Hanif Kureishi Das sag ich dir

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Inhaltsangabe zu „Das sag ich dir“ von Hanif Kureishi

Ein mitreißender und aufwühlender Roman über den unstillbaren Hunger nach Leben. Der Mensch ist von Natur aus verrückt – das ist ganz normal. Jamal weiß das nur zu gut. Täglich entlockt er seinen Patienten auf der Couch wilde Phantasien, Träume und Wünsche. Über das eigene Geheimnis spricht er nur selten, aber wenn er erzählt, klingt seine Geschichte unglaublich. Ajita weiß, was er verschweigt, und behält es dreißig Jahre lang für sich. Da sind sie alle nicht mehr jung - Ajita, Jamal, Bushy und Miriam -, aber auch nicht zu alt, um ihr Coming-out zu verkünden, die erste Liebe wiederzubeleben oder der Wahrheit ins Auge zu sehen. Sie wissen um die komische, zärtliche und manchmal traurige Aufgabe, ein Mensch zu sein und setzen alles aufs Spiel, damit es gelingt. Schonungslos und mit viel Witz hat Hanif Kureishi einen aufwühlenden London-Roman geschrieben - ein leuchtendes Meisterwerk, das uns mit Liebe und Ironie die Geschichte der Stadt und ihrer Menschen aus der Perspektive der Suburbia und ihrer multikulturellen Farben erzählt - atemlos und funkelnd.

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  • Rezension zu "Das sag ich dir" von Hanif Kureishi

    Das sag ich dir

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    04. January 2012 um 08:11

    Der Vorstadt-Buddha hat mir besser gefallen.

  • Rezension zu "Das sag ich dir" von Hanif Kureishi

    Das sag ich dir

    nickido

    12. January 2009 um 15:30

    Ein mitreißender und aufwühlender Roman über den unstillbaren Hunger nach Leben

  • Rezension zu "Das sag ich dir" von Hanif Kureishi

    Das sag ich dir

    Clari

    19. June 2008 um 18:39

    Hanif Kureishi Das sag ich Dir S. Fischer ISBN 3100420314 In den neunziger Jahren in London tobt eine übermutige Jugend durch die Nachtclubs und Bars der Stadt. Hier dreht sich das Karussell von Liebe und Lust, und jeder sucht nach dem großen Abenteuer. Mit einem Streifzug durch London beginnt der Autor seine Erzählung. Sie handelt vom Leben der Menschen, ihren Träumen, ihrem Versagen, viel Sex und von ungewöhnlichen Lebensläufen. Vor allem aber zeugt die Geschichte von einem tiefen Menschenverständnis und der Kenntnis davon, was den einzelnen im Zenit seines Lebens umtreibt. In der Stadt herrschen Drogen, Alkohol und Musik über begeisterte Jugendliche und Lebenskünstler. Berichtet wird von einer bestimmten wohlhabenden Schicht und Clique, die aus der Künstlerszene stammt, die Ganoven, Amüsierkneipen und das Prostituiertenmilieu mit einschließt. Der Held und Icherzähler Dr. Jamal Khan, Psychoanalytiker, Sohn eines pakistanischen Vaters und einer englischen Mutter, lebt, arbeitet und schreibt in London, wo er durch sein Metier zu einiger Berühmtheit gelangt ist. Unter den lebenslustigen Freunden wurde er mit der Zeit zum besinnlichen und nachdenklichen Außenseiter, aus dessen Perspektive die Geschichte einen reflektierenden Anspruch entwickelt. In der Erzählung wechseln Vergangenheit und Gegenwart, so dass sich erst allmählich ein Gesamtbild zusammenfügt. Jamals Studienzeit, seine Herkunft und seine Freunde liefern den Stoff zu einer malerischen und eindrucksvollen Beschreibung der Stadt, ihrer spezifischen Viertel und des damaligen Lebensgefühls. Was hatte es z. B. mit Jamals großer Liebe zu Ajita während seines Studiums auf sich? Und was ist das für ein Geheimnis, das ihn so schwer bedrückt? Er unterzieht sich einer Psychoanalyse, als er in jungen Jahren nicht mehr weiter weiß und wird am Ende selber Psychoanalytiker. Die Passagen über die Zweisamkeit in der Therapie gehören mit zu den schönsten des Buches. Als Psychoanalytiker weiß Jamal durchaus den Patienten gegenüber seine Anonymität zu wahren: im Alltag aber ist er ein Mensch wie alle anderen auch. Von seiner Frau Josephine lebt er seit einigen Monaten getrennt. Sein bester Freund Henry ist ein Bohemien, mit dem er regen Gedankenaustausch betreibt, und seinem 12 jährigen Sohn Rafi gilt seine ganze Liebe, die auf einer kumpelhaften Ebene basiert. Miriam, Jamals Schwester, ist eine ganz und gar ausgeflippte Person, die aber mit beiden Beinen auf dem Boden steht. Sie lebt mit vielen Kindern und Tieren zusammen und sehnt sich nach der einzigen und wahren Liebe! Das Leben geht weiter und nach Jahren treffen die Protagonisten aus den verschiedenen Weltgegenden erneut zusammen. Die Erde hat sich gedreht und vergangene Liebespaare denken melancholisch an die vergangene Lebenszeit und versuchen, alte Beziehungen wieder aufzufrischen. Ajita, die indische Geliebte aus Jamals frühen Jahren, ihr Bruder Mustaq, schwul und später sehr reich, Henry und so viele Weggenossen, gute und böse, bieten reichlich Stoff für spannende Unterhaltung, die mit einer geheimnisvollen Mordgeschichte einhergeht. In seinem Roman greift Kureishi den täglichen Rassismus in London auf, und er berichtet vom Leben in Pakistan. Während der islamische Terror mit seinen Anschlägen die westliche Welt überzieht, erscheint das Leben immer brüchiger. Der Roman handelt von den Freuden und Leiden seiner Protagonisten, und er zeigt, wie die Liebe das Leben aller Beteiligten erfüllt, belastet oder bestimmt. Sehr locker geht Kureishi mit dem Thema Sex um, das über weite Bereiche von existenzieller Bedeutung bleibt. Hier werden z.T. die Schriften Freuds zur Kulturkritik und zu seinen Triebtheorien mit eingebracht. Skurrile, ausgeflippte, aparte, zarte und seltsame Menschen begegnen dem Leser auf jeder Seite. Kureishi zeichnet das imponierende Bild einer heterogenen Gesellschaft, wie sie in der kosmopolitischen Stadt London anzutreffen ist. Sein wunderbares Gesellschaftsgemälde reicht bis in das beginnenden 21. Jahrhundert hinein. Der Roman gehört zu den schönsten Büchern, die man derzeit auf dem Büchermarkt finden kann. Auch Hanif Kureishi ist wie der Held in seiner Geschichte der Sohn einer englischen Mutter und eines pakistanischen Vaters. Seine Romane, Erzählungen und Drehbücher haben ihm bereits Ruhm, Ehre und Preise eingetragen.

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  • Rezension zu "Das sag ich dir" von Hanif Kureishi

    Das sag ich dir

    yoko

    09. June 2008 um 21:49

    Das Buch macht schon allein deshalb Lust, es besitzen zu wollen, weil es so einen herrlichen grünen Schutzumschlag hat, der an Kermit den Frosch erinnert. Es zwickt einem in der Nase, in den Augen und in den Fingern. Und es stellt sich unweigerlich die Frage: Wird man enttäuscht sein? Denn wer kennt sie nicht, die verführerischen Hüllen, die einem schnell enttäuschen können, wenn man den Inhalt erst einmal ausgepackt hat. Also diejenigen, die von verrückten Charakteren nicht genug bekommen können, werden in der Geschichte davon ausreichend bedient. In dem Roman hagelt es nur so von Leuten mit ihren Leidenschaften, Obsessionen, dass einem manchmal von der Hemmungslosigkeit beinah schwindelig wird. Andere verschweigen diese dunklen Kanäle der Menschheit lieber, Hanif Kureishi formuliert es allerdings dermaßen geschickt, dass einem einiges wieder fast natürlich erscheint. Hier gibt es Fetischparties, Sexorgien, Bordellbesuche und Parties, wo neben dem Gin auch Koks herumgereicht wird. Es dauert nicht lange, bis man auf den Seiten herumhämmert, weil einem der Stoff einerseits verdammt unwirklich erscheint, sehr aufwühlt und andererseits so realitätsnah beschrieben wurde, dass man schnell das Atmen vergisst. ~ Das Bonbon ~ Im Großen und Ganzen handelt das Buch von Menschen, die nicht mehr jung und doch zu jung sind, um sich als Greisen durchs Leben zu schleifen. Die Männer helfen ihrem kleinen Freund mit Viagra auf die Beine, die Frauen suchen nach einer Liebe fürs Alter. Der Ich-Erzähler - Jamal - ist Psychoanalytiker und trägt ein dunkles Geheimnis mit sich, das er all die Jahre unterdrückt hat, bis er seine Jugendliebe Ajita von damals wiedertrifft. Seine Schwester Miriam führt ein wildes Leben und hat mehr Tatoos als die Gate Gallery Bilder. Und Bushy, der Chauffeur, ist eigentlich ein großer Gitarrenvirtuose, der seinen ersten Auftritt in einem Fetischlokal hat. Während fremde Menschen über sich herfallen, zupft er an seiner Gitarre. Jamal und seine Freunde stehen mit beiden Beinen im Leben und wissen um die komische, zärtliche und manchmal traurige Aufgabe, ein Mensch zu sein. Sie setzen alles aufs Spiel, damit es gelingt. ~ Der Nachgeschmack ~ Hanif Kureishi hat eine lockere Sprache, die an Ping-Pong-Bälle erinnert. Es macht Spaß seinen Sätzen zu folgen, seinen Ereignissen, die von Grün ins Schwarze wechseln, ohne das man damit rechnet. Ich mag dieses Buch, weil es genauso ist wie das Leben selbst, ein Widerspruch in sich, leicht, unterhaltsam, mitreißend, betörend.

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