Hakan Nesser Die Perspektive des Gärtners

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Inhaltsangabe zu „Die Perspektive des Gärtners“ von Hakan Nesser

Wo ist Sarah? Seit vierzehn Monaten ist Erik und Winnie Steinbecks vierjährige Tochter verschwunden. Offensichtlich wurde sie entführt. Von einem fremden Mann auf der Straße aufgegriffen, verschleppt in einem dunklen Wagen. Danach verliert sich die Spur. Kein Erpresserbrief. Kein Hinweis auf mögliche Täter. Um Abstand zu gewinnen überredet Winnie Erik in die USA zu ziehen, nach New York. Doch das Ehepaar entfernt sich immer weiter voneinander. Dann entdeckt Erik, dass Winnie sich heimlich aus dem Haus schleicht, wenn er fort ist. Und nicht nur das: Sie pflegt obskure Bekanntschaften, die sie verleugnet. Und es stellt sich heraus, dass sie Erik nicht die Wahrheit gesagt hat, über ihre Vergangenheit …

großartiger Erzählstil - jedoch plumpes schnelles Ende

— cassandrad
cassandrad

Gewohnt genialer Schreibstil - jedoch lassen die Story und insbesondere das plumpe Ende zu wünschen übrig.

— Carigos
Carigos

Mich hat es nicht gefesselt und das Ende ist an den Haaren herbeigezogen.

— -Leselust-
-Leselust-

Ich suche nach der Erklärung des Titels "Perspektive des Gärtners" Habe D. Bär gefesselt gelauscht, aber was ist mit dem Titel des Buches ?

— Gaertner
Gaertner

Dieses Buch kann ich allen wärmstens weiterempfehlen. Es liest sich in einem Zug weil es so fesselnd ist!

— MissRichardParker
MissRichardParker

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  • Keine Zeitverschwendung, aber auch keine Offenbarung

    Die Perspektive des Gärtners
    Carigos

    Carigos

    08. November 2016 um 20:50

    Lange stand dieses Buch ungelesen in meinem Regal. Ich habe es damals angeschafft, weil ich von Hakan Nesser bereits „In Liebe, Agnes“ gelesen hatte und dieses kleine Büchlein ziemlich genial fand. Nessers  Schreibstil hat mich fasziniert und gefesselt, der Ausgang der Geschichte war fast bis zur letzten Seite unvorhersehbar. Eine ähnliche Erwartung hatte ich nun auch an diesen Roman. INHALT: Der Schriftsteller Erik Steinbeck lernt bei einer seiner Lesung Winnie Mason kennen. Sie fühlen sich auf Anhieb zueinander hingezogen, wie zwei Seelenverwandte. Kurz darauf werden sie ein Paar und heiraten. Obwohl Winnie aufgrund einer dramatischen Erfahrung in ihrer Vergangenheit keine Kinder von ihm möchte, wird sie unverhofft schwanger. Doch die kleine Sarah wird im Alter von 4 Jahren von einem Fremden verschleppt - die Ermittler tappen im Dunklen. Nach einer längeren Trauerphase beschließt das Paar in die Staaten auszuwandern, um dieses schreckliche Erlebnis irgendwie hinter sich zu lassen.  Erik versucht, das Erlebte schreibend zu verarbeiten, während Winnie sich immer mehr von ihm entfernt. Erik beginnt, seiner Frau zu misstrauen und erfährt, dass sie bezüglich ihrer Vergangenheit nicht immer ehrlich zu ihm war. ZITAT: „Das Nachdenken ist die ältere Schwester des Entschlusses.“ MEINUNG: Wenn ich mit der Beurteilung des Inhalts beginne, muss ich leider mit dem negativsten Punkt einsteigen. Aufgrund meines letzten Nesser-Buches bin ich mit hohen Erwartungen an dieses Buch herangegangen und habe mit einer verstrickten und cleveren Handlung gerechnet. Doch diesmal war Story recht „glatt“.  Zwar wurden immer wieder neue, interessante Informationen eingestreut (gerade was die Vergangenheit von Winnie angeht), aber das echte Überraschungsmoment blieb aus. Stellenweise plätscherte die Handlung vor sich hin. Es ist nur dem guten Schreibstil zu verdanken, dass ich weiterlesen konnte. Weshalb ich dann all‘ meine Hoffnung in ein überraschendes Ende gesetzt habe. Leider wurde ich enttäuscht, denn einerseits war das Ende ein wenig an den Haaren herbei gezogen, andererseits  wurde in meinen Augen nicht alles ausreichend aufgeklärt. Ein paar letzte Geheimnisse sind durchaus legitim, aber ein  Autor sollte da die Waage halten. Leider ist das Hakan Nesser hier nicht besonders gut geglückt. Der Schreibstil hat mir mal wieder außerordentlich gut gefallen. Gegen die Ich-Form oder die direkte Ansprache des Lesers habe ich nichts einzuwenden. Da Erik so gut wie keine Familie und Freunde hat, bzw. sogar seine Ehefrau sich von ihm entfernt, wir der Leser wie zu einem Vertrauten.  Über den Schreibstil wird auch Eriks Nüchternheit gut transportiert. Er hat keinen Hang zum Dramatisieren oder zu übertriebenen Gefühlsregungen. Was nicht bedeutet, dass er gar keine Gefühle zeigt. Doch sie sind in wohlüberlegte Sätze verpackt. Sprachlich gesehen ist das Buch ein Genuss. Man merkt, dass der Autor sein Handwerk versteht. Es gibt keine Stellen, über die man sprachlich gesehen stolpern müsste. Was mich als Leser fasziniert sind Sätze, die ich selbst schon mal gedacht, aber noch nie schwarz auf weiß gesehen habe. Hakan Nesser ist in der Lage, tiefste Gedanken verständlich für alle in Worte zu fassen. In Bezug auf die Schlüssigkeit / Verständlichkeit muss ich an meine Ausführung zum Inhalt anknüpfen: zu viele Fragen bleiben für mich am Ende offen. Man kann sich kein rundes Bild machen. Was nicht heißen will, dass ein Romanleser immer ein Happy End braucht – aber er braucht zumindest ein klares ENDE. FAZIT: Ich würde die Lektüre dieses Buches nicht unbedingt als Zeitverschwendung ansehen, aber leider hat mich die Geschichte nicht überzeugt. Diese Erfahrung wird mich aber nicht davon abhalten, es noch mit einem weiteren „Nesser“ zu probieren.

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  • Wenn die Gondeln Trauer tragen ...

    Die Perspektive des Gärtners
    SalanderLisbeth

    SalanderLisbeth

    20. February 2014 um 16:57

    Nachdem Ihre Tochter direkt vor Ihren Augen entführt wurde und nach über einem Jahr immer noch ohne ein Zeichen, ohne einen Hoffnungsschimmer verschwunden bleibt, ziehen die verzweifelten Eltern nach New York, um Abstand zu gewinnen. Hakan Nesser hebt sich in diesem eigenwilligen aber nicht minder fesselnden Roman wieder wohltuend durch seine wunderschöne, poetische Sprache vom üblichen Krimieinerlei ab. Er lässt seinen Protagonisten Erik Steinbeck die Geschichte ausschließlich aus seiner Perspektive erzählen und was ihm sehr glückt, ist die lebensnahe Beschreibung seiner Ehe, die Unfähigkeit nach dem Verschwinden der Tochter miteinander zu reden, die fast greifbare Resignation über das Geschehene, seine Einsamkeit und seine Wut. Kein klassischer Krimi, eher mysteriös und unheimlich. Bedächtig beschreibt Nesser menschliche Beziehungen und Empfindungen, langsam treibt er die Handlung voran. Obwohl ohne reißerische Action, ein von subtiler Spannung lebender Thriller, möchte man unbedingt wissen, wie diese ungewöhnliche, rätselhafte Geschichte zusammenhängt. Und wird auch zum wirklich rasanten Schluss belohnt, wenn alle Fragen und Rätsel eine logische, rationale, wenn auch zugegebenermaßen teilweise konstruierte Erklärung finden. Blieb mir noch lange im Gedächtnis. Großartig!  

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  • Meine Erwarungen wurden nicht im geringsten erfüllt

    Die Perspektive des Gärtners
    coco_90

    coco_90

    26. August 2013 um 18:30

    Nachdem mir viele Leute in meinem Verwandten- und Bekanntenkreis von Hakan Nesser vorgeschwärmt haben, habe ich "Die Perspektive des Gärtners" zu meinem ersten Nesser Buch auserkoren. Leider war es nicht mal annähernd so gut wie ich es erwartet habe... Die kleine Sarah wird vor den Augen Ihres Vaters entführt, doch es gibt kein Erpresserschreiben, keine Forderungen und die Ermittlungen laufen ins Leere. Für die Mutter (Winnie) ist das schon der zweite Schicksalsschlag, da sie ihre erste Tochter, sowie ihren ersten Mann bei einem Unfall verloren hat. Um Abstand zu gewinnen zieht das Ehepaar nach New York. Zu Beginn scheint diese Idee zu funktionieren doch nach und nach passieren seltsame Dinge und Winnie ist fest davon überzeugt, dass Sarah noch lebt. Erik (der Vater) beginnt zu forschen und begreift schnell, dass Winnie ihm nicht die ganze Wahrheit gesagt hat... Was sich hier in der groben Beschreibung noch recht spannend anhört, liest sich leider nicht so. Man erfährt viel über die erste Begegnung und die ersten Monate der Beziehung zwischen Erik und Winnie (was ich jetzt als nicht besonders spannend empfand). Über das Verschwinden von Sarah kommt nur wenig, dies wird aber oft wiederholt. Das Buch liest sich locker, ich merkte kaum wie die Seiten vergingen, doch es passiert nicht viel. Man ließt so vor sich hin und fragt sich immer öfter "Wann passiert endlich was??????". Zum Schluss startete Herr Nesser doch noch einen Versuch das Ganze spannend zu machen, bei mir aber leider ohne Erfolg. Das Ende empfinde ich als abgehackt und unvollständig. Ich war wirklich sehr enttäuscht. 2 Sterne gibt es von mit für den wirklich HERVORRAGENDEN Schreibstil! Ich werde auch noch einen Versuch mit einem anderen Nesser starten, in der Hoffnung, dass dieser besser wird. Empfehlen würde ich dieses Buch nicht.

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  • Besonders

    Die Perspektive des Gärtners
    MissRichardParker

    MissRichardParker

    15. July 2013 um 15:55

    Mein erstes Hakan Nesser Buch und es wird bestimmt nicht mein letztes sein! Die Geschichte wurde sehr originell und spannend aufgebaut. Der Erzählstil ist toll, ich fand das etwas Besonderes! Absolut fesselnd und lässt einem tief eintauchen.

    Dieses Buch kann ich allen wärmstens weiterempfehlen. Es liest sich in einem Zug weil es so fesselnd ist!

  • Rezension zu "Die Perspektive des Gärtners" von Håkan Nesser

    Die Perspektive des Gärtners
    Elocin

    Elocin

    25. November 2012 um 14:46

    Seit vierzehn Monaten ist Erik und Winnie Steinbecks vierjährige Tochter verschwunden. Offensichtlich wurde sie entführt. Von einem fremden Mann auf der Straße aufgegriffen, verschleppt in einem dunklen Wagen. Danach verliert sich die Spur. Kein Erpresserbrief. Kein Hinweis auf mögliche Täter. Um Abstand zu gewinnen überredet Winnie Erik in die USA zu ziehen, nach New York. Doch das Ehepaar entfernt sich immer weiter voneinander. Dann entdeckt Erik, dass Winnie sich heimlich aus dem Haus schleicht, wenn er fort ist. Und nicht nur das: Sie pflegt obskure Bekanntschaften, die sie verleugnet. Und es stellt sich heraus, dass sie Erik nicht die Wahrheit gesagt hat, über ihre Vergangenheit … Die Geschichte wirkt leider etwas an den Haaren herbei gezogen. Die Figuren sind nicht immer glaubwürdig. Dennoch gibt es auch einige positive Momente, aber insgesamt hat mich das Buch nicht umgehauen.

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  • Rezension zu "Die Perspektive des Gärtners" von Håkan Nesser

    Die Perspektive des Gärtners
    Arizona

    Arizona

    05. November 2012 um 12:17

    Mal wieder ein besonderer Roman von Nesser, und er gehört nicht zu einer Komissar-Reihe. Ist überhaupt kein typischer Krimi, eher eine Geschichte über eine Familie. Er spielt in New York im Herbst, genauer gesagt in Greenwich Village und fängt die Atmosphäre der Stadt hervorragend ein. Das Buch handelt von einem Ehepaar (er Schriftsteller, sie Künstlerin), deren 4 jährige Tochter vor einem Jahr entführt wurde. Möchte nicht zuviel verraten, es geht eben darum, wie sie als Paar versuchen nach dem Verlust wieder zur Normalität zurück zu kehren. Nessers Sprache gefällt mir gut, es ist eher ein Buch der leisen Töne, aber trotzdem sehr spannend. Habe ich wirklich gern gelesen.

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  • Rezension zu "Die Perspektive des Gärtners" von Håkan Nesser

    Die Perspektive des Gärtners
    LEXI

    LEXI

    Für mich persönlich ist mein erstes Buch dieses Autors ein Fehlkauf. Ich mag keine Erzähler, die im Präsens und in der Ichform schreiben, noch dazu den Leser direkt ansprechen. Der Plot ist meines Erachtens frei jeglicher Spannung, Hakan Nesser schafft es weder, mich in seinen Bann zu ziehen noch, mich für seine Geschichte zu interessieren. Langweilig, zum Glück aber wenige Seiten, große Schrift, große Abstände und einige Seiten, die halb leer sind. Und die ganze Zeit über fragte ich mich, WAS mir der Autor eigentlich sagen möchte ... was er zu vermitteln versucht. Definitiv nicht mein Fall.

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  • Rezension zu "Die Perspektive des Gärtners" von Håkan Nesser

    Die Perspektive des Gärtners
    Obadja

    Obadja

    25. April 2012 um 19:22

    Dieses Buch thematisiert den Umgang mit dem Verlust der vierjährigen Tochter. Dabei ist das Buch aus der Perspektive von Erik Steinbeck geschrieben, der in der Bibliothek sitzt, und das zu schreiben scheint, was wir grade lesen, einmal abgesehen von den Erinnerung. Im Gegensatz zu anderen Bücher über dieses Thema, die ich bisher gelesen habe, ist es kein richtiges Psychogramm, sondern eher ein Krimi. Das Buch liest sich flüssig weg, auch wenn keine so richtige Spannung aufkommen mag. Das Ende kommt dann sehr plötzlich und wirkt etwas stark konstruiert - mir blieben zu viele Fragen offen, als dass ich die Geschichte wirklich logisch nachvollziehen konnte. Entgegen dem, was auf dem Buchrücken steht, ist dies nicht _der beste Nesser_, sondern da gibt es weitaus bessere und lesenswertere.

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  • Rezension zu "Die Perspektive des Gärtners" von Håkan Nesser

    Die Perspektive des Gärtners
    Gruenente

    Gruenente

    Eriks und W.innies Tochter Sarah wird entführt. Erik ist Augenzeuge. Nach über einem Jahr ohne Spur beschliessen die beiden ihr Leben zu verändern und ziehen nach New York. Dort wird Winnie äußerst seltsam, fängt an zu lügen und behauptet immer wieder, dass Sarah noch lebt. Melancholisches Buch, nicht unbedingt wirklich ein Krimi. Ich hbae es in einem Stück ausgelesen und konnte es kaum weglegen. Allerdings war ich vor ein paar Monaten selbst in New York und fühlte mich zurückversetzt.

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  • Rezension zu "Die Perspektive des Gärtners" von Håkan Nesser

    Die Perspektive des Gärtners
    lokoschade

    lokoschade

    30. December 2010 um 17:37

    Klappentext: Wo ist Sara? Vierzehn Monate ist es her, dass Erik und Winnie Steinbecks vierjährige Tochter verschwunden ist. Beim Spielen von einem fremden Mann auf der Straße angesprochen, in einem dunklen, großen Wagen mitgenommen. Das ist alles, was man weiß. Danach verliert sich die Spur. Kein Erpresserbrief, kein Hinweis auf mögliche Täter. Es ist nicht der erste Schicksalsschlag für Winnie - war doch ihr erster Mann zusammen mit der gemeinsamen Tochter tödlich verunglückt. Um Abstand zu gewinnen, schlägt Winnie Erik deshalb vor, in die USA zu ziehen. Die beiden lassen sich in New York nieder. Und zunächst scheint dies die rettende Idee. Winnie fängt wieder an zu malen, Erik geht jeden Tag in eine öffentliche Bibliothek, um dort zu schreiben. Schon bald jedoch kippt die Situation. Seltsame Dinge geschehen. Winnie behauptet zu wissen, dass Sara noch lebt. Sie malt ein Bild, das exakt die Situation der Entführung wiedergibt, alles ist fotogenau wiedergegeben - bis auf das Gesicht des Mannes. Erik ist beunruhigt. Durch Zufall entdeckt er, dass seine Frau heimlich aus dem Haus geht, wenn er fort ist. Dass sie obskure Bekanntschaften pflegt. Sie streitet es ab. Und dann erfährt er, dass Winnie ihm nicht die Wahrheit gesagt hat über ihre Vergangenheit ... Meine Meinung: Erik und Winnie ziehen mit dem traumatischen Erlebnis, nämlich der Entführung ihrer vierjährigen Tochter, nach New York um dort eventuell ein neues Leben zu beginnen, das Schreckliche hinter sich zu lassen. Der geneigte Leser weiß dass das nicht möglich sein wird. Zuviele Dinge, die sich erst nach und nach wie ein Puzzleteil an das andere schmiegen, sind in der Vergangenheit passiert, zu sehr ist man in dieser Geschichte gefangen als dass ein Neuanfang so einfach möglich wäre. Als Winnies Verhalten immer mysteriöser wird, vertraut sich Erik einem Mann an, den er jeden Tag in der Bibliothek sieht. Es stellt sich heraus dass es ein Detektiv im Ruhestand ist der Erik nun seinerseits Hilfe anbietet. Nach anfänglichem Zögern (wer fühlt sich schon gut dabei seine eigene Frau beobachten zu lassen) nimmt er dieses Angebot gerne an. Nun entwickeln die Dinge eine Eigendynamik die nicht mehr aufzuhalten ist... Fazit: Sprachlich sehr ausgefeilt, stellenweise sehr poetisch, baut Nesser anfangs eine sehr spannende Stimmung auf. Obwohl nicht viel passiert möchte man wissen wie es weitergeht. Zum Ende hin ist diese Spannung leider vielen Ungereimtheiten zum Opfer gefallen, das Ganze wirkte auf mich sehr konstruiert und überhaupt nicht nachvollziehbar.

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  • Rezension zu "Die Perspektive des Gärtners" von Håkan Nesser

    Die Perspektive des Gärtners
    Winterzauber

    Winterzauber

    30. October 2010 um 23:42

    Ich war ziemlich enttäuscht von diesem Buch, da ich vorher erst 3 Bücher der Barbarotti-Serie gelesen hatte und begeistert war. Dieses Buch ist so ganz anders und ich wage zu behaupten, dass man es tatsächlich nicht gelesen haben muß. Die ganze Geschichte ist so ungewöhnlich, die Meschen in dieser Geschichte sind so ungewöhnlich, dass ich mich damit so gar nicht anfreunden konnte. Der Erzähler Eric Steinbeck lebt mit seiner Frau Winnie in New York, er ist Schriftsteller, seine Frau Malerin. Vor 18 Monaten ist die 4-jährige Tochter Sarah entfführt worden und sie ist seither vom Erdboden verschluckt. Winnie hat schon ihren ersten Ehemann und die damals 4-jährige Tochter Judith durch einen Unfall verloren und ist traumatisiert - die Beziehung zwischen ihr und Eric, falls man es noch Beziehung nennen kann ist sehr schwierig. Beide werden mit dem Verlust kaum fertig. Nessers Erzählstil plätschert so dahin und es ist eigentlich kein Krimi, sondern mehr ein Drama, welches am Schluß seinen Höhepunkt erfährt. Ich kann hier nicht viel mehr verraten, ohne zuviel vorweg zu nehmen. Einmal angefangen war ich durchaus daran interessiert, wie die Geschichte zu Ende geht und ich war froh, dass dieses Buch nicht mehr als 320 Seiten hat.

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  • Rezension zu "Die Perspektive des Gärtners" von Håkan Nesser

    Die Perspektive des Gärtners
    Natasha

    Natasha

    31. August 2010 um 19:34

    Mein erster Nesser! Sprachgewaltig, nachdenklich machend und nach einem spät sich bewegenden Spannungsbogen atemlos am Schluss...sicher kein klassicher Krimi, aber ein Roman, den man gedanklich nicht so schnell beiseite schiebt...