Hakan Günday Extrem

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Inhaltsangabe zu „Extrem“ von Hakan Günday

Eine Hymne auf die Literatur und die Liebe
Dies ist die Geschichte der elfjährigen Derdâ, Schülerin auf einem ostanatolischen Internat, in dem eines Nachts ein Mädchen ums Leben kommt. Dies ist die Geschichte des elfjährigen Friedhofsjungen Derda, der in einer Behausung an der Instanbuler Friedhofsmauer lebt und den Tod seiner Mutter geheimhalten muss. Dies ist die Geschichte von Derdâ, die mit dem Anführer eines islamistischen Ordens verheiratet und nach London geschickt wird. Die zum Opfer männlicher Fantasien wird. Und die nur überlebt, weil sie sich die ihr fremde Sprache aneignet. Es ist die Geschichte zweier Menschen, deren Wege sich über die Literatur immer wieder kreuzen - und am Ende auch eine ganz besondere, weil außergewöhnliche Liebesgeschichte.

Ein wahrlich extremes Buch

— Baneful

Wer gute Nerven hat und das Abgründige liebt, kann und sollte sich auf dieses Skandalbuch einlassen.

— JulesBarrois

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  • Ein wahrlich extremes Buch

    Extrem

    Baneful

    24. November 2016 um 16:43

    Meine Meinung: Der Titel des Buches passt sehr gut zu den Charakteren, zur Handlung und auch zu meiner Leseerfahrung. Extrem, anders kann ich es gar nicht sagen. Fangen wir mit Derdâ an, die eine sehr interessante Protagonistin ist, bis sie es nicht mehr ist, da der Autor ihrem Charakter eine 180° Drehung verpasst und sie nur noch eins ist: extrem. Es ist verständlich, dass sie sich ziemlich abgefahren verhält, da ihr Leben eine Art Hölle ist, allerdings handelt sie manchmal so unpassend, dass ich das Gefühl hatte, dass es ein anderer Charakter sein muss. Leider konnte ich ihr Verhalten selten verstehen oder nachvollziehen, mit der Zeit wurde sie für mich auch immer unsympathischer, was sehr schade ist, da sie sehr vielversprechend war. Zu Derda kann ich leider nicht viel sagen, da sein Charakter nur halb so schillernd und interessant war, wie der von Derdâ. Erst als sich die Lebenswege der beiden gekreuzt haben und die Handlung eine Form bekam, die ich nachvollziehen konnte, habe ich einen Zugang zu ihm finden können. Allerdings war er mir viel sympathischer als Derdâ, die ihrerseits auch eine Wandlung durchmacht, die ich ihr nicht absprechen mag. Zur Handlung kann ich nicht viel sagen, außer, dass sie sehr unvorhersehbar ist und dass dies ihre Stärke und ihr Manko zugleich ist. Einige Wendungen sind nicht nachvollziehbar, wodurch das Buch an Glaubwürdigkeit verliert. Leider sehr schade. Bewertung: Das Buch hat vielversprechende Aspekte, die leider manchmal anders beim Leser ankommen, als sie intendiert sind. Jedenfalls nehme ich das an. Mein Tipp ist es, ohne irgendwelche Erwartungen an das Buch heranzugehen, dann kann man auch nicht enttäuscht werden.

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  • Die Brutalität des Lebens

    Extrem

    JulesBarrois

    10. September 2016 um 12:09

    Extrem - Hakan Günday (Autor), Sabine Adatepe (Übersetzerin), 416 Seiten, 10,99 €, btb Verlag (10. März 2014), ISBN-13: 978-3442753970   Extrem ... ein kleines Wort, ein großer Roman. Hakan Gundays Roman erzählt die bitteren Realitäten des Lebens. Er beschreibt das Leben von zwei Kindern: Derdâ, ein ostanatolisches Mädchen, ist gerade elf Jahre alt, als ihre Mutter sie an einen radikal gläubigen Mann nach London verkauft – ein Choleriker, ein brutaler Sadist, der Derdâ fünf Jahre lang unentwegt verprügelt und vergewaltigt. Und ihre männliche Gegenfigur die Geschichte des gleichaltrigen Jungen Derda, der allein auf einem Istanbuler Friedhof wohnt, seit sein Vater im Knast sitzt und seine Mutter gestorben ist. Derdâ und Derda, die in ihrem jungen Leben nur Gewalt und Vernachlässigung erfahren, reagieren auf dieses Leben ihrerseits mit Gewalt. Hakan Gunday erzählt uns die Geschichte zweier Leben, die in ständiger Wechselwirkung eng miteinander verwoben sind, und andererseits nicht das geringste miteinander zu tun haben – zwei Lebenswege, die so unwahrscheinlich wirken, dass sie wieder real erscheinen, ins Extreme übersteigert. Eine mitreißende Mischung aus Sozialreportage, Thriller, Liebesdrama und Gesellschaftsroman. Das Buch erzählt von Intensität des Lebens, der Intensität der Liebe, von Glaube, Kraft, Ehrgeiz und Gewalt. Und es erzählt von verlorenen Seelen und von geschundenen Kreaturen, die vom ersten Atemzug an auf der Verliererseite stehen. Und neben der Handlung geht es um radikale Islamisten und Geheimdienste, um türkische Politik und Geschichte, um Drogenhandel und Zwangsehe und um Terrorismus. Hakan Gunday zeigt die dunklen Seiten seiner Landsleute: Gier, Heuchelei und Fanatismus. Gleichzeitig zeigt er die Gegengewalt als eine Form der Befreiung. Hakan Gunday lässt nichts aus in dieser verstörenden, grausamen und ironischen Geschichte. Wir finden keine konventionellen Erzählstrukturen. Er provoziert und polarisiert. Gleichzeitig erzählt er unwiderstehlich mitreißend. Ungeschönt, aber nicht einseitig. Seine Sprache ist frech, drastisch und extrem, aber gut zu lesen und geeignet für Menschen aus allen Gesellschaftsschichten. Wer gute Nerven hat und das Abgründige liebt, kann und sollte sich auf dieses Skandalbuch einlassen. Es ist harte Kost. Aber seien Sie sicher, es wird Sie verschlucken. Es ist eines jener radikalen Bücher, die man nicht mehr vergisst.   Hier geht es direkt zum Buch auf der Seite des btb Verlages http://www.randomhouse.de/Buch/Extrem/Hakan-Guenday/btb-Hardcover/e425452.rhd Fragen Sie in Ihrer örtlichen Buchhandlung nach diesem Buch. Wenn Sie in meiner Gegend „Landkreis Merzig-Wadern“ leben, dann wenden Sie sich an die Rote Zora: http://www.rotezora.de

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