Eine ganz andere Geschichte

von Hakan Nesser 
3,9 Sterne bei283 Bewertungen
Eine ganz andere Geschichte
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Positiv (201):
AnnieLovesTheSkys avatar

Bis zum Schluss offen, dann aber wieder mal rasant und leicht überladen.

Kritisch (21):
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Ein Krimi, so spannend wie eine Schlaftablette

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Inhaltsangabe zu "Eine ganz andere Geschichte"

Die Bretagne im Sommer: Ein paar schwedische Touristen verbringen im Finistère ein paar vergnügte Urlaubswochen. Es ist eine zusammengewürfelte Gesellschaft: zwei Paare und zwei Einzelkämpfer, alles in allem sechs Leute, die freizeitbedingt miteinander Freundschaft schließen. Sie baden, sie essen, sie machen Ausflüge und flirten ein wenig über die Ehegrenzen hinweg. Und als die Ferien vorbei sind, trennen sich ihre Wege, wie das ja oft der Fall ist. Übrig bleiben ein paar vereinzelte Fotos, womöglich ein Gruppenbild, das ein oder andere Aquarell – und ein anonymes Tagebuch, das ihre Eskapaden schildert, wie sich später herausstellen wird, als die Tragödie bereits ihren Lauf genommen hat. Denn fünf Jahre später beginnt jemand, sie zu töten, einen nach dem anderen, wobei die Morde Gunnar Barbarotti, Inspektor in Kymlinge, jeweils zuvor brieflich angekündigt werden. Der Fall erregt große Aufmerksamkeit in den Medien, die Polizei steht naturgemäß unter Druck. Der Mörder indes spielt Katz und Maus mit den Ermittlern – und erscheint unbegreiflicher und unberechenbarer als je zuvor. Was ist damals in der Bretagne wirklich passiert? Und warum bekommt ausgerechnet Inspektor Barbarotti die Briefe? Im zweiten Buch um Gunnar Barbarotti, „Eine ganz andere Geschichte“, begegnen wir erneut dem geläuterten Zweifler und Gott herausfordernden Mann, den wir bereits im Kriminalroman „Mensch ohne Hund“ kennengelernt haben. Seine Berufskarriere erscheint ihm immer dubioser, während sein Privatleben plötzlich völlig neue Perspektiven aufweist.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442740918
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:608 Seiten
Verlag:btb
Erscheinungsdatum:03.05.2010
Das aktuelle Hörbuch ist am 18.08.2008 bei Random House Audio erschienen.

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    sydneysider47s avatar
    sydneysider47vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein Krimi, so spannend wie eine Schlaftablette
    So spannend wie eine Schlaftablette

    Nachdem ich „Mensch ohne Hund“ von Hakan Nesser gelesen hatte – den ersten Fall von Inspektor Barbarotti – war es endlich Zeit, auch den zweiten Fall dieses Inspektors zu lesen. Es geht um einige Morde, die in folgendem Buch vorkommen:

     

    Eine ganz andere Geschichte

     

    Inspektor Barbarotti findet eine neue Liebe – und einige Briefe, die Morde ankündigen – oder: Die Handlung

    Inspektor Gunnar Barbarotti (er ist halb Schwede, halb Italiener) ist geschieden. Seine drei Kinder leben nicht mehr bei ihm – und so ist es kein Wunder, dass er sich erfreut zeigt, als sich eine Frau für ihn interessiert. Sie heißt Marianne, und die beiden telefonieren oft. Und Barbarotti überlegt sich, ob er nicht mit ihr zusammenziehen soll.

    Aber er hat auch einen Job als Inspektor und arbeitet im schwedischen Ort Kymlinge (Anmerkung: diese Stadt gibt es nicht, sie ist eine Erfindung des Autors). Im Jahre 2007 erhält er immer wieder Briefe, in denen Morde angekündigt werden. Die Personen, die zu Tode kommen sollen, werden darin namentlich genannt. Allerdings tragen sie Namen, die mehrfach in Schweden vorkommen. Somit ist es schwer für Gunnar Barbarotti und sein Ermittlerteam, die Morde rechtzeitig zu verhindern.

    Erschwerend für die Polizei kommt noch hinzu, dass der Mörder verschiedene Mordmethoden wählt. So wird beispielsweise ein Opfer mit einem Küchenmesser erstochen, ein anderes Opfer wird mit einem harten Gegenstand erschlagen.

    Als Gunnar Barbarotti einen Brief erhält, aus dem man herauslesen kann, dass ein Mann, namens Gunnar, ermordet werden soll, bekommt er Angst, dass er vielleicht damit gemeint sein könne – und sucht eine Psychiaterin auf.

    Ansonsten tappt die Polizei bei der Suche nach dem Mörder im Dunkeln. Ereignisse, die sich im Jahre 2002 in Frankreich zugetragen haben, könnten mit den Morden zu tun haben. Damals verbrachten sechs schwedische Urlauber – zwei Paare und zwei Singles – ein paar Urlaubstage miteinander. Auf einmal gesellte sich eine Französin, namens Troae, zu ihnen – und ein Unglück passierte…

    Diese Ereignisse aus dem Jahr 2002 werden immer wieder in den Roman „eingeflochten“, während 2007 Inspektor Barbarotti und sein Team versuchen, einen Mörder und sein Mordmotiv zu finden…

    Schreibstil/Schreibperspektive

    Der Roman wurde aus der Sicht des auktorialen (allwissenden) Erzählers geschrieben – also in der dritten Person.

    Die Erzählzeit ist das Imperfekt (also die Vergangenheitsform, zu der Verbformen, wie „er trank, sie nahm, sie spielten“, gehören).

    Es gibt viele Dialoge.

     Ein Krimi, der so spannend ist wie eine Schlaftablette – Oder: meine Erfahrungen/Gedanken beim Lesen

    Das Buch hatte ich mir gekauft, weil es mir eine Freundin empfohlen hatte. Sie hatte es aus einer Bücherei ausgeliehen und fand es außergewöhnlich gut.

     Leider kann ich diese Meinung nicht teilen.

     Ich hatte „Mensch ohne Hund“ gelesen – das ist der Krimi mit dem ersten Fall von Inspektor Barbarotti. Das Buch ist okay – und bei „Eine ganz andere Geschichte“ erwartete ich ein besseres, ein spannenderes Buch.

     Die Kapitel in dem Buch, die die Ereignisse aus dem Jahr 2002 behandeln, erschienen mir beim Lesen oft wirr – und willkürlich in die eigentliche Romanhandlung einflochten. Ich dachte aber schon, dass Nesser ein cleverer Autor ist und eine Absicht damit verfolgt. Am Schluss wird klar, was diese Ereignisse mit der restlichen Krimi-Handlung zu tun haben.

     Mein Hauptproblem beim Lesen waren jedoch nicht diese „Nebenereignisse“ aus dem Jahr 2002, sondern die Haupthandlung aus dem Jahr 2007. Sicher, der Kommissar Barbarotti und sein Ermittlerteam – im Besonderen die Kollegin Eva Backman – sind nett und sympathisch.

     Die Handlung bewegt sich aber die ganze Zeit auf demselben Spannungsniveau – es gab keinen einzigen Punkt in dem Buch, an dem die Handlung spannender wurde, an dem es mehr „Action“ gab – kein Punkt, an dem mich das Buch mehr interessierte und mein „Krimileserinnenherz“ schneller schlug, weil ich auf einmal brennend interessiert war zu erfahren, wie es weiterging.

     Die Handlung plätschert so dahin. Die Polizei sucht eine Leiche – und findet sie nach etlichen Buchseiten. Als die zweite Leiche gefunden wird, bin ich auf Seite 144 – davor ist nicht wirklich viel passiert. Barbarotti sinniert über die Briefe, die er bekommen hat, er sinniert alleine und mit seinen Kollegen darüber, warum und wie die Morde passiert sind. Er sinniert außerdem über seine neue „Flamme“ Marianne, die sich für ihn – den geschiedenen Inspektor – interessiert – ja, vielleicht kommen die beiden ja zueinander.

     Er kommt mit der Aufklärung der Morde und mit seinem Privatleben lange Zeit (und viele Buchseiten lang) nicht wirklich weiter – und zwischendrin bekommt er weiterhin Briefe mit Mordankündigungen. Als Leserin fange ich dann an zu gähnen – mich interessiert nur, wer der Mörder ist – aber warum zieht sich das so lange hin, frage ich mich? Meiner Meinung nach hätte man das Buch um die Hälfte kürzen können. Dialoge sind zwar ganz gut – doch manchmal gerät Barbarotti mit seiner Kollegin Backman ins „Schwafeln“ (damit meine ich: lange Unterhaltungen, die nichts bringen) – und das seitenlang….

     Wenn ich einen Krimi lese, will ich Spannung haben und nicht seitenlang Langeweile und Geschwafel… Manchmal hatte ich den Eindruck, dem Autor war es wichtiger, das Privatleben von Barbarotti zu beschreiben, anstatt die Krimihandlung voranzutreiben.

     Ich habe das Buch gelesen – ich kenne die Lösung – aber so richtig zufriedengestellt hat mich die Lektüre nicht.

     Bei „Mensch ohne Hund“ – dem Vorgängerbuch der Serie um Inspektor Barbarotti – gab es wenigstens noch einige Ironie in der Schreibweise und einen Spannungsmoment, der dem Krimi richtig Fahrt verlieh. All das vermisse ich bei „Eine ganz andere Geschichte“ – und ich frage mich wirklich, ob ich nochmals einen Krimi von Nesser lesen soll…


     Mein Fazit:

    Dieser Krimi war auf jeden Fall schwächer als „Mensch ohne Hund“. „Mensch ohne Hund“ habe ich seinerzeit drei Sterne verliehen – also bekommt „Eine ganz andere Geschichte“ nur zwei Sterne von mir.

     Also zwei Sterne und keine Leseempfehlung für „Eine ganz andere Geschichte“ von Hakan Nesser.  

     

    P.S.: Dieser Bericht erschien in ähnlicher Form im Jahre 2010 bereits bei Ciao.de.

     

     

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    SaintGermains avatar
    SaintGermainvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein sehr spannender Krimi auf dessen Lösung man kommen kann!
    spannender Krimi

    Ein toter Jogger und ein brutaler Mörder, der Barbarotti anonyme Briefe schreibt. Die Bretagne im Sommer: Ein paar schwedische Touristen verbringen im Finistère ein paar vergnügte Urlaubswochen. Es ist eine zusammengewürfelte Gesellschaft: zwei Paare und zwei Einzelkämpfer, alles in allem sechs Leute, die freizeitbedingt miteinander Freundschaft schließen. Sie baden, sie essen, sie machen Ausflüge und flirten ein wenig über die Ehegrenzen hinweg. Und als die Ferien vorbei sind, trennen sich ihre Wege, wie das ja oft der Fall ist. Übrig bleiben ein paar vereinzelte Fotos, womöglich ein Gruppenbild, das ein oder andere Aquarell – und ein anonymes Tagebuch, das ihre Eskapaden schildert, wie sich später herausstellen wird, als die Tragödie bereits ihren Lauf genommen hat. Denn fünf Jahre später beginnt jemand, sie zu töten, einen nach dem anderen, wobei die Morde Gunnar Barbarotti, Inspektor in Kymlinge, jeweils zuvor brieflich angekündigt werden. Der Fall erregt große Aufmerksamkeit in den Medien, die Polizei steht naturgemäß unter Druck. Der Mörder indes spielt Katz und Maus mit den Ermittlern – und erscheint unbegreiflicher und unberechenbarer als je zuvor. Was ist damals in der Bretagne wirklich passiert? Und warum bekommt ausgerechnet Inspektor Barbarotti die Briefe? Im zweiten Buch um Gunnar Barbarotti, „Eine ganz andere Geschichte“, begegnen wir erneut dem geläuterten Zweifler und Gott herausfordernden Mann, den wir bereits im Kriminalroman „Mensch ohne Hund“ kennengelernt haben. Seine Berufskarriere erscheint ihm immer dubioser, während sein Privatleben plötzlich völlig neue Perspektiven aufweist.

    Ich war sehr begeistert, als ich das Buch zuschlug. Endlich mal eine überraschende Geschichte, ohne Heldenklischees. Die schwedische Provinzpolizei, die dort im Mittelpunkt steht, wirft nicht gerade das beste Licht auf ihresgleichen. Es gibt keinen Superhirn-Ermittler, der alles herausfindet, ebenso gibt es keine Ultra-FBI-Hightech-Ausrüstung und Profiler, immerhin passieren solche Dinge dort nicht alle Tage. So kommen die Ermittler ein bisschen trottelig und ratlos rüber, im Gegensatz zu Kay Scarpetta und David Hunter o.ä. Auch die obligatorische Schießerei am Ende fehlt, also wer so was braucht... Demgegenüber überzeugt der Mörder umso mehr. Er ist intelligent, strukturiert und man weiß kaum was über ihn. Ich will auch nicht zuviel verraten. Vielleicht hätte man die Lösung finden können, mir ist es nicht gelungen. Am Ende bleiben ein paar Fragen offen, aber man hat den Eindruck, dass die Lösungen im Buch enthalten sind und man ist versucht, das ganze nochmal zu lesen, was mir sonst nie passiert. Klar ist die Lösung konstruiert, ist ja auch ne erfundene Geschichte, aber unrealistisch finde ich sie ganz und gar nicht.

    Ein typischer Nesser. Diesmal lässt er seinen sympathischen Kommissar Barbarotti in seinem zweiten Fall wieder einen verzwickten Fall aufklären. Dabei hat Nesser aber wiederum vor allem eines im Sinn: Ein Porträt der Gesellschaft und des Miteinanders zu zeichnen.

    Der Fall selbst ist mysteriös und wirklich auch spannend. Man fragt sich die ganze Zeit, Wie kann das sein? Wie hängt das alles miteinander zusammen?

    Kleiner Tipp: Sie können darauf kommen! Legen Sie das Buch immer wieder mal aus den Händen und überlegen Sie einmal, wie Sie mit den vor Ihnen liegenden Informationen umgehen würden. Erfahrene Krimi-Leser sollten eine ganz gute Chance haben, den Mörder zu finden. (Nicht das der Eindruck entsteht, mir wäre das gelungen. Mich hat die Auflösung auch überrascht. Habe mir nur nachher gesagt. Natürlich! Etwas weniger hintereinander weg lesen. Etwas mehr selber ein bisschen rätseln. Und man hat eine ganz gute Chance.)

    Ein sehr gutes Buch in vielerlei Hinsicht, empfehlenswert.

    Viel Spaß beim Lesen!

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    Ambermoonvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Anfangs behäbig,ab der Mitte spannend u. dann ein überraschendes Ende.Wenn man dran bleibt eigentlich ein lesenswerter Krimi.
    Anfangs langatmig...

    Irgendwie hatte ich anfangs Probleme an dem Buch dranzubleiben.
    In den ersten 2/3 geht es hauptsächlich um das Privatleben und die Befindlichkeit des Kriminalinspektors Barbarotti und plätschert eher so dahin. Die Tagebuchaufzeichnungen waren da das Interessanteste und haben mich zum Weiterlesen getrieben (oder sollte ich besser sagen getreten?).
    Im letzten Drittel gewinnt das Buch dann endlich an Fahrt und die Spannung beginnt und bleibt auch erhalten.
    Man rätselt mit und dann, ja dann ist doch alles ganz anders - eben "Eine ganz andere Geschichte".

    Fazit:
    Man hätte einiges mehr aus dieser Geschichte rausholen können, wenn sich Nesser nicht zu sehr auf die privaten Geschichten des Kriminalinspektors eingeschossen, und sich stattdessen mehr auf die Kriminalgeschichte selbst konzentriert hätte.
    Leider wird auch nicht geschrieben, wie man dem Täter auf die Schliche gekommen ist. Auf einmal war die Lösung vorhanden und über meinem Kopf drei große Fragezeichen.
    Und auch weitere Fragen bleiben offen, aber man meint, dass die Lösungen im Tagebuch zu finden sind. Daher ist die Versuchung groß, das Ganze nochmals zu lesen, was mir wiederum so noch nie passiert ist und ich auch sicher noch nachholen werde *g*

    Kommt meiner Meinung nach nicht dem ersten Teil "Mensch ohne Hund" ran und trotzdem finde ich ihn lesenswert, da ein typischer Nesser mit überraschendem Ende.

    "Eine ganz andere Geschichte" setzt nicht den ersten Teil "Mensch ohne Hund" voraus und ist ein eigenständiger Kriminalroman.

    Bin nun am 3. Barbarotti-Fall dran und hoffe, dass der das Niveau vom ersten Teil "Mensch ohne Hund" wieder erlangt.


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    Dorys avatar
    Doryvor 6 Jahren
    Rezension zu "Eine ganz andere Geschichte" von Hakan Nesser

    Klappentext:

    "Plane Erik Bergman umzubringen, mal sehen ob Du mich aufhalten kannst."
    Ein toter Jogger und ein brutaler Mörder, der Inspektor Gunnar Barbarotti anonyme Briefe schreibt.

    Cover:

    Das Cover ist auf der Rückseite und dem Buchrücken schwarz gehalten. Auf der Vorderseite sieht man einen Blick aus einem Fenster, wodurch man den Strand und das Meer sieht. Man erkennt einen Jogger und eine Staffelei mit einem Bild darin, welches man aber nicht erkennen kann, da man die Staffelei nur von hinten sieht.

    Inhalt:

    Die Bretagne im Sommer: Ein paar schwedische Touristen verbringen ein paar vergnügte Urlaubswochen. Es ist eine zusammengewürfelte Gesellschaft: zwei Paare und zwei Singles, die sich zufällig über den Weg laufen und miteinander Freundschaft schließen. Sie baden, sie essen, sie machen Ausflüge und flirten ein wenig über die Ehegrenzen hinweg. Und als die Ferien vorbei sind, trennen sich ihre Wege, wie das so oft der Fall ist. Übrig bleiben ein paar vereinzelte Fotos, womöglich ein Aquarell - und ein anonymes Tagebuch, das ihre Eskapaden schildert, wie sich später herausstellen wird, als die Tragödie bereits ihren Lauf genommen hat... Denn fünf Jahre später beginnt jemand, die Urlauber von damals zu töten, einen nach dem anderen. Und damit nicht genug: Der Mörder spielt mit Gunnar Barbarotti Katz und Maus, denn er kündigt dem Inspektor die Morde brieflich an. Um weitere Morde zu verhindern, bleibt dem Inspektor aus Kymlinge nur eine Möglichkeit: Er muss möglichst rasch herausfinden, was damals in der Bretagne wirklich passiert ist.

    Es handelt sich um den zweiten Fall von Inspektor Barbarotti - den ersten habe ich noch nicht gelesen. Man braucht allerdings keine Vorkenntnisse - soweit ich das einschätzen kann - das Buch ist in sich geschlossen.
    Auf der Rückseite des Buches schreibt Deutschlandfunk: "Einer der besten Thriller des Jahres!" - was mich sehr irritiert hat, denn es handelt sich hierbei definitiv nicht um einen Thriller. Der Verlag hat das Buch ganz richtig in die Sparte 'Roman' eingeordnet, und da gehört er auch hin. Auch der Klappentext und die Kurzbeschreibung lesen sich spannender als das Buch an sich. Ich hatte einige Schwierigkeiten in das Buch rein zu kommen, ich habe 2 Anläufe gebraucht. Beim zweiten Anlauf musste ich mich regelrecht zwingen nach den ersten 100 Seiten weiter zu lesen. Doch dann nahm das Buch ein wenig an Fahrt auf. Aber definitiv nicht in Richtung Thriller, es plätscherte eher so vor sich hin. Nachdem ich dann aus Langeweile jeden mal verdächtigt habe, über den geschrieben wurde, war am Ende doch alles ganz anders. Eine ganz andere Geschichte eben.

    Erster Satz:

    Ich bin nicht wie andere Menschen.

    Fazit:

    Ich fand das Buch ganz ok, werde mir wohl den Vorgänger noch bestellen, da ich den vielgelobten Autoren noch nicht aufgeben möchte.
    Wer aber einen spannungsgeladenen Krimi oder gar einen Thriller sucht, wird hier nicht fündig.
    Ich vergebe 3 Sterne.

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    UteSeiberthvor 6 Jahren
    Rezension zu "Eine ganz andere Geschichte" von Hakan Nesser

    Dieses Mal ist es eine ungewöhnliche Konstellation für Inspektor Barbarotti,denn er bekommt mehrere Morde brieflich angekündigt mit dem spöttischen Hinweis dass er sie wohl kaum verhindern könne.Fieb erhafte Ermittlungen beginnen als tatsaächlich der erste ermordete Tote gefunden wird der angekündigt wurde.Nebenher liest man in einem 5 Jahre alten Tagebuch von einer Reise einer Gruppe von Schweden in die Bretagne,zu der später alle Ermordeten gehört haben.Der Täter und seine Motive sind einfach nicht zu fassen für Barbarotti und sein Team.Der ruhig erzählte Krimi bleibt trotzdem spannend,weil die Fälle unlösbar erscheinen bis zu dem ungewöhnlichen Plot.Außerdem werden auch die privaten Probleme Barbarottis gezwigt und das macht ihn für mich so menschlich und angenehm.Deshalb mag ich die Barbarotti-Krimis besondeers gerne.

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    Wortklaubervor 6 Jahren
    Rezension zu "Eine ganz andere Geschichte" von Hakan Nesser

    Eigentlich will Barbarotti nur einen Urlaub mit seiner Freundin genießen. Doch ein Brief, den er bei seiner Abreise gerade noch so vom Postboten überreicht bekommen hat, macht dem Inselidyll ein jähes Ende. Kündigt dort doch jemand an, einen Mord begehen zu wollen. Ob Barbarotti ihn daran hindern kann? Es beginnt ein Katz-und-Maus-Spiel zwischen Mörder und Polizei. Und dass der Breifeschreiber nicht blufft, wird schnell klar. Es bleibt nicht bei der Ankündigung, und es bleibt auch nicht bei einem Toten. Die Polizei tappt lange im Dunkeln, dann scheint eine Spur nach Frankreich zu führen und Barbarotti fährt mit zwei Kollegen in die sommerliche Bretagne, genauer gesagt ins Finistère. Aber dort scheint die vermeintliche Spur im Sande zu verlaufen …

    Der Leser bekommt einen Einblick in die Psyche jenes Briefeschreibers, den die Polizei erst viel später erhält, denn das Buch enthält Kapitel, die aus der Sicht des Täters geschrieben und zwischen den laufenden Ermittlungen eingestreut sind. In Tagebuchform berichtet er dort, was sich eigentlich in der Bretagne zugetragen habe und warum jene Menschen, die sich Jahre zuvor mehr oder weniger zufällig im Urlaub über den Weg gelaufen waren, sterben mussten.

    Oder es war doch alles ganz anders – wie der Titel schon sagt …

    Håkan Nesser ist kein Unbekannter für mich, allerdings kannte ich bisher nur seinen Kommissar Van Veeteren. Barbarotti ist eine sympathische Figur, nicht unbedingt typisch für eine Serienfigur – z. B. ist mir noch kein Polizist begegnet, der Zwiesprachen mit Gott hält und regelmäßig in der Bibel liest. Barbarotti hat eine gescheiterte Ehe hinter sich, aber er ist kein kaputter Bulle, wie man sie sonst oft findet, genauso wenig wie ein Superheld, dem alles zufliegt.
    Es gibt eine gelungene, originelle Nebenfigur – einen Freund Barbarottis und ausgesprochenen Eigenbrödler, von dem mich Einzelheiten an Figuren aus Nessers anderen Krimis erinnern.
    Gefallen haben mir auch – zum Teil, weil ich selbst schon so manchen Urlaub in der Bretagne verbracht habe – die Passagen „aus der Feder“ des Täters. Aber das ist nicht nur der Grund: Vielleicht war mir Barbarotti im Vergleich zum Täter dann doch etwas blass …
    Und der Roman an sich zu dick, manches zu ausgewalzt.
    Fazit: Van Veeteren hat mir letztendlich doch besser gefallen.

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    Leseeulevor 6 Jahren
    Rezension zu "Eine ganz andere Geschichte" von Hakan Nesser

    Ein Buch, das mir gar nicht gefallen hat. Ich habe es nicht mal bis zur Hälfte gelesen. Dabei wäre ich auf die zweite Geschichte von Inspektor Barbarotte gespannt gewesen. Schade!

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    AxelSMeyers avatar
    AxelSMeyervor 8 Jahren
    Rezension zu "Eine ganz andere Geschichte" von Hakan Nesser

    Nachdem mir der erste Barbarotti "Mensch ohne Hund" nicht so doll gefallen hat, fand ich "Eine ganz andere Geschichte' von Hakan Nesser sehr überzeugend. Die Geschichte mit ihren beiden Erzählebenen ist gut konstruiert und bleibt dadurch die ganze Zeit sehr spannend. Ausgefeilte Dialoge und liebenswert gestaltete Charaktere machen die Sache rund. Allerdings fand ich den Schluss etwas verwirrend (ohne hier zu viel verraten zu wollen:-)) und irgendwie unbefriedigend. Dennoch: ein tolles Buch.

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    G
    gimpelvor 8 Jahren
    Rezension zu "Eine ganz andere Geschichte" von Hakan Nesser

    Ein äußerst schwieriger Fall für den liebenswert verschrobenen Inspektor Barbarotti, der wie im letzten Buch mittels eines Punktesystem die Existenz Gottes herausfinden will. Vier Morde und die Verbindung ist ein gemeinsamer Urlaub von 6 Schweden in der Bretagne vor 5 Jahren.
    Ein lesenswerter Krimi, da unkonventionelle Protagonisten und schlagfertige Dialoge die Spannung halten während das Finden des Mörders schier unmöglich scheint. Und dann eine überraschende Lösung.

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    Anka2010s avatar
    Anka2010vor 8 Jahren
    Rezension zu "Eine ganz andere Geschichte" von Hakan Nesser

    Schade...die Idee für diese Geschichte ist klasse. Der Kommissar erhält einen Brief, in dem der Tod eines Menschen angekündigt wird. Soll er diesen Brief ernst nehmen? Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut, muss aber gestehen, dass ich es nur knapp bis zur Hälfte gelesen habe. Dann musste ich es einfach bei Seite legen. Ich hatte das Gefühl nicht vorwärts zu kommen. Mein Tipp: 150 Seiten weniger bringen die Story ins Rollen. Dieses Buch ist viel zu dick, der Leser verliert das Interesse...so ging es zumindest mir.

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