Hallgrímur Helgason Eine Frau bei 1000°

(5)

Lovelybooks Bewertung

  • 6 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 1 Leser
  • 1 Rezensionen
(3)
(1)
(1)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Eine Frau bei 1000°“ von Hallgrímur Helgason

Ein heißes LebenHerbjörg ist achtzig Jahre alt und bester Dinge. Angesichts ihres nahen Todes hat sie nicht nur ihre eigene Einäscherung organisiert, sondern auch ihre Memoiren niedergeschrieben: Neun Männer, drei Söhne – keine schlechte Bilanz. Sie hat die Welt bereist, jetzt kommt die Welt zu ihr auf den Bildschirm. In ihrer gemütlichen Garage surft sie auf den Spuren ihres bewegten Lebens und begleicht letzte Rechnungen ...

"Das Fegefeuer dürfte kaum heißer sein" Beeindruckende und oft auch bedrückende Geschichte einer ganz besonderen Frau.

— ulrikerabe
ulrikerabe

Stöbern in Romane

Die goldene Stadt

Indiana Jones oder Welt der Wunder? Auf jeden Fall ein außergewöhnliches Buch!

Lieblingsleseplatz

Die Tänzerin von Paris

Streckenweise langatmige Analyse der Lucia Joyce zwischen Fiktion und Wahrheit.

SinjeB

Töte mich

Der einfache und schlichte Schreibstil steht im Kontrast zum ausgefallen Handlungsgeschehen bzw. zu den Gedankengängen der Figuren.

ameliesophie

Vom Ende an

Wow. Dieses Buch ist ungewöhnlich aber wirklich ein unglaublich gutes Buch. So wenig Worte vermögen eine solche Atmosphäre zu schaffen.Mega!

LadyIceTea

Underground Railroad

Der Wunsch nach Freiheit

Jonas1704

Heimkehren

Eine schmerzhafte Geschichte, feinfühlig erzählt, die manchen die Augen öffnen wird.

Lovely_Lila

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Beeindruckende und bedrückende Lebensgeschichte

    Eine Frau bei 1000°
    ulrikerabe

    ulrikerabe

    23. July 2017 um 19:59

    „…tausend Grad. Das Fegefeuer dürfte kaum heißer sein.“80 Jahre und kein bisschen leise ist die Isländerin Herbjörg Maria Björnsson, oftmals Frl. Herr genannt.Geboren in einem Blechschuppen erlebte sie viele turbulente Stationen in Europa und Übersee, bis sie ihr Leben in einer Garage, krank, gebunden an die Sauerstoffflasche, alleine, fristet.„Genau wie alle kapitulierte ich vor dem mächtigen Schweiger Schweigsson, dem Diktator Islands im zwanzigsten Jahrhundert, und gehorchte ihm in allem bis hierher in meine Garage.“Kurz vor ihrem Tod bricht sie das Schweigen und nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn sie mit ihrem Leben und allen, die darauf Einfluss genommen haben, abrechnet. Beschwingt schildert sie zunächst, wie sie als junge Frau John Lennon küsste und noch heute mit falschen Facebook Profilen die Männerwelt bezirzt. Aber es war nicht immer ein gutes Leben und die Männer haben ihr nicht immer gut getan. Der Vater, irrgeleitet von den Nazis, lässt sie in Kriegszeiten allein Deutschland zurück. Alleine muss sich als junges Mädchen durchschlagen und erlebt Schreckliches. Auch später, als junge Frau, bleiben ihr Schicksalsschläge nicht erspart. Ihre drei Söhne, die Väter allesamt mit Vornamen Jon, enttäuschen sie, wohl zugegeben war sie auch keine besonders liebevolle Mutter. Auch wenn man bei der Lektüre zunächst glauben könnte, es handelt sich ausschließlich um eine der typischen nordisch skurrilen Familiengeschichten, ändert sich vor allem bei den Schilderungen während der Kriegszeit der Tonfall. Hier sind auch leise verletzte berührende Töne dieser eigenwilligen Frau spürbar. Ein wenig zu dick aufgetragen, ein wenig unglaubhaft kam mir eine Episode gegen Schluss vor, dass eine derart toughe Frau so mit sich umgehen lässt, die getreu nach dem Motto lebte, nie allein dem Herzen, sondern zu geleichen Teilen dem Verstand zu folgen.Manchmal war den isländischen Namen und Ortsbeschreibungen schwer zu folgen, aber alles in allem habe ich diese beeindruckende und oft auch bedrückende Lebensgeschichte gerne gelesen.

    Mehr