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aufbauverlag

vor 1 Jahr

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Wir laden zur ersten Leserunde von #jungwildaufbau ein!



Lest schon vor dem Erscheinungstermin den in der Originalfassung preisgekrönten Roman "Die Vegetarierin" von Han Kang!

»Bevor meine Frau zur Vegetarierin wurde, hielt ich sie für nichts Besonderes. Bei unserer ersten Begegnung fand ich sie nicht einmal attraktiv. Mittelgroß, ein Topfschnitt, irgendwo zwischen kurz und lang, gelbliche unreine Haut, Schlupflider und dominante Wangenknochen. So fühlte ich mich weder von ihr angezogen noch abgestoßen und sah daher keinen Grund, sie nicht zu heiraten.«

Yeong-hye und ihr Ehemann sind ganz gewöhnliche Leute. Er geht beflissen seinem Bürojob nach und hegt keinerlei Ambitionen. Sie ist eine zwar leidenschaftslose, aber pflichtbewusste Hausfrau. Die angenehme Eintönigkeit ihrer Ehe wird jäh gefährdet, als Yeong-hye beschließt, sich fortan ausschließlich vegetarisch zu ernähren und alle tierischen Produkte aus dem Haushalt entfernt. »Ich hatte einen Traum«, so ihre einzige Erklärung. Ein kleiner Akt der Unabhängigkeit, aber ein fataler, denn in einem Land wie Südkorea, in dem strenge soziale Normen herrschen, gilt der Vegetarismus als subversiv. Doch damit nicht genug. Bald nimmt Yeong-hyes passive Rebellion immer groteskere Ausmaße an. Sie, die niemals gerne einen BH getragen hat, fängt an, sich in der Öffentlichkeit zu entblößen und von einem Leben als Pflanze zu träumen. Bis sich ihre gesamte Familie gegen sie wendet.

Ein seltsam verstörendes, hypnotisierendes Buch über eine Frau, die, laut ihrem Ehemann an Durchschnittlichkeit kaum zu übertreffen ist – bis sie eines Tages beschließt, kein Fleisch mehr zu essen. 

Über Han Kang

Han Kang wurde in Gwangju, Südkorea, geboren. 1993 debütierte sie als Dichterin, ihr erster Roman erschien 1994. Für ihr literarisches Schreiben wurde sie mit dem Yi- Sang-Literaturpreis, den Today’s Young Artist Award, dem Manhae Literaturpreis und für "The Vegetarian" mit dem Man Booker International Prize 2016 ausgezeichnet. Derzeit lehrt sie kreatives Schreiben am Kulturinstitut Seoul. Mehr Informationen zur Autorin: www.writerhankang.com

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Bewerbt euch im Unterthema "Bewerbung/Ich möchte mitlesen", indem ihr folgende Frage beantwortet: Warum möchtet ihr "Die Vegetarierin" lesen? 

Wir freuen uns auf euch und einen regen Austausch!

Euer Team vom Aufbau Verlag

* Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde sowie zum Schreiben einer Rezension, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlich haben.

Autor: Han Kang
Buch: Die Vegetarierin

seschat

vor 1 Jahr

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Schon allein das interessante Cover aus Blumen, Steak und Hand macht Leselust. Zudem habe ich mich eine gewisse Zeit selbst vegetarisch ernährt und bin dementsprechend gespannt auf Yeong-hyes Umstellungen bzw. radikale Veränderungen. Darüber hinaus spielt die Geschichten in einem anderen Kulturkreis, was auch sehr spannend ist. Der Klappentext klingt auf jeden Fall vielversprechend, so dass ich sehr gern mitlesen würde.

Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 1 Jahr

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Warum möchtet ihr "Die Vegetarierin" lesen?

Ich habe dieses Buch schon lange auf meiner Wunschliste. Ich bin vor vielen Jahren (als das noch nicht so wirklich die Norm war) Vegetarierin geworden, vor ein paar Jahren Veganer (wieder, als das noch nicht so ganz normal war) und kann mich deshalb ganz gut mit der Ausgangssituation identifizieren.

Dazu kommt noch, dass ich die asiatische Kultur sehr spannend finde, und auch sehr häufig Essen aus verschiedenen Regionen koche.

Dieses Buch ist quasi ein spannendes Rundumpacket für mich. Auf den ersten Blick scheint alles zu stimmen.

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JulesWhethether

vor 1 Jahr

Leseabschnitt 3: S. 129 - Ende
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Das war ja mal ein sehr merkwürdiges, aber interessantes Buch. Das Schreiben der Rezension wird da nochmal eine Herausforderung für mich.
Ich muss sagen, dass mir der dritte Abschnitt am meisten gefallen hat, was sicherlich auch daran liegt, dass mir In-Hye nicht so unsympathisch war wie ihr Mann und ihr Schwager. Aber auch die Schilderung von Yong-Hyes weiteren Verlauf ihrer Psychose gefiel mir. Diese ganze Pflanzen-Geschichte ist einfach so absurd, aber gerade das finde ich so toll an diesem Buch, denn gewisse Dinge konnte man zwar sicherlich erahnen, aber vorhersehbar war dieses Buch dennoch nicht. Ich bin mir auch noch nicht sicher wie ich das alles nun interpretieren soll. Kritik an der Gesellschaft scheint für mich gerade am ehesten Sinn zu machen, aber das Buch kann man glaube ich auf viele verschiedene Weisen deuten, ich muss auf jeden Fall noch etwas darüber nachdenken. Es ließ sich zwar wirklich alles gut für mich lesen, da der Schreibstil recht schlicht ist, aber das Gelesene dann auch so richtig zu verstehen und zu verarbeiten, ist gar nicht so leicht, da doch alles recht verwirrend und teilweise verstörend ist. Ich muss meine Gedanken erstmal ordnen, hoffentlich gelingt mir das ein wenig mit der Rezension.

JulesWhethether

vor 1 Jahr

Rezension / Fazit

Endlich kommt nun auch meine Rezension, aufgrund meines spontanen Urlaubes, etwas verspätet. Ich bin wirklich froh, dass ich dieses Buch lesen durfte, denn es hat mehr sehr gut gefallen. Es fiel mir jedoch gar nicht so leicht, eine Rezension zu diesem Buch zu verfassen, aber ich habe sie nun endlich fertig.

http://www.lovelybooks.de/autor/Han-Kang/Die-Vegetarierin-1235237876-w/rezension/1322795639/

Raine

vor 1 Jahr

Leseabschnitt 2: S. 59 - 125
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Zu Beginn war ich erst einmal enttäuscht, weil ich dachte, dass es sich anscheinend um Kurzgeschichten handelt. Erst nach ein paar Seiten erkannte ich, dass sich nur die Erzählperspektive geändert hatte und einige Zeit vergangen nach Yong-Hye Selbstmordversuch vergangen war.

Diesmal erfahren wir alles aus Sicht von Yong-Hyes Schwager. Dieser hat eine künstlerische Vision, in der er und seine Schwägerin, die einen für ihn faszinierenden Mongolenfleck besitzt, vollkommen mit Blumen bemalt miteinander schlafen. Tatsächlich setzt er diese Vision auch im Laufe des Kapitels um und am Ende zerbricht nicht nur seine Ehe, sondern Yong-Hye wird in eine psychatrische Einrichtung gebracht.

In diesem Kapitel sehen wir, meiner Meinung nach, zwei Arten von "Verrücktheit". Einmal den von Yong-Hye, aus dem sie sich zu Beginn scheinbar langsam herausbefreit und in den sie am Ende wieder komplett versinkt. Ihre wirren Träume um Blut, Fleisch und Tod, ihr Wunsch, mit den bemalten Blumen eins auf ihrem Körper eins zu werden, um diese Träume zum Schweigen zu bringen - irgendetwas in ihr scheint schwer traumatisiert zu sein und sich auf diese Weise zu äußern. Ihr Schwager nutzt das aus, um seine eigene "Verrücktheit" auszuleben. Eine künstlerische Besessenheit, ausgelöst durch ihren Mongolenfleck.

Raine

vor 1 Jahr

Leseabschnitt 3: S. 129 - Ende
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Auch im dritten und letzten Kapitel wird die Erzählperspektive gewechselt und wir befinden und einige Jahre weiter. In-Hye, Yong-Hye Schwester, hat sich von ihrem Mann getrennt und obwohl sie ihre Schwester hasst, besucht sie sie regelmäßig in der psychatrischen Klinik. Als In-Hye dann jedoch mitansehen muss, wie die Ärzte versuchen ihre Schwester zwangszuernähren, da diese sich mittlerweile endgültig weigert zu essen, versucht In-Hye sie zu schützen. Am Ende fahren beide ins Krankenhaus.

Wir erfahren in diesem Kapitel, das beide Schwestern durch ihre Vergangenheit sehr traumatisiert wurden. Auch In-Hye wollte sich umbringen, tat dies aber letzt endlich wegen ihres Sohnes nicht. Yong-Hye jedoch hat sich aufgrund der Misshandlungen aus ihrer Kindheit und ihrer Ehe komplett in ihre Welt zurückgezogen und niemand scheint sie mehr zu erreichen. Sie denkt, dass sie sich in einen Baum verwandelt und daher keine Nahrung mehr benötige - es ist ihre Art Selbstmord zu begehen.

Raine

vor 1 Jahr

Rezension / Fazit

Eine wirklich toll erzählte, ungewöhnliche Geschichte und ich freue mich, dass ich die Autorin nun für mich neu entdeckt habe. Die vollständige Rezension gibt es hier:

http://www.lovelybooks.de/autor/Han-Kang/Die-Vegetarierin-1235237876-w/rezension/1323419281/

MintCandy

vor 1 Jahr

Leseabschnitt 3: S. 129 - Ende
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In diesem letzten Abschnitt wird der psychische Verfall von Yong-Hue verstärkt deutlich. Sie ist nicht mehr lediglich "Die Vegetarierin", die mit ihrer Entscheidung kein Fleisch und tierische Produkte mehr zu essen, Aufsehen erregt, sondern wird mehr und mehr zu einem wahren Rätsel. Im ersten Abschnitt wunderte ich mich eher über das Verhalten ihrer Angehörigen, warum diese nicht einfach verstehen oder zumindest akzeptieren können, das Yong-Hue kein Fleisch mehr essen will. Allerdings wird sie mir von Abschnitt zu Abschnitt suspekter. Ich hatte gehofft zum Schluss einen Aha-Moment zu haben, und zu verstehen, was es nun mit Yong-Hues Veränderung auf sich hatte, aber den gab es leider nicht für mich. Die Thematik fand ich wirklich interessant und auch die Art und Weise wie bestimmte Themen angeschnitten wurden, waren mal etwas ganz anderes. Mir scheint es, als würde der Titel des Romans genau das wiedergeben, was andere in Yong-Hue sehen - Die Vegetarierin. Nichts mehr. Niemand versucht sich in ihre Lage zu versetzen oder dies auch nur zu versuchen, was sie selbst auch im letzen Abschnitt aufbringt. Lediglich bei ihrer Schwester hatte ich das Gefühl, dass sie sich versucht in Yong-Hue hineinzuversetzen und sie und zu verstehen.

Ich kann absolut nachvollziehen warum dieser Roman so polarisiert. Keine leichte Kost, stattdessen ein Roman der zum Hinterfragen und reflektieren einlädt.

MintCandy

vor 1 Jahr

Rezension / Fazit

Danke für die Leserunde :) Hier ist jetzt nun auch meine Rezension:

https://www.lovelybooks.de/autor/Han-Kang/Die-Vegetarierin-1235237876-w/rezension/1352015545/

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