Hakan Nesser Der unglückliche Mörder

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Inhaltsangabe zu „Der unglückliche Mörder“ von Hakan Nesser

Es ist eine neblige, nasskalte Nacht. Der Regen gießt in Strömen, und der Junge, der am Straßenrand geht, ist kaum zu sehen. Als der Mann den Aufprall hört, ist es bereits zu spät: die Verletzungen des Jungen sind tödlich - und der schwer angetrunkene Fahrer gerät in Panik und macht sich aus dem Staub. Warum sollte er sein ganzes Leben zerstören wegen dieses Unglücksfalls? Er kann nicht wissen, dass seine Feigheit schließlich drei weiteren Menschen den Tod bringen wird und seine Vertuschungsmanöver ihn letztlich gründlich ruinieren werden.

die nebenstory über alle polizeibeamten ist sehr langatmig und im grunde oft überflüssig

— janet_frenzel

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  • Rezension zu "Der unglückliche Mörder" von Hakan Nesser

    Der unglückliche Mörder

    awogfli

    06. March 2012 um 18:56

    Das einzige was an diesem Buch wirklich scheußlich ist, ist die Wahl des Titels in der deutschen Übersetzung (Original "Carambole"), ansonsten ist es ein brilliantes Meisterwerk ohne Makel. Ein Mensch begeht einen Unfall mit Fahrerflucht und wird anschließend erpresst. Darauf folgen mehrere Morde. Der pensionierte Inspektor Van Veteren ist betroffen, denn sein Sohn ist eines der Opfer und die Polizei bemüht sich aus diesem Grund besonders intensiv, den Mörder zu finden. Das erste was dieses Buch auszeichnet, ist die Erzählweise aus unterschiedlichen Sichten: Der Mörder redet sich die Sache schön und behauptet, dass ihn nur die Umstände zum Verbrecher gemacht haben. Wie bei der Karambolage von Billardkugeln konnte er gar nichts machen - "die Ereignisse haben ihn in eine falsche Richtung gezwungen". Die Überlegungen der ermittelnden Beamten kommen in fast allen Krimis vor. Was aber für mich aber völlig neuartig und genial thematisiert wird, ist die Sicht der betroffenen Angehörigen: Wut, Hass, Selbstvorwürfe, Schlafstörungen, sich in Trauer vergraben, die Frage nach dem Warum, Selbstjustiz ... - Ein weiterer bemerkenswerter Punkt ist die bildhafte intelligente Sprache dieses Romans und auch die dahintersteckenden philosophischen Ideen z.B.: Gott hat seit Schubert nicht mehr zu den Menschen gesprochen oder im Himmel herrscht Chaos in der Hölle Struktur. Dann auch noch diese dichte Atmosphäre, die durch die wunderschöne Sprache kreiert wird. Eine feuchte, eiskalte nordische Welt - mich hats beim Lesen permanent gefröstelt, obwohl ich im warmen Zimmer saß. Ach ja und abschließend noch die Geschichte - bis zur allerletzten Seite spannend und nicht durchsichtig, da man ja nur die Gedanken des Mörders aber keine Identitäten kennt. Diese vier Punkte kummuliert ergeben dann natürlich zwangsläufig ein Meisterwerk, das seinesgleichen sucht.

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  • Rezension zu "Der unglückliche Mörder" von Hakan Nesser

    Der unglückliche Mörder

    Thomas_Kastura

    03. September 2010 um 18:37

    Nesser ist wahnsinnig plotstark, da kann man sehr viel lernen. Den Fall des "Unglücklichen Mörders" halte ich für seinen besten Krimi, der packt einen auch beim Wiederlesen.

  • Rezension zu "Der unglückliche Mörder" von Hakan Nesser

    Der unglückliche Mörder

    Reever

    09. March 2010 um 16:57

    Ein Junge verpaßt Nachts den Bus und muß laufen, ein Mann verläßt die Kneipe betrunken, fährt aber trotzdem weil er meint nicht zu viel getrunken zu haben. Natürlich begegnen sich die beiden, der Junge ist tod, der Mann haut ab, Tage später kommt ein Brief von einem Erpresser. Jetzt kommt zu der Fahrerflucht noch ein Mord. Die Geschichte erzählt wie aus einem eher unscheinbaren Mensch ein Mörder wird, sehr düster, und man wird echt mitgenommen von der Geschichte.

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  • Rezension zu "Der unglückliche Mörder" von Hakan Nesser

    Der unglückliche Mörder

    Ay73

    22. December 2009 um 09:41

    EIN GUTER KRIMI AUS SCHWEDEN Der unglückliche Mörder beginnt damit, dass ein Arzt nach einem Besuch in der Bar ziemich angetrunken in sein Auto steigt und losfährt, obwohl er betrunken ist. Auf der Heimfahrt überfährt er einen Jungen. Er steigt aus, sieht nach ihm und erkennt seine Lage: er begeht Fahrerflucht. Das tragische daran, er wurde gesehen und wir nun erpresst. Bei der Geldübergabe beschließt der Arzt auch den Erpresser umzubringen. Da kommen Kommisar Reinhart und sein Team ins Spiel. Wie sich herausstellt, ist der Ermordete der Sohn von dem pensionierten Kommisar Van Veeteren. Das Ermittlerteam steht unter ernomen Druck, sie wollen ihrem ehemaligem Chef so schnell wie möglich den Mörder seines Sohnes überführen. Dann geschieht ein weiterer Mord an einer Frau mit dem gleichen Muster wie Van Veeteren Junior. Dieser Krimi ist psychologisch extrem gut erarbeitet, man weiß ziemlich schnell wer der "unglückliche Mörder" ist und die daraus resultierende Sinnlosigkeit seiner Morde. Zu Beginn hat mir das Zitat von Paul Auster sehr gut gefallen und hat dem Buch die gewisse Würze verliehen: "in the natural order of things, fathers do not bury their sons".

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  • Rezension zu "Der unglückliche Mörder" von Hakan Nesser

    Der unglückliche Mörder

    melli.die.zahnfee

    07. November 2009 um 10:41

    Es ist eine neblige, nasskalte Nacht. Der Regen gießt in Strömen, und der Junge, der am Straßenrand geht, ist kaum zu sehen. Als der Mann den Aufprall hört, ist es bereits zu spät: die Verletzungen des Jungen sind tödlich - und der schwer angetrunkene Fahrer gerät in Panik und macht sich aus dem Staub. Warum sollte er sein ganzes Leben zerstören wegen dieses Unglücksfalls? Sich von seiner Karriere verabschieden? Seine Zukunft aufs Spiel setzen, die auf einmal in leuchtenden Farben vor ihm steht. Gut, es plagen ihn durchaus Gewissensbisse, aber andererseits haben sich gerade in den letzten Tagen erfreuliche Dinge getan: Er ist frisch verliebt, seine Arbeit erfüllt ihn. Warum also sollte er sich stellen? Er kann nicht wissen, dass seine Feigheit schließlich drei weiteren Menschen den Tod bringen wird und seine Vertuschungsmanöver ihn letztlich gründlicher ruinieren werden, als seine Todesfahrt es je gekonnt hätte ... Denn schon bald macht er einen entscheidenden Fehler: Diesmal tötet er gezielt - aus reiner Verzweiflung, wenn man so will. Offensichtlich ist er in der Tatnacht beobachtet worden, jedenfalls wird er mit anonymen Briefen bombardiert. Irgendjemand will Geld für sein Schweigen, und so bringt er einen Mann um, den er für den Erpresser hält. Eine ganz ungewöhnliche Erzählweise, sehr spannend gemacht. Clever erzählt, der Spannungsbogen ist permanent auf hohem Niveau. Ich finde es gibt einige Schwächen in der Darstellung von Gefühlen, ansonsten ist dies ein toller, solider Krimi aus der Feder von Hakan Nesser !

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  • Rezension zu "Der unglückliche Mörder" von Hakan Nesser

    Der unglückliche Mörder

    Bokmask

    08. August 2009 um 00:28

    Autor: Nesser, Håkan Titel: Der unglückliche Mörder Erschienen: 2001 / 12 Verlag: btb Seiten: 319 ISBN-10: 344272628X ISBN-13: 978-3442726288 Preis: 9,00 € Cover: TB www.amazon.de schrieb: Inhaltsangabe: Es ist eine neblige, nasskalte Nacht. Der Regen gießt in Strömen, und der Junge, der am Straßenrand geht, ist kaum zu sehen. Als der Mann den Aufprall hört, ist es bereits zu spät: die Verletzungen des Jungen sind tödlich – und der schwer angetrunkene Fahrer gerät in Panik und macht sich aus dem Staub. Warum sollte er sein ganzes Leben zerstören wegen dieses Unglücksfalls? Sich von seiner Karriere verabschieden? Seine Zukunft aufs Spiel setzen, die auf einmal in leuchtenden Farben vor ihm steht. Gut, es plagen ihn durchaus Gewissensbisse, aber andererseits haben sich gerade in den letzten Tagen erfreuliche Dinge getan: Er ist frisch verliebt, seine Arbeit erfüllt ihn. Warum also sollte er sich stellen? Er kann nicht wissen, dass seine Feigheit schließlich drei weiteren Menschen den Tod bringen wird und seine Vertuschungsmanöver ihn letztlich gründlicher ruinieren werden, als seine Todesfahrt es je gekonnt hätte ... Denn schon bald macht er einen entscheidenden Fehler: Diesmal tötet er gezielt – aus reiner Verzweiflung, wenn man so will. Offensichtlich ist er in der Tatnacht beobachtet worden, jedenfalls wird er mit anonymen Briefen bombardiert. Irgendjemand will Geld für sein Schweigen, und so bringt er einen Mann um, den er für den Erpresser hält. Die Polizei sieht zunächst keinen Zusammenhang zwischen der Fahrerflucht und diesem Mord, doch die Aufklärung genießt höchste Priorität: Der Tote ist nämlich Erich Van Veeteren, der „verlorene Sohn“ des Kommissars, der wegen Drogendelikten im Gefängnis saß und gerade dabei war, im bürgerlichen Leben wieder Fuß zu fassen. Kommissar Van Veeteren macht sich schreckliche Vorwürfe, sich nicht genügend um ihn gekümmert zu haben. Und er schwört Rache. Er wird den Mörder seines Sohnes finden - koste es, was es wolle ... Meine Meinung: Tja, das Thema dieser Story ist nicht gerade sehr schön. Alkohol am Steuer und ein Kind musste sein Leben lassen. Der Fahrer der erst Fahrerflucht begeht kehrt aber an den Tatort zurück um zu sehen ob doch noch was zu machen ist, auch wenn er es anonym vorhatte. Dieser Roman von Håkan Nesser war für mich bisher der beste von fünf gelesenen. Zeigt er uns doch das nicht jeder Trinker am Steuer abgebrüht ist bis zum Umfallen. Ich habe die inneren Qualen des Täters fast selber empfunden und dies sich winden als man ihm langsam auf die Schliche kommt. Und dann ist doch noch der Vater der seinen Sohn rächen will, komme was wolle. Auch diese Seite der Medaille ist sehr gefühlsträchtig wiedergegeben. Ich habe diese Personen am Ende der Story gut gekannt, und war froh als es zu Ende war und der Mörder seine Qual beenden konnte, und auch der Vater zur Ruhe kommen konnte. Es fing erst etwas lahm an aber es steigerte sich mächtig. Der Schreibstil ist immer noch Gewöhnungsbedürftig, aber weit besser als bei der Frau mit dem Muttermal. Ich kann dies Buch empfehlen, aber Vorsicht bei Zarten Gemütern.

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  • Rezension zu "Der unglückliche Mörder" von Hakan Nesser

    Der unglückliche Mörder

    ***Chrissy***

    09. March 2009 um 20:50

    Ich muss sagen, dass ich von dem Buch wenig begeistert war. Ich habe einige Jahre fast ausschliesslich Krimis gelesen und da gibt es wirklich Bessere. Dass Nesser aus drei verschiedenen Perspektiven schreibt, besonders aus der Perspektive des Täters war für mich neu und interessant. Ein wenig in die Psyche des Mörders zu blicken und seinen Gedankengang verfolgen zukönnen macht Spaß. Allerdings fand ich, dass durch die unterschiedlichen Figurenperspektiven zu viel Spannung geraubt wurde, denn der Leser ist fast kontinuierlich der Polizei einen Schritt voraus, und man weiss schon vor den Ermittlern das "wer, wann, wo und wieso?". Somit verliefen die Polizeiermittlungen für mich eher schleppend, hielten sogar manchmal den Fortlauf der Handlung auf und waren teilweise sogar überflüssig. Des Weiteren störten mich Fehler: Verwechslungen der Namen und Wortunordnung bezüglich der polizeilichen Fachterminologie. Das liegt aber wohl eher an der Übersetzung.

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  • Rezension zu "Der unglückliche Mörder" von Hakan Nesser

    Der unglückliche Mörder

    Zoe

    10. September 2008 um 11:36

    Ganz spannend. Aber Nesser/Van Veeteren sind nicht so ganz in Hochform.

  • Rezension zu "Der unglückliche Mörder" von Hakan Nesser

    Der unglückliche Mörder

    Bokmask

    01. September 2008 um 22:21

    Meine Meinung: Tja, das Thema dieser Story ist nicht gerade sehr schön. Alkohol am Steuer und ein Kind musste sein Leben lassen. Der Fahrer der erst Fahrerflucht begeht kehrt aber an den Tatort zurück um zu sehen ob doch noch was zu machen ist, auch wenn er es anonym vorhatte. Dieser Roman von Håkan Nesser war für mich bisher der beste von fünf gelesenen. Zeigt er uns doch das nicht jeder Trinker am Steuer abgebrüht ist bis zum Umfallen. Ich habe die inneren Qualen des Täters fast selber empfunden und dies sich winden als man ihm langsam auf die Schliche kommt. Und dann ist doch noch der Vater der seinen Sohn rächen will, komme was wolle. Auch diese Seite der Medaille ist sehr gefühlsträchtig wiedergegeben. Ich habe diese Personen am Ende der Story gut gekannt, und war froh als es zu Ende war und der Mörder seine Qual beenden konnte, und auch der Vater zur Ruhe kommen konnte. Es fing erst etwas lahm an aber es steigerte sich mächtig. Der Schreibstil ist immer noch Gewöhnungsbedürftig, aber weit besser als bei der Frau mit dem Muttermal. Ich kann dies Buch empfehlen, aber Vorsicht bei Zarten Gemütern.

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  • Rezension zu "Der unglückliche Mörder" von Hakan Nesser

    Der unglückliche Mörder

    Jens65

    22. July 2008 um 19:20

    Ein unbescholtener Bürger wird zum Mörder. Ein verschuldeter Verkehrsunfall in angetrunkenem Zustand wird zum Auslöser einer Mordserie. Eines der nächsten Opfer ist Kommissar van Veterens Sohn Erich. Hat er etwas mit der Erpressung des Unfallverursachers zu tun? Mußte Erich sterben, weil er selbst der Erpresser war? Van Veterens Sohn hatte gerade angefangen, ein Leben in weniger sorgenvollen Bahnen zu führen. War er wieder abgerutscht und kriminell geworden? Van Veteren sucht nach Vergeltung, verliert aber nicht den Blick für die bedeutenden Details, die das bzw. die Verbrechen aufklären können. Eine junge Frau wird wenig später ermordert aufgefunden - von derselben Waffe erschlagen wie Van Veterens Sohn. Die Erpressungen wiederum gehen weiter, und es ist für Krimifreunde kaum vermeidbar, intensiv mit zu rätseln und verschiedene Lösungsmöglichkeiten zu erarbeiten. - Der Mörder versinkt immer tiefer im Sumpf seiner Taten. Seine Offenheit gegenüber seiner Geliebten muß teuer bezahlt werden... - Selbst in der letzten Szene (ist es die Flucht des Erpressers oder des Mörders?) fiebert der Leser nach Lösungen. - Ein überzeugender "Nesser", eine intelligente Story, nicht übertrieben phantastisch, jedoch spannend und in guter bildhafter Sprache erzählt. Absolut lesenswert!

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  • Rezension zu "Der unglückliche Mörder" von Hakan Nesser

    Der unglückliche Mörder

    variety

    04. February 2008 um 14:12

    Für mich ist das Buch sehr spannend geschrieben, und vor allem die Perspektivenwechsel sorgen dafür, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Obwohl der/die Leser/in bald weiss, was geschehen ist, bleibt das WARUM ungeklärt und man möchte nur zu gerne wissen, wieso alles so geschah. Ein kurzer, knapper, aber packend geschriebener Roman aus Skandinavien. Vergesst den Vergleich mit Mankell, dann macht das Buch unglaublich viel Spass!

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  • Rezension zu "Der unglückliche Mörder" von Hakan Nesser

    Der unglückliche Mörder

    UteSeiberth

    25. December 2007 um 11:51

    Einfühlsames Porträt eines unglücklichen Mörders.

  • Rezension zu "Der unglückliche Mörder" von Hakan Nesser

    Der unglückliche Mörder

    Wortklauber

    13. July 2007 um 09:33

    Van Veeteren ist aus dem Polizeidienst ausgeschieden, wird von seinen ehemaligen Kollegen aber immer noch ehrfürchtig "Der Kommissar" genannt. Umso betroffener macht es diese, als sie erkennen müssen, dass es sich bei der Leiche des jungen Mannes, den sie erschlagen in einem Gebüsch finden, um Van Veeterens Sohn handelt. Diesen Fall zu lösen, liegt ihnen also ganz besonders am Herzen. Und Van Veeteren lässt es sich natürlich nicht nehmen, aus dem Hintergrund mitzumischen und seinen ehemaligen Kollegen einige entscheidende Tipps zu geben. Stück für Stück setzt sich so das Puzzle zusammen, wieso Erich van Veeteren zum Opfer eines Mörders wurde. Diesen Mörder lernen wir schon ganz früh im Buch kennen. Wie ein Spielball (tatsächlich bezieht sich der Originaltitel des Buches auf das Billardspiel Carambolage) wird er hin und her geschoben, fühlt er sich von jeder neuen Wendung in die Enge getrieben und gezwungen, einem Unrecht ein weiteres hinzuzufügen. Angetrunken, überfährt er in einer nebligen Nacht einen 16jährigen Jungen. Als er wenig später einen Erpresserbrief erhält, fühlt er sich gezwungen, seinen Epresser umzubringen. Als ihm dabei ein Fehler unterläuft ... und so weiter und so weiter ... Das Buch ist geschickt aufgebaut; wie die Zusammenhänge exakt sind, enthüllt sich dem Leser Stück für Stück. Punktabzug gibt's von mir dafür, dass mir zu wenig dargestellt wird, wie ein bis dahin unbescholtener Bürger (auch seine Ex-Frau weiß nur Gutes über ihn zu berichten) tatsächlich so weit gehen kann, mehrere Menschen zu töten. Da erwarte ich eine stärkere Enthüllung charakterlicher Disposition. Andererseits ... dass Nesser das nicht getan hat, ist auf der anderen Seite auch wieder positiv, verzichtet er damit doch auf Klischees ... Deutlicher Punktabzug allerdings dafür, dass der Rückseitentext der btb-Ausgabe schon viel zu viel verrät! Da hätte man sich ein bisschen zurückhalten können, umso schockierender wäre der 2. Mord gewesen ... Ein düsterer Roman, wie er den Skandinaviern häufig zu eigen ist, aber psychologisch stark und durchaus spannend gemacht.

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