Hajo Mader Roman

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rote Krähen im Tibet

rote Krähen im Tibet

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Erschienen am 21.01.2015

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Rezension zu "rote Krähen im Tibet" von Hajo Mader Roman

Es brodelt im Tibet
annluvor 9 Monaten

*Es gibt Wahrheiten, die schaffen es nicht, durch die verfilzten Unwahrheiten, durch die dichten Ebenen von Schmiergeldern und Abhängigkeiten, ans Licht des Tages vorzudringen.*


Tibet, 2013: Als der Sohn des reichsten Mannes vor Ort einen Tibeter überfährt, wird er nicht zur Rechenschaft gezogen. Die junge Polizistin Xiaoli kennt die Wahrheit und will sich damit nicht abfinden. Damit dringt sie in eine Welt der Korruption und Bestechungen vor und muss für ihren Gerechtigkeitssinn büßen.


Die Geschichte beginnt mit den Fallakten zum Angriff mit Vergewaltigung von Xiaoli. Damit ist dem Leser von Beginn an klar, dass sich der Handlungsstrang um die junge Polizistin in diese Richtung entwickeln wird. Neben den Vorfällen, die dazu führen und alle Beteiligten und die Hintermänner näher vorstellen, nehmen einen Handlungsstrang vergangene Kämpfe ein, die die Gegend und ein Dorf dort heimgesucht haben. In welchem Zusammenhang sie mit der Gegenwart stehen, bleibt lange unklar.


Neben den Ereignissen sind es besonders die Beschreibungen der Gegend und die vielen Hintergrundinformationen die zu den einzelnen Charakteren gegeben werden, die einen großen Teil der Geschichte bilden. Einerseits konnte ich mir dadurch die für mich sehr exotische Umgebung besser vorstellen und einen Eindruck der Personen bekommen, andererseits hatte ich manchmal auch das Gefühl, die Geschichte käme damit nicht voran.


Die Ausgangsbedingungen für eine Polizistin, die sich für das gleiche Recht für alle einsetzten will, sind deutlich schlecht. Die Korruption und Bestechung, besonders aber die Macht, die sie den daran Beteiligten gibt, führten dazu, dass in weiten Teilen der Geschichte auch ich ein Gefühl der zornigen Hoffnungslosigkeit entwickelt habe.


Obwohl ich mir mehr Konflikte zwischen den Tibetern und den Chinesen erwartet hätte, kamen diese nur unterschwellig vor. So werden das Militär und die Machtbezeugungen erwähnt, aber auch die Ungerechtigkeit, die einige darin sehen, dass der Tote ein Tibeter ist, während dem Chinesen als Täter nichts passiert. In der Geschichte selbst wird allerdings nicht angedeutet, dass dies auf Grund der Volkszugehörigkeit basiert, sondern auf der Macht des Geldes.


Schon von Beginn an bringt die Geschichte auch Kritik an. So sind es nicht nur die politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse, die angesprochen werden, sondern auch Chinas (nicht existente) Umweltpolitik und die schlechten Arbeits- und besonders Sicherheitsverhältnisse.


Mit fortschreitender Geschichte werden die Verwicklungen zwischen den unterschiedlichen Charakteren aufgeklärt und auch der „Fall“ rückt mehr in den Vordergrund. Zum Übergriff auf Xiaoli gesellt sich der Wunsch nach Rache.


Fazit: Die Geschichte wird teils etwas langatmig erzählt, bis zum Ende hin war sie aber durchaus mitreisend.

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