Hanif Kureishi The Buddha of Suburbia

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Inhaltsangabe zu „The Buddha of Suburbia“ von Hanif Kureishi

Karim lives with his Mum and Dad in a suburb of south London and dreams of making his escape to the bright lights of the big city. But his father is no ordinary Dad, he is 'the buddha of suburbia', a strange and compelling figure whose powers of meditation hold a circle of would-be mystics spellbound with the fascinations of the East.

Eine saukomische Geschichte voller skurrile Charaktere im London der 70er Jahre vom Suchen und Finden der Identität indischer Einwanderer

— ichundelaine
ichundelaine

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  • I am an Englishman...

    The Buddha of Suburbia
    ichundelaine

    ichundelaine

    03. September 2016 um 12:28

    Lange ist es her, dass ich den Buddha of Suburbia das letzte mal las, doch hat dieses Werk auch beim erneuten Lesen noch nichts an Humor und Scharfzüngigkeit eingebüßt. Karim ist der Sohn eines indischen Immigranten und einer englischen Mutter, er bezeichnet sich selbst jedoch als Englishman, auch wenn ihn seine Umgebung nicht unbedingt als solchen wahrnimmt. Karim ist ein Tänzer zwischen den Welten im London der 70er Jahre. Auf der einen Seite die raue englische Seite von Suburbia, auf der anderen die seiner indischen Verwandten und Bekannten, die zwischen indischen und westlichen Tugenden hin und her schwanken, was teilweise zu recht komischen und tragisch traurigen Momenten führt. Als Karims Vater beschließt, die Familie zu Gunsten der aufstrebenden Bohemienne Eva zu verlassen und vom Sachbearbeiter zum spirituellen Führer der vermögenden möchtegern-Progressiven Londons avanciert, ändert sich auch sein Leben um 180 Grad. Von der langweiligen Vorstadt taucht er ein in den wilden Großstadt-Dschungel, experimentiert mit seiner Sexualität und landet schließlich beim Theater. Der Leser folgt Karim auf seiner Suche nach seiner Identität als "Mischling" von den letzten Ausläufern des Hippietums, über den Punk bis hin zu den Anfängen der Yuppies. Auf der einen Seite des Spektrums stehen seine Verwandten die feministische Cousine Jameela, seine sich langsam emanzipierende Tante Jeeta und Onkel Anwar, der einen Hungerstreik beginnt um seine Tochter zur Heirat mit dem extra aus Indien eingeflogenen Changez zu zwingen. Auf der anderen Eva und die neue Haute Boheme, auf der Suche nach Spiritualität und dem nächsten Kick der Kunstszene. Karim ist sorglos und voller Naivität und Liebe, lässt sich schnell mal instrumentalisieren und korrumpieren, verliert aber nie den Glauben an das Gute im Menschen. Hanif Koureishi erzählt eine wundervoll tragisch komische Geschichte voller Skurriler Charaktere, die ich definitiv weiterempfehle!

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  • Humorvoller Roman über zwei indische Familien in London

    The Buddha of Suburbia
    Kerstin-Scheuer

    Kerstin-Scheuer

    16. July 2014 um 21:52

    Inhalt: Karim ist 17 Jahre alt und lebt in einem Vorort Londons. Sein Vater stammt aus Indien und kam als junger Mann mit Anfang 20 zusammen mit einem Freund Anwar nach England, um dort zu studieren und anschließend einen guten Job zu finden. Beide scheiterten und blieben aus Scham in England. Karims Vater kam beim Staat unter. Sein Freund eröffnete einen Lebensmittelladen. Aber als die Jahrzehnte ins Land ziehen und die beiden Männer älter werden, erinnern sie sich an ihre indischen Wurzeln, was die Leben der beiden und ihrer Familien grundlegend verändert. Karims Vater entdeckt seine Liebe zum Yoga und den buddhistischen Weisheiten. Schnell maustert er sich zum Guru des Votortes, in dem die Familie lebt. Er gibt nach der Arbeit Kurse in Yoga, studiert und unterrichtet die buddhistische Philosophie und erteilt praktische Lebensberatung. Und das alles, obwohl er eigentlich Muslim ist. Seine beiden Söhne und seine britische Frau haben nur wenig Verständnis. Schließlich trennt er sich von seiner Frau und zieht mit seiner neuen Freundin - einer begeisterten Yogaanhängerin - nach London, um hauptberuflich Yoga und buddhistische Philosophie zu unterrichten. Auch sein Freund wird in den Augen seiner Familie wunderlich, als er beschließt, seine 17jährige Tochter Jamila, die eng mit Karim befreundet ist, mit einem Inder, den weder er noch sie je gesehen hat, zu verheiraten. Als Jamila sich weigert, tritt Anwar in den Hungerstreik, bis Jamila schließlich der arrangierten Ehe zustimmt. Aber der Schwiergersohn entpuppt sich als Faulpelz und die Ehe der beiden nimmt keinen glücklichen Verlauf. Mitten in diesem Chaos versucht Karim nicht nur seine eigene sexuelle Identität zu finden, denn ausgerechnet an dem Abend, an dem er von der Affäre seines Vaters erfährt, verliebt er sich in einen Jungen. (Es ist ausgerechnet der Sohn der Frau, mit der sein Vater fremd geht.) Sondern er muss außerdem herausfinden, was er eigentlich mit seinem eigenen Leben anfangen möchte. Meinung: Mir hat das Buch gut gefallen, auch wenn es einen anderen Verlauf hatte, als ich erwartete. Es ist aus der Sicht des 17jährigen Karims geschrieben und in zwei Teile untergliedert. Der ersten Teil spielt im Vorort und beschreibt die Entwicklung des Vaters vom unscheinbaren, angepassten Beamten zum alternativen Guru einschließlich seiner Affäre. Im zweiten Teil befinden wir uns in London, wohin Karim mit seinem Vater zieht. Hier steht der Vater nicht länger im Fokus. Vielmehr werden nun die unglückliche Ehe von Jamila und Karims eigener Lebensweg beschrieben. Diese Entwicklung im zweiten Teil des Buches hat mich etwas überrascht. Mit dem Titel "Buddha of Suburbia" hat dies nicht mehr viel zu tun. Dennoch fand ich die Geschichte spannend, interessant und unterhaltsam. Die Situation indischer Einwanderer in Groß-Britannien wird eindrücklich beschrieben. Es wird deutlich, wie diese Menschen zwischen den Kultur stehen und weder zur einen noch zur anderen wirklich dazugehören. Dies betrifft schließlich sogar ihre Kinder, was sowohl an den Schicksalen von Jamila als auch Karim gut gezeigt wird. Karim schlägt z.B. den Weg der Schauspielerei ein. Dabei ist seine erste Theaterrolle ausgerechnet die des Mogli im "Dschungelbuch". Er bekommt sie lediglich wegen seines dunklen Teints. Der Regiseur zwingt ihn zudem, im Stück einen indischen Dialekt, den er eigentlich gar nicht hat, zu sprechen. Karim fühlt sich gedemütigt, willigt aber schließlich ein. Auch in seinen weiteren Rollen spielt seine Hautfarbe und seine Herkunft eine wesentliche Rolle. Karim fühlt sich als Schauspieler nicht Ernst genommen. Dem Autor gelingt es gut, diese Momente des "Nicht-dazu-gehörens" einzufangen. Was das Buch so angenehm zu lesen macht, ist die locker-leichte, humorvolle Art, in der Kureishi dies tut. Nie wird der moralische Zeigefinger erhoben oder Mitleid erhaschend auf die Tränendrüse gedrückt. Die Situationen werden aber auch nicht ins Lächerliche gezogen. Die Botschaft kommt an - und das finde ich eine beachtliche Leistung! Die englische Originalfassung lies sich gut lesen. Einige Vokabeln musste ich nachschlagen, insgesamt ist das Buch aber in einem bei mittleren Sprachkenntnissen gut verständlichen Englisch geschrieben.

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  • Rezension zu "Buddha of Suburbia" von Hanif Kureishi

    The Buddha of Suburbia
    Priestess

    Priestess

    12. August 2010 um 15:55

    Eine erfrischende und zugelich nachdenklich stimmende Geschichte über einen Migrantenjungen, der versucht im modernen London seinen Platz zu finden. Stehend zwischen den Generationen und Kulturen. Sein Vater, der seine alte Religion schamlos ausnutzt, scheint kein geeignetes Vorbild mehr zu sein. Wer sich für postkoloniale, britische Literatur interessiert und auch auf kulturwissenschaftliche Aspekte achtet, wird an diesem Buch nicht vorbeikommen!

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