Hakan Nesser Der Kommissar und das Schweigen

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Inhaltsangabe zu „Der Kommissar und das Schweigen“ von Hakan Nesser

Dass er spannende Geschichten erzählen kann, deren Auflösung auch Kenner des Genres unerwartet trifft, hat btb-Bestsellerautor Håkan Nesser bereits mehrfach und mit großem Erfolg bewiesen. Seine Fangemeinde in Deutschland ist inzwischen riesig. Mit seinem eigenwilligen Ermittler Van Veeteren hat er einen Helden geschaffen, der das Zeug zum Klassiker hat - ein Mann mittleren Alters mit Magenbeschwerden, der klassische Musik liebt und seine Fälle mit einer Mischung aus schwarzem Humor und Intuition löst. Diesmal steht Van Veeteren vor einer besonders schwierigen Aufgabe. Aus einem Ferienlager sind zwei kleine Mädchen verschwunden. Kurz darauf werden sie ermordet aufgefunden. Steckt ein obskurer Sektenführer hinter den Taten? Oder hat man es mit einem unbekannten Psychopathen zu tun? Vor allem aber: Kann Van Veeteren ihn stoppen, bevor er erneut zuschlägt?

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  • Ein Kommissar als Triebtäter

    Der Kommissar und das Schweigen

    brudervomweber

    19. November 2013 um 23:06

    Hakan Nessers Reihe um und über den Kommissar Van Veeteren hat einen bissigen Tonfall, die Ermittler gehen auch verbal nicht sanft zur Sache. Die Jahre haben die bärbeissige Hauptfigur Van Veeteren zunächst hart, dann zynisch und inzwischen mürbe werden lassen. Zu Beginn von DER KOMMISSAR UND DAS SCHWEIGEN spielt die Hauptfigur mit dem Gedanken an Ausstieg: aus dem Beruf und aus seinem bisherigen Leben. Durch eine zweifelhafte Bringschuld aus eben diesem bisherigen Leben landet er jedoch in der (erfundenen) dänischen Provinz, in der ein Polizeianwärter einen potentiellen Mordfall zu bearbeiten hat. Potentiell, weil es keine Leiche, sondern nur einen anonymen Hinweis auf ein ermordetes Mädchen gibt. Und so beschließt Van Veeteren, arbeits- und berufsmüde diesen Pseudo-Fall als sicher geglaubte Überbrückung bis zu seinem bereits gebuchten Griechenlandurlaub irgendwie über die Runden zu bringen. Bis auf den Anruf-Tipp gibt es keinerlei Hinweise. Und so driftet Van Veeteren umher, ermittelt herum, isst zu Abend, versucht, die Zeit totzuschlagen. Als schließlich die angekündigte Leiche auftaucht, ändert sich nicht viel am Ermittlungsstil des Kommissars, zu dürftig sind weiterhin die Hinweise. Der einzige tragfähige Verdacht gilt einem Sektenguru, einem Aussteiger mit pädophil-krimineller Vergangenheit, aus dessen Jugendgruppe das Mädchen verschwunden war und welcher selbst verschwindet, als ein weiteres Mädchen aus der Gruppe tot aufgefunden wird. Der Fall verdient diese Bezeichnung nicht, zu hilflos und sporadisch sind die Ermittlungs(fort)schritte, zu orientierungslos das inzwischen berufene Ermittlerteam, von dem sich der Kommissar als einsamer Wolf absetzt und auf die Eingebung wartet, er, der abgesehen von seinem allerersten Fall eine 100%ige Aufklärungsquote aufzuweisen hat. Er, den die Wahrheit sucht und traktiert, so sehr er sich ihr auch verweigert. Er, der ein beruflicher Triebtäter ist, so sehr ihn sein Beruf auch anekelt. Hakan Nesser schreibt in seinen van Veeteren-Krimis über einen Mann, der der Welt kopfschüttelt gegenüber steht, nicht allein, weil er sie nicht mehr versteht, sondern weil er dazu verflucht ist, in ihr die abstoßendsten Wahrheiten zu finden, ob er sie sucht oder nicht. Seine zum Zynismus verhärtete Ironie, unter der ein menschlich warmer Kern schlummert, schützt ihn davor, an diesem Los zu zerbrechen. Und ermöglicht es dem Leser, ihm und seinen Kollegen auf ihrem hilflosen Weg durch diesen Fall zu folgen und dabei sogar gut unterhalten zu werden. Wäre es anders, es müssten einem die Tränen kommen.

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  • Rezension zu "Der Kommissar und das Schweigen" von Hakan Nesser

    Der Kommissar und das Schweigen

    Wortklauber

    06. March 2011 um 09:47

    Van Veeteren erreicht der Hilferuf eines jungen Kollegen aus der Provinz. In dem idyllischen Ferienort Sorbinowo hat der eigentliche Polizeichef seinen Urlaub angetreten und seiner Vertretung, dem jungen Kluuge, einen Zettel mit der Nummer von Van Veeteren hinterlassen, den er anrufen soll, wenn etwas unvorhergesehenes passieren sollte. Kluuge sieht den Zeitpunkt für gekommen an, als er einen anonymen Anruf von einer Frau erhält, die ihm mitteilt, dass ein junges Mädchen aus dem Ferienlager der Sekte „Reines Leben“ verschwunden sein soll. Van Veeteren, der seinerseits auf einen „2-Wochen-Fall“ hofft, bevor er seinen Urlaub antreten kann, reist an und findet eine verschworene Gemeinschaft vor. Niemand sei verschwunden, behaupten der Sektenführer Jellinek sowie seine drei Glaubensschwestern. Auch die Mädchen, die er befragen darf, behaupten, dass es kein verschwundenes Mädchen gäbe. Van Veeteren weiß, dass er eigentlich keinen Fall hat, da keinerlei stichhaltige Anhaltspunkte für ein Verbrechen vorliegen, bleibt aber trotzdem. Wenige Tage später wird – nach einem weiteren Anruf der unbekannten Frau - die Leiche eines Mädchens gefunden – eines der beiden Mädchen, mit denen Van Veeteren gesprochen hatte! Jellinek ist unterdessen verschwunden, die drei Frauen weigern sich auszusagen, offenbar, wenn man der anonymen Anruferin glauben darf, gibt es noch ein weiteres Mädchen, das einem Sexualmord zum Opfer gefallen ist. Innerhalb kurzer Zeit versammelt sich die komplette Presse des Landes in Sorbinowo. Die Jagd auf den Priester – der wegen einschlägiger Vorstrafen und seiner offenbaren Flucht als Täter angesehen wird – ist eröffnet. Ein Team mit weiteren Beamten aus der Umgebung wird zusammengestellt. Van Veeteren setzt sich von den Ermittlungen ab, folgt seiner eigenen Intuition, fischt dabei oft im Trüben – bis er, aus Zufall, auf den entscheidenden Hinweis stößt. Ich halte diesen Roman für einen der schlechteren von Nesser. Van Veeteren ermittelt hier und ermittelt da, eher im Vorbeigehen und Zufällen gehorchend, fühlt sich wie in einem „richtig schlechten B-Movie“. Das Ende fand ich vorhersehbar; während die Polizeibeamten im Buch fassungslos sind, wird es so mancher Leser nicht sein. War ja irgendwie klar, dass es so ausgehen musste …! Trotzdem wirkt das Ende wie „falsch drangestrickt“, als hätte sich nicht nur Van Veeteren verfranst, sondern auch der Autor. Allerdings ist auch ein „schlechter“ Nesser immer noch Klassen besser als „schlechte“ Romane mancher Kollegen, deshalb: Es ist keine reine verschwendete Lesezeit, aber es gibt bedeutend bessere Nessers/Van Veeterens!

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  • Rezension zu "Der Kommissar und das Schweigen" von Hakan Nesser

    Der Kommissar und das Schweigen

    MerlinundPaula

    12. February 2011 um 15:42

    Aus einem Ferienlager sind zwei kleine Mädchen verschwunden. Kurz darauf werden sie ermordet aufgefunden. Steckt ein obskurer Sektenführer hinter den Taten? Oder hat man es mit einem unbekannten Psychopathen zu tun? Vor allem aber: Kann Van Veeteren ihn stoppen, bevor er erneut zuschlägt? Dieser Roman hat mich nicht wirklich überzeugt. Am Anfang zu viele Metaphern/Floskeln - es wirkte, als ob sie lieblos hinzugefügt wurden. Außerdem erwarte ich bei einem Roman bei um die 300 Seiten, dass es nicht erst ab Seite 70 anfängt, einigermaßen spannend zu werden. Zwischendrin für mein Empfinden zu viele unwichtige Informationen über den Kommissar oder andere Mitarbeiter an dem Fall. Für mich war kein roter Faden zu erkennen, zu oft wurde von anderen DIngen erzählt, die eigentlich nicht zu dem Fall gehörten. In der Hoffnung, dass es vielleicht noch spannend wird, habe ich es zu Ende gelesen, aber leider wurde es das nicht. Daher kann ich es nicht empfehlen oder nur eingefleischten Fans des Autors.

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  • Rezension zu "Der Kommissar und das Schweigen" von Hakan Nesser

    Der Kommissar und das Schweigen

    Kiritani

    21. October 2009 um 21:49

    Zwei Kinder verschwinden in einem Ferienlager, ihre Leichen werden wenig später gefunden. Wer steckt dahinter? Vielleicht der Leiter der Lagers, der zwei Frauen an seiner Seite hat, die ihm untergeben zu sein scheinen. Das Lager des 'Reinen Lebens' ist ein reines Mädchenferienlager und scheint, durch den mysteriösen Leiter mehr als nur ein Ferienlager zu sein. Zumal er beteuert, dass keines der Mädchen verschwunden sei. Nesser schickt einen wieder auf eine unglaublich Reise mit dem auf eine andere Art sympatischen Kommissars Van-Veeteren. Durch seine fiktive Umgebung, die eine Mischung aus holländischen und skandinavischen zu sein scheint, lässt den Leser in eine fremde Welt abtauchen, in der er alleine mit seiner Vorstellungskraft ist.

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  • Rezension zu "Der Kommissar und das Schweigen" von Hakan Nesser

    Der Kommissar und das Schweigen

    Kermunto

    19. August 2009 um 08:50

    In einem Kinderheim verschwinden unter einem seltsamen Sektenanführer mehrere Kinder, die niemals dort gewesen sein sollen. Van Vetteren kämpft gegen die Ignoranz höriger Frauen und Kinder.

  • Rezension zu "Der Kommissar und das Schweigen" von Hakan Nesser

    Der Kommissar und das Schweigen

    Jens65

    21. July 2008 um 21:50

    Aus dem Ferienlager einer Sekte verschwinden zwei Mädchen, doch der Priester und die Aufseherinnen verweigern jede Mitarbeit, selbst als die beiden Leichen gefunden werden. Kommissar Van Veeteren, der über den Ausstieg aus dem Beruf nachdenkt, ist ratlos. Alle Spuren versanden, und selbst als auch noch der Priester ermordet wird, ist keine Lösung der mysteriösen Vorfälle in Sicht. Erst durch einen Blick ins Telefonbuch fällt sie ihm praktisch per Zufall in den Schoß. Hakan Nesser spielt auch in diesem Roman geschickt mit den Erwartungen der Leser, die dann nicht eingelöst werden, weil der Schlüssel ganz woanders liegt. Wer mit Hakan Nesser Krimis anfangen will, sollte auf die chronologische Reihenfolge achten. Leider sind die Romane in Deutschland zeitlich ungeordnet erschienen. Die richtige Reihenfolge ist wohl: Das grobmaschige Netz - Die Frau mit dem Muttermal - Das falsche Urteil - Das vierte Opfer - Münsters Fall - Der Kommissar und das Schweigen - Der unglückliche Mörder - Der Tote vom Strand

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  • Rezension zu "Der Kommissar und das Schweigen" von Hakan Nesser

    Der Kommissar und das Schweigen

    sunlight

    22. April 2008 um 17:06

    Skandinavischer Krimi Kurzbeschreibung aus Amazon: "Dass er spannende Geschichten erzählen kann, deren Auflösung auch Kenner des Genres unerwartet trifft, hat btb-Bestsellerautor Håkan Nesser bereits mehrfach und mit großem Erfolg bewiesen. Seine Fangemeinde in Deutschland ist inzwischen riesig. Mit seinem eigenwilligen Ermittler Van Veeteren hat er einen Helden geschaffen, der das Zeug zum Klassiker hat - ein Mann mittleren Alters mit Magenbeschwerden, der klassische Musik liebt und seine Fälle mit einer Mischung aus schwarzem Humor und Intuition löst. Diesmal steht Van Veeteren vor einer besonders schwierigen Aufgabe. Aus einem Ferienlager sind zwei kleine Mädchen verschwunden. Kurz darauf werden sie ermordet aufgefunden. Steckt ein obskurer Sektenführer hinter den Taten? Oder hat man es mit einem unbekannten Psychopathen zu tun? Vor allem aber: Kann Van Veeteren ihn stoppen, bevor er erneut zuschlägt?" Obwohl die Lesermeinungen bei Amazon auseinander gehen über die Qualität dieses Nesser Krimis, mir hat er gefallen. Die Person des Polizisten, mit seinem Zweifeln an seinem Beruf, steht neben der des Falles im Mittelpunkt der Geschichte. Die Stimmung des nordischen Landstriches und die Mentalität der Menschen erhalten Raum, so dass man in eine etwas andere Kultur eintauchen kann. Bei der Lösung des Falles ist tatsächlich Kommissar Zufall/Intuition der eigentliche Aufklärer. Aber was soll's, für mich hatte der Krimi die richtige "Kragenweite". Fazit: guter, stimmungsvoller Krimi mit meiner Empfehlung zum Lesen.

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  • Rezension zu "Der Kommissar und das Schweigen" von Hakan Nesser

    Der Kommissar und das Schweigen

    Wummy

    03. February 2008 um 12:05

    Spannend wie alle Nesser.Jedoch ist es der schwächste Nesser, den ich bislang gelesen habe. Die Aufklärung ist etwas schwammig, aber vom Schreibstil her einfach unvergleichlich.

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