Hamed Abdel-Samad

 4,1 Sterne bei 116 Bewertungen
Autor von Mohamed, Abschied vom Himmel und weiteren Büchern.
Autorenbild von Hamed Abdel-Samad (© Droemer Knaur Verlag)

Lebenslauf

Hamed Abdel-Samad wurde 1972 in Ägypten geboren, wo er eine grausame Kindheit und Jugend verbrachte. Er wurde mehrmals vergewaltigt. In der Hauptstadt Kairo sudierte er Englisch und Französisch. Mit 23 Jahren kam er nach Deutschland und studierte Politik in Augsburg. Danach arbeitete Hamed Abdel-Samad als Wissenschaftler in Erfurt und Braunschweig. Bis Ende 2009 lehrte er am Institut für Jüdische Geschichte und Kultur an der LMU München, bevor er sich entschloss, sich dem Schreiben zu widmen. Später studierte er auch noch Japanisch in Japan.

Alle Bücher von Hamed Abdel-Samad

Cover des Buches Mohamed (ISBN: 9783426300794)

Mohamed

(22)
Erschienen am 01.02.2017
Cover des Buches Abschied vom Himmel (ISBN: 9783426300558)

Abschied vom Himmel

(19)
Erschienen am 01.03.2019
Cover des Buches Der islamische Faschismus (ISBN: 9783426300756)

Der islamische Faschismus

(16)
Erschienen am 01.09.2015
Cover des Buches Ein Araber und ein Deutscher müssen reden (ISBN: 9783499631986)

Ein Araber und ein Deutscher müssen reden

(14)
Erschienen am 01.02.2016
Cover des Buches Der Untergang der islamischen Welt (ISBN: 9783426784068)

Der Untergang der islamischen Welt

(13)
Erschienen am 12.09.2011
Cover des Buches Der Koran (ISBN: 9783426301265)

Der Koran

(8)
Erschienen am 01.10.2018
Cover des Buches Krieg oder Frieden (ISBN: 9783426275580)

Krieg oder Frieden

(5)
Erschienen am 04.10.2011
Cover des Buches Integration (ISBN: 9783426301524)

Integration

(4)
Erschienen am 01.10.2019

Neue Rezensionen zu Hamed Abdel-Samad

Cover des Buches Was darf Israel? (ISBN: 9783423285261)
wandablues avatar

Rezension zu "Was darf Israel?" von Hamed Abdel-Samad

wandablue
Was ist verhältnismäßig? Kann es Frieden in Nahost geben?

Die beiden Autoren streiten über den Weg, den Israel im Gazakrieg geht. Sie streiten erbittert in der Sache, aber nicht hasserfüllt gegeneinander, obwohl der eine Jude und der andere Araber ist. Hamed Abdel-Samed, aus Ägypten stammend, hat sich einen Namen gemacht mit islamkritischer Literatur. Phillip Peyman Engel, Jude mit iranischen Wurzeln, ist seit 2023 Chefredakteur der Wochenzeitung „Jüdische Allgemeine“ in Berlin. 

In ihrem überaus spannenden Briefwechsel können sie ihre Herkunft nicht verleugnen, so sehr sie sich um Objektivität bemühen. Aber sie loten aus und suchen einen Weg zur Verständigung. Beide sind sich einig darüber, dass dieser Krieg eine Folge des brutalen Anschlags der Hamas vom 7. Oktober 2023 auf israelische Bürger ist. Uneinig sind sie sich über die Verhältnismäßigkeit von Israels Gegenschlag. Der unbefangene Leser wird beide Positionen verstehen können und sich dann ein eigenes Bild machen.

 Der Kommentar und das Leseerlebnis:
Dieser Briefwechsel ist spannend, ein beispielhafter oder auch leider bisher beispielloser Beitrag zur Völkerverständigung und bringt jede Position auf den Tisch. Nach der Lektüre, weiß ich erst einmal nicht, wo ich selber stehe, Hamed Abdel-Samad argumentiert meines Erachtens eine Spur besser. Es kann aber keine Sieger in einer solchen Diskussion geben. Bei der Beurteilung der Frage, wer Aggressor und wer Defendant ist, bin ich jedoch eindeutig Pro Israel. Aber wie gesagt, auch Abdel-Samad hat gute Argumente. Interessanterweise beende ich die Lektüre des Briefwechsels der beiden Kontrahenten genau an dem Tag, als Donald Trump seinen „Gazafriedensplan“ vorlegt, also am 30.9.2025.
Drei Tage später sieht es so aus, als ob die Terrororganisation Hamas nicht auf den Vorschlag eingehen wird. Eine Terrororganisation ist nie zum Einlenken bereit! Oder? 

Fazit: Notwendig wie nie ist es, miteinander zu sprechen. Aber früher oder später muss man Position beziehen. Am besten, indem man sich vorher die Argumente des anderen angehört und sich damit beschäftigt hat. Unschuldig in diesem Konflikt ist niemand von den Kriegsparteien. 

Kategorie: Sachbuch. Politik
Verlag Dtv, 2025

Cover des Buches Was darf Israel? (ISBN: 9783423285261)
T

Rezension zu "Was darf Israel?" von Hamed Abdel-Samad

Tschy
Der unterschiedliche Blick auf die Lage im Nahen Osten

Hamed Abdel-Samad und Philipp Peyman Engel führen in einem Briefwechsel, bei dem keine Hand vor den Mund genommen wird, auf Augenhöhe über die Lage im Nahen Osten durch. Immer wieder greifen Beide den Standpunkt des anderen Mannes auf und zeigen warum dieser falsch oder nicht ganz korrekt ist. Ich habe sehr viel gelernt in diesem Briefwechsel, der mich sehr berührt hat. Es geht nicht nur um die schwierige aktuelle Lage, sondern auch um die Geschichte der Juden und die Gründung des Staates Israels. Auch wird die ‚alte‘ Bundesregierung und ihre Haltung zum Konflikt sehr kritisch hinterfragt. Mir hat das Format mit dem Briefwechsel sehr gut gefallen, ja es gab harte Worte, aber es wurde nie ausfallend wie leider so oft in einer Talk Show und man hatte die Gelegenheit auch noch mal zur Meinung der anderen Person zurückzublättern. Ein tolles und sehr gelungenes Format für eines der schwierigsten aktuellen Themen!

Cover des Buches Das unsichtbare Band (ISBN: 9783423283984)
ana-97s avatar

Rezension zu "Das unsichtbare Band" von Haneen Al-Sayegh

ana-97
Read-the-world-Challenge Libanon

Ich habe das Buch im Rahmen der Read-the-world-Challenge für das Land Libanon gelesen. Folgt mir gerne bei Instagram @leseweltreise um mich auf meiner Reise zu begleiten.

✨ „Sein Lachen war auf eine gewisse Weise einladend, passte aber nicht zum Rest seiner Gesichtszüge. Es war wie ein flüchtiger Moment im Herbst, wenn die Sonne die Wolken, die übers Dorf hinweggaloppieren, kurz durchbricht und gleich wieder verschwindet, und der Herbst bleibt Herbst.“ ✨

📍 „Das unsichtbare Band“ von Haneen Al-Sayegh spielt in einem drusischen Dorf in den Bergen Libanons.

📖 Darum geht’s:
Amal wächst in einem drusischen Dorf in den Bergen Libanons auf. Die Gemeinschaft ist von patriarchalen Strukturen und Tradition geprägt. Als sie 15 Jahre alt ist, stimmt sie einer Heirat mit Salem, einem erfolgreichen Kaufmann, zu, um ein finanziell gesegneteres Leben als das ihrer Familie zu führen. Doch anstatt Hausfrau und Mutter zu sein, wünscht sich Amal nur eines: Zu studieren. Ihr Fleiß und ihre Intelligenz führen sie schließlich an die American University of Beirut. Dort durchgeht sie einen harten Weg von Depressionen, Verzweiflung und einer ungewollten Schwangerschaft und realisiert schließlich, was sie im Leben wirklich will.

💡 Das habe ich durch das Buch über das Land gelernt:
Die Drusen sind eine Religionsgemeinschaft im Nahen Osten. Sie glauben unter anderem an Reinkarnation und parallele Welten, bei der der Geburtshintergrund von Gott oder einem höheren Wesen vorbestimmt wird.

💭 Meine Meinung zum Buch:
Das Buch ist wunderschön geschrieben, gibt wertvolle Denkanstöße und ist zum Teil sehr philosophisch. Außerdem fand ich den Einblick in die Gemeinschaft der Drusen spannend. Teilweise hat es mich sehr an „Die vierzig Geheimnisse der Liebe“ von Elif Shafak und das vor Kurzem von mir vorgestellte „Bleib bei mir“ von Ayòbámi Adébáyò erinnert. Das zeigt aber nur, dass Frauen auf der ganzen Welt mit ähnlichen Themen zu kämpfen haben. Allerdings hatte das Buch an ein paar Stellen Lücken in der Logik, bei der Charaktere zu plump eingeführt wurden, oder kurz erwähnt wurden, aber dann nie wieder. Meiner Meinung nach hätte man das an einigen Stellen eleganter lösen können. Trotzdem habe ich das Buch gerne gelesen und habe das Gefühl, einiges daraus für mein eigenes Leben mitnehmen zu können.
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