Am Abend des Mordes

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Inhaltsangabe zu „Am Abend des Mordes“ von Hakan Nesser

Das große Finale der Barbarotti-Serie! Wird Barbarotti kaltgestellt? Aufs Abstellgleis befördert? Nach einem persönlichen Schicksalsschlag mit privaten Problemen beschäftigt, erhält er von seinem Vorgesetzten die Anweisung, sich mit dem Fall eines fünf Jahre zuvor spurlos verschwundenen Elektrikers zu beschäftigen, als er wieder seinen Dienst antritt. Nicht nur Kollegin Backman fragt sich, ob es sich hierbei nicht nur um eine Form von Beschäftigungstherapie für einen trauernden und labilen Kollegen handelt. Und zunächst sieht es auch ganz so aus, als sei Barbarotti nun zum Spezialisten für sogenannte 'kalte Fälle' geworden, denen man nur routinemäßig nachgeht. Zum Zeitpunkt seines Verschwindens lebte besagter Elektriker nämlich mit einer Frau zusammen, die bereits einmal einen Mord begangen und dafür elf Jahre im Gefängnis gesessen hatte. Doch ohne Leiche keine Mörderin. Beweisen konnte man ihr in diesem Fall nichts. Gunnar Barbarotti tut das, was er am besten kann: Er ermittelt. Mosaiksteinchen um Mosaiksteinchen setzt er zusammen, und als er schließlich begreift, was gespielt wird, hat das weitreichende Konsequenzen.

Ein erneut spannender, lesenswerter Nesser, indem sich alles erst am Ende auflöst und für Überraschung sorgt.Tiefgründig wie immer.

— Ambermoon
Ambermoon

Barbarotti wird hart vom Schicksal getroffen und ermittelt zwangsweise in eine alten Fall. Das weckt seine Lebensgeister und seinen Spürsinn

— Kasin
Kasin

Kommissar Barbarotti wird nach einem schweren Schicksalsschlag verdonnert alte Fälle zu bearbeiten. Sind sie wirklich abgeschlossen?

— Norskehex
Norskehex

Ein würdiger Abschluss der Barbarotti-Reihe. Schade... Ich hätte gerne mehr gehabt.

— TaugenichtsWelt
TaugenichtsWelt

Ganz gut geschrieben. Allerdings kommt nie wirklich fahr auf. wird eher langweiliger

— Nomey
Nomey

Für mich hat das Buch vielversprechend angefangen, doch später wurde es mir einfach zu langweilig. Der Schreibstil ist gut, doch an der Umsetzung hapert es. Bei mir sprang der Funken nicht richtig über, es haben mich manchmal Kleinigkeiten innerhalb der Geschichte gestört. Das Ende stellt mich auch nicht ganz zufrieden, da es für mich nicht gut genug erklärt ist und Barbarotti für sich einfach nur auf seine Intuition vertraut.

— killerprincess
killerprincess

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  • Außergewöhnlicher Krimi-Roman

    Am Abend des Mordes
    cachingguys

    cachingguys

    14. August 2016 um 08:18

    Der 52 jährige Kriminalist Barbarotti, verliert plötzlich, wenn auch nicht ganz unerwartet, seine über alles geliebte Frau durch ein Aneurysma. Völlig aus der Bahn geworfen, geht er nach drei Wochen wieder arbeiten. Sein Chef steht nach über 15 Jahren Dienst kurz vor dem Ruhestand. Mit seiner Kollegin Backmann bespricht er welchen Fall man Barbarotti geben könnte. Er soll einen vor 5 Jahre alten ungeklärten Fall noch einmal angucken. Damals verschwand Arnold Moriander spurlos. Brisant ist, dass seine Lebensgefährtin  Ellen Bjarebo vor vielen Jahren ihren Ehemann erschlagen und zerstückelt hatte und dafür über 10 Jahre im Gefängnis gesessen hatte. Handelt es sich „nur“ um eine Beschäftigungstherapie? Barbarotti stößt bei seinen Recherchen auf Ungereimtheiten bei den Ermittlungen, denn für ihn ist klar, dass diese beiden Fälle zusammenhängen könnten. Backmann ermittelt während dessen in einem Fall um den toten ausländerfeindlichen Politiker, der anscheinend vergiftet wurde. Auch dieser Fall kommt zur Aufklärung, wenn auch eher am Rande. Nicht nur die interessanten Wendungen in den Fällen machen diesen Krimi zu etwas besonderem. Spannend von Beginn an ist das Buch weder blutrünstig noch actionreich, es besticht durch seine leisen Töne. Trotz der tiefen Trauer um seine Frau gelingt es Barbarotti sich einfühlsam mit den Personen seiner Ermittlung zu beschäftigen. Der Krimi, der sich absolut flüssig und schlüssig lesen lässt, weist romanartige Züge auf, die ihn dadurch aus der Masse der Krimis hervorhebt. Ein gelungener Abschluss der „Barbarotti-Reihe“, der sich auch ohne die anderen Fälle zu kennen, empfiehlt.

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  • Barbarotti muss nach Burma

    Am Abend des Mordes
    TochterAlice

    TochterAlice

    29. December 2015 um 09:04

    Nicht in Südostasien, sondern im ländlichen Schweden, in Kymlinge, liegt der Hof Klein-Burma, in dem vor vielen Jahren - 1989 - ein brutales Gemetzel stattfand, für das die Ehefrau des Opfers, Ellen Bjarnebo, zur Verantwortung gezogen wurde. Nun hat man sie im Verdacht, mit dem Verschwinden ihres aktuellen Lebensgefährten Arnold Morinder, den sie nach ihrer Freilassung kennengelernt hatte und der im August 2007 auf seinem Moped fortgefahren war und nicht mehr zurückkehrte, zu tun zu haben. Auf diesen nicht gerade als prioritär eingestuften Fall wird Gunnar Barbarotti angesetzt, der nach dem Tode seiner Frau - nun als Witwer mit fünf Kindern - als nicht mehr so recht arbeitsfähig gilt. Man will ihm aber das Gefühl geben, etwas zu tun zu haben, während alle seine voll einsatzfähigen Kollegen sich dem Todesfall Raymond Fängström, einem schwedischen Rechtsradikalen, der unter ungeklärten Umständen zu Tode kam, widmen. Wie immer bei Nesser kann der Leser sich auf viele unerwartete Wendungen und auf einige interessante und schräge Charaktere freuen, wobei zu ersteren die Hauptverdächtige in Barbarottis Fall, Ellen Bjarnebo, zu letzteren ganz klar die Mutter des toten "Nazis", Lill-Marlene Fängström zählt. Im Vordergrund aber steht wie immer Gunnar Barbarotti mit seiner Trauer um Marianne, der Sorge um alle fünf Kinder, sowohl die eigenen, als auch die angenommenen und natürlich mit seinem Fall, dem er sich trotz immer wieder aufkommenden Schwächegefühls mit (fast) gewohnter Akribie widmet. Das übliche Personal in Form von Barbarottis Kollegen und dem Chef ergänzen das Setting auf Trefflichste. Dazu kommen diesmal jedoch gewisse esoterische bzw. religiöse Elemente - so spricht Barbarotti mit Gott und erhält von diesem gar eine Botschaft, die dann auch eintrifft - ein Aspekt, der meine anfängliche Begeisterung durchaus etwas geschmälert hat. Insgesamt also die gewohnte düstere skandinavische Krimiliteratur, jedoch mit einigen humoristischen Einsprengseln, die sich vor allem durch die Einführung gewisser Episoden wie der zufälligen Begegnung Barbarottis mit einem Studienfreund, der gerade die Geschichte Hitlers neu schreibt, bemerkbar machen. Leider sind auch einige Längen zu verzeichnen, vor allem, wenn Barbarotti oder auch seine - dem Leser dieser Serie bereits bekannte - Kollegin Eva Backmann mit ihrem jeweiligen Schicksal hadern. Ich bin eigentlich ein Fan von Kommissar Barbarotti und war diesmal ein kleines bisschen enttäuscht: sowohl die Längen als auch die übersinnlichen Episoden ließen mich diesem typisch schwermütigen Beitrag zur schwedischen Kriminalliteratur ein wenig hadern. Trotzdem ein spannender Krimi, den zu lesen sich lohnt und den vor allem Nesser-Fans auf keinen Fall auslassen sollten!

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  • Am Abend des Mordes

    Am Abend des Mordes
    AnjaIris

    AnjaIris

    24. November 2015 um 20:35

    Inspektor Barbarotti erwacht an einem ganz gewöhnlichen Morgen, und stellt fest, daß seine Frau Marianne in der Nacht gestorben ist. Als er nach der Beerdigung wieder zum Dienst erscheint, betraut ihn sein Vorgesetzter mit einem Cold Case, was Barbarotti zunächst für eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme hält. Es geht um einen seit fünf Jahren verschwundenen Elektriker, der ein paar Tage nach seinem Verschwinden von seiner Lebensgefährtin als vermißt gemeldet wurde. Das wäre ja an sich nicht besonders ungewöhnlich, wäre die Lebensgefährtin nicht ausgerechnet Ellen Bjarnebo, die "Schlächterin von Klein Burma" . Jahre zuvor soll sie ihren Ehemann mit einem Hammer erschlagen, und anschließend zerstückelt haben. Auch damals meldete sie ihren Mann als vermißt. Erst, nachdem die ersten Leichenteile gefunden wurden, legte sie ein Geständnis ab. Dafür verbrachte sie fast 12 Jahre in einem Frauengefängnis in Hinseberg. Aber hat sie auch den Elektriker Arnold Morinder ermordet? Es wurde nie eine Leiche gefunden. Und warum lebte Morinder mit einer Mörderin zusammen? Gibt es einen Zusammenhang zwischen beiden Verbrechen? Und was wurde aus Ellen Bjarnebos damals 12jährigen Sohn Billy? Inspektor Barbarotti muß tief in die Vergangenheit eintauchen. Er befragt alle möglichen Zeugen, gewiint überraschende neue Erkenntnisse, löst manches Rätsel, und nimmt einen mit auf eine Spannende Reise in die Vergangenheit. Man lernt Zeitzeugen kennen, rätselt mit, und wird am Ende mehrfach überrascht. Vom Ausgang dieses Falles, vom Ausgang des gleichzeitig laufenden Falles seiner Kollegin Eva Backmann, und besonders auch vom wirklichen Grund seines Vorgesetzten, Barbarotti auf diesen Fall anzusetzen. Mehr will ich nicht verraten, um anderen nicht die Spannung zu nehmen. Das Buch ist super spannend, und wirklich sehr zu empfehlen. Da muß man seine kleinen grauen Zellen beim Miträtseln auch mal anstrengen. Der Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit macht das Buch noch interessanter. Schade, daß es der letzte Fall von Inspektor Barbarotti ist. Ich hätte gern noch erfahren, ob er seinen Vater in Italien findet, und, ob er mit Eva Backmann zusammen kommt, wie seine verstorbene Frau es sich wünscht. Auf jeden Fall hole ich mir noch die ersten vier Barbarotti - Bände, weil mir der Schreibstil des Autors, und der Ermittlungsstil des Inspektors sehr gut gefallen.

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  • hervorragend

    Am Abend des Mordes
    wusl

    wusl

    02. September 2015 um 16:03

    Diesmal stimmt die Werbung zu diesem Buch wirklich. Es ist wirklich Barbarottis persönlichster Fall. Wobei dies nicht unwesentlich daran liegt, dass er morgens neben seiner Frau aufwacht und feststellt, dass sie kalt und tot ist. Eine unheimliche Vorstellung, die man keinem wünscht. Und die Trauer und die Verarbeitung dieses Verlusts ziehen sich wie ein roter Faden durch das Buch. Barbarotti wächst daran irgendwie und verarbeitet seinen Schmerz auch mit der Lösung des verzwickten Falles einer mutmaßlichen Ehegatten-Mörderin. Eva Backmann versucht derweilen einen eigenen Fall zu lösen und man fragt sich, ob die Fälle nicht doch zusammenhängen. Wie immer macht es Spaß, einen Nesser-Roman zu lesen. Er versteht es, den Leser von der ersten Seite an in die Geschichte hineinzuziehen und dann so zu fesseln, dass man es nicht mehr aus der Hand legen möchte. Auch dieser roman besticht nicht durch Blutigkeit und Brutalität sondern durch Raffinesse, Seelenforschung und Recherchearbeit der Ermittler. Eine angenehme Mischung, die sich wohltuend aus dem Krimi-Genre hervorhebt, welches oft etwas platt und nichtssagend ist. Die Handlung ist dicht gewebt und spannend verschachtelt. Man rät mit den Ermittlern mit, leidet mit Barbarotti und freut sich an seinen Erfolgen. Ich hoffe sehr, dass dies nicht wirklich der letzte Fall ist, da mir die Charakter ein bisschen ans Herz gewachsen sind. Wobei natürlich auch was Neues von Nesser was für sich hat. Volle Punktzahl von mir.

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  • Barbarotti

    Am Abend des Mordes
    Islaender

    Islaender

    25. June 2015 um 10:20

    In dem Buch "Am Abend des Mordes" geht es um Inspektor Barbarotti, der seine Frau plötzlich durch Tod verloren hat und nun von seinem Chef mit einem Fall beauftragt wird, der fünf Jahre zurückliegt. Damals ist ein Mann verschwunden, der mit einer Frau zusammenlebte, die wegen Mordes im Gefängnis gesessen hatte. Hakan Nesser schafft es mich als Leser stückweise in die Verschlossenheit von Barbarotti hineinschauen zu lassen und hält durch seinen "einmaligen" Erzählstil mich "Haken" fest. Er gibt den Menschen der Geschichte ein Gesicht und meine Sympathie gilt einer Mörderin. Alles ist nicht so, wie es am Anfang aussieht und als der Fall von Barbarotti geklärt wird, ist er einem wieder ein Stück näher gekommen. Ich habe leider vorher die Bücher aus der Reihe nicht gelesen, was ich jetzt nachholen werde. Ich fände es wirklich schade, wenn das das Ende von Barbarotti gewesen ist.

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  • Melancholisch, ruhig und dennoch spannend

    Am Abend des Mordes
    Ambermoon

    Ambermoon

    10. May 2015 um 20:32

    Wird Barbarotti aufs Abstellgleis befördert? Nach einem persönlichen Schicksalsschlag soll er sich mit dem Fall eines fünf Jahre zuvor spurlos verschwundenen Elektrikers beschäftigen. Nicht nur Kollegin Backman fragt sich, ob es sich hierbei nicht nur um eine Form von Beschäftigungstherapie für einen trauernden und labilen Kollegen handelt. Und es sieht auch ganz so aus, als sei Barbarotti nun zum Spezialisten für sogenannte »kalte Fälle« geworden, deren tatsächliche Lösung zweifelhaft ist. Tatsächlich lebte besagter Elektriker zum Zeitpunkt seines Verschwindens mit einer Frau zusammen, die bereits einmal einen Mord begangen und dafür elf Jahre im Gefängnis gesessen hatte. Nur beweisen konnte man ihr in diesem Fall nichts: denn ohne Leiche, keine Mörderin. Doch Gunnar Barbarotti tut das, was er am besten kann: Er ermittelt. Mosaiksteinchen um Mosaiksteinchen setzt er zusammen, und als er schließlich begreift, was gespielt wird, hat das weitreichende Konsequenzen …                                             ----------------------------------------Der Kriminalroman wird wieder in zwei Zeitebenen erzählt - Vergangenheit/Gegenwart, und wieder bekommt man Einblicke in die Handlungen und Gedanken der Hauptprotagonisten.Typisch für Nesser sind Handlung und Grundstimmung eher ruhig, diesmal auch etwas melancholisch, aber keinesfalls unspannend.Man fiebert Seite für Seite mit und baut Sympathie zur Hauptverdächtigen auf, da es sich hier nicht um einen unberechenbaren Mörder, sondern um ein menschliches Drama handelt.Das Ende ist wieder einmal überraschend und unerwartet.Fazit:Ich habe diesen Kriminalroman wieder einmal in fast einem Rutsch gelesen. Obwohl die Geschichte eher ruhig ist (typisch f. Nesser), schwingt immer Spannung mit u. ich fieberte der Auflösung entgegen, die wieder einmal äußerst überraschend war.Es ist der 5. Teil der Barbarotti-Reihe und hoffentlich nicht der Letzte, obwohl das lt. Nesser ja das Finale der Barbarotti-Reihe war.Ich habe diesen Kriminalinspektor m. seinem trockenen Humor lieb gewonnen und hoffe auf eine Fortsetzung.Wer also eher auf ruhige, aber dennoch spannende Kriminalromane mit psychologischem Tiefgang und leichter Melancholie steht, dem kann ich diesen Barbarotti-Teil wärmstens empfehlen.Die anderen Barbarotti-Teile sind eher eigenständige Romane, aber bei diesem würde ich zumindest den 4. Teil "Die Einsamen" empfehlen, um die Geschichte Barbarottis zu verstehen und mitfühlen zu können.

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  • ruhiger Krimi

    Am Abend des Mordes
    gagamaus

    gagamaus

    20. April 2015 um 09:10

    Ich gebe zu, ich hatte leichte Probleme in den Rythmus des Buches reinzukommen. Ich hatte bereits vorher mehrmals Nesser-Bücher gelesen aber irgendwie waren sie nie ganz mein Ding. Dies liegt und lag vor allem an seinem ruhigen und ziemlich actionlosen Erzählstil. Allerdings hat er eine sehr schöne Sprache und seine Protagonisten sind durchaus sympathisch. Barbarottis Verlust lastet schwer auf ihm und um so intensiver stürzt er sich auf einen seit fünf Jahren ungeklärten Vermisstenfall. Die Sache wird mit Akribie und Feingefühl aufgedröselt, hat ein paar kleine Wendungen und hilft dem Kommissar über den Verlust seiner Frau ein bisschen hinwegzukommen bzw. ihn zu akzeptieren. Außerdem fordern die Kinder ihr Recht und sein Wunsch nicht aufzugeben ist groß genug, dass die private Tragödie sein polizeiliches Urteilsvermögen nicht schwächt. Vielleicht eher zum Gegenteil. Er scheint empfindsamer als vorher, aufmerksamer für die anderen Menschen.Wie gesagt, für mich kein absolutes Muss, da ich eigentlich temporeichere und handlungsstärkere Bücher bevorzuge. Das Thema ist aber gut gewählt und sticht aus dem Einheitsbrei sicherlich heraus. Also von mir eine Leseempfehlung, wenn sie ruhige und kluge Krimis mögen, die bis zum Ende ohne große Logikfehler erzählt werden.

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  • Mordsbuch

    Am Abend des Mordes
    brauchnix

    brauchnix

    18. December 2014 um 09:18

    Barbarotti ist schwer gebeutelt von seinem ganz persönlichen Schicksalsschlag, als seine Frau an einer Hirnblutung stirbt, während er neben ihr im Ehebett schläft. Der private Horror will verarbeitet werden und anfangs verdrängt er fast den Kriminalfall. Aber der hat es in sich und Barbarotti verbeisst sich darin, vielleicht auch, weil es eine Art Ehedrama zu sein scheint. Eine Ehegattenmörderin deren zweiter Mann spurlos verschwunden ist. Man konnte der Frau nichts nachweisen und Barbarotti muss richtig tief wühlen, bis er erste Hinweise findet.Der Grundton ist nicht der eines nervenzerfetzenden Thrillers. Nesser hat es nicht so mit Blut und Aktion. Statt dessen blättert er Seelenzustände auf, vor allem die von Barbarotti aber auch die Personen des Kriminalfalles werden analysiert. Man muss bei der Sache bleiben, da die Sache durchaus vertrackt und teilweise undurchsichtig angelegt ist. Und Nesser auf ruhige und langsame Art die Fakten vor dem Leser aufdröselt. Der Lesesog kommt erst allmählich. Ich fand Barbarottis Verarbeitung der privaten Seelenpein mindestens genauso spannend wie den Krimifall.Allerdings ist das Ende nicht jedermans Sache und warum ausgerechnet dieses sein letzter Fall sein soll, leuchtet mir nicht ganz ein. Barbarotti gefällt mir viel besser als der andere Kommissar von Nesser. Er trifft mehr meinen Geschmack und auch der Schreibstil ist im laufe der Jahre noch eindringlicher geworden. Von mir also die volle Punktzahl für dieses Mordbuch, welches ich in kurzer Zeit durchgelesen hatte. Ich habe noch nicht alle Teile gelesen, also für mich ist es nicht der letzte Teil - so oder so.

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  • Finale mit Schwächen

    Am Abend des Mordes
    Wortklauber

    Wortklauber

    16. November 2014 um 19:39

    Barbarotti wird durch einen schweren Schicksalsschlag aus der Bahn geworfen. Was sich im Vorgängerroman bereits angedeutet hatte, wird in diesem jetzt wahr: Seine geliebte Frau Marianne stirbt. Barbarotti weiß kaum, wie er diesen Verlust verkraften soll; kein Wunder eigentlich, dass sein Vorgesetzter ihm einen Fall zuschanzt, der längst als unlösbar zu den Akten gelegt worden war. Eine Frau wurde für den Mord an ihrem Ehemann schuldig gesprochen und hat die Tat durch eine lange Freiheitsstrafe verbüßt. Wieder auf freiem Fuß, verschwindet eines Tages auch ihr neuer Partner. Diesmal spurlos. Der Verdacht lag nahe, dass sie auch diesen Mann auf dem Gewissen hat. Jedoch wurde der nie gefunden, der Frau nie etwas nachgewiesen. Auch mit diesem Barbarotti/Nesser hatte ich meine Schwierigkeiten. Die ersten paar hundert Seitenfand ich zäh, aufgebläht, abschweifend. Erst das letzte Drittel (ca. ab dem Zeitpunkt, wo Barbarotti nach Lappland aufbricht) hat mir richtig gut gefallen. Wie Nesser mit den verschiedenen Zeitebenen jongliert, wie Vergangenheit und Gegenwart ineinandergreifen, aus wessen Perspektive was wann erzählt wird, das ist richtig gut gemacht, Hut ab. Leider kam es (für mich) zu spät, um das Buch noch als Ganzes schätzen zu können. Das Ende war für mich überraschend, hatte ich mich vorher doch auf eine falsche Fährte lenken lassen. Vielleicht sind es ein paar Zufälle zu viel, aber wer sagt, dass Krimis realistisch sein müssen (oder können!). Ein paar lose Enden bleiben, aber das stört mich überhaupt nicht, im Gegenteil. Und das war’s dann mit Barbarotti? Auf dem Cover liest man jedenfalls „Das große Finale der Barbarotti-Serie“. Vielleicht kommt ja irgendwann doch noch ein 6. Teil. Ich wäre – trotz aller Vorbehalte – wieder dabei. Aber so richtig traurig bin ich auch nicht, wenn’s nicht dazu kommen sollte.

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  • Eine spannende Geschichte mit Tiefgang

    Am Abend des Mordes
    Kasin

    Kasin

    25. October 2014 um 23:32

    Hakan Nesser schreibt, wie er schreibt und das gefällt mir. Mit viel Tiefgang und Gedankenspielen.Hier gibt es keine wilden Verfolgungsjagden oder Schießereien.Hier tritt man ein in das Leben, genauso wie in das Sterben, der unterschiedlichsten Menschen.Zur Story: Gunnar Barbarotti erfährt wie grausam das Leben sein kann und vergräbt sich in Trauer und Selbstmitleid. Zeit das er auf andere Gedanken kommt. Sein Chef Asunander betraut ihn mehr gegen seinen Willen mit der Ermittlung in einem alten Fall. Schnell merkt Barbarotti, dass hier mehr als gepfuscht wurde und macht sich kurzerhand selbst auf Spurensuche. Dabei stößt er auf einen noch länger zurück liegenden Fall, der sich auf einem einsamen Hof, genannt Klein- Burma, zutrug. Hatte Ellen damals tatsächlich ihren Mann getötet und zerstückelt? Eine Tat die ihr den Namen "die Schlächterin" und viele Jahre Gefängnis einbrachte.Mittels Zeitsprüngen erfährt man immer mehr über die Umstände und die einzelnen Protagonisten und die dabei aufkommende Spannung zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Buch.Die Story wandert langsam voran, leise Töne kann Nesser unwahrscheinlich gut.Die Perspektiven wechseln von den einzelnen Protagonisten, aber dass stört nicht.Gerade die Protagonisten bestimmen dieses Buch. Ihre Gedanken und Emotionen sind sehr schön wiedergegeben. Und wenn Gunnar sich mit Gott unterhält, da er zweifelt, traurig oder gar wütend ist kommt auch das toll rüber.Humor gibt es auch. Keine Lachsalven, nein, aber eben so leise und unterschwellig - wie das Buch ist.Barbarottis 5. und letzter Fall, grandios gelöst.Gerne vergebe ich 5 von 5 Sternenc)K.B.

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  • der letzte Barbarotti?

    Am Abend des Mordes
    harakiri

    harakiri

    01. October 2014 um 15:06

    Kommissar Barbarotti erwacht morgens neben seiner toten Lebensgefährtin. Obwohl der Tod abzusehen war stürzt er in ein tiefes Loch. Nur seine Arbeit kann ihm da wieder heraushelfen. Er ermittelt in einem "Cold Case", der vor Jahren nicht gelöst werden konnte. Ein rätselhafter Fall, der so gut wie sicher schien, aber eben doch sehr facettenreich war. Nach und nach löst Barbarotti auf seine eigene Art diesen Fall.Anfangs kam ich schlecht in die Handlung. Die vielen fremden Namen und Handlungen waren etwas undurchsichtig. Aber nach einigen Kapiteln hat es Klick gemacht und ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Die Handlung ist verschlungen und vielschichtig, aber wer Hakan Nesser kennt weiß, dass sich am Ende alles lösen wird - nur nicht immer so wie der Leser erwartet. Auch hier spielte er wieder virtuos mit dem Leser, führte ihn auf falsche Fährten und verblüffte durch perfekt inszenierte Wandlungen. AUch wenn das Ende mit der Zeit dann doch absehbar war - es war mir wieder eine Freude, dieses Buch zu lesen.Auch die Stimmung, die der Autor durch die Trauer von Barbarotti vermittelt und wie er allmählich wieder auf die Füße kommt ist sehr gelungen und meisterlich geschrieben.Warum "der letzte Barbarotti" auf dem Klappentext steht ist mir unverständlich. Ich hoffe, dass dies nur ein Versehen ist :)

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  • Am Abend des Mordes

    Am Abend des Mordes
    Norskehex

    Norskehex

    28. September 2014 um 16:46

    Inspektor Gunnar Barbarotti ist am Boden zerstört: eines morgens findet er seine geliebte Frau Marianne tot neben sich liegen. Ein Aneurysma im Kopf ist dafür verantwortlich. Völlig unter Schock stehend beginnt Barbarotti wieder zu arbeiten und bekommt vom Chef alte Fälle zugeteilt. Eine Beschäftigungstherapie um zu sehen, ob er einsatzfähig ist? Oder steckt mehr dahinter? Er soll sich die Fälle um Ellen Bjarnebo noch einmal überprüfen. Sie wurde bekannt als die Schlächterin von Klein-Burma, denn sie hat ihren Gatten Harry Helgesson, den Bauer auf Klein-Burma, erschlagen und zerstückelt im Wald abgelegt. Dafür saß sie elf Jahre im Gefängnis. Einige Jahre nach ihrer Freilassung verschwindet ihr Lebensgefährte Arnold Morinder spurlos. Dieses Mal gilt sie als unschuldig. Und diese beiden Fälle soll Barbarotti noch einmal durcharbeiten und möglichst eine Lösung finden, denn die Ermittlungsarbeiten in beiden Fällen waren ein wenig schlampig. Er vergräbt sich also in diese Aufgabe, die ihn unter anderem nach Stockholm und in den hohen Norden Schwedens führt. Während er außerdem versucht den Tod seiner Frau zu verarbeiten, mit der er immer wieder versucht in Kontakt zu treten und von der er auch einige Male geheime Botschaften bekommt, kommt er der Wahrheit in beiden Fälllen sehr nahe. Es ist spannend zu verfolgen wie Barbarotti diese Fälle bearbeitet und dabei feststellt, dass mehr dahinterstecken muss, als die damaligen Ermittlungen ergeben haben. Was dann wirklich passiert ist, wird in Rückblenden erzählt und ist nicht so spektakulär wie man am Anfang dachte, aber eine durchaus logische Entscheidung der Täter. Wie auch in früheren Barbarotti-Büchern darf der Inspektor wieder verschiedene Verträge mit Gott abschließen und hat dieses Mal noch zusätzlich Kontakt zu seiner verstorbenen Frau. Trotz dieser Elemente wird das Buch kein Klamauk, da es Nesser schafft diese Elemente so einzubauen, dass sie Barbarotti helfen seine Trauer zu verarbeiten. Es ist sicher nicht das spannendste Nesser-Buch, aber ein sehr leises und schönes Buch, das auf den Krimi-Lesestapel gehört.

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  • Ok, nicht mehr und nicht weniger...

    Am Abend des Mordes
    Nomey

    Nomey

    29. May 2014 um 14:34

    Hakan hat einen schönen Schreibstil deshalb fing das Buch auch recht vielversprechend an. Habe dieses Buch zu Weihnachten bekommen... Habe vorher noch nichts von Hakan Nesser gelesen. Werde ich auch nicht... ich mag zwar schöne, detailierte Bücher aber nur davon kann ein gutes Buch nicht leben...Es beginnt, wie gesagt sehr hübsch beschrieben, wurde dann aber von Seite zu Seite immer langweiliger. Es kam nie richtig fahrt auf. Es plätscherte eher so vor sich hin und es passiert eigentlich nichts...Fazit: Schade, ich mag den Schreibstil und den Ort wo die Geschichte spielt (Schweden). Allerdings hatte ich mehr erwartungen. Diese wurden sehr enttäuscht...

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  • Barbarottis letzter Fall

    Am Abend des Mordes
    buecherwurm1310

    buecherwurm1310

    27. January 2014 um 09:13

    Gunnar Barbarotti  wacht morgens auf und stellt fest, dass seine Frau Marianne durch ein Aneurysma gestorben ist. Obwohl die beiden damit gerechnet hatten, dass so etwas passieren könnte, verliert er den Boden unter den Füßen. Als er dann nach einigen Wochen wieder arbeiten muss, wird ihm von seinem Vorgesetzten Asunander, der bald in Rente geht, ein Fall aufgedrückt, den er alleine bearbeiten soll. Barbarotti befürchtet, dass dies als Beschäftigungstherapie gedacht ist, denn der Fall liegt Jahre zurück. Trotzdem macht er sich an die Arbeit, obwohl seine Trauer ihn immer wieder überfällt. Der Elektriker Arnold Morinder ist verschwunden. Verdächtigt wurde seine Frau, die viele Jahre zuvor bereits schon einmal einen Ehemann umgebracht hat. Sie hat diesen Mord gestanden und die Gefängnisstrafe abgesessen. Je mehr sich Barbarotti mit dem Fall beschäftigt, umso mehr kommen Zweifel bei ihm auf. Hat Ellen Bjarnebo den Mord gestanden, um ihren Sohn zu schützen? Nesser erzählt die Geschichte einmal in der Gegenwart aus Barbarottis Sicht und dann in der Vergangenheit aus der Sicht von Ellen Bjarnebo, der „Schlächterin von Klein Burma“. Während der sich dahin schleppenden Ermittlung hadert Barbarotti mit seinem Schicksal, mit Gott und dem Glauben und wartet auf ein Zeichen von Marianne. Dieses Zeichen erhält er nach einem Monat durch einen Brief von ihr. Währenddessen ermittelt Eva Backman, Barbarottis Kollegin und Freundin, in einem anderen Mordfall. Bei einer Befragung erfährt sie Fakten, die Barbarotti in seinem Fall weiterhelfen. Zum Schluss klärt sich alles, auch dass Asunander persönliche Gründe hatte, diesen alten Fall noch einmal aufrollen zu lassen. Barbarotti ist in der Zeit der Ermittlungen mit seinen persönlichen Problemen besser fertig geworden und weiß, wie sein Leben weiter verlaufen soll. Ein perfekter Abgang für den sympathischen Barbarotti.

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  • Rezension zu "Am Abend des Mordes" von Hakan Nesser

    Am Abend des Mordes
    BuecherDanny

    BuecherDanny

    16. January 2013 um 11:40

    Barbarotti hat vor kurzem seine Frau verloren. Mit erst 47 Jahren lag Marianne plötzlich tot neben ihm im Bett. Der immer noch trauernde Kommissar kehrt nach 3 Wochen an seine Arbeitsstelle zurück. Er bekommt von seinem Chef die Anweisung, einen alten, nicht aufgeklärten Fall aufzurollen.Vor 5 Jahren verschwand der Elektriker Arnold Morindo spurlos. Seine Lebensgefährtin war eine verurteilte Mörderin hatte aber mit seinem Verschwinden angeblich nichts zu tun. Da der Fall nicht aufgeklärt werden konnte, wurde er zu den Akten gelegt.
    Barbarotti ist unsicher, ob er sich nur mit dem alten Fall beschäftigen soll, weil sein Chef ihn noch etwas schonen will und ihn noch nicht für voll arbeitsfähig hält. Im Laufe der Ermittlung, die Barbarotti recht träge beginnt, stellt er fest, dass sein Chef ein persönliches Interesse an der Aufklärung des Falls hat. Er muss für die Lösung des Falls in der Vergangenheit suchen....
    Mir hat Barbarottis letzer Fall sehr gut gefallen.Die Stimmung ist zunächst ruhig und trübe und spiegelt die tiefe Trauer des Kommisars wieder .Die Ermittlungen beginnt Barbarotti erst lustlos und träge. Je mehr er sich auf den Fall einlässt, desto spannender wird die alte Geschichte und damit auch das Buch. Ich konnte es nur schwer aus der Hand legen. Ich finde es sehr schade, dass es Barbarottis letzter Fall war. Ich habe alle Barbarotti-Bände mit Begeisterung gelesen!

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