dramatik und auch Spannung. Eine überzeugtes B für Hagen Ulrich!

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  • Rezension zu "Hochzeit der Vampire ..." von Hagen Ulrich

    Hochzeit der Vampire ...

    Malibu

    01. September 2012 um 10:37

    Romane über Vampire gibt es zuhauf - doch haben wir schon mal von homosexuellen gehört? Die noch dazu von marokkanischer Abstammung sind? Der Autor setzt sich mit so etwas auseinander in seinem Roman und zeigt dem Leser, dass dies durchaus möglich wäre, eine neue Perspektive der Fantasie, Liebe - rund um Vampire... Wir begleiten Jan, einen etwas verkorksten Jungen, und seine Familie. Er und seine Schwester Nina haben ihre Eltern schon früh verloren durch einen Terroranschlag. Ab da hausen sie bei Monika und Clemens, die mit ihnen verwandt sind und die Kinder gern adoptiert haben. Nicht zu vergessen, der alte Doktor nebenan, der schon fast zur Familie gehört und der Beauftragte eines Amtes: Oleg. Diese meistern ihr Leben in ihrem schönen Heim, mit Bienenzucht und Monikas Liebe zum Kochen. Da erhalten Sie eine Anfrage der Al-Buchari Stiftung aus dem Maghreb, ob sie ihre zwei Schützlinge Mounia und Elias aufnehmen könnten, da diese studieren möchten in Deutschland. Diese haben ebenso wie die zwei jungen Leute ihre Eltern schon sehr früh verloren, diese sind mit dem Flugzeug abgestürzt durch ein schweres Missverständnis. Jan begegnet den zweien gleich mit Ablehnung, stammen diese doch daher, von denen seine Eltern ermordet wurden. Elias ist gleich hingerissen von Jan, aber Jan zeigt nur große Ablehnung. Elias größtes Geheimnis kennt er jedoch noch nicht, er ist ein Vampir. Als Jan dann endlich merkt, dass Elias seine zweite Hälfte ist und die Al-Bucharis ein liebenswerter Haufen sind, ist es schon fast zu spät. Zu Anfang gibt es gleich einen positiven Aspekt, die Personen werden gleich beschrieben, wer hier wer ist. Das ist bei diesem Buch ein großes Plus, denn es tauche so einige Charaktere auf, an die man sich gewöhnen wird. Der Autor setzt sich hier mit einem brisanten Thema auseinander - schwule Vampire und dann auch gleich noch mit islamistischem Hintergrund. Ich könnte mir vorstellen, dass er hier auf scharfe Zungen stößt und einigen dieses Thema schwer aufstößt. Nichts desto trotz ist es ein spannendes Thema und verleitet den Leser gleich loszulesen und eine große Vorfreude auf die Geschichte zu erhalten. Jan, um den es eigentlich größtenteils geht in diesem Roman, ist eine eigenartige Persönlichkeit. Man kann sich meistens nicht entscheiden, ob man mit ihm fühlt oder ob dies eher etwas abstoßend ist, wie er sich anderen gegenüber verhält. Dieser hat zu viele Vorurteile und ist zu verschlossen - andererseits ist er ein junger Mann, der sich für viele Sachen begeistert und sich dann auch diesen ganz hingibt, z. B. die Bienen. Nina hingegen ist eine lebensfrohe junge Frau, die ihren Bruder immer etwas aufpäppelt mit ihren frechen Sprüchen. Clemens und Monika erinnern an das Großmütterchen und Opa, zwei ganz liebenswerte Personen, die es allen recht machen möchten und viel Verständnis aufzeigen. Der alte Doktor und Oleg sind ebenso zwei angenehme Persönlichkeiten, die die Familie das Buch über begleiten. Dann kommen Elias und Mounia dazu - zwei ganz von den anderen unterschiedlichen Typen. Sie sind rassig, schön und aufgeschlossen. Sie leben sich sehr schnell ein, was aber auf Grund Jan oft zu Schwierigkeiten kommt. Es grenzt schon an einen sehr großen Zufall, dass diese auch beide Elternteile durch fast das gleiche Erlebnis verloren haben. Sie verstehen Jan hier zwar, aber er sie nicht - sie gehen alle anders mit diesem Thema um. Wie es auf dem Klappentext angekündigt wird, verlieben die zwei Jungs sich, als es schon bald zu spät ist. Hier würde man eigentlich meinen, das Buch könnte zu Ende sein, aber hier hat man mindestens noch 200 Seiten vor sich. Leider wird hier nicht alles so glaubhaft dargestellt, wie man es sich wünscht. Die Ereignisse überschlagen sich meines Erachtens zu schnell, es passiert zuviel auf einmal und die Menschen bzw. Vampire in diesem Buch sprechen viel zu schnell von Liebe. So viel Liebe auf den ersten Blick ist nicht realistisch und schon gar nicht innerhalb der Familie. Es wäre schön, wenn es dies wirklich geben würde - aber die Realität ist oft anders und dieser Fakt lässt einen die Augenbrauen hochziehen bei diesem Roman. Es ist zwar schön, die beiden Familien auf ihren Wegen zu begleiten, aber die Spannung nimmt leider oft ab und erreicht nicht mehr die Höchstform. Aus diesem Buch hätte man zwei Teile machen können und die Details etwas mehr ausarbeiten können, die Personen dem Leser so noch näher bringen können und mehr Zeit einräumen für deren Bedürfnisse. Auch waren manche obszöne Ausdrücke irgendwie fehl am Platz, wird einem hier doch das Bild irgendwie anders vermittelt durch die Persönlichkeiten. Nichts desto trotz war es ein schönes Leseerlebnis, die Familien zu begleiten und einmal von einer etwas anderen Liebe zu lesen und zu erfahren, wie diese damit umgehen. Ein sehr schönes Gänsehaut-Zitat aus dem Buch: "Jan, die Liebe zwischen zwei Menschen bewirkt, dass beide zusammen mehr ergeben als nur die Summe der beiden Teile." (S. 224) Für die Vampirfans unter uns, die gerne einmal eine Liebe zwischen zwei gleichgeschlechtlichen Personen und mit riskantem Migrationshintergrund erfahren möchten, ist diese Lektüre lesenswert und aufschlussreich. Es ist einmal eine Abwechslung zwischen dem ganzen anderen Urban-Fantasy. Kleiner Tipp am Rande aber noch: Wer Twilight noch nicht gesehen/gelesen hat, dies aber noch gerne tun würde, sollte das Buch erst danach lesen, denn hier wird bei einem Kinobesuch viel, wenn nicht gar die ganze Handlung widergegeben. Die Idee des Autors, die er mit diesem Buch vermittelt, finde ich aber top. Es sollte öfters solche andersartigen Geschichten geben und nicht immer nur einen Abklatsch eines anderen Buches in anderer Form.

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