Hallgrimur Helgason Zehn Tipps, das Morden zu beenden und mit dem Abwasch zu beginnen

(128)

Lovelybooks Bewertung

  • 119 Bibliotheken
  • 1 Follower
  • 2 Leser
  • 53 Rezensionen
(27)
(49)
(40)
(9)
(3)

Inhaltsangabe zu „Zehn Tipps, das Morden zu beenden und mit dem Abwasch zu beginnen“ von Hallgrimur Helgason

Als der 67. Auftragsmord des kroatischen Killers Toxic in New York schiefgeht, wird er von seinem Boss für einige Zeit außer Landes geschickt. Die Polizeipräsenz am Flughafen JFK versetzt Toxic jedoch dermaßen in Panik, dass er auf der Toilette kurzerhand einen Mann umbringt sowie dessen Pass und Ticket an sich nimmt. Als US-amerikanischer Fernsehprediger Father Friendly getarnt, reist er gezwungenermaßen nach Island. Klar, dass die Maskerade nach kürzester Zeit auffliegt. Jetzt wird es erst recht ungemütlich für Toxic!

Eine Krimikomödie gespickt mit schwarzem Humor und blasphemischen Anklängen, die mich nur teilweise überzeugt hat.

— Arun
Arun

Hallgrimur Helgason hat einen einzigartigen Schreibstil. Witz, Sarkasmus, schwarzer Humor

— Bokaormur
Bokaormur

Grandiose Story, einfach zum todlachen.

— buchhase
buchhase

Stöbern in Krimi & Thriller

Kreuzschnitt

Ein leichterer Kriminalromand mit einigen "Oh Gott"-Momenten!

NichtmeinDing

Totenstille im Watt

Es liest sich wie ein Tagebuch eines Mörders. MIr hat es letzendlich doch gut gefallen. Auch wenn die große Spannung ausblieb.

KerstinTh

AchtNacht

Ich bin kein großer Fitzek -Fan gewesen, aber dieses Buch ist 5 Sterne wert! Weltklasse!

lady_lydili

Projekt Orphan

Sehr spannender Thriller!

Summergirl2102

Das Porzellanmädchen

TOP-Spannung in & um Berlin - Bentow spielt mit dem Leser aber weiss, wie es geht :)

dreamlady66

Wildfutter

Lustig und skurril

madameeapoe

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Ein kroatischer Auftragskiller spielt Prediger in Island

    Zehn Tipps, das Morden zu beenden und mit dem Abwasch zu beginnen
    CosmoKramer

    CosmoKramer

    25. February 2016 um 11:06

    Tomislav Boskic ist Kroate und von Beruf Auftragskiller. Dies vornehmlich in New York. Nachdem er einen FBI-Mann umgelegt hat muss er sich verstecken. Das macht er indem er am Flughafen den nächsten Typen auf einer Toilette umbringt um mit dessen Flugticket irgendwohin zu verschwinden. Durch zufall erwischt er den recht bekannten Fernsehprediger David Friendly mit einem Flugticket nach Reykiavik, Island. Er nimmt dessen Identität an und muss sich auf der kleinen eisigen Insel als Prediger durchschlagen. Bis er sich in die Tochter eines isländischen Predigerkollegen verliebt und seine Vergangenheit ihn einholt, obwohl er dem Auftragskillergewerbe abgeschworen hat und auf Island ein neues Leben beginnen will. Dies war mein erster Roman von Hellgason. Ich weiß nicht so recht was ich von diesem halten soll. Zunächst steht da der Titel des Buches. Ich finde den witzig und der war mit ein Grund das Buch lesen zu wollen. Dann war die Geschichte auch wirklich lustig. Jedenfalls solange Tommislav sich als Prediger getarnt auf Island befindet. Schwarzer Humor pur. Von Krimi wenig zu merken. Dann, warum auch immer verliert das Buch seine Spritzigkeit und wird seltsam. Die Predigertarnung fliegt auf und damit auch der Humor des Buches. Lachen war da irgendwie nicht mehr. Von Krimi auch hier eher weniger zu merken. Schwarze Komödie das ja schon. Nur am Schluss versucht Hellgason der Geschichte noch so etwas wie Krimitouch, eher Thriller, zu verleihen. Die Sprache des Buches ist gewöhnungsbedürftig, versaut unter der Gürtellinie. So spricht und denkt der Protagonist des Buches nun mal. Witzig im Kontrast zur strengen Kirche der er als getarnter Prediger angehören muss. Später nervt es allerdings etwas. Das Buch spielt in Island. Irgendwann in meinem Leben will ich da mal hin. Der Autor gibt allerdings das Gefühl das er, so wie er schreibt, vieles an seinem Land zu kritisieren hat. Dies merkt man dadurch wie er seinen Charakter, Tomislav, das Land entdecken lässt. Fazit: Es gibt besseres aber auch schlechteres zu lesen. Ob ich es gut finden soll oder nicht, irgendwie kann ich mich nicht so ganz festlegen.

    Mehr
  • Metamorphose eines Auftragskillers

    Zehn Tipps, das Morden zu beenden und mit dem Abwasch zu beginnen
    Greedyreader

    Greedyreader

    14. February 2016 um 19:32

    Tomislav Boksic genannt Toxic ist ein erfolgreicher kroatischer Auftragsmörder in New York, bis er bei seinem 66. Auftrag "verkackt". Er tötet den Richtigen, aber auch wieder nicht, denn es handelt sich um einen FBI-Mann, und seine Kollegen nehmen sofort die Verfolgung auf. Toxic muss fliehen, will zurück nach Zagreb. Am Flughafen warten schon die Fahnder, und er muss umdisponieren. Auf der Toilette erschießt er einen Mann, der ihm ähnlich sieht, und nimmt seine Identität an. Als Fernsehprediger Father Friendly reist er nach Island. Dauernd kommt er in Situationen, in denen seine falsche Identität offenbart werden könnte, denn alles an seiner Rolle ist ihm fremd. Schon bald spürt ihn die Polizei bei den Gastgebern auf, und er versteckt sich bei der Tochter Gunnhildur, von ihm Gunholder genannt. Vor die Wahl gestellt, den falschen Priester auszuliefern oder zu verstecken, beschließen das Ehepaar und ein befreundeter Priester, seine Bekehrung zu versuchen. Die Methoden des Karatepriesters "Tortur" sind etwas unorthodox, aber letztlich wirksam. Es handelt sich um eine Kombination von Fasten, Mißhandlungen, Beschimpfungen und täglichem Studium der Bibel. Als er schließlich von seinem ehemaligen Freund und Kollegen Niko aufgespürt wird, tötet er nicht einmal, um sein Leben zu retten. Durch Torturs Therapie existiert jetzt eine Hemmschwelle. Es gibt in diesem Roman viele seltsame Begebenheiten und skurrile Charaktere. Toxic als Protagonist ist nicht unsympathisch, aber der Leser hat Schwierigkeiten, sich mit ihm zu identifizieren. Schließlich ist er anfangs ein eiskalter Killer, für den Zahlen eine große Rolle spielen. Er zählt seine Hits und teilt Frauen nach Tagen ein. Tag 30 bedeutet eine äußerst geringe Attraktivität, Tag 1 das Gegenteil. Gunnhildur entspricht Tag 1. So ist es nicht verwunderlich, dass er sich in sie verliebt. Das Ende des Romans ist offen und mehrdeutig und wirkt etwas unmotiviert und durch den bisherigen Gang der Handlung nicht vorbereitet. Passiert es in der Realität, dass er seine Jugendliebe Senka in Island wiedertrifft? Überlebt er und beginnt mit einer der beiden Frauen noch einmal neu? Der Roman lebt von dem etwas schrägen Humor, der sich auch in der teilweise recht derben Sprache niederschlägt. Toxic als Father Friendly greift in der Wortwahl oft mächtig daneben, z.B. als er betrunken in der Sendung auftritt, viel wirres Zeug erzählt von der angeblichen Tätigkeit als Missionar zum Thema Missionarsstellung kommt. Sein Kommentar zu der peinlich sauberen Toilette seiner Gastgeber ist für einen Priester ähnlich unpassend: "Hier kacken Engel." Auch sein Umgang mit der isländischen Sprache ist recht witzig: er verhunzt alle Namen, bis sie so ähnlich klingen wie das Original, nur dauert es dann nicht mehr 2 Minuten, einen einzigen davon zu lesen oder auszusprechen. Gelungen ist auf jeden Fall die Beschreibung Islands mit seinen geographischen und klimatischen Besonderheiten: ein Land, in dem der Sommer nur 6 Wochen dauert und Höchsttemperaturen von 15 Grad erreicht werden. Liebevoll zeichnet Helgason die Mentalität seiner Bewohner, ihre Wertschätzung materieller Güter, zum Beispiel in Form von einem großen und einem kleinen Geländewagen vor, nicht in der Garage. Insgesamt ist es ein etwas eigenartiger, dennoch durchaus empfehlenswerter Roman.  

    Mehr
  • Abgedreht ...

    Zehn Tipps, das Morden zu beenden und mit dem Abwasch zu beginnen
    engineerwife

    engineerwife

    Ein seltsames Buch, auf das man sich einlassen muss oder eben auch nicht. Als ich anfing zu lesen, fand ich es derart überzogen, dass ich es fast zur Seite gelegt hätte, doch dann packte mich der Ehrgeiz. Auf das Buch war ich vor einiger Zeit durch eine Fernsehtalkshow aufmerksam geworden, bei der es als eine Art Krimisatire mit viel schwarzem Humor vorgestellt wurde. Eigentlich genau meine Kragenweite, dachte ich. Ich amüsierte mich dann auch durchaus beim Weiterlesen dieser skurrilen Story, aber irgendwann kam der Punkt, an dem es zu viel des Guten war. Ich war dann letztendlich froh, als es zu Ende war, das Ende fand ich zudem mäßig. 

    Mehr
    • 2
  • Leserunde zu "Die Bienen" von Laline Paull

    Die Bienen
    Klett-Cotta_Verlag

    Klett-Cotta_Verlag

    Und schon geht es in die nächste Leserunde! Wir möchten mit euch »Die Bienen«  von Laline Paull aus dem Tropen Verlag lesen. Seid ihr dabei? Infos zum Buch: Ihr Name ist Flora. Ihre Nummer 717. Sie ist ziemlich groß. Ihr Pelz ist struppig. Andere finden sie hässlich. Doch sie ist klug und mutig. Und sie kann sprechen! Flora 717 ist eine Biene. Laline Paull erzählt das ergreifende Abenteuer dieser außergewöhnlichen Biene in einer anderen und doch zutiefst vertrauten Welt. Flora 717 ist eine Säuberungsbiene aus der untersten Kaste im Bienenkorb. Ausgestattet mit Fähigkeiten, die ihren Rang weit überschreiten, steigt sie schnell auf und darf sogar an der Seite der Königin leben. Alles scheint perfekt. Doch ohne es zu wollen, gebiert Flora eines Tages ein Ei. Ein Umstand, der allein der Königin vorbehalten ist und bei Missachtung schwer bestraft wird. Es beginnt ein Wettlauf um Zeit, Nahrung und Geschicklichkeit, um ihr Leben und das ihres geliebten Kindes zu bewahren. Laline Paull inszeniert gekonnt einen Roman über Aufstieg, Liebe und Gerechtigkeit. HIER FINDET IHR EINE LESEPROBE Kurzinfos zur Autorin: Laline Paull studierte Englisch und Theaterwissenschaften in Oxford, Los Angeles und London, wo sie auch für das Royal National Theatre tätig war. Sie lebt mit ihrer Familie in England. »Die Bienen« ist ihr Debütroman. Seid ihr neugierig geworden? Dann bewerbet euch doch und gewinnt eines der zehn Leseexemplare von unseren Bienen! Am 02.10.14 ziehen wir die Gewinner.

    Mehr
    • 297
  • Verrückt und schräg...

    Zehn Tipps, das Morden zu beenden und mit dem Abwasch zu beginnen
    parden

    parden

    VERRÜCKT UND SCHRÄG... Eigentlich ist er Kroate, eigentlich lebt er in New York, und eigentlich ist er ein Auftragskiller. Mit 66 erfolgreich ausgeführten Morden. Bisher. Doch es läuft nicht gut für Toxic. Versehentlich hat er einen FBI-Agenten getötet und damit eine Lawine losgetreten. Um seiner Verhaftung zu entkommen, muss er einen Mann umbringen und dessen Identität annehmen. Dummerweise handelt es sich dabei um einen amerikanischen Fernsehprediger(Father Friendly)auf dem Weg nach Island... Immer unter dem Gebot "MWA" (möglichst wenig auffallen) versucht Toxic in den folgenden Wochen und Monaten also, sein Leben in Island zu meistern. Obwohl er sich selbst für äußerst umsichtig hält, erweist er sich nicht immer gerade als der Geschickteste. Als Father Friedly zum Beispiel redet er sich ziemlich angetrunken in der Fernseh-Show um Kopf und Kragen. Lange ist er fassungslos, in welches Land ihn das Schicksal getrieben hat. Hier gibt es keine Armee, keine Waffen, keine Morde – noch nicht einmal einen Rotlichtbezirk. Isländische Gefängnisse scheinen "mehr so zu sein wie College in den USA: den ganzen Tag Sport gucken und dazu alle Drogen, die man sich wünschen kann" (S. 199). Den ganzen Sommer über wird es nicht dunkel, den ganzen Winter über nicht hell. Außerdem ist alles in Island wahnsinnig teuer. Um einmal den Kühlschrank zu füllen, zahlt man so viel wie anderswo für einen ganzen Kühlschrank. Und apropos Kühlschrank: "Der isländische Sommer ist wie ein Kühlschrank, den man sechs Wochen offen lässt. Das Licht ist die ganze Zeit an und das Gefrierfach taut, aber richtig warm wird es nie..." (S. 214). Es ist eben das Land der 10 Grad Celsius... Die Beschreibung Islands ist ebenso witzig wie die Versuche von Toxic, mit der Sprache zurecht zu kommen. Die ersten Versuche im Umgang mit isländischen Namen haben mir mehrfach die Lachtränen in die Augen getrieben. Obwohl Toxic sich oft ausgesprochen oberflächlich verhält – so teilt er zum Beispiel alle Frauen, denen er begegnet, in die Kategorie ein: "Wenn sie die einzige Frau in unserer Einheit wäre und wir einen Monat in den Bergen festsäßen, würde ich am Tag x anfangen, von ihr zu träumen" – erfährt man im Verlaufe des Buches mehr über sein Leben und seine Vergangenheit. Der schräge, oft schwarze, teilweise bitterböse Humor dominiert sicher in dem Buch, und doch hat der Leser die Möglichkeit, Toxic näher kennen zu lernen. Leider hatte das Buch für mich zwischendurch auch ein paar Längen, und mit dem Schluss habe ich so wirklich nicht gerechnet. Davon hatte ich mir mehr versprochen – eher etwas im Stile des Beginns des Buches. Insgesamt habe ich mich aber beim Lesen durchaus amüsiert, teilweise auch recht lautstark. Und dass sich der Sinn des Titels im gesamten Verlauf des Buches nicht wirklich erschließt, tut dem Ganzen keinen Abbruch. Dies scheint diesmal auch nicht an der Übersetzung zu liegen – der deutsche Titel scheint dem isländischen sehr nahe zu kommen (soweit ich skandinavischer Sprachen mächtig bin). Alles in allem also ein nettes Lesevergnügen! © Parden

    Mehr
    • 13
  • Ich - ein Mörder?

    Zehn Tipps, das Morden zu beenden und mit dem Abwasch zu beginnen
    simonfun

    simonfun

    10. November 2013 um 16:08

    Was anfangs interessant und sogar recht witzig beginnt wird zum Ende hin ein öder Selbstbeweihräucherungs-Trip mit ein paar guten Selbstgesprächen und bluttriefenden Szenen. Der Autor geht hier auch überraschend rüde mit seinem Heimatland um und überzeugt mit gutem (recherchiertem?) Allgemeinwissen. Guter Anfang, nette Mitte und schlechter Schluss. Ein paar Überleitungen sind nicht gut angekündigt, sodass ich ab und zu den Faden verloren habe. Wie auch immer - unerfüllte Titelerwartung!

    Mehr
  • Skuril und abgefahren

    Zehn Tipps, das Morden zu beenden und mit dem Abwasch zu beginnen
    Elwe

    Elwe

    30. July 2013 um 14:03

    So abgefahren wie der Titel, so skuril kommt auch das ganze Buch daher. Der kroatische Profikiller Toxic, der schon lange im Geschäft ist, muss wegen eines schiefgelaufenen Jobs aus NewYork verschwinden, tötet aus der Not einen Typen auf einem Klo des Flughafens, um sich für ihn ausgeben zu können und fliegt mit dessen Ticket nach Island. Dort angekommen, wird er von einem sehr frommen Predigerehepaar als befreundeter Fernsehpfarrer in Empfang genommen - und soll gleich am ersten Abend eine Predigt auf deren Lokalsender halten. Dass das zu einem nicht abreißenden Strom komplizierter Verwicklungen führt, ist vollkommen klar. Und als Toxic auch noch auf die wunderschöne, aber gänzlich unfromme Tochter des heiligen Paars trifft, während bald auch die isländische Polizei hinter ihm her ist, wird es noch viel komplizierter... 'Zehn Tips, das Morden zu beenden...' ist eher bitterschwarze Satire, als leichtgängige Comedy. Die Situationskomik, die sich aus dem Zusammenprall eines eher geradlinig gestrickten, kroatischen Profikillers mit christlicher Nächstenliebe und dem höchst zivilisierten und vollkommen gewaltfreien Island ergibt, ist oft zum Brüllen komisch. Seine gnadenlos pragmatische Respektlosigkeit gegenüber allem, was normalen Menschen heilig ist, liest sich sehr amüsant, aber stößt oft an die Grenze zum Unangenehmen. Dazwischen streut der Autor jede Menge Einlassungen, die beim Lesen daran erinnern, dass das Mordgeschäft eher schmutzig als lustig ist und die dem Auftragskiller-Glamour schnell Schrammen verpassen. Toxic schleppt eine Menge Geister mit sich herum, ein ausgewachsenes Kriegstrauma und eine Moral, die bestenfalls zweifelhaft ist. Das passt zur Figur und gibt dem Buch Tiefe - aber bricht immer wieder abrupt ins Lesevergnügen und streut eine Menge Unbehagen in den Spaß. Das Buch ist durchaus lesenswert und hat neben einem großartigen Galgenhumor auch ein paar nachdenklich machende Stellen zu bieten, könnte sensiblen Lesern aber unangenehm aufstoßen.

    Mehr
  • Tarantino in Island

    Zehn Tipps, das Morden zu beenden und mit dem Abwasch zu beginnen
    Satzriese64

    Satzriese64

    11. July 2013 um 16:21

    Die Geschichte ist durchaus originell. Der kroatische Auftragskiller Toxic aus New York hat seinen letzten Job gründlich vermasselt und einen getarnten FBI-Mann getötet. Jetzt muss er fliehen, schlüpft in die Rolle eines Fernsehpredigers und landet in Island. Seine wahre Identität fliegt aber bald auf und seine fundamentalchristlichen Gastgeber versuchen ihn mit alttestamentarischer Gewalt und missionarischem Eifer zurück auf den Pfad der Tugend zu führen. Ich gebe zu, dass es zuerst der Titel war, der mich neugierig auf dieses Buch gemacht hat. Damit ging es mir wahrscheinlich genau so wie den meisten Lesern. Marketingstrategie gelungen! Angesichts der Story erwartet man einen schwarzhumorigen ziemlich schrägen Roman. Den bekommt man auch geboten, es gibt kauzige Typen, originelle Bilder und witzige Dialoge. Dennoch hat mich dieses Buch einigermaßen ratlos zurück gelassen. Es gibt zu viele Stellen, an denen der schräge Humor nicht mehr ins Bild passt, vor allem wenn es um die traumatischen Kriegserlebnisse von Toxic geht. Überhaupt ist die Geschichte durch den Hintergrund des Balkankrieges und seiner ganzen Brutalität von einem Ernst grundiert, der es einem unmöglich macht, das Ganze als Krimigroteske zu lesen. Was also ist es für ein Buch? Roadmovie, Entwicklungsroman, Gesellschaftssatire, Pulp-Fiction? (Tarantino lässt jedenfalls auf jeder zweiten Seite grüßen). Ich bin bis zum Schluss nicht wirklich schlau daraus geworden.

    Mehr
  • Rezension zu "Zehn Tipps, das Morden zu beenden und mit dem Abwasch zu beginnen" von Hallgrimur Helgason

    Zehn Tipps, das Morden zu beenden und mit dem Abwasch zu beginnen
    HelmuthSantler

    HelmuthSantler

    18. February 2013 um 13:24

    Ein kriegstraumatisierter Kroate mutiert vom staatlich sanktionierten Serbentöter zum wesentlich besser bezahlten Auftragskiller in Diensten der kroatischen Mafia. Das geht so lange (sehr) gut, bis eines seiner Opfer sich als FBI-Mann entpuppt; “Toxic” will in die Heimat flüchten, doch stattdessen verschlägt es ihn nach Island, getarnt als Fernsehprediger Father Friendly. Der echte Prediger bleibt in einer New Yorker Flughafentoilette zurück, von der Last des Lebens befreit… Schräge Krimikomödie voller absurder Gestalten, offensiver Rhetorik und mitunter genialen Wortschöpfungen (“titolitär” für Ex-Jugoslawien; Kompliment an dieser Stelle für Kristof Magnusson, der als Übersetzer ins Deutsche fungierte). Wirklich witzig, wie der Berufsethos eines ehrlichen Auftragsmörders, der nie jemandem etwas zuleide tun wollte und deshalb alle seine Morde so schnell und schmerzlos wie möglich erledigt hat, mit den Untiefen des christlichen Fundamentalismus kollidiert; zweimal Wahnsinn mit Methode ergibt eine bei allem Irrsinn plausible Gleichung. Den Weg dorthin nützt der Autor, um alles durch den Kakao zu ziehen, was in seine Griffweite gerät.

    Mehr
  • Rezension zu "Zehn Tipps, das Morden zu beenden und mit dem Abwasch zu beginnen" von Hallgrimur Helgason

    Zehn Tipps, das Morden zu beenden und mit dem Abwasch zu beginnen
    silberfischchen68

    silberfischchen68

    15. September 2012 um 14:08

    Ich weiß nicht, was ich von Toxic/Igor/Tom(o) halten soll..der Kerl ist eine ziemlich multiple Persönlichkeit. Manchmal ist er der eiskalte und sexistische Killer mit dem Jargon unterhalb jeder Gürtelinie und manchmal ist er total einfühlsam, voller Empathie und Verständnis. Und habe ich das richtig verstanden, dass der Ich-Erzähler am Ende stirbt??? Immerhin tauchen 18 Seiten vor Schluss endlich die anderen Killer auf...ein paar (hundert) Seiten früher und es hätte vielleicht etwas Drive in die Handlung gebracht! Das Buch hat durchaus komische Elemente mit knochentrockenem Humor, trotzdem war mir das alles etwas wirr.

    Mehr
  • Rezension zu "Zehn Tipps, das Morden zu beenden und mit dem Abwasch zu beginnen" von Hallgrimur Helgason

    Zehn Tipps, das Morden zu beenden und mit dem Abwasch zu beginnen
    Xirxe

    Xirxe

    Toxic, bisher erfolgreicher kroatischer Auftragskiller aus New York, erwischt bei seinem letzten Job einen FBI-Agenten. Da nun der Teufel los ist, flieht er auf dem schnellsten Weg und landet als amerikanischer Fernsehprediger in Island. Ehe er es sich versieht, steckt er mittendrin in seiner Rolle als Geistlicher und becirct nicht nur isländische Gläubige… Schräg, schräger, am schrägsten ;-). Dass bei einem solchen Titel einen kein ‚normaler‘ Krimi erwartet, leuchtet ein. Aber es ist auch kein Unnormaler sondern gar keiner, vielmehr eher die Beschreibung einer Läuterung eines immens großen Sünders. Was sich nun vielleicht fade und öde anhören mag, wird jedoch bei einem Autor wie Helgason zu einem skurrilen wie auch witzigen Leseerlebnis. Toxic, der vor seiner Laufbahn als Killer Soldat in Kroatien war, ist der Icherzähler mit einem äußerst lockeren wie auch vulgären Tonfall. Er beschreibt Island, das ihm zuvor völlig unbekannt war, aus der Sicht eines Kämpfers (‚Was ist mit diesen Isländern los? Keine Armee. Keine Pistolen. Kein Nix.‘) wie auch eines Großstadtmenschen (‚Der Dom ist so groß wie eine Hundehütte Gottes.‘) und erzählt nebenbei noch aus seinen früheren Leben. Wie ihm der Eurovision Song Contest das Leben rettete, wie er aus Versehen seinen Vater erschoss, wie er seine Morde vorbereitete (‚‘Das Opfer ist König‘ ist mein Motto.‘), wie er den Krieg erlebte (‚In unserer Einheit haben wir fünf Leben verloren, sechs Beine, drei Arme und ein paar Finger.‘). Es sind schreckliche Dinge über die er berichtet, aber dies macht er mit einer solch scheinbaren Selbstverständlichkeit und Direktheit in einer derart ungewohnten Sprache, dass man immer wieder lachen muss. Trotz der vielen Geschichten aus der Vergangenheit Toxics bleibt die aktuelle Story, der Aufenthalt in Island, spannend. Dazu noch eine Liebesgeschichte und ein überraschender Schluss - einfach gelungen. Die volle Punktzahl gibt es nur deshalb nicht, weil es gelegentlich doch ein bisschen sehr schräg war.

    Mehr
    • 2
    awogfli

    awogfli

    07. September 2012 um 09:51
  • Rezension zu "Zehn Tipps, das Morden zu beenden und mit dem Abwasch zu beginnen" von Hallgrimur Helgason

    Zehn Tipps, das Morden zu beenden und mit dem Abwasch zu beginnen
    rumble-bee

    rumble-bee

    28. August 2012 um 09:19

    Da bleibt einem das Lachen im Halse stecken Warum dieses Buch als "Krimi" beworben und eingeordnet wird, ist mir schleierhaft. Der Held ist ein Auftragskiller auf der Flucht, und sein letzter "Job" ist wohl gründlich daneben gegangen - gut. Aber das ist auch schon alles, was in diesem Buch an einen Krimi erinnert. Es ist in der Tat schwer einzuordnen, und schon allein von daher finde ich es ein mutiges und innovatives Stück Literatur. Ich würde es irgendwo zwischen Roadmovie, Satire, Liebesgeschichte und Parabel ansiedeln. Klingt komplex, aber so ist eben das Buch. Ich glaube ferner, dass es vorrangig in und für Island geschrieben wurde - denn wie hier die Isländer und ihre Marotten und nationalen Eigenheiten aufs Korn genommen werden, und das auch noch von einem Killer, das hat schon sehr schräg-humorige bis zynische Anteile. Island als ein "Altersheim für Auftragskiller", diese Formulier- bzw. Fabulierkunst grenzte an Dreistigkeit - wenn sie nicht so lustig wäre. Es wird in der Tat so ziemlich alles an Island karikiert. Vom Wetter, über die (Mond-)Landschaft, über die Frauen, den Verkehr, die Hauptstadt, die Jobs, die Religion, bis hin zum Volkssport "Eurovision Song Contest", ist alles dabei. Letzteren Punkt fand ich besonders amüsant, da ich an diesem Wettbewerb schon immer eher das Lustige gesehen habe... Das Buch verlangt dem Durchschnittsleser so einiges ab - denn hier geht es offenkundig eben nicht darum, sich mit irgendeiner Figur zu identifizieren, oder sie gar zu "mögen". Protagonist ist Tomislav Boksic, ein Auftragskiller aus Kroatien, der im Balkan-Krieg war, und seitdem ein mehr als gestörtes Verhältnis zu seiner Umwelt hat. Mit schnoddrigem Ton und rotzfrechem Humor erzählt er seine Geschichte, durchgehend in der Ich-Perspektive. Nun ist es nicht so, dass es sich permanent um derben Schenkelklopfer-Humor handelte - nein, die Kunst liegt hier oft zwischen den Zeilen. Oft bleibt einem als Leser auch das Lachen im Halse stecken, da sich der Zynismus des Helden eben aus seinen Kriegserlebnissen speist. Und so ganz nebenbei spielt er, in Nebensätzen oder in Kapitelüberschriften, auf bekannte Filme oder Bücher an, was mir persönlich einen Heidenspaß gemacht hat. Keine Figur ist in diesem Buch das, was sie zu sein scheint. Fernsehprediger, die so ihre privaten Abgründe haben; Leiharbeiter, die in düstere Geschäfte verwickelt sind; Kleriker mit Kampfsportausbildung; Töchter mit mehr als fragwürdigem Liebesleben; und noch etliches mehr. Dazu eine Handlung, die man - vielleicht - nur in bekifftem Zustand ernst nehmen kann, so überdreht ist sie. Und sie mündet auch noch in ein Finale, das Tarantino nicht besser hingekriegt hätte - der kommt übrigens auch (indirekt) im Buch vor. Insofern ist das Ende vielleicht als Hommage gedacht, wer weiß. Ich mag das Buch einfach nicht "festlegen", dafür scheint es mir viel zu schade. Ich habe es genossen, obwohl ich aufgrund des Klappentextes eher seichteren Humor erwartet hatte. Doch das Buch hat zum Glück mit wesentlich mehr Untiefen aufgewartet, und hat sich so vor dem schnellen Vergessen gekonnt gedrückt. Ich empfehle es wärmstens allen, die sich einen Mix aus Quentin Tarantino, Arto Paasilinna und Monty Python vorstellen mögen.

    Mehr
  • Rezension zu "Zehn Tipps, das Morden zu beenden und mit dem Abwasch zu beginnen" von Hallgrimur Helgason

    Zehn Tipps, das Morden zu beenden und mit dem Abwasch zu beginnen
    jenny_wen

    jenny_wen

    09. August 2012 um 14:49

    Als erstes dachte ich, wow, was für ein Titel. Man braucht schon gefühlte 5 Minuten um diesen Titel auszusprechen und zu lesen. Nun denn, ich war glücklich, als das Wanderbuch bei mir ankam. Es lag dann noch eine Weile bis ich es dann mit einem Forum zusammen als Leserunde gelesen habe. Nun, die ersten 7 Kapitel waren unterhaltsam, Spannung fehl am Platze und der gepriesene schwarze Humor suchte ich vergebens. Ziemlich grinsen musste ich bei einer Szene, als Toxic nun als Father Friendly im isländischen Fernsehen vor der Kamera stand und so einiges los gelassen hat. Ich glaube, das war somit mein kleines persönliches Highlight in dem Buch, denn danach ging es in meinen Augen wieder bergab. Einiges habe ich quer gelesen, anderes widerum sehr genau, dennoch hat mich das Buch nicht wirklich vom Hocker gehauen. Der Titel ist eindeutig zu lang, hat wenig mit dem Buch gemein und der schwarze Humor fehlte gänzlich. Ich verstehe eindeutig mehr unter einem Krimi des Monats, so der Aufkleber auf dem Buch vorne. Das Cover gefiel mir auch nicht sonderlich. Wie oben auf dem Bild zu sehen, sind dort schwarze Schuhe im Schnee. Ich bin froh, das ich mir das Buch nur ausgeliehen und nicht gekauft habe, denn ich hätte mich schwarz geärgert. Denn mehr als 1 Stern ist mir dieses Buch echt nicht wert!

    Mehr
  • Rezension zu "Zehn Tipps, das Morden zu beenden und mit dem Abwasch zu beginnen" von Hallgrimur Helgason

    Zehn Tipps, das Morden zu beenden und mit dem Abwasch zu beginnen
    Jetztkochtsie

    Jetztkochtsie

    27. March 2012 um 22:09

    Grundsätzlich hat mich der schnelle und rasante Schreibstil und der richtig fiese Humor ziemlich begeistert. Die Geschichte ist gelungen, der Spannungsbogen stimmt, das Ende ist auch ziemlich ... hm... abgedreht. Die Charaktere auf ihre Art liebenswert schrullig und genial, trotzdem fühlte ich mich ständig an Josh Bazells "Schneller als der Tod" erinnert, das zwar eine deutlich andere Aussage hat, aber mir doch noch einmal einen Ticken besser gefiel. Trotzdem kann Tommy /Todd / Olafson wie auch immer man ihn nennen will mit seiner Story vom geläuterten Auftragskiller gut unterhalten, die Stirn runzeln lassen, ein gutes Pfund Gesellschaftskritik verbreiten und dabei auch noch sexy sein und hier und da sogar ein wenig auf die Tränendrüse drücken. Ich denke ich werde in Zukunft einige der wirklich grandiosen kleinen Floskeln in mein Leben einflechten, denn MWA (Möglichst wenig Aufsehen) mache ich auch ab und an und ASM (Allerschlimmste Momente) gab es auch schon einige in meinem Leben. Fazit sehr unterhaltsam, aber eben leider nicht ganz so gut, wie das ein ähnliches Thema behandelnde "Schneller als der Tod" darum nicht die komplette Punktzahl

    Mehr
  • Rezension zu "Zehn Tipps, das Morden zu beenden und mit dem Abwasch zu beginnen" von Hallgrimur Helgason

    Zehn Tipps, das Morden zu beenden und mit dem Abwasch zu beginnen
    Marine-Katrine

    Marine-Katrine

    16. February 2012 um 16:40

    Die 10 Tipps, das Morden zu beenden und mit dem Abwasch zu beginnen, habe ich auch Wochen nach der Lektüre des gleichnamigen Buches nicht herausfinden können, aber da ich ja nicht in der Haut des Protagonisten Toxic stecke, ist das nicht so tragisch. Was uns der Autor bzw. Übersetzer mit dem Titel sagen will, ist mir schleierhaft. Eines hat er jedenfalls geschafft: Neugierde erwecken! Wer kann schon einem solch interessanten Aufdruck auf einem Buch widerstehen? Im Nachhinein bzw. schon während des Lesens habe ich es zeitweise bereut, auf diesen Trick hereingefallen zu sein. Anfangs mag das Buch ja noch ganz witzig sein und durch die Leseprobe hier auf vorablesen.de hatte ich mir unterhaltsame Stunden erhofft, aber die sind leider ausgeblieben. Die Qualität der Witze nimmt mit zunehmender Seitenzahl stark ab, der Sinn so mancher Handlungen bleibt verborgen und die Überwindung, die zum Umblättern nötig ist, nimmt mehr und mehr zu. Möglich, dass die Isländer ein schräges Volk sind, keine Ahnung. Vielleicht ist auch nur der Autor ein skurriler Zeitgenosse, ich weiß es nicht. In seinem Buch hat er definitiv zu sehr versucht, lustig zu sein. Ein Auftragskiller, der die Identität eines Predigers annimmt und als eben jener versucht in Island unterzutauchen. Was ihm dabei zustößt ist einfach zu viel des Guten. Die Personen sind ziemlich oberflächlich dargestellt und Vieles wirkte auf mich zu wirr und teilweise sogar unverständlich. Manchmal springt er von einer Sache zu einer anderen ohne dass irgendein Zusammenhang klar wird. Stets mit dabei ist ein gewisser Wortwitz, der unter anderem auch auf der Sprachbarriere zwischen Toxic und den Isländern beruht. Leider driftet die Ausdrucksweise dabei ziemlich oft ins Vulgäre ab und obwohl ich in der Hinsicht definitiv Spaß verstehe, war das Buch für mich an vielen Stellen einfach nicht lustig. Musste mich beim Lesen stellenweise wirklich weiterquälen und einzig und allein die Tatsache, dass das Buch weniger als 300 Seiten hat, hat mich vom Abbrechen abgehalten. Leider wird das mein erstes und letztes Buch von diesem Autor bleiben. Es gibt definitiv bessere Bücher, die die Zeit, die man in sie investiert auch wert sind.

    Mehr
  • weitere