Han Kang

 3.8 Sterne bei 450 Bewertungen
Autorin von Die Vegetarierin, Menschenwerk und weiteren Büchern.
Han Kang

Lebenslauf von Han Kang

Hervorragende Romanschriftstellerin: Han Kang, geboren 1970 in Gwangju, ist eine koreanische Schriftstellerin. Sie studierte koreanische Literatur an der Yonsei Universität. Ihre Karriere als Schriftstellerin begann mit einem Gedicht, das 1993 in der Vierteljahrsschrift “Literatur und Gesellschaft” erschien. Ein Jahr später erschien ihre erste Kurzgeschichte, „Rotes Segel“, die den Literaturpreis der Zeitung „Seoul Shinmun“ gewann. Seitdem arbeitet sie als Schriftstellerin und wurde mehrfach mit Preisen ausgezeichnet. Ihr Roman „The Vegetarian“ von 2007 erhielt 2016 dem Man Booker International Prize und erschien im gleichen Jahr auch auf Deutsch unter dem Titel „Die Vegetarierin“. Im selben Jahr wurde sie als "Herovorragende Romanschriftstellerin ausgezeichnet. Sie  gewann den Preis für den besten koreanischen Roman, den „Preis für junge Künstler von heute“ des Ministeriums für Kultur und Tourismus und schließlich den Yi-Sang Literaturpreis. Außerdem arbeitete sie als Journalistin für die Zeitschriften „Wasser der tiefen Quelle“, „Journal der Publikationen“ und „Quelle“.  Neben ihrer Arbeit als Schriftstellerin unterrichtet sie seit 2013 Kreatives Schreiben am Kulturinstitut in Seoul.

Alle Bücher von Han Kang

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Die Vegetarierin

Die Vegetarierin

 (304)
Erschienen am 15.09.2017
Menschenwerk

Menschenwerk

 (46)
Erschienen am 15.09.2017
Deine kalten Hände

Deine kalten Hände

 (41)
Erschienen am 15.02.2019
Menschenwerk

Menschenwerk

 (2)
Erschienen am 15.03.2019
Die Vegetarierin

Die Vegetarierin

 (28)
Erschienen am 09.12.2016
Deine kalten Hände

Deine kalten Hände

 (4)
Erschienen am 27.02.2019
Deine kalten Hände

Deine kalten Hände

 (0)
Erschienen am 27.02.2019
The Vegetarian

The Vegetarian

 (18)
Erschienen am 02.02.2016

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Neue Rezensionen zu Han Kang

Neu

Rezension zu "Deine kalten Hände" von Han Kang

Emotional
Blacksallyvor 11 Tagen

Cover:

Das Cover des Buches spricht mich auf jeden Fall an. Wir sehen eine Frau, bei der im Gesicht ein Stück fehlt. Es ist sehr passend zur Geschichte an sich gewählt und typisch Han Kang.


Protagonist:

Unser Protagonist ist ein Bildhauer bzw. Künstler der sich auf Hände aus Gips fixiert hat. Er ist ein wenig seltsam und seine Handlungen sind nicht immer nachvollziehbar, dennoch kam ich im Buch gut mit ihm zurecht.
Er führt ein eher einfaches Leben, in dem er immer wieder Menschen kennen lernt, die irgendwelche Probleme haben. Gerade in den asiatischen Ländern sind körperliche Makel verpönt, was man im Buch sehr gut merkt. Doch man erfährt auch was hinter den Personen steckt, wie es dazu kam.


Schreibstil:

Das Buch hat den typischen asiatischen Schreibstil. Ich mag diese Art von Erzählung sehr gerne. Es geht um Menschen, die Probleme haben und deswegen oft anecken. Die Leidensgeschichten haben mich oft Mitgefühl für die Personen empfinden lassen und allgemein war das Buch sehr emotional und hat mich mitgenommen.

Das Buch endet eher abrupt, was mich etwas ratlos zurück lies. Dennoch muss ich sagen es hat perfekt zur Geschichte gepasst. Ich freue mich jetzt schon auf das nächste Buch der Autorin.


Fazit:

Ein Buch das mit seinen emotionen noch lange nachklingt. Einfach super.

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Rezension zu "Deine kalten Hände" von Han Kang

Die zweite Haut
solveigvor 18 Tagen

Es ist wirklich keine neue Erkenntnis, dass wir in einer Welt der Äußerlichkeiten und des schönen Scheins leben. Wie es dabei im Inneren des Menschen aussieht, gibt niemand gern preis. Noch extremer mag es in der asiatischen Welt sein: Welche Gefühle verbergen sich wirklich hinter einem Lächeln?

Als guter Beobachter erfährt Jang Unhyong bereits als Kind schmerzlich, was Menschen  hinter einer solchen lächelnden Maske verstecken können. Seitdem ist er bestrebt, die offizielle, gesellschaftsfähige Hülle von Menschen zu durchschauen, die Geheimnisse dahinter zu entdecken. Als Bildhauer entwickelt er schließlich das „Lifecasting“, eine Methode, Gipsabdrücke von Menschen herzustellen, die besonders naturnah und dicht an der körperlichen Realität sind.

Aus zwei unterschiedlichen Erzählperspektiven schildert die Schriftstellerin Han Kang von Jang und seiner Beziehung zu zweien seiner Modelle, die äußerlich völlig gegensätzlich erscheinen, aber beide als Kinder Dinge erlebten, die sie zu Außenseitern machten. In einer Art Tagebuch beschreibt Han die ständigen Bemühungen des Künstlers, ein Abbild von den Frauen zu nehmen, die Gipshülle des Erscheinungsbildes als leere Hülle zu präsentieren und zu dem wahren Wesen der Frauen zu gelangen: seine Absicht ist, „Menschen die verletzliche Hülle abziehen, um in ihr Inneres zu sehen“. Dabei bleibt sie eher sachlich beobachtend und kühl. Es ist verwirrend, wie wenige Emotionen ihr Roman aufkommen lässt. Vielleicht liegt es daran, dass viele Erkenntnisse zu oft wiederholt und erläutert werden? Oder zu offensichtlich sind? Zu den Protagonisten besteht ebenfalls viel Distanz. Gewollt? Wie auch immer, es bleibt ein eher unterkühltes Leseerlebnis.

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Rezension zu "Deine kalten Hände" von Han Kang

Was sich unter der äußeren Hülle verbirgt
Caro_Lesemausvor 21 Tagen

Eines Tages verschwindet der Bildhauer Jang Unhyong beinahe spurlos. Er hinterlässt seine faszinierenden Gipsabdrücke von Händen und Körpern – und ein bewegendes Tagebuch, das seine lebenslange Suche nach Nähe und Wahrhaftigkeit in aller Welt voller Masken schildert.

Dieses Buch war das erste, was ich von Han Kang gelesen habe. Es ist eine ungewöhnliche Geschichte über den Bildhauer Unhyong, der Gipsabdrücke von menschlichen Körpern in das Zentrum seines künstlerischen Schaffens gestellt hat. Den Großteil des Buches macht eine Art Tagebuch oder Journal des Künstlers aus, in dem er erklärt, wie es dazu gekommen ist, dass er sich diesen Abdrücken widmet. Er erzählt aus seiner Kindheit und spannt den Bogen schließlich bis in die unmittelbare Gegenwart vor seinem plötzlichen Verschwinden. Umrahmt wird diese Haupthandlung von der Erzählung einer Schriftstellerin, die mehrmals durch Zufall Ausstellungen der Exponate sieht und dem Künstler schließlich auch vorgestellt wird. Nach seinem Verschwinden bittet dessen Schwester sie um Mithilfe und sendet ihr das Manuskript zu. Diese umrahmende Handlung hätte ich in dem Umfang nicht gebraucht. Besonders zu Anfang hat es mich sehr verwirrt, weil auf wenigen Seiten mehrere Jahre vergehen.
Doch zurück zum Hauptteil des Buches: Unhyong strebt nach tiefgründigen Erkenntnissen über die Menschen und ihr Wesen unter dem äußeren Schein. Die entstehenden Gipsabdrücke sind ein symbolisches Entfernen der äußeren Hülle, um das Innere genau betrachten zu können. Zu Beginn seines Schaffens verliebt er sich in die stark übergewichtige L., deren Hände ihn faszinieren. Jahre später geht er erneut eine Beziehung ein, dieses Mal zu E., die äußerlich perfekt ist und die er über die Abdrücke zu ergründen sucht. In der Beschreibung der künstlerischen Arbeit findet die Autorin meist poetische Worte. Die Sprache ist in diesen Passagen wirklich schön ausgefeilt und macht Spaß, zu lesen. Dann wiederum wird die Sprache sehr deutlich, fast schon schonungslos, wenn es um die Körper geht. Auch beim Thema Essen, das im Falle von L. einen großen Stellenwert hat, wird es sehr explizit. In diesen Szenen schauderte es mich manchmal, teilweise wurde es auch ein wenig verstörend.

Fazit:
Eine ungewöhnliche Geschichte in virtuoser Sprache. Es war inhaltlich nicht hundertprozentig mein Fall, aber sprachlich so ausgefeilt und bildgewaltig, dass ich dennoch eine gute Bewertung vergeben möchte. Ob ich andere Werke der Autorin lesen werde, weiß ich allerdings noch nicht.

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Gespräche aus der Community

Neu
Autoren oder Titel-Cover
Der neue Roman von der Autorin des internationalen Bestsellers »Die Vegetarierin«. 

Eines Tages verschwindet der Bildhauer Jang Unhyong beinahe spurlos. Er hinterlässt seine faszinierenden Gipsabdrücke von Händen und Körpern – und ein bewegendes Tagebuch, das seine lebenslange Suche nach Nähe und Wahrhaftigkeit in aller Welt voller Masken schildert. 

»Han Kang erzählt zugleich mit großer Brutalität und großer Poesie – eine Mischung, die nur wenigen Schriftstellern gelingt.« Stern.

»Man kann sich dieser Stimme nicht entziehen.« Independent.


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Hier zur Leseprobe:  http://www.aufbau-verlag.de/media/Upload/leseproben/9783351037628.pdf

Über Han Kang

Han Kang ist die wichtigste literarische Stimme Koreas. 1993 debütierte sie als Dichterin, seitdem erschienen zahlreiche Romane. Seit sie für "Die Vegetarierin" gemeinsam mit ihrer Übersetzerin 2016 den Man Booker International Prize erhielt, haben ihre Bücher auch international großen Erfolg. Zuletzt erschien von ihr bei Aufbau der Roman "Menschenwerk", der mit dem renommierten italienischen Malaparte-Preis ausgezeichnet wurde. Derzeit lehrt sie kreatives Schreiben am Kulturinstitut Seoul.

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Lest schon vor dem Erscheinungstermin den in der Originalfassung preisgekrönten Roman "Die Vegetarierin" von Han Kang!

»Bevor meine Frau zur Vegetarierin wurde, hielt ich sie für nichts Besonderes. Bei unserer ersten Begegnung fand ich sie nicht einmal attraktiv. Mittelgroß, ein Topfschnitt, irgendwo zwischen kurz und lang, gelbliche unreine Haut, Schlupflider und dominante Wangenknochen. So fühlte ich mich weder von ihr angezogen noch abgestoßen und sah daher keinen Grund, sie nicht zu heiraten.«

Yeong-hye und ihr Ehemann sind ganz gewöhnliche Leute. Er geht beflissen seinem Bürojob nach und hegt keinerlei Ambitionen. Sie ist eine zwar leidenschaftslose, aber pflichtbewusste Hausfrau. Die angenehme Eintönigkeit ihrer Ehe wird jäh gefährdet, als Yeong-hye beschließt, sich fortan ausschließlich vegetarisch zu ernähren und alle tierischen Produkte aus dem Haushalt entfernt. »Ich hatte einen Traum«, so ihre einzige Erklärung. Ein kleiner Akt der Unabhängigkeit, aber ein fataler, denn in einem Land wie Südkorea, in dem strenge soziale Normen herrschen, gilt der Vegetarismus als subversiv. Doch damit nicht genug. Bald nimmt Yeong-hyes passive Rebellion immer groteskere Ausmaße an. Sie, die niemals gerne einen BH getragen hat, fängt an, sich in der Öffentlichkeit zu entblößen und von einem Leben als Pflanze zu träumen. Bis sich ihre gesamte Familie gegen sie wendet.

Ein seltsam verstörendes, hypnotisierendes Buch über eine Frau, die, laut ihrem Ehemann an Durchschnittlichkeit kaum zu übertreffen ist – bis sie eines Tages beschließt, kein Fleisch mehr zu essen. 

Über Han Kang

Han Kang wurde in Gwangju, Südkorea, geboren. 1993 debütierte sie als Dichterin, ihr erster Roman erschien 1994. Für ihr literarisches Schreiben wurde sie mit dem Yi- Sang-Literaturpreis, den Today’s Young Artist Award, dem Manhae Literaturpreis und für "The Vegetarian" mit dem Man Booker International Prize 2016 ausgezeichnet. Derzeit lehrt sie kreatives Schreiben am Kulturinstitut Seoul. Mehr Informationen zur Autorin: www.writerhankang.com

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Zusätzliche Informationen

Han Kang wurde am 27. November 1970 in Gwangju (Südkorea) geboren.

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