Han Kang Die Vegetarierin

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Inhaltsangabe zu „Die Vegetarierin“ von Han Kang

»Die Vegetarierin ist ein Meisterwerk.« Julia Encke, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

Ein seltsam verstörendes, hypnotisierendes Buch über eine Frau, die laut ihrem Ehemann an Durchschnittlichkeit kaum zu übertreffen ist – bis sie eines Tages beschließt, kein Fleisch mehr zu essen.

»Bevor meine Frau zur Vegetarierin wurde, hielt ich sie für nichts Besonderes. Bei unserer ersten Begegnung fand ich sie nicht einmal attraktiv. Mittelgroß, ein Topfschnitt, irgendwo zwischen kurz und lang, gelbliche unreine Haut, Schlupflider und dominante Wangenknochen. So fühlte ich mich weder von ihr angezogen noch abgestoßen und sah daher keinen Grund, sie nicht zu heiraten.«
Yeong-Hye und ihr Ehemann sind ganz gewöhnliche Leute. Er geht beflissen seinem Bürojob nach und hegt keinerlei Ambitionen. Sie ist eine zwar leidenschaftslose, aber pflichtbewusste Hausfrau. Die angenehme Eintönigkeit ihrer Ehe wird jäh gefährdet, als Yeong-Hye beschließt, sich fortan ausschließlich vegetarisch zu ernähren und alle tierischen Produkte aus dem Haushalt entfernt. »Ich hatte einen Traum«, so ihre einzige Erklärung. Ein kleiner Akt der Unabhängigkeit, aber ein fataler, denn in einem Land wie Südkorea, in dem strenge soziale Normen herrschen, gilt der Vegetarismus als subversiv. Doch damit nicht genug. Bald nimmt Yeong-Hyes passive Rebellion immer groteskere Ausmaße an. Sie, die niemals gerne einen BH getragen hat, fängt an, sich in der Öffentlichkeit zu entblößen und von einem Leben als Pflanze zu träumen. Bis sich ihre gesamte Familie gegen sie wendet.

»Han Kangs Roman ist von großer Schönheit und Kraft.« WDR 5

»Han Kangs Roman ist in jeder Hinsicht bigger than life.« Gregor Dotzauer, Der Tagesspiegel

»Poetisch doch ganz sachlich, schnörkellos und mit traumwandlerischer Sicherheit.« Deutschlandradio Kultur

»Han Kangs verstörendes Buch hat eine leise, revolutionäre Kraft.« Volker Weidermann, LITERATUR SPIEGEL

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  • Die Veganerin

    Die Vegetarierin

    twentytwo

    23. October 2017 um 14:32

    Seit einem verwirrenden Traum, fühlt sich Yong-Hye nicht mehr in der Lage Fleisch zu essen oder tierische Produkt zu sich zu nehmen. Alle Versuche ihres Ehemanns und der Familie sie davon abzubringen schlagen fehl. Auch als sie nach einem Versuch der Selbstverstümmelung, in eine psychiatrische Klinik eingewiesen wird, ändert sich an ihrer Einstellung nichts. Es kommt zur Scheidung. Schon wenig später gerät ihr Leben vollkommen aus den Fugen. Als sie sich auf ein gewagtes künstlerisches Projekt einläßt, ist dies der erste Schritt zu ihrem totalen Untergang.FazitEin provokante Geschichte, die trotz interessanter Ansätze nicht überzeugen kann.

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  • Ein verstörendes Kunstwerk

    Die Vegetarierin

    Yuyun

    20. May 2017 um 17:46

    Before the nightmares began, Yeong-hye and her husband lived an ordinary, controlled life. But the dreams—invasive images of blood and brutality—torture her, driving Yeong-hye to purge her mind and renounce eating meat altogether. It’s a small act of independence, but it interrupts her marriage and sets into motion an increasingly grotesque chain of events at home. As her husband, her brother-in-law and sister each fight to reassert their control, Yeong-hye obsessively defends the choice that’s become sacred to her. Soon their attempts turn desperate, subjecting first her mind, and then her body, to ever more intrusive and perverse violations, sending Yeong-hye spiraling into a dangerous, bizarre estrangement, not only from those closest to her, but also from herself. Celebrated by critics around the world, The Vegetarian is a darkly allegorical, Kafka-esque tale of power, obsession, and one woman’s struggle to break free from the violence both without and within her.Der Vergleich mit Kafka gefällt mir sehr gut, denn genau wie bei Kafka erkenne ich das Kunstwerk und die Arbeit, die in dem Roman steckt. Wie die Autorin sehr sorgfältig eine Leinwand aus Abgründen zu Papier bringt. Aber ich kann dem einfach nichts abgewinnen. Diese Art der Bücher scheint einfach nicht mein Genre zu sein.Das Buch ist in drei Teile gegliedert. Der Erste dreht sich um eine psychisch kranke Frau, die kein Fleisch mehr essen kann, aus Sicht ihres Mannes. Der zweite um Ihren Schwager, einen mehr oder minder gestörten Künstler. Und der dritte um ihre Schwester. Die Frau des Künstlers. Die ersten zwei Teile sind Schläge in die Magengrube, sie beschönigen wenig. Sie zeigen Abgründe auf und verstören. So weit kann ich Folgen. Und dann dachte ich, dass der Dritte Teil eine Art Kontrapunkt setzen würde. Die Stimme des Unverständnisses von draußen. Und zu Beginn war es das auch. Bis auch hier der Wahnsinn einsetzt. Das Buch ist zwar irgendwie in sich abgeschlossen. Und ja natürlich ist es gut, Fragen aufzuwerfen. Aber ich denke, ein bisschen weniger "Echtheit" hätte dem Buch gut getan. Schriftstellerisch und erzählerisch ist wirklich nichts auszusetzen. Für Menschen, die diese Art von Tragödien gerne lesen, wird spreche ich eine definitive Empfehlung aus. Aber ich finde diese vermeintliche "Echheit" - deswegen auch in "" - einfach nur anstrengend. Um besonders "nah an der Realität" zu sein sollte nichts beschönigt werden. Aber was ich immer wieder feststelle, ist das - für mich - die Autoren und auch bei diesem Roman die Autorin fast zu sehr über das Ziel hinausschießt. Mit dem Ziel zu schockieren, wird es fast vorhersehbar. Es schockt mich nicht wirklich. Wäre das ein Tatsachenbericht oder ein plötzlicher Twist in der Geschichte. Das ist schockend. Aber so wirkt es auf mich einfach sehr erzwungen "Neu" oder "Real" (bitte auf Englisch lesen^^). Ich kann diesem Roman einfach nicht viel abgewinnen. Und ich denke auch, dass ein stärkeres Ende geholfen hätte.

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