Hajo Steinert

 3 Sterne bei 6 Bewertungen
Autor von Der Liebesidiot, Unser Stadion und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Hajo Steinert

Hajo SteinertDer Liebesidiot
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Der Liebesidiot
Der Liebesidiot
 (5)
Erschienen am 02.03.2015
Hajo SteinertChargesheimer im Zoo
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Chargesheimer im Zoo
Chargesheimer im Zoo
 (0)
Erschienen am 22.04.2010
Hajo SteinertPodolskis Ahnen
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Podolskis Ahnen
Podolskis Ahnen
 (0)
Erschienen am 16.03.2006
Hajo SteinertRückpässe
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Rückpässe
Rückpässe
 (0)
Erschienen am 28.09.2015
Hajo SteinertDichter Stimmen, 70r Jahre, 3 Audio-CDs. Tl.2
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Dichter Stimmen, 70r Jahre, 3 Audio-CDs. Tl.2
Hajo SteinertUnser Stadion
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Unser Stadion
Hajo SteinertFußball
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Fußball

Neue Rezensionen zu Hajo Steinert

Neu
Gwhynwhyfars avatar

Rezension zu "Der Liebesidiot" von Hajo Steinert

Langweilig, aber sprachlich Top
Gwhynwhyfarvor 2 Jahren

»Mein Trommelfell vibrierte, meine Sinneshärchen zitterten, meine Gehörschnecke frohlockte, als diese Stimme, eine Stimme, wie ich sie zuvor noch nicht vernommen hatte, einen Impuls in meinem Gehirn auslöste, der im Nu meinen ganzen Körper erfasste.«

Trotz aller sprachlicher Raffinesse konnte mich dieses Buch nicht begeistern. Sigmund Seiler, von Beruf Sprecher, befindet sich in einer Rehaklinik. in der Schlange der Kantine, als ihn eine Stimme ins Herz trifft. Er verliebt sich in die Frau, die vor ihm steht. Wie kann er sich ihr nähern? Der Roman beschreibt die Zeit von diesem Mittagessen bis zum Abend. Seiler beobachtet die Frau und überlegt sich, wie er sie ansprechen soll. Dabei schweift er gedanklich ab in sein Leben.

»Sigmund Seiler ist achtundfünfzig. Wenn er, nach seinem Lebensalter gefragt, zu einem mündlichen Geständnis gezwungen wird, beginnt er zu nuscheln. Das »d« im »und« verschluckt er. ›Achtenfünfzich‹ – das darf einem Sprecher eigentlich nicht passieren. Was erst, wenn er ein stechende ›Sechzig‹ wird zugeben müssen?«

In diesem Buch passiert nichts. Seiler denkt zurück an seine Liebschaften, er, der Beobachter, der Verklemmte. Ich lege das Buch unter Altmännerfantasien ab, das an mir vorbeiging. Ab der Mitte habe ich nur noch quergelesen. Seiler und seine Frauen, seine Fantasien ... Seiler besucht häufig Anastasia Fuckmenow, eine Seite im Internet, erotische Gedanken, gescheiterte Beziehungen, das Resümee seines Liebeslebens. Weder empfand ich diesen Roman als humorvoll, noch als erotisch. Seiler ist ein Vorgartenspanner, ein Slip-Schnüffler, er schenkt Männern gern NYker Schwänzchen, wie er die Penis-Pillendöschen nennt, die er heimlich im Museum kaufte, gleich im Dutzend. Carla Frosch, Sigrid Raschke, Margot, Seiler hat kein Glück mit den Frauen. Was will mir der Autor am Ende sagen? Autobiografisch? Oh mein Gott, hoffentlich nicht! Sprachlich gesehen ein lesenswertes Werk, aber nur das allein macht keinen guten Roman aus.

Kommentieren0
14
Teilen
schnaeppchenjaegerins avatar

Rezension zu "Der Liebesidiot" von Hajo Steinert

Ein 300 Seiten andauernder Monolog eines Stalkers - ich hatte mir eher einen amüsanten Roman verspro
schnaeppchenjaegerinvor 2 Jahren

Sigmund Seiler ist Ende 50, professioneller Sprecher und alleinerziehender Vater einer 16-jährigen Tochter.

Aufgrund eines Bandscheibenvorfalls befindet sich Seiler zur Kur in einer Rehaklinik im Siegerland. Dort liest er jeden Freitag aus seinen amourösen Memoiren vor.


Dreh- und Angelpunkt des Buches ist der Schlüsselsatz „Einmal Gyros mit Pommes Frites und Krautsalat ohne Zaziki“. In der Kantine des Media Centers begegnete Seiler einer Frau, die diese Bestellung aufgibt und von deren Stimme er aufgrund seines feinen Gehörs als beruflicher Sprecher fasziniert ist. Er steigert sich regelrecht wahnsinnig in die Vorstellung hinein, diese Frau näher kennen zu lernen.

Bei seinen wöchentlichen „Vorlesungen“ in der Siegerlandklinik, die über mehrere Wochen vom Klinikchef geduldet werden erzählt Seiler von seiner Kindheit, dem verklemmten Umgang mit der Sexualität zur damaligen Zeit und seinen Erfahrungen in der Liebe mit den unterschiedlichsten Frauen.

„Der Liebesidiot“ ist kein spannungsgeladener, lebendig erzählter Roman. Es ist vielmehr ein knapp 300 Seiten andauernder Monolog eines Höschenschnüfflers und Stalkers über eine Amour fou.

Sprachlich ist an dem Roman nichts auszusetzen. Durch knackige und präzise Wortwahl in allerdings zum Teil langen Sätzen spürt der Leser den leisen Wahnsinn von Seiler, eines wortgewandten, sexualisierten Freaks. Etwas zäh anmutend quälte ich mich allerdings über lange Absätze medizinischer Fachbegriffe in Bezug auf Seilers Bandscheibenvorfall bis zum Endes des Romans, das einfach nur das Ende seiner Vorlesungen ist.

Das Urteil „Zeitverschwendung“ würde dem Roman nicht ganz gerecht werden, aber in „Der Liebesidiot“ passiert einfach nicht viel mehr als bereits im Klappentext beschrieben ist. So vermisste ich insbesondere Dialoge oder irgendeine Art der Interaktion von Seiler mit seinen Zuhörern während seiner Lesungen.

„Der Liebesidiot“ ist leider kein amüsanter Unterhaltungsroman, wie ich ihn mir vorgestellt hatte, aber dennoch literarisch gut geschrieben.

Kommentieren0
6
Teilen
skywatchers avatar

Rezension zu "Der Liebesidiot" von Hajo Steinert

Liebe in Zeiten des Bandscheibenvorfalls und Inkontinenz
skywatchervor 2 Jahren

Von einem Autor wie Hajo Steinert kann man wohl Einiges erwarten: Als Leiter der Buchredaktion des Deutschlandfunks und Literaturkritiker muss er wissen, was ein objektiv "gutes" Buch ausmacht. Und mit "Liebesidiot", seinem ersten Roman, ist ihm ein gutes Gelungen.
"Der Liebesidiot" ist Sigmund Seiler, der, von der Frau verlassen, mit seiner 16-jährigen Tochter zusammenwohnt und nach einem Bandscheibenvorfall einige Zeit in der Klinik verbringen muss. In dieser erzählt er täglich Anekdoten aus seinem (Sex-) Leben, aus seinen Kindertagen bis hin zu dem Liebesleben im Alter.
Das Buch ist sehr (!) lustig geschrieben und lässt sich gut lesen. Es ist oft auch tragisch und man empfindet Mitleid für den Liebesidioten. Oder möchte jemand beim Masturbieren vor dem Computer von seiner pubertierenden Tochter erwischt werden? Dabei möchte Sigmund Seiler doch nur eines: die romantische Liebe!

Kommentieren0
1
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 11 Bibliotheken

auf 2 Wunschlisten

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks